08.11.2015 09:16 Kriegsverbrecher oder Irre?

Die Antiterror-Kriege der USA - Jetzt haben wir über 100.000 Terroristen

Antiterror Kriege

Das sind die Erfolge der Antiterror Kriege. Sind das Kriegsverbrecher oder Irre? Foto: (c) Jürgen Todenhöfer

Von: GFDK - Jürgen Todenhöfer

Liebe Freunde, vor 14 Jahren begannen die angeblichen 'Antiterror-Kriege'. Ergebnis: Statt einiger 100 Terroristen im Hindukush haben wir jetzt über 100.000 Terroristen. Der Mittlere Osten steht in Flammen. Brennt es morgen auch bei uns?

Die EU erlebt schon jetzt im Flüchtlingschaos ihre schwerste Krise. Dank Leuten wie Bush und Obama! Wie wird die Geschichte sie beurteilen? Als Kriegsverbrecher oder als Irre?

Fast immer setzen die USA im Mittleren Osten auf Krieg. Oder auf die Unterstützung von Rebellen. Ihre Interventionspolitik hinterließ eine breite Blutspur. Und unvorstellbares Leid. Dennoch verlängert der Westen jetzt seine unselige Kriegsmission in Afghanistan. Und die Bundeswehr zieht es nach Mali. Zur 'Terrorbekämpfung'! Sie haben nichts gelernt.

Manchmal möchte ich aufgeben. Doch wenn ich an die Menschen in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Somalia und Palästina denke, weiß ich: Wir dürfen nie aufgeben.

Euer Jürgen Todenhöfer

PS: Quelle der Opferzahlen in Afghanistan und im Irak: "Ärzte gegen den Atomkrieg".

Zuletzt schrieb Jürgen Todenhöfer: Auf Al Jazeera ließ Ex-DIA-Chef Flynn die Bombe platzen: Die US-Führung habe die vom DIA schon 2012 geschilderte Gefahr eines 'islamischen Staats' keineswegs übersehen. Das Erstarken terroristischer Gruppen wie des 'ISI' mit all seinen gefährlichen Folgen sei eine 'vorsätzliche Entscheidung' gewesen- "a willful decision". Die USA haben die Ausrufung des "Islamischen Staats" bewusst in Kauf genommen.

General Michael Flynn stellte sich entschieden hinter eine Analyse des DIA vom August 2012 und wies auf ihre große Bedeutung hin. Die Analyse war im Frühjahr 2015 auf Anordnung eines US-Gerichts freigegeben worden. Ihre Kernaussagen lauteten:

1.) Schon 2012 sei der Aufstand in Syrien von extremistischen Organisationen wie 'Al Qaida im Irak' ('ISI') angeführt worden - und nicht von demokratischen Rebellen oder Demonstranten.

2.) Das werde - entsprechend den Wünschen des Westens und einiger arabischer Staaten - ein 'salafistisches Hoheitsgebiet' in Ost-Syrien ermöglichen, das Syrien vom schiitisch kontrollierten Irak und Iran trennen werde.

3.) Dadurch entstünden 'ideale Voraussetzungen' für eine Rückkehr des 'ISI' nach Mosul und Ramadi und für einen 'islamischen Staat' im Irak und in Syrien.

 

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft