04.08.2015 09:18 Das nennt man kontraproduktiv

60 Jahre Terrorismus - Unsere "Freunde" die USA und England sitzen in der ersten Reihe

Eine Gruppe US-Soldaten

Eine Gruppe US-Soldaten. Bild: Flickr / The National Guard CC BY 2.0

Von: GFDK -Rainer Kahni

Ein Kommentar von Rainer Kahni: Es begann alles im Iran. Der frei gewälte iranische Ministerpräsident Mosadegh wurde durch einen hinterhältigen Putsch der CIA und des englischen Geheimdienstes gestürzt und exekutiert, weil er der Stimme des iranischen Volkes gehorchte und die Ölquellen vor dem nicht enden wollenden Zugriff der BP (British Petroleum) schützen und das grösste Erdölvorkommen der Welt in die Hände des iranischen Staates zurück führen wollte.

Was folgte ist bekannt: Der von den USA und Grossbritanien wieder eingesetzte Shah von Persien wurde durch die fanatischen Ayatollahs davon gejagt mit dem Ergebnis, dass der Iran ein radikal – religiöses System erhielt, das die USA in der Folge bekämpfte. Das nennt man kontraproduktiv.

Nun wollten die USA und Grossbritanien Russland ein Vietnam in Afghanistan bescheren und unterstützten die von Osama Bin Laden angeführten Guerilla – Organisation mit Geld und Waffen mit dem Ergebnis, dass die Russen zwar aus dem Land gejagt wurden, aber statt dessen die fanatischen Taliban an die Macht kamen, die nun auch wieder nicht genehm waren.

Mit Osama Bin Ladens Al – Kaida waren die USA und England auch nicht mehr so recht zufrieden, als der die Twin – Towers in New York in die Luft jagte. Das nennt man kontraproduktiv.

Die Tankstelle der USA und Grossbritaniens war kurz besetzt

Der irakische Menschenschinder Sadam Hussein wurde darauf hin mit Waffen, Logistik und Giftgas aus deutscher Produktion unterstützt, weil er sonst den Krieg gegen den Iran verloren hätte. Sadam Hussein wurde übermütig und besetzte die Tankstelle der USA und Grossbritaniens, das Ölscheichtum Kuweit.

Das war auch wieder nicht genehm, also griff man mit weiteren verlogenen Begründungen den Irak an. Die USA und Grossbritanien zerschlugen die mehrheitlich sunnitische Bath – Partei, die irakische Armee und den Geheimdienst, was zur staatlichen Auflösung des Irak und zur Gründung des islamischen Staates IS führte. Das nennt man kontraproduktiv.

Man könnte die unsägliche Dummheit der USA und Grossbritanien beliebig weiterführen, doch alleine diese drei Beispiele zeigen, wie verlogen und wie dumm der angebliche „War against Terrorism“ in Wahrheit ist. Und die noch dümmeren europäischen Politiker dackeln dieser verlogenen und ungebildeten Brut von Lobbyisten des militärisch – industiellen Rüstungs – Komplexes auch noch hinterher.

Die Terroristen sitzen in Washington und London und Europa steht Schmiere.

Macht Eure Schweinereien in Deutschland

Die USA führen sich auf wie die Herren der Welt. Für sie gelten scheinbar keine Gesetze, die sie nicht selbst gemacht haben. Die kleine Republik Österreich hat den US - Marines jetzt die Grenzen ihrer Hybris aufgezeigt:

Österreich gehört nicht zur NATO und ist daher als Basis für die schmutzigen Geschäfte der USA nicht geeignet. Die USA haben nicht das Recht, in Uniform und schwer bewaffnet Österreichischen Boden zu betreten. Macht Eure Schweinereien in Deutschland, dort dürft ihr alles. Tu felix Austria nube.

Das auch noch:

Während die USA der Regierung in ‪‎Damaskus‬ mit Luftschlägen drohen, falls diese von den USA ausgebildete und ausgerüstete Rebellen angreifen sollte, erklärte der russische Generaloberst Wladimir Schamanow nun gegenüber der Nachrichtenagentur TASS, dass russische Luftlandetruppen bereitstünden, um ‪Syrien‬ zu unterstützen, sobald die russische Regierung einen entsprechenden Befehl erteilen sollte und verwies auf die langen und guten Beziehungen zwischen ‪‎Russland‬ und Syrien.

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

 

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