07.01.2015 13:40 Schießerei in der Redaktion

Charlie Hebdo, elf Tote in Paris - Wasser auf die Mühlen der Pegida Demonstranten

Charlie Hebdo elf Tote in Paris

Tod in Paris. Sie brüllten: “Wir werden den Propheten rächen“.

Von: GFDK - Rainer Kahni - Gottfried Böhmer

Schießerei in der Redaktion des islamkritischen Magazins „Charlie Hebdo“. Charlie Hebdo ist ein bekanntes Satire - Magazin in Frankreich. Immer wieder fällt es durch enormen Einsatz im investigativen Journalismus auf. Es nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um Islamisten, Rassismus und Xenophobie geht.

Höchste Terrorwarnstufe in Paris

Seine respektlosen Karrikaturen von radikalen Islamisten haben offensichtlich nun zu einem verheerenden Anschlag auf die Redaktionsräume geführt. Der Zeitpunkt war "gut" gewählt, denn heute morgen gab es eine Vollversammlung aller Redakteure von Charlie Hebdo.

Nach ersten Aussagen der Polizei - Prefektur in Paris wurden zwölf Menschen getötet und zahlreiche unbeteiligte Passanten erheblich verletzt. Den Islamisten war Charlie Hebdo schon lange ein Dorn im Fleische. Aber auch der französische Inlandsgeheimdienst wurde schon mehrmals dabei erwischt, als er Dokumente und in den Redaktionsräumen illegal durchsucht und Wanzen in den Räumen angebracht hat.

Radikale Islamisten bei der Arbeit

Nichts ist unmöglich in Frankreich. Daher sollten wir in der Beurteilung dieses verheerenden Anschlages vorsichtig sein. Die Qualität des Anschlages lässt aber durchaus den seriösen Schluss zu, dass hier radikale Islamisten am Werk waren und dieses Blutbad angerichtet haben.

PS: Gestern Abend war das ein großes Thema im Heute Journal mit Claus Kleber. In der aktuellen Ausgabe des Magazins geht es unter anderem um den neuen Roman des französischen Skandal-Autors Michel Houellebecq. In dem Roman “Unterwerfung” geht es um die Machtübernahme durch einen muslimischen Präsidenten in Frankreich im Jahr 2022.

Nachtrag:

"Wir weigern uns, wegen der Befürchtung, die 'Islamophobie' zu fördern, auf den kritischen Geist zu verzichten. Dies ist ein verhängnisvolles Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung der Gläubigen durcheinanderbringt.

Wir plädieren für allgemeine Meinungsfreiheit, damit sich der kritische Geist auf allen Kontinenten gegen jeden Mißbrauch und gegen alle Dogmen entfalten kann.

Wir richten unseren Appell an die Demokraten und freien Geister aller Länder, damit unser Jahrhundert eines der Aufklärung und nicht eines der Verdummung wird."

Aus einem Manifest französischer intellektueller von 2006. Leider fast vergessen, aber heute von der "FAZ" veröffentlicht. Dankenswerterweise. Ist es doch gerade diese Zeitung, die wie andere Leitmedien, die Kritik am Islam als Feindschaft diffamiert, statt sie wie die französischen Intellektuellen als notwendige Religionskritik freudig zu begrüßen.

Aufgeklärte Intellektualität stirbt in Deutschland derzeit leider einen schleichenden Tod, wogegen sie in Frankreich aktuell einen raschen Tod zu sterben gezwungen wird. Durch die Hand derer, die die Aufklärung ein für alle mal ausrotten wollen.

Zeit-Online berichtet heute am 8. Januar:

Eine Mehrheit der Deutschen hält den Islam für gefährlich und sympathisiert mit vielen Parolen der Organisation "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida). Zu diesem Ergebnis kam der "Religionsmonitor" der Bertelsmann-Stiftung. Die Studie wurde vor dem Anschlag in Paris durchgeführt. Dabei kam auch eine andere interessante Sicht der Bürger zutage: Eigentlich halten sie sich für ziemlich tolerant.

Fremde im eigenen Land

Laut der Umfrage sehen 57 Prozent der Deutschen im Islam eine Bedrohung. 40 Prozent fühlen sich wie "Fremde im eigenen Land" und 24 Prozent würden Muslimen am liebsten ganz die Zuwanderung nach Deutschland verbieten.