24.09.2019 Pommesgabelaktion aus Plastik

Das Dortmunder U hat keine Angst vor Plastik

von: GFDK - Reden ist Silber - Eva Maria Horstick

Eva Maria Horstick hat für die GFDK ja schon so einige Ausstellungen besucht und besprochen, nur dieses mal war sie ein wenig überrascht, oder besser gesagt irritiert.

Ich habe mich wahrlich erschrocken, dass ein Künstler sich es erlaubt im "HEUTE" eine Pommesgabel Installation aus Plastik zu machen, aber nicht aus Naturgesichtspunkten, sondern aus seiner künstlerischen Sicht. Das hat sich mir nicht erschlossen.

Pommesgabelaktion aus Plastik im Dortmunder U

Aber ohne sich dabei Gedanken zum Thema Plastik zu machen. Offensichtlich, denn das war nicht sein Ansinnen. Gerade war noch in Dortmund eine DEMO für die Natur und dann das U mit der Plastik-Installation? Das fand ich ziemlich ausserirdisch.

„Mythos Grill“

Auch wenn die Idee gut erscheint, ich fand es trotzdem sehr befremdlich. Das Thema „Mythos Grill“ von Matthias Schamp – hat es in sich. An den Fotos kann man  erkennen, dass dort Menschen davor sitzen und Pommesgabeln in Farben zu sortieren haben.

Das machen sie auch und lassen sich dabei filmen. Auf die Frage an den Künstler, was das soll, sagte er daraus entsteht ein Video, welches dann bei Ausstellungen gezeigt wird.

Er hat es nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit oder sonstwie verbunden, es geht um Pommesgabeln, die so oder so schon verboten sind in den meissten Ländern ,aber in Dortmund. im U noch Verwendung finden in einer  Präsentation, wo es  darum geht, die Gabeln nach Farben zu sortieren.

Das ist für mich eher Kindergartenniveau, eine Idee, aber sicher nicht mit Plastikgabeln. Auf der Rückseite des U war eine Mega Videoinstallation, die wirklich wunderbar ausschaute. Die Idee zur Installation kam offenbar von Studenten. Ebenso befanden sich andere Aktionen im U, die sicher auch sehr spannend waren. Dass Kunst in Dortmund angekommen ist, mag ich nicht mehr bezweifeln.

Schöne Projekte in Dortmund , die sich durchaus mit der grossen Welt da draussen messen können. Allerdings die Pommesgabelaktion in der Jetztzeit , gerade wo wir im Plastik ersticken,  ist für mich nicht nachvollziehbar.

So nett es auch ausschaut und Kinder  und Erwachsene zum Mitmachen anregen soll bleibt doch die Frage nach dem Sinn einer solchen Aktion im Jahr 2019.

Museumsdirektoren und Verantwortliche sollten sich einfach mal Gedanken machen wie derartiges wirken könnte im öffentlichen RAUM.

Da wird eine Pommesgabel aus Plastik zum Pinsel erkoren. Hier erhält Dortmund , das U , sicher den Nachhaltigkeitspreis. Ironie aus .

Ansonsten war das Programm beeindruckend und auch gut besucht.

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