22.01.2018 13:00 Trumps Fake News Awards

Alternative Fakten von Washington Post, CNN, New York Times, ABC, Time Magazine und Newsweek

Für Welt-Online sind Donald Trumps Fake News Awards aber eine große Enttaeuschung und eine Propagandaveranstaltung des Praesidenten

Für "Welt-Online" sind Donald Trumps Fake News Awards aber eine große Enttäuschung und eine Propagandaveranstaltung des Präsidenten.

Von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Ein Jahr Trump, und was nun? - Seit über 400 Tagen verfolgen wir die Berichterstattung der Deutschen Medien, "TAZ", "Welt-Online, "FAZ", "Süddeutsche", "Spiegel-Online", "Die Zeit", Tagesspiegel und so weiter, über Donald Trump. Täglich haben diese Medien uns über 30 Artikel über Trump serviert.

Das macht zusammen sage und schreibe 12.000 Artikel, in denen Donald Trump nicht in einem einzigen gut davon kam. Hier sind die negativen TV-Beiträge über Trump noch nicht mitgezählt.

Wieviele davon, von den Qualitätsmedien, der Wahrheit entsprechen, oder ob es sich um Fake-News handelte, konnten die Leser in Deutschland nie überprüfen. Wichtig war nur, dass Trump schlecht aussieht und seine Politik für Amerika und den Rest der Welt der Untergang ist.

Das Vertrauen in die Nachrichtenmedien sinkt von Jahr zu Jahr tiefer, und Trump und die Medien, haben zu gleichen Teilen auch dafür gesorgt. In Deutschland sinken die Auflagen der großen Tageszeitungen immer weiter, wie IVW berichtete. So verlor die "Bild" und "Bild am Sonntag" weitere 162.576 Leser zum Vorjahr. Die "FAZ", "Spiegel" und "Stern" verloren teilweise bis zu 15 Prorent ihrer Leser.

Vor einem Jahr hat Gottfried Böhmer geschrieben: Die Presse schäumte zum Amtsantritt von Donald Trump. "Keine 100 Tage Toleranz für Trump". Journalisten mahnen uns alle vor einem "bauernschlauen Geschäftsmann", so die "ZEIT". Der stellvertretende Chefredakteur des "ZDF" Elmar Theveßen meinte, " Trump sei eine Gefahr für sein Land und die ganze Welt", und kündigte ihm den Kampf an.

Bezeichnend ist, was der Washington Post Redakteur Farhi zu den Fake News Awards sagte, "Von unseren erfolgreichsten Storys sind fast alle über Trump und seine Regierung." Auf den Punkt: Trump ist ein gutes Geschäft für die Medien.

Die "Süddeutsche" schrieb: "Reihenweise machten sich US-Journalisten über die "Awards" lustig und erklärten, sie seien die eigentlichen Sieger." Wie Recht sie haben. Auch für die Deutschen Medien ist Donald Trump ein wahrer Segen.

Donald Trumps Erfolge

Dumm ist nur, dass Trump immer mehr Erfolge einfahren kann. Apple will in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden US-Dollar in den USA investieren und 20 000 neue Stellen schaffen. Als Ergebnis der Steuerreform von Donald Trump will Appel 38 Milliarden Dollar als Steuer auf im Ausland angesammelte Gewinne an den US-Fiskus zahlen und mehr als 250 Milliarden Dollar zurück in die USA holen, die im Ausland gelagert wurden. Viele weitere Unternehmen werden dem folgen.

Eine ganze Reihe von US-Konzernen hat schon Milliarden Investitionen angekündigt, wenn nur die 500 größten Firmen der USA durchschnittlich 2 Milliarden Dollar investieren, sind das schon EINE BILLIONEN Dollar. Es könnte auch noch viel mehr werden.

Das soll Trump mal einer nachmachen. In Deutschland wird weiter nur eine Neiddebatte über die Reichen geführt und SPD, Grüne und Linke überbieten sich mit der Forderung nach Steuererhöhungen, wie man noch vor zwei Tagen in der "FAZ" lesen konnte.

Eines sollte man auch in Deutschland wissen, die Amerikaner wählen den Erfolg, das Geld, und die Jobs. Wer das liefert, bleibt Präsident und sollte Trump auch aussenpolitisch Erfolge erzielen, wird er noch lange Präsident bleiben.

Nächst Woche kommt Donald Trump zum Weltwirtschaftstreffen nach Davos, sollte er da auch noch punkten oder sogar einige Kritiker überzeugen, sieht es für ihn noch besser aus. Lassen wir uns überraschen.

Falschberichterstattung der US-Medien

US-Präsident Donald Trump hat seine angekündigten Fake News Awards für besonders falsche und unehrliche Berichterstattungen an die Medien vergeben. Für "Welt-Online" sind Trumps Fake News Awards aber eine große Enttäuschung und eine Propagandaveranstaltung des Präsidenten.

Das sind die „Gewinner“ des Fake News Awards in der Reihenvolge:

1. Paul Krugman schrieb in seinen Meinungsbeitrag „The Economic Fallout“ in der „New York Times“, dass sich die Märkte von Trump „nie erholen“ würden. Aber die US-Wirtschaft und die Börse brummt.

2. Brian Ross, ehemaliger ABC-News-Reporter machte in einem Special Report für den TV-Sender die falsche Angabe, dass Donald Trump seinem Ex-Sicherheitschef Michael Flynn den Auftrag gab, russische Offizielle zu kontaktieren. Flynn würde darüber aussagen, so ein Informant. Diese Information war falsch, was ABC einräumte.

3. CNN berichtete über Donald Trump und seinen Sohn Donald J. Trump, Jr., dass sie Zugang zu gehackten Dokumenten von WikiLeaks hätten. CNN korrigierte die Behauptung und den Kontext der Geschichte.

4. „Time“ berichtete, dass eine Büste des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King aus dem Oval Office entfernt wurde. „Time“ entschuldigte sich und erklärte ausführlich, wie der Fehler passierte.

5. Dem Reporter Dave Weigel von der „Washington Post“ wirft Trump vor, seinen Auftritt vor Menschenmassen in Pensacola in Bildern falsch dargestellt zu haben.

6. CNN habe laut Trump ein Video von ihm und dem japanischen Premier Shinzo Abe gezeigt, das suggeriere, er habe Fische in einem Teich überfüttert. Dies sei nicht der Fall, so Trump. Abe habe es ihm so gezeigt.

7. CNN berichtete über eine Verbindung von Trumps zwischenzeitlichem Kommunikationschef Anthony Scaramucci und seinen angeblichen Verbindungen zu Russland. CNN zog den Beitrag zurück und entschuldigte sich bei Scaramucci, drei Reporter kündigten.

8. „Newsweek“ berichtete, dass Polens First Lady Agata Kornhauser dem US-Präsidenten bei seinem Besuch nicht die Hand geschüttelt habe.

9. CNN berichtete, dass der ehemalige FBI-Direktor James Comey aussagen wolle, dass er Präsident Trump nie gesagt habe, dieser sei nicht Gegenstand der Ermittlungen im Zuge der Russland-Affäre. CNN veröffentlichte eine Korrektur.

10. Die „New York Times“ behauptete, dass die Trump-Regierung einen Klimabericht geheim gehalten haben soll. Die „New York Times“ veröffentlichte eine korrigierte Version des Artikels.

11. Platz 11 vergab Donald Trump an alle Medien, die über eine mögliche Kollaboration zwischen dem Trump-Team und Russland berichten. In der veröffentlichten Liste heißt es: „Und zu guter letzt: KOLLABORATION MIT RUSSLAND. Kollaboration mit Russland ist vermutlich der größte Schwindel, der gegenüber dem amerikanischen Volk verübt wird. ES GIBT KEINE KOLLABORATION. And last, but not least: „RUSSIA COLLUSION.“

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