14.08.2020 Neues Buch - Ich fühl’s nicht

Liv Strömquist eine Künstlerin mit Mission

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Liv Strömquist, 1978 in Lund, Schweden, geboren, ist eine der einflußreichsten feministischen Comiczeichnerinnen unserer Zeit.

Das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, heißt „Der Ursprung der Welt“ und befaßt sich mit dem, was als „das weibliche Geschlechtsorgan“ bezeichnet wird.

Strömquist analysiert die historische Konstruktion der Vulva und ist dabei nicht nur informativ, sondern auch verdammt lustig.

Eine Kulturgeschichte eines Organs sozusagen, das schon Gustave Courbet als „Ursprung der Welt“ bezeichnete. Ihr neues Buch „Ich fühl’s nicht“ ist ein Plädoyer für eine von den Zwängen der Konsumgesellschaft befreite Liebe.

So nimmt sie sich zum Beispiel den US-Schauspieler Leonardo DiCaprio vor, der in den zurückliegenden Jahren zahllose Beziehungen zu Supermodels hatte, woraus aber nie eine Liebesbeziehung wurde.

Was läuft da bis heute schief im Hause DiCaprio? Die Autorin entmystifiziert unsere Sexualität, rechnet immer wieder mit dem nach wie vor wohl kultivierten Patriarchat ab, tut dies aber  auf eine absolut coole Art und Weise.

Die studierte Politikwissenschaftlerin ist eine Künstlerin mit Mission, deren Gesellschaftskritik auf Fakten beruht und die mit einer spürbaren Freude an Sprachwitz und Ironie ihre ausdrucksstarken Zeichnungen komplimentiert.

In Deutschland erscheinen Strömquists Bücher im avant-verlag (www.avant-verlag.de). „Der Ursprung der Welt“ hat 140 Seiten und kostet 19,95 Euro,

„Ich fühl’s nicht“ ist 176 Seiten stark und für 20 Euro zu haben. Beide Bücher empfehle ich uneingeschränkt. Auch und insbesondere Männern.

Sönke C. Weiss

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft