13.09.2018 15:10 Bürger zu Nazis machen

Fake News und gezielte Falschinformationen über Chemnitz

Verfassungsschutz-Chef Maaßen läßt eine Bombe platzen, gezielte Falschinformation wurden nach seiner Meinung verbreitet.

Verfassungsschutz-Chef Maaßen läßt eine Bombe platzen, gezielte Falschinformation wurden nach seiner Meinung verbreitet.

Von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Ich habe mir bevor ich den Artikel geschrieben habe, sehr viele Videos zu den Protesten in Chemnitz angesehen. Was ich sah, waren viele tausend friedliche Demonstranten und einige wenige Radaumacher, die den Arm zum Hitlergruss ausstreckten.

Woher die kamen oder wer die bestellt hat, bleibt im dunkeln. Tatsache ist, dass genau diese Bilder benutzt wurden, um alle als Nazis zu diffamieren.

Am Rande der "rechtsgerichteten Kundgebungen" am Samstag in Chemnitz haben Demonstranten in zahlreichen Fällen Journalisten angegriffen, berichtete die ARD, das ZDF und alle Leitmedien und titelten: ""Noch nie so viel Hass auf Medien erlebt".

Gezielte Falschinformationen?

Ausserdem behaupteten die Medien tagelang, dass es einen Mob und eine Hetzjagd auf Migranten gegeben hätte. Politiker der Grünen, SPD, linken und auch der CDU verbreiteten diese "Nachrichten" sofort weiter und stellten die Bürger von Chemnitz als Nazi-Mop dar.

Verfassungsschutz-Chef Maaßen läßt eine Bombe platzen, er sagte der "Bild"

"Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz werden von mir geteilt." Dem Verfassungsschutz lägen "keine belastbaren Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden haben". Zu einem Video, das Jagdszenen auf ausländische Menschen in Chemnitz zeigen soll, sagte Maaßen: "Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist."

Der Verfassungsschutz-Chef erklärte weiter: "Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass es sich um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken."

Die getroffenen Hunde bellen

SPD und Grüne übten scharfe Kritik an Maaßens Aussagen zu den Ereignissen in Chemnitz. SPD-Vize Ralf Stegner sagte dem NDR, Maaßen sei im Amt "nicht mehr tragbar". Das Großmaul der SPD, Ralf Stegner: Maaßen sei im Amt "nicht mehr tragbar".

Auch die Linkspartei verlangte die Entlassung Maaßens. "Verfassungsschutzpräsident Maaßen ist in diesem Amt nicht mehr haltbar", erklärte Parteichefin Katja Kipping.

Feindbild Maaßen - Die Treibjagd hat begonnen

Die Linke im Land ist sich einig: Hans-Georg Maaßen muss weg. Sein Vergehen: Er hat es gewagt, die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin zu kritisieren. Das ist der wahre Grund, seinen Kopf zu fordern.

Sind das Fake News der Medien und Journalisten?

"Es gibt drei Dinge, die sich nicht lange verbergen lassen: die Sonne, der Mond und die Wahrheit." - Konfuzius

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) stellte das nun, leider viel zu spät, richtig.

Kretschmer warnte sich gegen pauschale oder falsche Urteile über Chemnitz einzuschiessen und bezog sich besonders auf die Stunden nach dem tödlichen Angriff auf Daniel H. "Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd, und es gab keine Pogrome in dieser Stadt", sagte Kretschmer und übte damit Kritik auch an einem Teil der Berichterstattung durch Journalisten.

Verbreitet auch Merkel Fake News?

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach dem tödlichen Angriff auf Daniel H. von "Hetzjagden" gesprochen und verteidigte ihre Aussagen auch noch. "Meine Reaktion ist, dass wir dort Bilder gesehen haben, die sehr klar Hass und damit auch Verfolgung von unschuldigen Menschen deutlich gemacht haben", sagte sie. "Von denen muss man sich distanzieren. 

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wertet derzeit das Videomaterial zu den Demonstrationen in Chemnitz am 26. und 27. August daraufhin aus, ob es Straftaten gegeben hat. Bislang hat sie nach WELT-Informationen in dem bereits gesichteten Videomaterial keine Anhaltspunkte für „Hetzjagden“ gefunden.

Was für Bilder hat sie gesehen? Angela Merkel war und ist das Problem seit 2015.

Wolfgang Kubicki hatte gesagt „Die Wurzeln für die Ausschreitungen liegen im "Wir-schaffen-das" von Angela Merkel. Der FDP-Chef Wolfgang Kubicki sah die Kanzlerin als Mitschuldige für die Ausschreitungen in Chemnitz.

Schon voher hatte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik einen despotischen Regierungsstil vorgeworfen. „Die Tatsache, dass die Bundeskanzlerin es sich herausnimmt, sich über das Gesetz zu stellen, ist ein Menetekel“, sagte Kubicki im Gespräch mit dem Magazin Cicero.

Angela Merkel  bleibt stur, und bekräftigte ihre Verurteilung der Ausschreitungen und Proteste. Es habe Bilder gegeben, die „sehr klar Hass und damit auch die Verfolgung unschuldiger Menschen“ gezeigt hätten. Das ist nur leider durch nichts bewissen.

Filmaufnahmen würden zeigten, dass Menschen ausländischer Herkunft nachgesetzt worden sei, man achte nun auf "nachgesetzt" von Verfolgung ist nun keine Rede mehr. Aber nun meldete sich auch noch der Horst zu Wort. "Die Migration sei die „Mutter aller politischer Probleme“, verkündet Horst Seehofer.

Und das Gejaule der Medien war groß. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ legte Seehofer noch einmal nach und sagte: „Ich wäre, wenn ich nicht Minister wäre, als Staatsbürger auch auf die Straße gegangen – natürlich nicht gemeinsam mit Radikalen.“

Medien und Journalisten stellen sich als Opfer dar

Das erinnert mich an die 80er Jahre. Damals, in den USA, war der best gehasste Berufsstand der des Anwaltes. Heute sind es in Teilen von Deutschland die Medien und Journalisten. Könnte es dafür Gründe geben?

Nun ja, die Bürger von Chemnitz wissen, dass die angereisten Medien und Journalisten nicht über ihren friedlichen Protest berichten wollen. Die Bürger wissen, dass es den Medien nur darum geht, einige Neonazis zu zeigen, um damit ihren Protest zu negieren.

Wenn man die Berichterstattung der Medien in den letzten Tagen verfolgt hat, kann man den Bürgern nur Recht geben. Demonstranten sind für die Medien "rechtsradikale Schläger" konnte man lesen, die Bürger antworten mit, die Presse lügt nur, um die Proteste zu diskreditieren.

Dazu ein sehr kluger Kommentar von Gabor Steingart in seinem Morning Briefing:

"Die einzige Sicherung, die wirklich für die Ewigkeit gebaut scheint, ist die journalistische Selbtversicherung, dass wir unschuldig sind. Dass Journalisten in Deutschland körperlichen Angriffen ausgesetzt sind, bleibt eine Ungeheuerlichkeit und eine strafbare Handlung.

Das darf nicht entschuldigt und nicht relativiert werden. Die Kollegen und Kolleginnen in Chemnitz sind nicht zimperlich, sie sind tapfer. Aber vor dem Angriff stehen Anfeindungen, und vor den Anfeindungen stehen Zweifel an unserem Gewerbe, und die haben wir uns redlich verdient. Der Autor schließt sich mit ein.

Wir haben zu oft Neugier durch Haltung ersetzt, Analyse durch Gefühl - und viele wollen bis heute nicht davon lassen. Jetzt erst recht, rufen sie."

Unanständig, beleidigend, maßlos und widerlich

Hier noch ein Kommentar auf Facebook: Die Menschen in Sachsen haben ein super Gerechtigkeitsempfinden. Was sollen diese infamen Berichte über anständige Bürger die sich dagegen nicht wehren können. Wenn ich mir die furchtbar denunzierenden Beiträge von ARD und ZDF ansehe kocht mir die Galle über.

Von den 10tausenden Menschen die in Chemnitz auf die Straße gingen war ein kleiner Teil links-und rechtsextrem, aber das ZDF und die ARD bastelt daraus eine Heerschar von ganz schlimmen Nazis, ihr habt sie nicht mehr alle. Das ist unanständig, beleidigend, maßlos und widerlich.

Bei Anne Will konnte man das am Sonntag-Abend bestens sehen. Wolfgang Thierse behauptete sogar in der Sendung, das er nicht glaube, das die Bürger von Chemnitz trauern würden. Alles Nazis. Regierungssprecher Steffen Seibert hat am nächsten Tag in das gleiche Horn geblassen. Und mit deutlicher Kritik auf die Chemnitzer Aufmärsche vom Wochenende reagiert. Die Regierung erkenne dort keine Trauer, sondern Hass, erklärte er.

Medien fordern den Austauch der Polizeiführung

Georg Restle, Redaktionsleiter des ARD-Magazins Monitor, berichtete von Übergriffen Rechtsradikaler auf sein Kamerateam. Die Reporter hätten "sich gerade noch in Sicherheit bringen" können, twitterte Restle. "Noch nie habe ich so viel Hass auf Medien erlebt wie an diesem Wochenende in Chemnitz."

Mimimi, alles Nazis, außer Mutti, und die Polizei ist Schuld

Mehrere Chefredakteure kritisierten hingegen das Sicherheitskonzept. Florian Harms, Chefredakteur von t-online.de, nannte die Vorgänge "unfassbar". An die Polizei gerichtet schrieb er auf Twitter: "Warum schaffen Sie es nicht, Journalisten wie unseren Reporter vor diesem Mob zu schützen? Was muss denn noch passieren, damit Ihr solche Lagen in den Griff bekommt?"

Dass gezielte Angriffe auf Journalisten von einer offenkundig überforderten Polizei nicht verhindert werden könnten, sei bittere Realität in Deutschland, schrieb Harms in einem Kommentar. "Das ist dramatisch.

Es erschüttert das Vertrauen in unseren Rechtsstaat." Wenn die Polizei das Rechtsstaatsprinzip nicht sicherstellen könne, dann müsse "ihre Führung in Polizeipräsidien und Innenministerien schleunigst ausgetauscht werden."

"BuzzFeed"-Chefredakteur Daniel Drepper warf der Polizei Versagen vor: "Wenn Journalistinnen nicht von Demonstrationen berichten können, ohne dass sie Angst um ihre körperliche Unversehrtheit haben müssen, dann hat die Polizei hier - erneut - versagt." Drepper verurteilte die vermehrten Angriffe auf Journalisten: "Diese Eskalation ist verstörend."

Jan Fleischhauer schreib dazu: "Früher musste man sich als Journalist die Kugeln um die Ohren pfeifen lassen, um als Held zu gelten, heute reicht ein Besuch im deutschen Osten. Die Empörung über das Getobe in Sachsen ist ebenso maßlos wie die Aufmärsche selbst.

Frontberichte aus Sachsen

Gefahrvolles Reporterleben: Wer die Frontberichte aus Sachsen liest, zieht unwillkürlich den Kopf ein. Ich finde es nur bemerkenswert, wie sehr die Maßlosigkeit der Empörung mit der Maßlosigkeit der Proteste korrespondiert."

Und das sind die Folgen:

„Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die AfD in Ostdeutschland stärkste Partei.

Infratest dimap: AfD 27 % | CDU 23 % | DIE LINKE 18 % | SPD 15 % | GRÜNE 7 % | FDP 6 % …“

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