02.04.2020 eine absolute Dummheit

Coronavirus, die zivilisierte Welt ist verrückt geworden

von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Corona-Krise - „Die zivilisierte Welt ist verrückt geworden, und die Politiker haben schon damit angefangen, die Situation für ihre Interessen auszunutzen“. Es sei eine „absolute Dummheit“, etwa Grenzen zu schließen, das sagte Alexander Lukaschenko der Präsident von Weißrussland, der bei uns im Westen als Diktator gilt. Verkehrte Welt denke ich mir dabei.

In den vergangenen Tagen bezeichnete Lukaschenko das Coronairus als „Psychose“, dann wiederum empfahl er scherzhaft Wodka zu trinken, um es abzutöten. Oder ließ wissen, dass seine Bürger lieber auf dem Feld arbeiten sollten, anstatt über das Virus zu reden:

„Das Feld wird alles heilen.“ Am Samstag noch spielte er in Minsk vor Fans Eishockey, kommentierte anschließend: „Sport, besonders Eissport, ist die beste Antiviren-Medizin", berichtet "Welt-Online". Die Kneipen, Schwimmbäder und Geschäfte haben alle weiter geöffnet, und Busse und Bahnen sind knallvoll. Nun ja, Lukaschenko dürfte zwar nicht alle Tassen im Schrank haben, das heißt aber nicht, dass er am Ende mit seiner Strategie nicht Recht behält. Wir werden sehen.

Der Schweden-Weg

Auch in Schweden geht das Leben normal weiter, während der Rest Europas sich aus Angst vor dem Virus verbarrikadiert. „Es geht um gesunden Menschenverstand“, sagt der schwedische Staatsminister Stefan Löfven.

Und der ist in Deutschland vollkommen verloren gegangen, wie ich meine. Fast ohne Verbote geht das Leben in der Mitte Skandinaviens weiter als wäre nichts geschehen. Auch Restaurants, Cafés und Kneipen in Schweden dürfen weiterhin öffnen, aber alle Gäste müssen voneinander Abstand halten können, während in Deutschland das gesamte öffentliche Leben zum Stillstand gekommen ist.

In Schweden genießen die Familien das Frühlingswetter im Park, und die Kinder gehen in den Kindergarten. Auch die Fitnessstudios und das Schwimmbad sind geöffnet.

Während man in Deutschland mit Verboten und Strafen droht, geben die schwedischen Behörden ihren Bürgern nur Ratschläge mit auf den Weg. Die täglichen Empfehlungen an die Bevölkerung lauten:

„Bitte, besuchen Sie Ihre älteren Verwandten nicht.“

„Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, begrenzen Sie bitte Ihre sozialen Kontakte.“

„Wer eine Reise geplant hat, sollte gründlich überlegen, ob diese unbedingt notwendig ist.“

"Und - Seid vernünftig "

Und ja, die Schweden folgen diesen Ratschlägen. Die Ausgangsbeschränkungen in Deutschland sollen nun bis zum 20. April gelten, und könnten noch weiter verlängert werden. 470.000 Unternehmen, Stand 31.März haben schon Kurzabeit angemeldet, viele werden die Maßnahmen der Bundesregierung nicht überleben, und Millionen könnten ihren Job verlieren.

So geht das, wenn man das Bad mit dem Kind ausschüttet.

Hans-Jürgen Papier, der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hat vor schweren Schäden für die Grundrechte gewarnt, sollten die Restriktionen in der Corona-Krise lange andauern.

Welche Stratigie am besten aufgegangen ist, werden wir Ende Juni sehen. Bis dahin, bleiben Sie gesund

Gottfried Böhmer

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