08.10.2020 sexuelle Gewalt gegen Frauen

Ein Buch wie ein Weckruf - Schicksal von Frauen in Kriegsgebieten

von: GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Was heißt es, Sklavin eines IS-Kämpfers zu sein? Trostfrau japanischer Soldaten? Gefangene des argentinischen Militärregimes? Das erschütternde Schicksal von Frauen in Kriegsgebieten wird oftmals übersehen, die Aufmerksamkeit gilt meist den Kämpfern an der Front.

Dabei wird schon von jeher sexuelle Gewalt gegen Frauen systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Irak. Syrien. Nigeria. Myanmar.

Um nur einige Länder zu nennen, Christina Lamb, britische Journalistin und Autorin, ist seit vielen Jahren in der Kriegsberichterstattung tätig.

In ihrem jüngsten Buch „Unsere Körper sind euer Schlachtfeld - Frauen, Krieg und Gewalt“, jetzt in deutscher Übersetzung im Penguin Verlag (www.penguin-verlag.de) erschienen, gibt sie diesen Frauen eine Stimme und macht zugleich auf einen globalen Missstand aufmerksam:

Vergewaltigungen gehören endlich und für alle Zeit international geahndet, denn auch sie sind eine Massenvernichtungswaffe.

Es ist wirklich nicht leicht, die Geschichten der Frauen in diesem Buch zu lesen. Sie zeugen von erstaunlichem Mut und gar Heldentum, gleichwohl zeigen sie, wie schwer und oftmals unmöglich es ist, die zerstörte Würde eines Menschen wieder zu reparieren.

Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney nennt „Unsere Körper sind euer Schlachtfeld“ einen Weckruf; das Buch, das 448 Seiten hat und 24 Euro kostet, wurde für den renommierten Baillie Gifford Prize nominiert, der am 24. November verliehen wird.

Christina Lamb ist die Co-Autorin von „Ich bin Malala“, der Autobiografie der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die von einem Taliban schwerst verletzt wurde, weil sie ihr Recht auf Bildung eingefordert hat.

Sönke C. Weiss

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