20.02.2019 als Steuereintreiber missbraucht

Unschöne News aus dem Finanzamt - Google zahlt keine Steuern, aber der Werbekunde

von: GFDK - Reden ist Silber

Heute haben wir unschöne News vom nächstgelegenen Finanzamt. Denn wer an US-Riesen wie Google & Co. Rechnungen überweist, muss aufpassen, dass er künftig nicht als Steuereintreiber missbraucht wird. Quellensteuer heißt das Unwort des Tages.

Das beste ist ja, dass die US-Tech-Konzerne nicht einmal Steuern im eigenem Land bezahlen. Bezahlen sollen die Steuern jetzt die deutschen Unternehmer. Gehts noch? Nahezu alle Unternehmen, die im Internet tätig sind, wären davon betroffen, auch die GFDK. Denn auch wir haben Werbegelder an Google bezahlt, auch wenn das schon länger her ist.

Um das einmal klarzustellen. Wir kaufen bei google Werbung ein, bezahlen die Rechnung, google zahlt darauf keine Steuern, und das Finanzamt will diese nun bei uns eintreiben. Wir sollen uns dann mit Google anlegen, und uns das Geld zurück holen. HA HA HA.

Sieben Jahre rückwirkend

Die deutschen Finanzämter versuchen bei Werbekunden neuerdings eine Quellensteuer von 15 Prozent auf Zahlungen an die Internetkonzerne einzutreiben – und das sogar bis zu sieben Jahre rückwirkend, berichtete das ZDF-Magazin "Frontal 21"

"Für viele Unternehmen sind solche Steuerforderungen existenzbedrohend", so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh), gegenüber "Frontal 21".

Die Chance dieser deutschen Mittelständler, sich die Summe bei den Internetkonzernen zurückzuholen, tendiere gegen null, so Experten. "Das ist reine Theorie", sagt Steuerrechtsexperte Professor Manuel Theisen, "wie soll ein bayrischer Einzelunternehmer an Google herankommen, an dem sich die Finanzverwaltungen dieser Welt die Zähne ausbeißen"?

Oft geht es um Beträge von mehreren Millionen Euro. Denn die Steuerbelastung soll nicht nur für die Zukunft gelten, sondern vielmehr rückwirkend, zum Teil für bis zu sieben Jahre. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet das, Rückstellungen in Millionenhöhe in der Bilanz vorzusehen - Beträge, die kaum eines der oft jungen Unternehmen zur Verfügung hat.

Die ersten bekannt gewordenen Fälle dieser Art kommen ausgerechnet aus Bayern. Das ZDF nennt zum Beispiel den Markisenhersteller Schoenberger. Der Chef des Mittelständlers rechnet mit einer Nachforderung zwischen zwei und vier Millionen Euro.

Die bayerischen Finanzämter seien angewiesen, "die betroffenen Fälle bis zur endgültigen Festlegung einer bundeseinheitlichen Verwaltungsauffassung offen zu halten", heißt es nun aus dem bayerischen Finanzministerium gegenüber "Frontal 21".

Das beste zum Schluß: Der Bundesfinanzminister will sich noch nicht festlegen, kommt noch, wetten das.

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