26.08.2020 Ein Ausflug nach Potsdam

Potsdam ist cool, facettenreich, lebendig und bunt

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Diese Stadt in einem Bericht abzuarbeiten, das ist unmöglich. Zu facettenreich, zu lebendig und bunt ist Potsdam, die Hauptstadt Brandenburgs, kurz vor Berlin gelegen.

Und würde meine Tochter Nina hier nicht zum Wintersemester ihr Jurastudium beginnen, sicher wären wir kürzlich nicht dorthin gefahren und hätten dann wirklich etwas verpasst.

Was für eine schöne Stadt ist Potsdam doch geworden, über 155 Millionen Euro Sanierungsgelder sind überall sichtbar.

Wir haben das Wochenende dort wirklich genossen und Nina hat einen Vorgeschmack auf das bekommen, was sie ab Oktober erwarten wird.

Was wir empfehlen: Zum Übernachten eignet sich die Altstadt-Pension (0331-5854070) in der Charlottenstraße hervorragend.

Die Apartments sind einfach gestaltet, haben Internet und - vielleicht in Zeiten von Corona für den einen oder anderen Besucher wichtig - sind mit Küchen ausgestattet und liegen im Herzen Potsdams, von wo aus wir das Französische wie das Holländische Viertel wunderbar zu Fuß erreichen konnten, wie auch das Schloss Sanssouci mit seinem grandiosen Park, wo unsere Entdeckungsreise begann, nachdem wir uns im Buena Vista Coffee Club (www.buenavidacoffee.de) für den Tag gestärkt hatten. Herrlich.

Double Expresso Macchiato und eine Vitrine voller kleiner Leckereien, himmlisch. Apropos: Potsdam verfügt über ausgezeichnete Restaurants, wie das vietnamesische Le‘s Cyclo (www.lecyclo.de), wo wir am liebsten die Speisekarte hoch und runter gegessen hätten.

Gekocht wird traditionell nordvietnamesisch von der Besitzerin Thai Thao Le selbst. Grandios. Ganz wichtig: unbedingt bequeme Schuhe tragen, Potsdam lädt zum Spazieren ein und das haben wir auch wahrgenommen, zumal die Verkehrsführung total chaotisch ist und ich so meine Nerven schonen konnte.

Außerdem nimmt man vom Wagen aus seine Umgebung nicht wahr. Bei Potsdam wäre das eine Sünde. Nirgendwo in Deutschland begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart intensiver denn hier.

Einst Symbol für den preußisch-deutschen Militarismus, trafen wir heute auf eine diverse Kunst- und Kulturszene, die im Wachsen zu sein scheint.

20.000 Studenten tragen sicher dazu bei, dass sich Potsdam irgendwie total jung anfühlt, trotz seiner über 1000 Jahre alten Geschichte.

Wir haben uns den Park Babelsberg angeschaut, sind entlang dem ehemaligen Stadtkanal flaniert, machten einen Spaziergang um den Heiligen See, einen Rundgang auf der Nikolaikirche, der einem einen grandiosen Blick über die Stadt gewährt, haben die Villen in der Mangerstraße bestaunt und sind über die Glienicker Brücke gegangen, wo während des Kalten Krieges die Spione ausgetauscht wurden, um nur einige Punkte zu nennen.

Wie eingangs erwähnt, Potsdam hat enorme Vielfalt zu bieten und - wichtiger noch - ist wirklich cool dabei, nicht anstrengend oder gar spießig.

Im Gegenteil. Darüber hinaus haben wir uns sagen lassen, dass die Havelstadt mit ihren rund 160.000 Einwohnern als eine der familienfreundlichsten in Deutschland gilt.

Das ist doch mal ein echtes Lob. Eines haben wir auf jeden Fall sofort gespürt, die Atmosphäre war entspannt und die Menschen wirkten ebenso, trotz der 35 Grad im Schatten.

Nina freut sich auf ihr Studium und ich mich, sie möglichst oft in Potsdam zu besuchen. Dann schau ich mal bei Günther Jauch vorbei...

Sönke C. Weiss

Reiseliteratur:

Potsdam und Umgebung von Kerstin Sucher und Bernd Wurlitzer. Erschienen bei Marco Polo (www.marcopolo.de). 132 Seiten mit herausnehmbarer Karte. 12,99 Euro. Ein echter Klassiker, bei dem man nichts verkehrt machen kann und vielen digitalen Extras. Übersichtlich gegliedert und für jeden Geschmack etwas dabei. Ein Muß.

Glücksorte in Potsdam von Sybille Wesenberg. Erschienen bei Droste (www.drosteverlag.de). 168 Seiten. 14,99 Euro. Ein sehr persönliches Buch mit vielen Insidertipps. Man merkt, wie sehr Frau Wesenberg ihre Stadt liebt, und das steckt an. Sehr schön.

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