25.11.2021 Zwei Fremde im Zug

Unwiderstehliche Morde - Es gibt keine Moral und kein Entrinnen

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Kürzlich berichtete ich an dieser Stelle über Patricia Highsmiths „Tage- und Notizbücher“, die bei Diogenes (www.diogenes.ch) erschienen sind. Aus dem gleichen Hause kommt auch ihr von Melanie Walz ins Deutsche übersetzte Erstlingswerk „Zwei Fremde im Zug“,

1950 zum ersten Mal erschienen und schon damals das Werk einer geübten Schriftstellerin, die ihren Stoff beherrscht: Zwei Fremde im Zug New York - Texas entdecken und planen das perfekte Alibi für gleich zwei Morde.

Aus einem Moment der Unachtsamkeit heraus wird Guy zum Komplizen Brunos, der ihn auf eine schiefe Bahn mitnimmt, auf der es kein Festhalten und bald schon keine Moral mehr gibt und auch kein Entrinnen.

„Zwei Fremde im Zug“ verkaufte sich schon damals phänomenal und wurde von Alfred Hitchcock verfilmt, Patricia Highsmith schnell zum Star der literarischen Szene und weltberühmt.

Ihren Ruhm konnte sie bis zu ihrem Tode 1995 in Locarno auf ihre ganz bestimmte Art und Weise ausleben. Patricia Highsmith war kein Menschenfreund und schon gar nicht sozial unterwegs.

In ihren Werken blieb sie indes ihrem Lebensmotto treu, immer wieder ging es darin um Gut und Böse wie die vielen Schattierungen dazwischen. „Zwei Fremde im Zug“ ist ein unwiderstehlicher Roman. Zeitlos und verführerisch.

Gut 450 Seiten mit einem sehr interessanten Nachwort. Taschenbuch. 13 Euro. 

Sönke C. Weiss

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