04.04.2020 Ausnahmezustand

Corona-Maßnahmen, Angstkampagnen und Überreaktionen

von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Ausnahmezustand in Deutschland in der Corona-Krise. Angela Merkel, Laschet, Söder und Co haben die Republik gekapert und wir haben es zugelassen. Merkel sagte vor ihrer Entscheidung der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens „Maßstab ist, was uns die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu dem Thema sagen“.

Angstkampagnen und Überreaktionen

Aber bitte, wen meint Frau Merkel, wer denn die richtigen Wissenschaftler sind? So wie es aussieht, ist das für sie das Robert-Koch-Institut (RKI) und Christian Drosten, Chef-Virologe der Charité.

Die spielen sich mittlerweile auf, als ob sie die Regierung wären, und halten sich schon für die Popstars von Deutschland. Das Beste ist ja, dass Christian Drosten sich jede Kritik verbietet, und weiter ein ganzes Volk in Gefangenschaft halten will. Er ist wohl der neue Posterboy der Republik, glaubt er zumindest.

Noch schlimmer verhalten sich unsere Qualitätsmedien, die täglich mit unzähligen Artikeln die Maßnahmen der Regierung kritiklos unterstützen. Genau diese Medien, die sich sonst bei jedem Fliegenschiess als Retter der Enterbten und Weisen aufspielen, und immer von der dritten Gewalt im Staat sprechen, stellen nicht die richtigen Fragen. Was ist da los?

Warum hört keiner auf diese Experten?

Nicht gerade wenige Epidemiologen und Virologen erheben inzwischen Einspruch gegen die Maßnahmen der Regierung in der Corona-Krise. Sie stellen die Gefährlichkeit des Virus infrage und kritisieren: Für die verhängten Schutzmaßnahmen gäbe es keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz.

Die Virologin Karin Moelling äußert sich in einem YouTube-Interview besorgt über die ihrer Meinung nach unverhältnismäßigen Maßnahmen: „Es ist eine milde Erkrankung, aber das darf man ja heutzutage gar nicht mehr sagen.“ Bis zu ihrer Emeritierung 2008 hat Moelling das Institut für Medizinische Virologie an der Universität Zürich geleitet.

Für viel Aufsehen sorgt auch der angesehene Mikrobiologe Sucharit Bhakdi mit einem eigenen YouTube-Kanal, auf dem er die Maßnahmen in der Corona-Krise als „grotesk, überbordend und direkt gefährlich“ bezeichnet.

Auch er ist emeritiert, 22 Jahre hat er das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Mainz geleitet. In seinem neuesten Videobeitrag hat er einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin verlesen. Die entscheidende Frage sei: „Wissen wir genug, um all das zu verantworten, was wir den Menschen in diesem Lande gerade zumuten?“ berichtete sagar "Welt-Online".

Kritisch äußert sich nun auch Ulrich Keil gegenüber WELT. Keil ist emeritierter Professor der Universität Münster, wo er bis 2009 das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin geleitet hat, sein Fachgebiet war die Prävention chronischer Erkrankungen. Über Jahrzehnte hinweg hat er die WHO beraten. Keil spricht von „Angstkampagnen“ und „Überreaktionen“

"Bei den gemeldeten Corona-Toten weiß man gar nicht, ob sie wirklich an dem neuen Virus gestorben sind oder in Wahrheit an anderen Erkrankungen oder anderen Krankheitserregern".

„Niemand weiß genau, ob ein Todesfall wirklich ursächlich auf eine Corona-Infektion zurückzuführen ist“, sagt Ulrich Keil und spricht in dem Zusammenhang von einem „Datensalat“.

Auch Sucharit Bhakdi kritisiert: „Weltweit wird der Fehler begangen, virusbedingte Tote zu melden, sobald festgestellt wird, dass das Virus beim Tod vorhanden war – unabhängig von anderen Faktoren.“

Könnten wir nicht auf das neue Virus testen, würde die Epidemie gar nicht auffallen.

„Jeden Tag versterben in Deutschland mehr als 2500 Menschen“, sagt Ulrich Keil. „Vor diesem Hintergrund halte ich es für wenig wahrscheinlich, dass sich die Coronavirus-Epidemie auf die Gesamtsterblichkeit auswirken wird.“

Wie weit geht der Corona-Irrsinn noch

Dazu folgendes Beispiel: Ein 34-Jähriger aus Bamberg muss wegen sogenannter Corona-Partys bis zum Ende der bayerischen Ausgangsbeschränkungen im Gefängnis bleiben. Er hatte mit vier Bekannten in seiner Wohnung gefeiert und das schon mehrmals.

Ein Richter bestätigte die Verlängerung des Gewahrsams bis zum 19. April. Daraufhin lieferten die Polizisten den 34-Jährigen laut Mitteilung in eine Justizvollzugsanstalt ein. Außer dem Festgenommenen erhielten auch dessen Gäste Anzeigen.

Nun, zum ersten würde ich mal nach dem Geisteszustand des Richters fragen. Was hätte er denn gemacht, wenn der gute Mann mit seinen vier Brüdern gefeiert hätte? Wäre er dann auch im Knast gelandet?

Und was macht der Staat, wenn sich, sagen wir mal 20 bis 25 Prozent der Bürger nicht mehr an die Maßnahmen halten, weil sie es nicht mehr einsehen? Soll die Polizei dann auf die schießen? Tatsache ist ja schon, dass das Denunziantentum sich wieder in Deutschland breit macht.

Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann hat dazu sogar schon aufgerufen. Man kommt sich schon vor wie vor 70 Jahren, nur heißen die Denunzianten heute "besorgte Bürger".

Eine Lehre können wir aus der Corona-Krise jetzt schon ziehen: Wenn der Staat es so will, wie er will, sind die Bürgerrechte auch in der Demokratie nichts mehr wert, sondern Makulatur. Das sollten Sie sich merken. Nun stellt sich nur noch eine Frage, wie lange soll der Ausnahmezustand noch gelten. Vertrauen Sie nicht auf den 19. April.

Nachtigall ich hör dich trapsen - Kanzleramtsminister Helge Braun warnt die Bundesbürger am Sonntag den 5. April vor dem „schwierigsten Teil“ der Corona-Krise. Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, „uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten“, sagte Braun der „Allgemeinen Sonntagszeitung“. Also richten Sie sich auf weitere Schweinereien aus Berlin ein ,Laschet und Söder stehen schon Gewehr bei Fuß.

Und noch was: bis zum 29. März haben die Labore in Deutschland  rund 918.460 Proben für die amtliche Statistik auf das neue Coronavirus geprüft, bei etwa 64.910 stellten sie eine Infektion fest, was aber nicht heißt, dass die erkrankt waren. Das entspricht einem Anteil von sieben Prozent. 93 Prozent der Tests waren negativ, wie das Robert-Koch-Institut am 4. April mitteilte. Rechtfertigt das den Ausnahmezustand?

Gottfried Böhmer

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