02.09.2018 13:06 Sammlungsbewegung

Aufstehen mit Wagenknecht - Los geht es

Wir brauchen echte Veraenderung in unserer Gesellschaft, damit das Vertrauen in die Politk zurueckkommt

Wir brauchen echte Veränderung in unserer Gesellschaft, damit das Vertrauen in die Politk zurückkommt. Screenshot

Die linke Sammlungsbewegung Aufstehen von Sahra Wagenknecht koennte die Waehler noch mal mobilisieren

Die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" von Sahra Wagenknecht könnte die Wähler noch mal mobilisieren.

Von: GFDK - Reden ist Silber

Ein Kommentar von Christian Weilmeier: Jetzt soll dann bald die neue Bewegung von Wagenknecht an den Start gehen. Angeblich soll sie jetzt "Aufstehen" heißen. Manche sagen aber wieder, das sei noch nicht sicher. Das Hin und Her kommt daher, dass man zaudert.

Den großen Sprung wagen oder das Übliche. Das Übliche, das wären solche Diskussionsgruppen wie das heutige Attac oder Diem, der große Sprung, das wäre ein offenes Bekenntnis zum Linkspopulismus, das tatsächlich einige prominente Unterstützer wollen.

"Aufstehen" hat nur eine Chance und einen Sinn, wenn es knallhart die Probleme in einer klaren Sprache benennt und Lösungen vorschlägt, die auch weh tun, die echte Veränderung bringen, ohne zu viel Angst vor bisherigen bequemlinken Empfindlichkeiten.

So etwas braucht Deutschland. Irgendeinen neuen verschwiemelten linken Diskurs braucht niemand. Das ist eine Grundsatzentscheidung. Wir werden es erleben.

Die Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht

Die Sammlungsbewegung der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht heißt „Aufstehen“, berichtet der "Spiegel". Sie geht an diesem Samstag mit der Website www.aufstehen.de online und wird Anfang September offiziell starten. Wagenknecht vertritt die Ansicht, dass der Kurs der offenen Grenzen viele Linken-Wähler verprelle.

Inhaltliche Erneuerung der Politik

Im Konflikt über die Migrationspolitik mit der Führungsspitze ihrer Partei formiert Sahra Wagenknecht eine linke Bewegung. Wie der „Spiegel“ berichtet, trägt sie den Namen „Aufstehen“, am Samstag soll die Web-Seite www.aufstehen.de online gehen.

„Bewusst überparteilich“: Oskar Lafontaine wirbt für die neue Sammlungsbewegung seiner Frau Sahra Wagenknecht. Bei dem Projekt mit dem Namen „Aufstehen“ gehe es um die „inhaltliche Erneuerung der Politik“, sagte er der "Welt am Sonntag".

Uns was macht die Bild-Springer-Presse daraus "Ist die Initiative von Sahra Wagenknecht so weit links, dass sie schon wieder rechts ist?"

Der Historiker Michael Wolffsohn darf bei "Bild" den Vogel abschießen:

"Wenn ich "BEWEGUNG" höre, klingeln bei mir alle Alarmglocken. Die Nazis legten seinerzeit auch Wert darauf, keine herkömmliche Partei zu sein, sondern "Bewegung". Wissen das Wagenknecht und ihre Mit- plus Nachläufer nicht?

Wollen sie ganz bewusst und scheinbar unverfänglich solche Gedankenverbindungen herstellen? Wollen sie damit signalisieren, dass sie die bessere AfD wären? Also eine Partei der 'kleinen Leute'. Sozial. Und natürlich (siehe 'Bewegung') national. Also national-sozial.

Und weiter:

Da sich Frau Wagenknecht als Sozialistin bezeichnet, bewirkt das phrasenhafte Mischmasch des Internetauftritts auch ohne Gedankenkrücken wohl nicht zufällig Gedankenbrücken zum Begriff "National-Sozialismus" oder gar Nationalsozialismus. Davon hatten Deutschland und die Welt genug. Selbst ohne Krieg und Holocaust nie wieder das".

Sahra Wagenknecht nimmt Stellung

„Deutschland muss seine Fachkräfte selbst ausbilden“, sagte Wagenknecht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Es sei „zynisch“, junge Leute mit einem Numerus Clausus vom Studium abzuhalten und „dann die qualifizierten Fachkräfte aus armen Ländern zu holen“. Hauptgrund des Arbeitskräftemangels sei ein unterfinanziertes Bildungssystem.

Sahra Wagenknecht fügte hinzu: Der Internationalismus bedeute nicht „Abwerbung der Mittelschicht aus armen Ländern, um hier Lohndumping zu betreiben“. Die EU habe sich bereits durch die Osterweiterung „in ein Instrument der Lohndrückerei verwandelt“. Die globale Migration verschärfe das Problem zusätzlich.

Die SPD macht aus Sozialdemokraten Verlierer und Verräter

Die Grünen und die SPD sind nun etwas in Aufregung. Kein Wunder, schließlich haben diese Parteien in diesen Fragen total versagt.

Wie getroffene Hunde jaulen jetzt die sogenannten Sozialdemokraten auf.

Sebastian Hartmann, SPD-Politiker aus Nordrhein-Westfalen, textete: "Die linke Sammlungsbewegung in Deutschland ist seit 1863 die SPD. Wer mitmachen möchte, kann eintreten." Ein hübsches Bonmot, aber eine Lüge, schreibt Jakob Augstein auf "Spiegel.de".

"Die SPD ist sehr vieles, aber nicht links. Schlimmer: Die SPD ist das größere Hindernis jeder linken Politik. Die SPD liegt im Fahrwasser jeder linken Politik wie ein gesunkenes Schiff. Sie versperrt die Ausfahrt ins Offene.

Es gibt keinen Aufbruch mit der SPD. Und das liegt nicht am Personal.

Wie heißen die Leute an der Spitze? Schahles? Nolz? Das ist ganz gleich. Denn die SPD macht aus anständigen Sozialdemokraten Verlierer und Verräter. Daran lässt sich jetzt nichts mehr ändern. Das sitzt viel zu tief."

Die Schnappatmung gegen Aufstehen zeigt, wie wichtig die Sammlungsbewegung ist schreibt Jens Berger von den "nachdenkseiten.de"

Dass die erste konkrete Ankündigung der neuen Sammlungsbewegung Aufstehen auch Kritik auslösen würde, war vorauszusehen und ist an sich ja auch gut so.

Sag mir, wer Dich kritisiert, und ich sage Dir, was Du richtig gemacht hast. So gesehen steht Aufstehen nun sogar unter Zugzwang, obgleich es nicht schwer sein dürfte, sich die Vorab-Kritik von BILD, einigen Agenda-Politikern von SPD und Grünen bis hin zu den üblich verdächtigen Heckenschützen auch redlich zu verdienen.

Der Hitler-Vergleich

Besonders skurril und verstörend ist dabei jedoch die Härte der Kritik an den äußersten Rändern des politischen Spektrums. Sowohl der reaktionäre Publizist und BILD-Gastautor Michael Wolffsohn als auch die ultralinke „Systemkritikerin“ und Junge-Welt-Autorin Susan Bonath greifen gar zum letzten Mittel intellektueller Verrohung – dem Hitler-Vergleich. Von Jens Berger. Den Artikel sollte man lesen

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft