29.08.2022 Demokratiefeinde profitieren von der Ausgrenzung

Gefahr von allen Seiten - Die Mob-Mentalität siegen lassen zerstört die Demokratie

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

René Pfisters neues Buch „Ein falsches Wort“, frisch im Spiegel Buchverlag DVA (www.dva.de) für 22 Euro erschienen, ist nicht aus einer konservativen, sondern liberalen Perspektive geschrieben.

Der Autor legt auf gut 250 Seiten dar, warum sich schon seit geraumer Zeit das demokratische Lager selbst schadet, wenn es zu illiberalen Methoden greift.

(Zum Beispiel das Gendern in der Sprache.) So hält Pfister es für verhängnisvoll, wenn nicht mehr das Gewicht eines Argumentes zählt, sondern die Hautfarbe oder das Geschlecht einer Person, die es ausspricht.

Er glaubt, dass nur die Demokratiefeinde davon profitieren, wenn der offene Diskurs mit dem Vokabular der Empörung unterdrückt wird; wenn Menschen das Gefühl bekommen, sie können nicht mehr ihre Meinung sagen, weil sie dann sofort abgestempelt werden als Rassisten, Querdenker, Corona-Leugner oder Putin-Versteher.

Pfister, Spiegel-Korrespondent in Washington, zeigt auf, warum die amerikanische Demokratie nicht nur von rechts unter Druck gerät und welchen Einfluss das auch und insbesondere auf uns in Europa hat.

„Ein falschen Wort“ ist ein wichtiges Buch, das nicht nur den Zeitgeist betrachtet, sondern in die Zukunft blicken läßt, wenn wir Dogmatismus und die daraus resultierende Mob-Mentalität siegen lassen, komme sie von rechts oder links. 

Sönke C. Weiss

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