10.11.2022 So stärkst du die Bindung zu deinem Kind

Verstehe dein Kind und stärke die Verbindung zu ihm

von: GFDK - Reden ist Silber

Sicher kennst du das auch, der Alltag ist mal wieder besonders stressig und hat dich fest in der Hand. Von früh bis spät warten wichtige Aufgaben auf dich und du bist nur noch damit beschäftigt, deine To-do-Liste abzuarbeiten.

Auch unsere Kinder stellen uns immer wieder vor Herausforderungen. Der Sohn muss es dringend schaffen, seine Mathenote zu verbessern, damit er den Übertritt ins Gymnasium schafft.

Die Tochter beißt und kratzt ständig andere Kinder im Kindergarten. Und das Baby hat mit fast einem Jahr noch immer keine einzige Nacht durchgeschlafen.

Da kann es schon mal passieren, dass die Nerven blank liegen, und dann ist der nächste Schreikrampf nicht weit. Hat man die Kinder dann aber angeschrien, fühlt man sich noch schlechter, weil dann das schlechte Gewissen auf den Plan tritt. Man versucht das Ganze mit Geschenke für Jungen und Mädchen wieder auszugleichen.

Dabei ist es viel wichtiger, endlich wieder aus dem Autopilot-Modus herauszukommen. Dafür müssen wir uns aber auch auf die Bedürfnisse der Familienmitglieder einlassen, versuchen sie zu verstehen und die Verbindung zu stärken.

Warum eine starke Bindung für Kinder so wichtig ist

Kinder brauchen feste Bezugspersonen, zu denen sie eine feste und vertrauensvolle Bindung aufbauen können. Eltern sollten sich deshalb vor allem darauf konzentrieren, die Verbindung zu ihren Kindern zu stärken.

Wenn du versuchst, dich in deine Kinder hineinzuversetzen und ihnen mit Verständnis zu begegnen, lösen sich viele Probleme tatsächlich in Luft auf.

Bringst du deinen Kindern Verständnis entgegen und versuchst eure gegenseitige Bindung zu stärken, wird dich dies auf lange Sicht weiterbringen als alles Schreien, Bestrafen, Schimpfen und Drohen. Nur ein Kind, welches eine sichere Bindung zu seinen Bezugspersonen hat, kann sich selbst voll entfalten.

Es traut sich mehr zu und geht mit Zuversicht durchs Leben. Als erwachsener Mensch ist es dann zufriedener und kann besser Entscheidungen treffen.

Es wird also definitiv Zeit zu erfahren, wie du die Bindung zu deinem Kind oder deinen Kindern stärken kannst.

So stärkst du die Bindung zu deinem Kind

  1. Zeige deinem Kind, dass du es bedingungslos liebst

Viele von uns haben noch im Erwachsenenalter das Gefühl, dass man sich die Liebe eines Menschen verdienen muss. Das führt unweigerlich zu einem gestörten Selbstwertgefühl und dazu, dass man sich in Beziehungen oft selbst verliert.

Der Grund für das Gefühl nicht genug zu sein, liegt häufig in der Kindheit verborgen.

Wenn du also willst, dass dein Kind zu einem selbstsicheren Erwachsenen wird, der gesunde Beziehungen führen kann, solltest du ihm eins zeigen: deine bedingungslose Liebe.

Wende dich also nicht ab, wenn sich dein Kind einmal völlig danebenbenimmt. In der Regel ist es nämlich so, dass Kinder gerade in schwierigen Situationen besonders viel Liebe benötigen.

Auch, wenn der Nachwuchs oft in einer anderen Welt zu leben scheint und sich gefühlt nur für die aktuellen Fashion-Trends des Jahres interessiert – eins ist absolut wichtig: Dass Kinder bemerken, dass sie immer geliebt werden, egal, wie sie sich verhalten und welche Fehler sie machen.

  1. Rücke die positiven Seiten deines Kindes in den Vordergrund

Leider sind wir uns der Dinge, die gerade nicht so gut laufen, oft sehr viel deutlicher bewusst als derer, die richtig gut sind. So fallen uns im Alltag auch besonders die „Schwachstellen“ unserer Kinder au. Dies führt wiederum dazu, dass wir allzu häufig am Nachwuchs herumnörgeln.

Versuche doch einfach mal deinen Fokus auf die positiven Eigenschaften deines Kindes zu legen. Das Ganze erfordert etwas Übung, aber durch diese Denkweise kann sich tatsächlich viel ändern.

Für den Anfang kann es sinnvoll sein, wenn du dir ein Notizbuch bereit legst, in welchem du jeden Tag drei Dinge notieren kannst, die du an deinem Kind besonders magst. Nach und nach wird sich deine Wahrnehmung vom Negativen weg, hin zum Positiven verschieben.

  1. Sorge für feste Familienrituale

Natürlich machen besondere Unternehmungen den Alltag etwas spannender. Doch für Kinder besonders wichtig, sind vor allem die täglichen Rituale. Diese entwickeln sich meist ungeplant und gehören dann fest ins gemeinsame Familienleben.

Solche Familienrituale geben den Kindern Halt und Struktur. Außerdem stärken sie den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Familie.

  1. Bleib wie du bist

Du bist nicht perfekt, aber das musst du auch gar nicht sein. Zeige dich deinem Nachwuchs immer so, wie du wirklich bist. Du musst keinen Perfektionismus vortäuschen, damit er dich respektiert. Ganz im Gegenteil. Kinder merken sehr schnell, wenn man ihnen etwas vorspielt, und dann wirst du für sie unauthentisch.

Zudem ist es wichtig, dass du deinem Kind vermittelst, dass es auch offen mit seinen Schwächen und Fehlern umgehen darf. Und das schaffst du nur, wenn du auch deine nicht hinter einer Fassade versteckst.

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