18.05.2020 der Meister des Augenblicks

Henri Cartier-Bresson - Eine Legende der Fotografie

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„Ich bin ein visueller Typ. Ich begreife durch die Augen“ - Henri Cartier-Bresson (1908 - 2004), Meister des entscheidenden Augenblicks, hat ein gewaltiges photographisches Werk geschaffen, das stilprägend für die Moderne im 20. Jahrhundert wurde.

Schriftlich hat er sich wenig über seine Tätigkeit geäußert, das überlies er befreundeten Schriftstellern und der Kunstwissenschaft. In Interviews und Gesprächen hingegen gab er freimütig Auskunft.

Jetzt ist eine vom Centre Pompidou in Paris herausgegebene Auswahl seiner Gespräche und Interviews erstmals in deutscher Übersetzung bei Schirmer/Mosel in München (www.schirmer-mosel.com) erschienen.

Hinter dem vielsagenden Titel „Man redet immer zu viel“ steckt ein mit Verve und Esprit, mit Temperament und Humor erzähltes Buch, das uns durch das Leben des Jahrhundertfotografen Cartier-Bresson führt.

In zwölf Interviews aus knapp 50 Jahren, die sonst schwer zu finden sind, berichtet er von seinen frühen Abenteuerreisen durch Afrika und Mexiko, seiner geliebten Leica-Kamera, seiner Zeit im Krieg und in der Gefangenschaft, der Gründung der Fotoagentur Magnum, wie er vom Surrealismus und Kubismus in seiner Arbeit beeinflußt wurde, spricht über Stil und Ethos und vieles andere mehr.

„Man redet immer zu viel“ liest sich wie eine Autobiografie, die Cartier-Bresson nie geschrieben hat und ist die perfekte Ergänzung zu den Bildbänden des Künstlers, der in diesen Gesprächen auch so manche Legende um seine Person zurechtrückt.

Die 216 Seiten lesen sich spannend und vergnüglich, wie eine Reise um die Welt und durch die Geschichte sein sollte, und kosten 24,80 Euro. 

Sönke C. Weiss

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