07.01.2014 15:00 Die Qualitätsjournalisten haben ihren Job nicht gemacht

Angriff auf Davidwache hat nicht stattgefunden - Polizei rudert zurück

Gottfried Boehmer von der Gesellschaft Freunde der Kuenste ist besorgt.

Gottfried Böhmer von der Gesellschaft Freunde der Künste fragt sich, wo das hinführen soll, in Hamburg spricht man schon vom Schusswaffengebrauch.

Andreas Beuth hat auf freundederkuenste.de der Darstellung der Hamburger Polizei wiedersprochen.

Nach dem Gestern der Hamburger Anwalt Andreas Beuth hier auf freundederkuenste.de der Darstellung der Hamburger Polizei widersprochen hatte, rudern sie jetzt zurück.

Von: GFDK - Gottfried Böhmer Profil bei Google+

Hamburg- Wiesbaden 7. Januar 2014. Der gewaltsame Angriff von 30 bis 40 Vermummten auf die Davidwache in St. Pauli, bei der Polizisten angeblich schwer verletzt wurden, hat nicht so stattgefunden wie anfangs von der Polizei dargestellt. Der Hamberger Polizeisprecher Mirko Streiber mußte am Montag einräumen das es so nicht gewesen ist.

Die Qualitätsjournalisten haben ihren Job nicht gemacht

Ursprünglich hatte die Polizei behauptet, die Davidwache sei am Abend des 28. Dezember um 23.03 Uhr von dunkel gekleideten und teilweise mit St. Pauli-Schals vermummten Personen attackiert worden, die Sprechchöre skandiert hätten: „St. Pauli – Scheißbullen – habt ihr immer noch nicht genug!“

Hamburger Märchenstunde

Als Polizeibeamte aus der Wache gekommen seien, seien sie an der Ecke Reeperbahn/ Davidstraße „aus der Personengruppe heraus gezielt und unvermittelt mit Stein und Flaschenwürfen angegriffen“ worden. Als Polizeibeamte aus der Wache gekommen seien, seien sie an der Ecke Reeperbahn/Davidstraße „aus der Personengruppe heraus gezielt und unvermittelt mit Stein und Flaschenwürfen angegriffen“ worden. Dabei habe ein 45-jährige Beamte einen Kiefer und Nasenbeinbruch erlitten, als ihm einer der „Täter aus nächster Nähe heraus einen Stein ins Gesicht schlug“.

Am gestrigen Montag haben die Freunde der Künste und der Hamburger Anwalt Andreas Beuth dieser Darstellung widersprochen.

Gottfried Böhmer von der Gesellschaft Freunde der Künste stellte dabei die Frage nach einem Beweis-Video. "So wie es aussieht,  hat kein einziger Qualitätsjournalist nach einem Beweis-Video gefragt. Ist das nur ein Zufall oder Absicht? Dabei wäre das ganz einfach möglich gewesen. Jede Polizeiwache und erst recht die Davidwache wird 24 Std. täglich videoüberwacht. Auf diesem Video müsste man den Angriff der 30 bis 40 vermummten Angreifer auf die Polizisten sehen können. Warum hat die Polizei das Video der Öffentlichkeit bis heute nicht präsentiert?"

Polizeisprecher Mirko Streiber antwortete darauf wie folgt „Die Davidwache hat zwar zum Schutz Videoüberwachung“, „Es wird aber nichts aufgezeichnet – so sind die datenschutzrechtlichen Bestimmungen.“

Diese Aussage von Schreiber können wir nicht akzeptieren:

Da es sich, wenn es so gewesen wäre, um eine schwere Straftat gehandelt hätte, hätten die Hamburger Polizisten der Davidwache umgehend die Bänder gesichert. Die Aussage von Schreiber dürfte eine Schutzbehauptung sein um die Beteiligten zu schützen.

Schusswaffen legitimieren

Die angebliche Gewalt-Attacke auf die Davidwache hatte eine regelrechte Medienkampagne zur Folge in deren Verlauf Polizeigewerkschafter den Einsatz von Schusswaffen legitimieren wollten und die Einführung von Elektroschockern – sogenannten Tasern – forderten.

Die Öffentlichkeit wurde getäuscht:

"Nach Angriffen: Welle der Solidarität für Hamburger Polizei"

Können sich 53.801 wohlmeinende Bürger irren?

Dazu schrieben wir "Auf der Facebook Seite " Solidarität mit den Beamten der Davidwache" haben bis gestern Abend 5. Dezember 2014 - 22.00 Uhr 53.801 "sehr gut informierte Bürger" die Seite mit "gefällt mir" geadelt".

So leicht läßt sich Politik machen. Das die Hamburger Polizei in dieser Folge zwei mal die gesamte Innenstadt von Hamburg zum Sperrgebiet erklärt hat, scheint die "ach so besorgten Bürger nicht sonderlich zu jucken. Die Hamburger Polizei hat damit durch die Hintertür das Kriegsrecht ausgerufen für das sie keinerlei Legitmitation besitzt. Einen derartigen Vorgang hat es sogar in der DDR selten gegeben. Mittlerweile haben Stand, 7. Januar 2014, 14:30 Uhr 55.483 Bürger die Seite geadelt.

Unbefristetes Gefahrengebiet, Hamburg im Kriegszustand?

Am Wochenende wurden insgesamt 400 Menschen überprüft und 90 Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Und "DIE ZEIT" fragt nun: "Was ist los in der Hansestadt, die sich gern als liberal und weltoffen bezeichnet?"

Ein Vertreter der Polizeigewerkschaft rechtfertigt die Maßnahme folgendermaßen: Es sei "eine Dimension erreicht, die einen Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte" Wo soll das hinführen fragen wir uns.

"Die Leute werden unter Generalverdacht gestellt, potenzielle Straftäter zu sein", sagt der Hamburger Anwalt Andreas Beuth. Andreas Beuth befürchtet, dass die Stimmung irgendwann kippt. "Je länger die Maßnahme dauert, desto gefährlicher wird es", sagt Beuth. Die Zone trage nicht zur Befriedung bei, eher im Gegenteil.

Ps: Mein FB Freund Heinrich Schmitz hat zu diesem Thema auf The European geschrieben:

www.theeuropean.de/heinrich-schmitz/7789-gefahrengebiete-in-hamburg

 

Gottfried Böhmer

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft