30.10.2018 15:29 Schein und Sein beim Bauhaus

Der Autor Don Alphonso räumt mit der Bauhaus Lüge auf

Mies van der Rohe unterzeichnete den Aufruf der Kulturschaffenden an das deutsche Volk, fuer Adolf Hitler zu stimmen

Mies van der Rohe unterzeichnete den Aufruf der Kulturschaffenden an das deutsche Volk, für Adolf Hitler zu stimmen.

Von: GFDK - Reden ist Silber

Das Bauhaus sei links gewesen, konnte man zuletzt in allen Gazetten lesen. Besonders Nils Minkmar, der "Spiegel-Autor", wollte uns das weismachen. Aber stimmt das auch?

Der Autor Don Alphonso ist da ganz anderer Ansicht als Nils Minkmar und findet, man sollte etwas genauer hinschauen und überlegen, was das Bauhaus war, wer dort arbeitete, und was die betreffenden Personen so taten, schreibt er für "Welt-Online".

Schein und Sein beim Bauhaus

Die Linke Punkband Feine Sahne Fischfilet sollte am 6. November im Bauhaus in Dessau auftreten. Das ZDF hatte die Band für die Reihe „zdf@bauhaus“ eingeladen. Die Bauhaus-Direktion Claudia Perren, eine etwas ängstliche Dame, hat das Konzert, aus Angst vor den "Rechten" dann aber abgesagt. So weit so gut.

Das kommentierte die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ als erbärmlich, diese sei vor dem Druck von AfD und der Neonazi-Szene eingeknickt. Das rief umgehend die Kulturjournalisten der Gazetten auf den Plan, die das Bauhaus und deren Künstler, posthum allesamt als Vertreter der Linken-Bewegung verkaufen wollten. Auf diese abwegige Idee muß man erst einmal kommen.

Bauhaus-Künstler für die NSDAP

Don Alonso rückt die Stühle zurecht, und schreibt: "Der letzte Leiter des Bauhauses Mies van der Rohe unterzeichnete mit 36 anderen den Aufruf der Kulturschaffenden an das deutsche Volk, für Adolf Hitler zu stimmen.

Der Designer des berühmten Barcelona Sessels blieb erst einmal in Deutschland, weil er dort weiter tätig sein wollte. Erst 1938 wanderte Mies van der Rohe unter Druck in die USA aus.

Sein Zaudern und Taktieren im Dritten Reich hat ihm damals nicht geschadet, aber es steht im deutlichen Gegensatz zur Behauptung, „das Bauhaus“ sei durchweg links und im Widerstand gegen die Nazis gewesen.

Den Aufruf unterzeichneten neben Mies van der Rohe auch der berühmte Architekt Emil Fahrenkamp und der Maler Emil Nolde, der sich einerseits ein Haus von Mies van der Rohe gewünscht hatte, und sich andererseits der NSDAP willig anbot.

Herbert Bayer war Leiter für Druck und Reklame in Dessau, gestaltete Bücher und Ausstellungen für das Bauhaus und emigrierte 1938, nicht ohne davor auch Ausstellungen für den NS-Staat mit arischen Recken verantwortet zu haben.

Der Meisterschüler und Büroleiter des Bauhausgründers Gropius war Ernst Neufert, der 1936 auswandern wollte, dann aber mit einem Buch über Baunormen in Deutschland immensen Erfolg hatte und unter Albert Speer zu einem wichtigen Berater des Dritten Reiches in Baufragen aufstieg.

Er wurde Reichsbeauftragter für Baunormung und von Hitler in die Gottbegnadetenliste aufgenommen, um dann später in der BRD bruchlos weiter im Stil der Neuen Sachlichkeit zu bauen. Das wird in der Wissenschaft inzwischen kritisch gesehen, aber in der Öffentlichkeit gilt das Bauhaus weiterhin als links.

Die Verachtung dieser Musikgruppe für die Bundesrepublik Deutschland, das wörtlich als „Dreck“ bezeichnet wird, die Zumutung des ZDF, so etwas zu finanzieren, und die Propaganda des DDR-Regimes, die heute wieder als Wahrheit gilt, sind der eigentliche Skandal dieser Absage." So weit Don Alonso.

Die Bauhaus Stiftung rudert zurück

"Nach der heftigen öffentlichen Diskussion um den abgesagten Auftritt der Band Feine Sahne Fischfilet hat die Theaterleitung verstanden, dass der Diskurs über Kunst nur geführt werden kann, wenn die Kunst sich unbedingt in aller Freiheit präsentieren kann.


Die abschlägige Antwort auf eine kurzfristige Anfrage der Medien war schlecht überlegt und falsch. Daher hat das Theater Kontakt mit der Band aufgenommen, um Entschuldigung gebeten und den Akteuren in Dessau, die sich um einen alternativen Spielort bemühen, Hilfe und Beteiligung, sei es im Theater oder anderswo, angeboten.

Als das heutige Gebäude des Theaters errichtet wurde, wurden Künstler gegängelt, an der Ausübung ihres Berufs gehindert und massenweise vertrieben, verschleppt und getötet. Dem Theater ist bewusst, dass Versuchen, die Kunst zu behindern, jederzeit entgegengetreten werden muss".

Anhaltisches Theater Dessau

Und schon wieder wird etwas sehr Wichtiges verschwiegen. Die Nazis haben einige Bauhaus-Künstler vertrieben, umgebracht wurden diese aber nur von den Kommunisten.

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