28.07.2015 14:00 Die Deutschen sind die wahren Griechen

Der Aberglaube der Eurorettung bringt den Griechen Angst, Leid und Tod

Ohne Revolution wird es nicht gehen

Ohne Revolution wird es nicht gehen. Die Tempel werden niedergebrannt. Die Rettungspakete werden nicht funktionieren.

Von: GFDK - Martin Reiter

Freilich: Indem man den Aberglauben ausrottet, rottet man keineswegs auch die Religionsausübung aus. Zitat: Marcus Tullius CICERO

Der Aberglaube der Eurorettung bringt den Griechen Angst, Leid und Tod, und die Deutschen laden wiedereinmal unsägliche Schuld auf ihre Schultern. Der europäische Finanzhegemon, in Gestalt eines überalterten, rechtsdralligen Finanzschwaben auf Rädern, zwingt die junge Athener Regierung in die Knie.

Merkel kann den Vorgängen nicht mehr folgen

Konservative Austeritätsreligion als moderne Version des mörderischen monotheistischen Markt-Gewalt-Aberglaubens. Schäuble ist die ein Mann-IS des Christentums, unter Beifall der neufreiheitlichen Putschisten aus aller HERREN Finanzmärkte tritt er die Eu in den Dreck und bekommt, wie ein Putin im Russenreich, noch den Beifall einer medial umnachteten Egogesellschaft. Merkel kann, wie bei trojanischen Holzpferden durchaus üblich, den Vorgängen kaum noch folgen, der letzte Trojaner der DDR versagt damit kläglich, Honecker wäre nicht amüsiert.

Bei genauer Betrachtung aber, sind die Nordeuropäer genau das, was sie den Südeuropäern täglich auf`s Bildklopapier streichen. Faule, fette, steuerhinterziehende, nationalreligiös verdummte Besserwisser, die auf Kosten anderer leben. Exportweltmeister sind eben dann doch Blutsauger, die erst schöne Dinge weit überteuert verkaufen, um am Zahltag dann das Blut der Konsumopfer zu fordern.

Der Kaufmann von Venedig heisst heute "deutsche Exportwirtschaft", die obendrein den Verkauf von Waren innerhalb des Euroraumes für Export hält. Das ist aber ein Aberglaube, denn wenn ein Euroland einem anderen Euroland unnützes Zeug wie überteuerte Autos, Waffen oder sonstiges verscherbelt, dann ist das kein Export, es ist schlicht und ergreifend ein Binnengeschäft.

Genauso wie wenn sattsam bekannte Bayern den "arm aber sexy-Berlinern" Luxusdroschken andrehen. Mittelfristig reisst diese Politik die ganze EU in den Abgrund, die Gerontokratie der vertrockneten Lagardes, Schäubles und Junckers (etc) ist nicht zukunftsfähig, sie verbaut der Jugend ihre Zukunft und wurstelt wie ein durchgeknallter Herionjunkie von einem Tag zum anderen vor sich hin.

Die Tempel werden niedergebrannt

Die Rettungspakete werden nicht funktionieren, sie können nicht funktionieren, da muss man mitnichten Wirtschaftstheologie studiert haben oder ein wirtschaftsweiser Schweinepriester sein. Die soziale Frage ändert am Ende ganz schnell die Riten der Relgionsausübung, die Tempel werden in der Regel dann niedergebrannt, insofern betätigt sich das politische Altersheim unserer Tage als berufsjugendliche Brandstifter, die den Finanz-Paten noch ein paar Goldstückchen ins Maul werfen wollen.

Die neuen-alten Täter übersehen aber, dass sie schon längst auf griechischem Niveau angelangt sind. Kein deutscher Bahnbetrieb ohne Verspätung, kein Bahnhof an dem nicht einige defekte Rolltreppen den Pensionisten einen Herzinfarkt bescheren und der Pensionskasse weitere Kosten ersparen.

Ohne Revolution wird es nicht gehen

Ein S-Bahnbetrieb der ob seiner dilletantischen Organisation und vorsintflutlicher Technologie in Indien, China oder Russland ob des Zorns der Fahrgäste in Flammen aufgehen würde, kaputte Brücken, desolate Strassen und Atommüll, nahe Gorleben oberirdisch im geologisch ungeeignesten Gebiet, im Hühnerstall versteckt, von halbprivat im Korruptionsumpf versunkenen Flughafenprojekten ganz zu schweigen, zeigen, dass die Deutschen und ihre konservativen Vasallen dann doch auch u.A. die sind, die sie für die Griechen halten.

Also haben manche Griechen und Südeuropäer recht, ohne Revolution wird es nicht gehen. Adam Smith meinte an keiner Stelle seines Werkes, das die unsichtbare Hand der Märkte (Wirtschaft) eine Finanzmarkt-Würgehand ist die die Organisation von Gesellschaft verunmöglicht und die Menschen in finanzanarchistische Sklaverei treibt.

Politiker als Handlanger durchgeknallter Finanzjunkies müssen abgeschafft werden - so oder so, gebt den Technokraten keine Chance, als ersten Schritt - einfach mal nicht sinnloses Zeug einkaufen gehen, es liegt an uns, entspannt Euch und handelt.

Sinnfreie Politik und räuberische Geschäftemacherei durch pragmatisches Engagement bekämpfen

Martin Reiter

Italiens Wirtschaft durch EU-Sanktionen gegen Russland schwer getroffen und kann nicht verstehen, warum diese Sanktionen aufrechterhalten werden

Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten schreiben: Die Zeichen auf Sturm: Italien attackiert die EU und Deutschland
"Der italienische Premier Renzi verlangt von Europa Taten bei der Unterstützung der Schulden-Staaten. Die italienische Wirtschaft meldet dramatische Export-Einbrüche wegen der Russland-Sanktionen. Beppe Grillo fordert, dass Italien seine hohen Schulden als „Drohung“ gegen die EU einsetzen solle und spricht von „Adolf Schäuble“. Der nächste Euro-Konflikt zeichnet sich ab. Er wird härter als jener mit Griechenland".

Anti-Griechen-Hetze der deutschen "Qualitätsmedien"

Der Soziologe und Publizist Rainer Schreiber im Gespräch mit Jens Wernicke. publiziert auf den nachdenkseiten.de

"Um gleich bei Ihrem letzten Punkt anzufangen: Die gegenwärtige Anti-Griechen-Hetze in den deutschen „Qualitätsmedien“ setzt sich einfach darüber hinweg, dass eine unheilvolle Allianz aus griechischen Staatseliten, Milliardären und Banken auf der einen Seite und– insbesondere – deutscher und französischer Banken, deutscher Rüstungsfirmen, ja der „internationalen Investorengemeinde“ insgesamt auf der anderen Seite der gemeinsame Nutznießer des politisch allseits geförderten Systems war, auf Basis des Euro Schulden aller Euro-Staaten in anerkannte, rentierliche Vermögenstitel zu verwandeln, weshalb es ja auch nicht genug davon geben konnte – bis sich in der Weltfinanzkrise die Unhaltbarkeit dieser Strategie erwies".

"Die griechischen „Normalbürger“ sind dabei ebenso wie die deutschen diejenigen, die die Zeche der Krise zu bezahlen haben, obwohl sie weder zu den Nutznießern des ganzen finanzkapitalistischen Zirkus gehörten noch jemals darüber zu befinden hatten. Stattdessen müssen sie nun mit ihrem Lebensunterhalt für Interessen, Entscheidungen und Schulden büßen, die nie die ihren waren".

Nun ist auch der Springer-Konzern alarmiert. "WELT-Online" titelt "Südeuropäer verlieren den Glauben an Demokratie

"Europa schlittert nach der Schuldenmisere zusehends in eine politische und wirtschaftliche Sinnkrise. Vor allem in Südeuropa hat seit der Jahrtausendwende ein dramatischer Vertrauensverlust in die staatlichen Institutionen eingesetzt. Aber auch in Ländern wie Frankreich, Großbritannien und Spanien glauben die Bürger immer weniger an das demokratische System und die liberale Wirtschaftsordnung."

Zeit für ein Umdenken. Nicht von "oben nach unten", sondern von "unten nach oben", mit der Einführung direktdemokratischer Instrumente.

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