01.04.2019 war das ein Wunschdenken?

Donald Trump hat Oberwasser bis zum Anschlag

von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Oberwasser für Donald Trump: Die "Russland-Ente" sei endlich tot. "Die Illusion von der Verschwörung ist vorüber“, sagte Donald Trump. Scharfe Kritik übte Trump an den Demokraten, die die Ermittlungen zur Russland-Affäre ins Rollen gebracht hatten.

Den Sumpf von Washington trocken legen

„Sie haben mich ausspioniert, sie haben unseren Wahlkampf ausspioniert“, sagte Trump vor seinen Anhängern. „Nach drei Jahren Lügen und Verleumdungen und übler Nachrede ist die Russland-Ente endlich tot. Die Illusion von der Verschwörung ist vorüber.“

Nach der Veröffentlichung des Mueller-Reports hat Trump nun Oberwasser bis zum Anschlag. „Sorry, aber sie müssen verantwortlich gemacht werden“, und meinte damit die Demokraten, die ihn in seinem Handeln als Präsident behindert hätten. “ Mehr denn je sei es nötig, sein Wahlkampfmotto von 2016 umzusetzen, den Sumpf von Washington trockenzulegen.

Ein Debakel für die Medien

Die Untersuchung von Mueller, der beweisen sollte, dass sich Russland in den Wahlkampf 2016 eingemischt und das Trump-Lager gemeinsame Sache mit Russland gemacht hätte, konnte er nicht bestätigen. Und das ist Fakt, ob uns das gefällt oder nicht, es ändert nichts an Trumps scheinbarem Erfolg in der Sache.

Der Mueller-Bericht ist ein Debakel für die Medien, am meisten für den "Spiegel", der sich in den vergangenen Jahren fast täglich an Trump abgearbeitet hat.

Der Scheinheilige "Spiegel"

Paul Farhi, Medienreporter der "Washington Post", wird sogleich zum Interview gebeten. Die Schuld Trumps wurde in der Russlandaffäre von den Medien wie auch der "Washington Post" und der " New York Times" geradezu vorausgesetzt, war das ein Wunschdenken?

Paul Farhi meinte, bei der Russland-Berichterstattung wurden viele sehr wichtige Fakten aufgedeckt. Hallo, was für Fakten? Wieviel Frauen Trump glücklich gemacht hat oder was meint er? Und was hätte das mit Russland zu tun?

Scheinheilig fragt der "Spiegel" ihn: Hat die Russland-Story die Glaubwürdigkeit der Newsmedien generell beschädigt?

Die falsche Berichterstattung wurde nie korrigiert

Darauf er: "Die Newsmedien hätten eine selbstkorrigierende Natur, wir berichtigen falsche Berichterstattung und mit der Zeit entsteht so ein korrekter Datensatz. Viele erste Entwürfe der Geschichte sind fehlerhaft. Man fragt sich, will der uns verarschen oder will der "Spiegel" uns verarschen.

Wo und an welcher Stelle haben sich die Medien in der falschen Berichterstattung korrigiert? Wo war der korrekte Datensatz?

Und jetzt wird es lächerlich: "Unsere Aufgabe ist es, Fakten zu finden und sie den Menschen zu präsentieren. Wir sind nicht hier, um Meinungen zu ändern. Wir sind hier, um zu sagen, was wahr ist."

Welche Fakten haben sie gefunden? Was war an der Berichterstattung wahr? Und ja, sie wollten mit aller Gewalt Trump schädigen und die Meinung zu Trump ändern, das war das Ziel. Mehr Heuchelei geht nicht mehr.

Hier noch einmal ein Beispiel aus dem vergangenem Jahr:

Der Anti-Trump-Kampfsender CNN hatte einen Bericht über ein Treffen von Trump-Vertrauten mit einer russischen Anwältin im Präsidentschaftswahlkampf 2016, an dem auch Carl Bernstein beteiligt war, gesendet.

Bericht in Frage gestellt, Sender bleibt bei seiner Darstellung

In dem CNN-Bericht wurden Quellen zitiert, denen zufolge Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen gesagt haben soll, Trump habe im Vorfeld von dem Treffen gewusst. Der CNN-Bericht wurde später in Frage gestellt, nachdem eine der Quellen ihre Aussagen zurückzog. CNN hielt aber an dem Bericht fest. Warum?

Trump antwortete wie immer per Twitter und beschuldigte den Sender. Dieser werde „von innen heraus zerrissen“, weil er „einer großen Lüge überführt“ worden sei und sich weigere, „den Fehler zuzugeben“.

Man muß Donald Trump nicht mögen, ich finde seine Politik auch meistens unterirdisch, mich störte es aber wenn Medien, die der Wahrheit verpflichtet sind, Faken verdrehen und sogar Fakten verfälschen.

Zum Schluß noch ein paar Gedanken von Gabor Steingart:

"Zwischen den Medien und ihrem Publikum herrscht eine Beziehungskrise, für deren Ausbruch nicht nur eine Seite die Verantwortung trägt. Der Journalismus ist erklärungspflichtig geworden. Seine Wächterrolle wird eingefordert und angefeindet zugleich.

Was genau ist da schiefgelaufen? Was ist der Kern vom Kern unseres Berufes: Sind wir „Fehlergucker“ (Stefan Aust) oder muss ein Journalist zuerst „Haltung zeigen“, wie Anja Reschke meint? Gilt noch das Diktum des Rudolf Augstein: „Schreiben, was ist“?

Oder sind wir eine „Meute“, wie Helmut Schmidt sagte, wo keiner der Wahrheit und jeder nur dem anderen hinterherjagt? „Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können – das macht den Journalisten“, ätzte schon Karl Kraus.

Der Medienwissenschaftler und Buchautor Prof. Norbert Bolz sieht den Meinungsjournalismus“ durch einen „Gesinnungsjournalismus“ ersetzt. Er glaubt, vielen gehe es gar nicht mehr darum, über die Welt zu informieren, sondern die Welt zu retten. Er empfindet uns als „Oberlehrer“

Auch so böse Worte wie Lückenpresse sind nicht ganz gegenstandslos."

Gottfried Böhmer

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