09.06.2021 ein spannendes Journalistenleben

Stefan Aust, ein Journalist am Rande der Geschichte

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Stefan Aust. Das ist sicherlich ein Name, der in Deutschland nach wie vor für Qualitätsjournalismus steht. Was in der Tat ein Privileg ist, in der heutigen Zeit, wo es oftmals schwer fällt, Infotainment nicht mit seriöser Berichterstattung zu verwechseln.

In seiner Autobiografie „Zeitreise“ gibt Aust nun Einblicke in sein Weltbild und seine Art und Weise, insbesondere Politik „vom Straßenrand der Geschichte aus“ zu beobachten.

Und das auf über 650 gewaltig kurzweiligen Seiten, von der ersten bis zu letzten. (Alles andere hätte mich auch enttäuscht.)

Dieser Rückblick auf ein Leben am Puls der Zeit, Aust wird am 1. Juli 75 Jahre alt, beginnt selbstverständlich in seinem Elternhaus, führt über seine Schülerzeitung in die Redaktion der Zeitschrift „konkret“, wo auch die spätere RAF-Terroristin einst Journalistin war, über das TV-Magazin Panorama bis hin zu „Spiegel TV“ und dem gleichnamigen Blatt und zu Aust als Herausgeber der „Welt“, um nur einige Stationen zu nennen.

Viel interessanter aber als die Vita des Autoren finde ich, wie sehr er globale wie nationale Zeitläufe mit seinen eigenen komplimentiert und dem Leser seine Interpretation unserer gemeinsamen Geschichte journalistisch verpackt rüberbringt, ohne dabei altklug oder gar weise zu wirken, was sehr erfrischend bei all den selbsternannten Welterklärern ist.

So endet sein Buch auch mit den Worten: „Langweilig wird es nie auf dieser Zeitreise, die das Leben ist, bei den Beobachtungen am Rande der Geschichte.“ Stefan Aust hat ein wirklich außerordentlich spannendes Journalistenleben geführt.

Seine „Zeitreise“, jetzt bei Piper (www.piper.de) für 26 Euro erschienen, trägt diesem Leben vollends Rechnung. Besser als jeder Kurs in deutscher Geschichte. 

Sönke C. Weiss

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