Reden ist silber, Schreiben ist gold

03.10.2018 Muse und Schöpfer

GFDK - Reden ist Silber

In der historischen Entwicklung der bildenden Künste gibt es eine schier unendliche Quelle an Inspiration. Die Kunst dient dem Ausdruck der Gefühle und gibt einen fast schon intimen Einblick in die Seele des Kunstschaffenden.

Ganz gleich ob Freude oder Trauer, Hass oder Liebe – der kreative Prozess wird ganz selbstverständlich von der aktuellen Lebensphase des Künstlers beeinflusst.

Das Schöne an der Kunst ist eben nicht die Frage des was, sondern viel mehr, dass etwas geschaffen wird. Da die Ästhetik immer im Auge des Betrachters liegt und viel Interpretationsspielraum lässt, löst die genauere Beschäftigung mit Kunstformen in jedem etwas anderes aus.

Dies ist insbesondere bei abstrakten Kunstformen zu beobachten, über dessen Botschaft und verfolgtem Ziel seitens des Künstlers häufig kontrovers diskutiert wird. Ein Konsens zur Fragestellung des Richtig oder Falsch ist de facto nicht zu erreichen.

Der Empfänger der Kunst

Für das Kanalisieren einer Emotion, einer Stimmung oder eines kreativen Funkens bedarf es immer eines Empfängers. Dies kann bei Auftragsarbeiten eines Kreativschaffenden der Auftraggeber sein, der seine Vorstellungen und Wünsche zu Protokoll gibt.

Bei Künstlern, die keinen konkreten Empfänger ihrer Kunst haben, ist die extrinsische Motivation in ihrer ursprünglichsten Form meist eine Muse. Diese sind Personen, die zu kreativen Höchstleistungen anspornen und sie in ihrem Schaffungsprozess zu animieren, ohne dass ihre Wirkung greifbar beschrieben werden kann.

Musen besitzen für gewöhnlich eine natürliche Ausstrahlung, die auf den Künstler inspirierend wirkt und durch tiefgründige Konversationen die Ideenfindung und -umsetzung anregt.

Dies ist oftmals keine kurzfristige, sondern eine längerfristig andauernde Beziehung zwischen Muse und Künstler, die oftmals (wenngleich stark vorurteilsbehaftet) einer Liebesbeziehung gleichkommt.

Wenngleich die Beziehung zwischen Muse und Schöpfer oft im Nonplusultra, in der körperlichen Verschmelzung endet, so ist dies nicht ihre Haupteigenschaft.

Viel mehr hilft eine Muse, überschüssigen Ballast wie soziale Verpflichtungen oder finanzielle Zuweisungen auszublenden und sich voll und ganz auf kreativ Stimulierendes zu konzentrieren.

Eine der bekanntesten Musen-Künstler-Beziehungen war die von Yoko Ono und Beatle John Lennon. Diese ist gleichzeitig das beste Beispiel, dass die Inspiration nicht nur einseitig, sondern wie eine Symbiose wechselwirkend geschehen kann.

Ono, bereits vor ihrer Ehre mit Lennon gestandene Künstlerin, realisierte mit ihm zusammen zahlreiche Projekte. Er hingegen trug sich Ono anstelle seines zweiten Vornamens Winston ein, der ihm von seinen Eltern in einem Anflug von Patriotismus während der Kriegszeiten gegeben wurde.

Das Geniale an einer Muse ist jedoch, dass sie im Gegensatz zu Freunden oder Lebenspartnern keine großartige Beziehung untereinander bedarf, um zu funktionieren. Sie muss auch nicht das Herz des Mannes erobern. Hauptkriterium ist viel eher, dass sie da, oder eben nicht da ist und der Künstler sich in seinem Weltschmerz an sie wenden kann.

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27.09.2018 Messer im Rücken

GFDK - Reden ist Silber

So liebe Freunde, jetzt wissen wir warum Seehofer in der Causa Maaßen so stur geblieben ist. Mit einem Messer im Rücken kann man ja auch schlecht arbeiten und auf dem Friedhof schon mal gar nicht. Und da wollte Seehofer partout nicht hin.

Seehofer - Zu früh für den Friedhof

Seehofer kenne die vielen Opfer der Kanzlerin und wolle partout nicht dazugehören. „Auf dem Friedhof hinterm Kanzleramt“, so Seehofer zu „Spiegel“-Hauptstadtchef René Pfister, „möchte ich nicht begraben werden.“

Dazu meint Gabor Steingart: "Der Friedhof hinterm Willy-Brandt-Haus ist allerdings auch prominent besetzt. Hier ruhen die gestolperten, gemeuchelten oder in den Rücktritt getriebenen Parteivorsitzenden. Die meisten von ihnen weisen am Rücken Verletzungen auf, die von Freundeshand zugefügt wurden.

SPD-Chefin Andrea Nahles kann von Glück reden, dass man ihr gestern in den Führungsgremien der Partei eine formelle Abstimmung über den Fall Maaßen ersparte. Die Erfahrenen unter den Parteifunktionären wissen, warum: Alles hat seine Zeit – auch die Intrige."

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25.09.2018 Der Fall Maaßen

GFDK - Reden ist Silber - Christian Weilmeier

Christian Weilmeier schreibt zum Fall Maaßen: Große Teile der Medien und etliche politische Parteien wollten Maaßen erledigen, beruflich vernichten. Jetzt wird er Sonderberater im Innenministerium.

Die Maaßen Jäger

Die Maaßen-Jäger sind nun natürlich wieder enttäuscht und erklären in ihrem Frust gleich die große Koalition für erledigt, weil sie unfähig sei.

Ich erkenne nicht, warum Merkel nun plötzlich unfähiger sein soll als früher. Es läuft eben so, wie es immer lief. Nur der Seehofer ist eben ein ständiger Störfaktor. Jetzt lasst doch mal den Maaßen in Ruhe und beschäftigt euch zumindest ansatzweise mit dem, wofür ihr gewählt worden seid.


Übrigens: Nun zu erklären, die Erneuerung der SPD sei gescheitert, setzt voraus, dass es in diese Richtung überhaupt einen Versuch gegeben hätte. Mein Ceterum censeo bleibt: Merkel muss gehen, damit die Menschen wieder Vertrauen fassen.

Der neue Kanzler muss den Kurs deutlich korrigieren und sich bei den Menschen entschuldigen für die Rechtsbrüche und Vertuschungen der letzten Jahre. Ansonsten wird man weiter und immer mehr AfD wählen, um gehört zu werden.

Irgendwann wird der Widerstand aber so stark sein, dass auch ein Auswechseln Merkels nichts mehr nützt. Im eigenen Interesse sollte das Establishment die Frist nicht verpassen.

Ernst G. Walter bringt es auf den Punkt

Der Vorsitzende der Bundespolizei-Gewerkschaft, Ernst G. Walter, hat die Neuverhandlung der umstrittenen Beförderung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert.

Semantische Differenzen würden hier aus purem parteipolitischem Kalkül zu Staatskrisen hochstilisiert und auf höchster Ebene getroffene Vereinbarungen wegen fallender Umfragewerte von heute auf morgen wieder infrage gestellt, sagte Walter dem „Handelsblatt“.

Zugleich werde dabei versucht, einen hochverdienten und erfolgreichen Beamten ohne jede Rücksicht auf den dahinter stehenden Menschen regelrecht zu vernichten. Das sei „einfach nur noch widerlich“.

Er könne nur hoffen, dass zumindest Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) „weiter hinter den kompetenten, aber auch kritischen Chefs seiner Sicherheitsbehörden steht“, sagte Walter.

Die berechtigte Kritik als auch die nachweisbaren Erfolge von Bundesverfassungsschutz, Bundeskriminalamt (BKA), Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundespolizei „scheinen die aktuelle Bundesregierung offensichtlich weniger zu interessieren als parteipolitisch korrektes Auftreten ihrer Behördenchefs“, kritisierte er.

Wolfgang Bosbach sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. "Erst habe SPD-Chefin Andrea Nahles CDU und CSU „eins auf die Fresse geben wollen". „Dann bekommt sie selber Prügel von der eigenen Partei, und als Dank für die wüsten Drohungen soll ihr dann die Union aus der Patsche helfen. Super Plan.“

So schön kann es nur Gabor Steingart beschreiben: "SPD-Chefin Andrea Nahles ist die große Verliererin dieser Rochade. Sie hatte die Entlassung gefordert und eine Beförderung bekommen. Sie wollte ein Opfer und gebar einen Helden. Schlimmer noch:

Sie hat den eigenen Leuten gezeigt, dass sie keine Beute machen kann. Wer in die morgendliche Stille von Berlin hineinhorcht, der hört es: Ihre Uhr, eine Leihgabe von August Bebel, hat zu ticken begonnen".

Für die epochalen Themen unserer Zeit hat diese Koalition erkennbar keine Aufmerksamkeitsreserve:
 

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24.09.2018 Geistes-Schickeria

GFDK - Reden ist Silber - Christian Weilmeier

Christian Weilmeier schreibt nun auch einen kurzen Kommentar zu den Kulturschaffenden, nachdem ich gestern sehr deutlich klargestellt habe, dass sich eine Handvoll Künstler aus Berlin anmaßt für alle Künstler in Deutschland zu sprechen. Wo kommen wir hin, wenn B und C Promis aus Berlin, den Rücktritt eines Ministers fordern?

Die Geistes-Schickeria aus Berlin

"Wir sind entsetzt." Schon wieder einer dieser immer gleichen Beschwörungs- und Empörungsaufrufe, diesmal von sogenannten "Kulturschaffenden". In moralischer Erhabenheit kühlen sie ihr Mütchen, prangern Seehofer als ganz bösen alten Mann an und bringen wieder ihre Warnungen, die schon einen ganz langen Bart haben.

Diese "Kulturschaffenden" weigern sich einfach zu erkennen, was in der Welt los ist, einer Welt, an deren Krise sie kräftig selbst mitgewerkelt haben mit ihren intellektuellen Ergüssen, so es sich überhaupt um Intellektuelle handelt, und ihrer Art von "Kultur", die zum größten Teil darin bestand, die hergebrachte Kultur zu dekonstruieren, alles kaputt zu reden und madig zu machen.

Ja, es ist sowas wie ein Kampf im Gange und er besteht auch darin, diese Geistes-Schickeria zu entmachten und Platz zu machen für eine Neubegründung dessen, was die Pflege unserer Kultur und Tradition ist, der deutschen wie der europäischen.

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22.09.2018 Rentnerin springt aus 7 Stock

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Am Mittwoch dem 19.9.2018 meldeten verschiedene Medien eine gleichlautende Meldung. Minden: Bei Zwangsräumung: Seniorin (70) verübt Suizid. Für uns stellte sich aber eine ganz andere Frage, die von den Medien nicht beantwortet wurde.

Warum muß eine 70 Jahre alte Frau ihre Wohnung durch angedrohte Räumung verlassen? Und warum interessiert das keinen? Nur die "Bild" schrieb; "laut Nachbarn sollte Renate P. ihre Wohnung verlassen, weil sie mit Mietzahlungen im Rückstand war.

Der Vorfall ereignete sich in NRW und hätte sich hier eine Asylbewerberin im hohen Alter aus dem 7 Stock geworfen, wären alle Medien, Politiker aller Farben, die "grüne Jugend vorweg und der Ministerpräsident vor Ort gewesen. Katrin Göring-Eckardt würde ihre Empörung zum Ausdruck bringen, Ralf Stegner würde den Rücktritt von Lachet fordern und die "Linken" würden die Soziale Ungerechtigkeit anprangern.

ZDF und ARD würden den Vorfall in ihren Hauptsendungen als Aufmacher bringen, die "taz" würde einen Leitartikel über Altersarmut schreiben, Monitor eine Sondersendung zum Thema machen, und zuletzt würde sich auch Angela Merkel zu Wort melden, um ihre tiefe Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen.

Aber all das geschieht nicht in unserem Fall. Warum nicht? Es handelt sich ja nur um eine alte Deutsche Rentnerin, und um die scheren sich die Medien und die gesamte Politik einen Dreck.

Die Meldung:

Porta Westfalica (ots) – Bei der geplanten Zwangsräumung ihrer Wohnung hat sich eine 70-jährige Frau aus Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) am Mittwochvormittag in den Tod gestürzt. Die Rentnerin sprang aus dem siebten Stock eines Mehrfamilienhauses an der Georg-Rost-Straße in Lerbeck.

Eine Vollzugsbeamtin, Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes, Vertreter der Wohnungsgesellschaft und zwei zur Unterstützung hinzugezogene Polizeibeamte waren gegen 9.45 Uhr an der Wohnungstür der dort allein lebenden 70-Jährigen erschienen. Da die Frau nicht öffnete, wurde ein Schlüsseldienst beauftragt.

Nach dem Öffnen der Wohnungstür und zweier ebenfalls verschlossener Zimmertüren stieg die Seniorin auf die Balkonbrüstung und stürzte sich spontan in die Tiefe. Ein rechtzeitiges Eingreifen war nicht mehr möglich. Ein alarmierter Notarzt konnte nur noch den Tod der auf eine Rasenfläche gefallenen 70-Jährigen feststellen.

Die Vollzugsbeamtin hatte im Vorfeld der Räumung bei der Polizei Vollzugshilfe beantragt, da die Rentnerin ihr gegenüber Widerstand angekündigt hatte. Hinweise auf eine mögliche Suizidgefahr lagen bei den Behörden nicht vor.

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22.09.2018 Berliner Schnee und Enten aus Berlin

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Eines vorweg: In Deutschland leben über dreihunderttaused Kulturschaffende, von denen wir persönlich sehr viele kennen. Nun titeln die Medien "Künstler stellen sich gegen Seehofer" und fordern seinen Rücktritt. Aber stimmt das auch? Der Artikel suggeriert, dass sich die Kulturschaffenden von ganz Deutschland gegen Seehofer vereint hätten.

Berliner Schnee und Enten aus Berlin

Das „Wohlfahrt’s & Dressler“, neben der Komödie am Kurfürstendamm, soll ja das "Wohnzimmer" von Jochen Busse sein, einem der Unterzeichner des Schreibens, das nun in den Medien verbreitet wird. Und hier in diesem Wohnzimmer von Busse haben sich wohl eine Handvoll "Kulturschaffende" getroffen und hatten eine prima Idee.

Und das Beste daran, alle hatten es nicht weit

Angefangen mit dem Initiator des Schreibens, Moritz Rinke, leben so gut wie alle in Berlin, der Berlinale-Chef Dieter Kosslick, die Schauspieler Peter Lohmeyer, Burghart Klaußner, Meret Becker und Hugo Egon Balder, die Musikerin Inga Humpe, die Filmemacher Emily Atef, Andres Veiel und Dietrich Brüggemann und auch die Autorinnen Judith Schalansky, Ronja von Rönne und Terezia Mora.

Von "den" Kulturschaffenden in "Deutschland" kann also keine Rede sein. Die über dreihunderttausend Kulturschaffenden hätten in dem Berliner "Wohnzimmer" auch kaum einen Platz gefunden. Und wer hat das Schreiben als erstes in Umlauf gebracht, genau, die "WELT". Und wer schreibt für die "Welt" Ronja von Rönne.

Hat noch jemand Fragen? Ich nicht. Dass sich eine Handvoll Künstler aus Berlin anmaßt für alle Künstler in Deutschland zu sprechen, Seehofers Rücktritt fordert, und das dann auch noch so in den Medien dargestellt wird, ist ein starkes Stück oder eine Berliner Posse.

Orginalauszug der "Welt"
Zahlreiche Kulturschaffende haben den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gefordert. „Seehofer beschädigt die Werte unserer Verfassung“, heißt es in dem Aufruf, zu dessen Initiatoren der Dramatiker Moritz Rinke gehört. Das Schreiben übereinstimmend alle Medien.


„Wir sind entsetzt“, heißt es in dem Schreiben mit dem Titel „Würde, Verantwortung, Demokratie“. Unterzeichnet haben das Schreiben der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Schauspieler wie Peter Lohmeyer, Jochen Busse, Burghart Klaußner, Meret Becker und Hugo Egon Balder, die Musikerin Inga Humpe, Filmemacher wie Emily Atef, Andres Veiel und Dietrich Brüggemann sowie Autorinnen wie Judith Schalansky, Ronja von Rönne und Terezia Mora.

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20.09.2018 Berechtigte Zweifel

GFDK - Reden ist Silber

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, die aufgenommenen Flüchtlinge werden Deutschland kulturell langfristig bereichern. Das besagt der Integrationsmonitor des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Und so wurde das auch in den Medien verbreitet. Aber stimmt das auch?

Wir haben da unsere berechtigten Zweifel

"Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe" (Winston Churchill). Gestern überraschten uns die Merkel-Medien mit der Meldung, eine große Mehrheit der Deutschen würde die Migration als Bereicherung verstehen.


Dem stimme ich sogar zu, wenn es um Migration aus Osteuropa, um Asiaten oder um Christen aus Afrika und dem Nahen Osten geht.  

Jetzt wurde bekannt, wer für diese Erhebung befragt wurde: Von den 9.298 Interviewten hatten gerade einmal 2.720 KEINEN Migrationshintergrund. Das heißt, dass von vornherein über 70 % der Befragten dazu Stellung nehmen sollte, ob ihre eigene Einwanderung für die Deutschen eine Bereicherung darstellt. Wer fühlt sich bei einer solchen Umfrage nicht verschaukelt?

Unsere Erfahrung mit Umfragen haben gezeigt, wer die Umfrage in Auftrag gibt, bekommt das Ergebnis, das der Auftraggeber sich wünscht. Daher liebe Freunde, schaut immer nach dem Auftraggeber. Und wer sich das oben genannte Ergebnis wünscht, ist ja nun auch kein Geheimnis.

Dass die Zugewanderten ihr Leben in Deutschland als Bereichrung empfinden, sollte ja niemanden überraschen. Aber daraus abzuleiten, dass "DIE DEUTSCHEN" das als Bereicherung empfinden, ist mehr als abwegig. Und noch eine weitere Frage stellt sich: Wer waren die 2.700 befragten Deutschen? Und wo wurde befragt? Etwa in NRW und Berin? Oder bei der "grünen Jugend". Viele Fragen.

Allerdings wünscht sich etwa als die Hälfte der Herkunftsdeutschen eine „Obergrenze“ für die Asylzuwanderung. Wo diese Grenze liegen sollte, wurde allerdings nicht gefragt.

Übrigens: Als die "WELT" auf ihren Artikel hin eine Umfrage startete, ob Deutschland mehr legale Immigration brauche, antworteten 86 % der Befragten deutlich negativ: Die Integrationsfähigkeit des Landes sei erschöpft.

Michael Hesemann hat eine andere Formel: Kulturkompatible Immigration: JA Kulturinkompatible Immigration aus integrationshinderndern Glaubensgemeinschaften: NEIN.

Das sind die Folgen:

65 Prozent halten den gesellschaftlichen Zusammenhalt für schwach oder sehr schwach ausgeprägt. Und nur noch 27 Prozent haben Vertrauen in das politische System. 2015 – vor der Flüchtlingskrise – waren es noch 54 Prozent, also doppelt so viele. Und was ist unsere Regierung: Insgesamt eine ziemliche Trümmertruppe.

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19.09.2018 Löschtruppe

GFDK - Michael Hesemann

Der deutscher Historiker und Buch-Autor Michael Hesemann schreibt zu einem unglaublichen Vorgang bei Facebook der keine Seltenheit mehr ist.

Liebe FB-Freunde, seit gestern abend ist meine 30tägige FB-Sperre wieder aufgehoben. Der Grund war banal. Eine liebe, langjährige Freundin und Hundebesitzerin, Natascha Ferfers, hatte auf ihrer FB-Seite dieses Witzbild veröffentlicht, das ich mit den Worten "Der Hund ist ja auch intelligenter als die zwölf Halbstarken zusammen" kommentierte.

Hunde sind intellektuell bereichender

Ich hielt das für witzig, zumal die zwölf Schönlinge keiner Minderheit angehören, es also weder als rassistischer noch als homophober Kommentar wahrgenommen würde, sondern schlicht als augenzwinkerndes Verständnis dafür, dass viele junge Frauen mit einem Hund und nicht mit einem männlichen Model zusammenleben, einfach weil es intellektuell bereichernder ist.

Facebook hatte offensichtlich weniger Humor und ich wurde, wie gesagt, gesperrt.

Die schlechteste Kanzlerin aller Zeiten

Ich denke allerdings, dass es ein reiner Vorwand war. Denn "zufällig" ereignete sich diese Sperrung acht Tage bevor die schlechteste Kanzlerin aller Zeiten, die Große Vorsitzende IM Erika, nach Armenien reiste und dort tunlichst das Wort "Völkermord" vermied, um ihren Lieblingsdiktator Erdogan nicht zu brüskieren.

Zuvor war schon der CDU-Kaukasusexperte Dr. Albert Weiler, ein Mann, den ich kenne und sehr schätze, auf Druck des aserbaidschanischen Diktators und Erdogan-Freundes Aliyev - ebenfalls ein lupenreiner Islamofaschist - von der Reise ausgeladen worden, weil er als treuer Freund Armeniens bekannt ist und die armenische Enklave Nagorno-Karabach (Artsakh) besucht hatte.

So nahm mir Facebook die Möglichkeit, meine rund 80 armenischen FB-Freunde, darunter namhafte Akademiker, Politologen und Journalisten, zu kontaktieren und Merkels erneuten Kotau vor dem Hitler unserer Zeit zu kommentieren.

Sollte dahinter tatsächlich das Merkel-Regime oder seine willigen Helfer stehen, ist dieses Vorgehen allerdings ein weiteres Indiz dafür, in welch bedauernswertem Zustand unsere Demokratie ist.

Genauer gesagt: Eine Demokratie, die nur noch auf dem Papier existiert, die keine Grundrechte mehr garantiert, die politische Gegner und unliebsame Kritiker mundtot macht, dämonisiert, diffamiert und/oder beruflich ruiniert, die liegt in den letzten Zügen.

Jetzt bin ich also wieder entsperrt, die Frage ist nur, für wie lange. Während der letzten 30 Tage hat meine liebe Lucy Hesemann treu die Stellung gehalten und mir die Möglichkeit gegeben, mich auch weiterhin an unsere 515 gemeinsamen Freunde zu wenden.

Dass die nächste Sperrung kommt ist in diesen Tagen so sicher wie das Amen in der Kirche, denn ich lasse mir nicht von Zensoren eines immer offener antichristlich agierenden Regimes den Mund verbieten. Ich möchte Euch und Sie daher alle auffordern, sich jetzt schon auch mit Lucy Hesemann anzufreunden, damit unser Kontakt erhalten bleibt.

Bei allen, die in den letzten 30 Tagen Geburtstag hatten und denen ich nicht gratulieren konnte, entschuldige ich mich und wünsche nachträglich von ganzem Herzen alles Gute, vor allem aber Gottes reichen Segen, zum Geburtstag.

Michael Hesemann

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18.09.2018 Notwehr

GFDK - Rainer Kahni

Dank sprudelnder Steuereinnahmen sind viele deutsche Kommunen mittlerweile finanziell gut ausgestattet. Insgesamt blieb ein Plus von zehn Milliarden Euro. Trotzdem wollen einige die Abgabenlast sogar weiter erhöhen. Deutschlands Städte halten trotz sprudelnder Einnahmen an ihren hohen Abgaben und Steuern fest. Das berichtete WELT AM SONNTAG.

Die Betonung liegt auf „Wehrlosigkeit“

2014 hat Rainer Kahni dazu geschrieben: Der deutsche Finanzminister brüstete sich vergangene Woche damit, dass er fünfzig Staaten dazu gebracht habe, ein Abkommen im Kampf gegen die Steuerhinterziehung zu unterzeichnen. Daran ist dem Grunde nach nichts Falsches. Steuerhinterziehung ist eine Straftat und muss verfolgt werden.

Es trifft nur nicht alle und vorallendingen nicht das eigentliche Problem. Der Staat muss sich fragen lassen, warum die Menschen überhaupt Steuern hinterziehen? „Wenn sich ein Staat wie ein Räuber und Wegelagerer aufführt und jedem wehrlosen Steuerpflichtigen über 80 % seines Einkommens über direkte und indirekte Steuern stiehlt, dann kann Steuerhinterziehung auch als Akt der Notwehr betrachtet werden.“

(Zitat Dr. Konrad Hummler, ehemaliger Gesellschafter einer schweizer Privatbank)

Die Betonung liegt auf „Wehrlosigkeit“, denn viele Millionäre, Promis aus Film, TV und Sport, sowie die Konzerne sind nicht wehrlos. Sie verlegen einfach ihren Wohn – oder Firmensitz in Steueroasen und nutzen das absurdeste Steuergesetz der Welt mit 70.000 Einzelvorschriften und Ausnahmeregelungen völlig legal zur Steuerverkürzung.

Allein der halbstaatliche Konzern VW verkürzte in den letzten Jahren seinen zu versteuernden Gewinn von 35 Millarden Euro völlig legal auf nur noch 17 Milliarden Euro durch die Deklarierung seiner Gewinne in Steueroasen! Davon spricht der Finanzminister aber nicht, denn Politiker sitzen ja im Aufsichtsrat von VW!

Doch wer spricht von dem viel grösseren Problem, der Geldwäsche? Wer wie der deutsche Finanzminister den Kampf gegen die internationale Geldwäsche den Standesbeamten der Republik überträgt, der hat den Anspruch, ernst genommen zu werden, verwirkt.

Fachleute wie der hochangesehene schweizer Professor Jean Ziegler klagen zurecht darüber, dass Schmutzgelder in Billionenhöhe von Blut – Despoten, Diktatoren, Rauschgiftgelder aus dem Burmesischen Dreieck und Afghanistan und Blutgelder der internationalen Mafia ungestört täglich durch die Drehtüren der Finanzindustrie geschleust und wieder in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden.

Ganze Volkswirtschaften würden zusammenbrechen, wenn der Kampf gegen diese Schmutzgelder von den Finanzminstern der Staaten aufgenommen würde.“ (Zitat: Prof. Jean Ziegler)

Genau darum geht es in seinem Buch DER AUSTERNZÜCHTER VON ARCACHON. Im wunderschönen Bassin von Arcachon an der französischen Atlantikküste wird der Präsident des Verbandes der Austernzüchter ermordet. Warum?

Niemand versteht es, bis COMMISSAIRE CARLUCCI den Fall aufdeckt. Es geht eben nicht um Austern, sondern um den Ankauf der wertvollen Grundstücke rund um das Bassin. Hier will ein undurchsichtiges Geflecht aus internationalen Finanzhaien mit den Schmutzgeldern aus aller Herren Länder eine riesige Vergnügungsindustrie mit Hotels und Casinos bauen.

Der Präsident des Austernzüchterverbandes durchschaute das böse Spiel und wollte den Verkauf der Grundstücke und Austernbänke verhindern. Deshalb musste er sterben. Der Roman zeichnet den Weg der Blutgelder von seinen Entstehungsgebieten über die zahlreichen Stationen der Geldoasen bis hin zur Legalisierung der Gelder nach.

Ohne die zahlreichen Banken, Anwälte und Politiker, die sich daran eine goldene Nase verdienen, wäre das gar nicht möglich. Der Roman führt den Leser an die französische Atlantikküste, in den wunderschönen Perigord, in die Schweiz, nach Holland und schliesslich nach Regio Calabria in Italien

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13.09.2018 Bürger zu Nazis machen

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Ich habe mir bevor ich den Artikel geschrieben habe, sehr viele Videos zu den Protesten in Chemnitz angesehen. Was ich sah, waren viele tausend friedliche Demonstranten und einige wenige Radaumacher, die den Arm zum Hitlergruss ausstreckten.

Woher die kamen oder wer die bestellt hat, bleibt im dunkeln. Tatsache ist, dass genau diese Bilder benutzt wurden, um alle als Nazis zu diffamieren.

Am Rande der "rechtsgerichteten Kundgebungen" am Samstag in Chemnitz haben Demonstranten in zahlreichen Fällen Journalisten angegriffen, berichtete die ARD, das ZDF und alle Leitmedien und titelten: ""Noch nie so viel Hass auf Medien erlebt".

Gezielte Falschinformationen?

Ausserdem behaupteten die Medien tagelang, dass es einen Mob und eine Hetzjagd auf Migranten gegeben hätte. Politiker der Grünen, SPD, linken und auch der CDU verbreiteten diese "Nachrichten" sofort weiter und stellten die Bürger von Chemnitz als Nazi-Mop dar.

Verfassungsschutz-Chef Maaßen läßt eine Bombe platzen, er sagte der "Bild"

"Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz werden von mir geteilt." Dem Verfassungsschutz lägen "keine belastbaren Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden haben". Zu einem Video, das Jagdszenen auf ausländische Menschen in Chemnitz zeigen soll, sagte Maaßen: "Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist."

Der Verfassungsschutz-Chef erklärte weiter: "Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass es sich um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken."

Die getroffenen Hunde bellen

SPD und Grüne übten scharfe Kritik an Maaßens Aussagen zu den Ereignissen in Chemnitz. SPD-Vize Ralf Stegner sagte dem NDR, Maaßen sei im Amt "nicht mehr tragbar". Das Großmaul der SPD, Ralf Stegner: Maaßen sei im Amt "nicht mehr tragbar".

Auch die Linkspartei verlangte die Entlassung Maaßens. "Verfassungsschutzpräsident Maaßen ist in diesem Amt nicht mehr haltbar", erklärte Parteichefin Katja Kipping.

Feindbild Maaßen - Die Treibjagd hat begonnen

Die Linke im Land ist sich einig: Hans-Georg Maaßen muss weg. Sein Vergehen: Er hat es gewagt, die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin zu kritisieren. Das ist der wahre Grund, seinen Kopf zu fordern.

Sind das Fake News der Medien und Journalisten?

"Es gibt drei Dinge, die sich nicht lange verbergen lassen: die Sonne, der Mond und die Wahrheit." - Konfuzius

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) stellte das nun, leider viel zu spät, richtig.

Kretschmer warnte sich gegen pauschale oder falsche Urteile über Chemnitz einzuschiessen und bezog sich besonders auf die Stunden nach dem tödlichen Angriff auf Daniel H. "Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd, und es gab keine Pogrome in dieser Stadt", sagte Kretschmer und übte damit Kritik auch an einem Teil der Berichterstattung durch Journalisten.

Verbreitet auch Merkel Fake News?

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach dem tödlichen Angriff auf Daniel H. von "Hetzjagden" gesprochen und verteidigte ihre Aussagen auch noch. "Meine Reaktion ist, dass wir dort Bilder gesehen haben, die sehr klar Hass und damit auch Verfolgung von unschuldigen Menschen deutlich gemacht haben", sagte sie. "Von denen muss man sich distanzieren. 

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wertet derzeit das Videomaterial zu den Demonstrationen in Chemnitz am 26. und 27. August daraufhin aus, ob es Straftaten gegeben hat. Bislang hat sie nach WELT-Informationen in dem bereits gesichteten Videomaterial keine Anhaltspunkte für „Hetzjagden“ gefunden.

Was für Bilder hat sie gesehen? Angela Merkel war und ist das Problem seit 2015.

Wolfgang Kubicki hatte gesagt „Die Wurzeln für die Ausschreitungen liegen im "Wir-schaffen-das" von Angela Merkel. Der FDP-Chef Wolfgang Kubicki sah die Kanzlerin als Mitschuldige für die Ausschreitungen in Chemnitz.

Schon voher hatte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik einen despotischen Regierungsstil vorgeworfen. „Die Tatsache, dass die Bundeskanzlerin es sich herausnimmt, sich über das Gesetz zu stellen, ist ein Menetekel“, sagte Kubicki im Gespräch mit dem Magazin Cicero.

Angela Merkel  bleibt stur, und bekräftigte ihre Verurteilung der Ausschreitungen und Proteste. Es habe Bilder gegeben, die „sehr klar Hass und damit auch die Verfolgung unschuldiger Menschen“ gezeigt hätten. Das ist nur leider durch nichts bewissen.

Filmaufnahmen würden zeigten, dass Menschen ausländischer Herkunft nachgesetzt worden sei, man achte nun auf "nachgesetzt" von Verfolgung ist nun keine Rede mehr. Aber nun meldete sich auch noch der Horst zu Wort. "Die Migration sei die „Mutter aller politischer Probleme“, verkündet Horst Seehofer.

Und das Gejaule der Medien war groß. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ legte Seehofer noch einmal nach und sagte: „Ich wäre, wenn ich nicht Minister wäre, als Staatsbürger auch auf die Straße gegangen – natürlich nicht gemeinsam mit Radikalen.“

Medien und Journalisten stellen sich als Opfer dar

Das erinnert mich an die 80er Jahre. Damals, in den USA, war der best gehasste Berufsstand der des Anwaltes. Heute sind es in Teilen von Deutschland die Medien und Journalisten. Könnte es dafür Gründe geben?

Nun ja, die Bürger von Chemnitz wissen, dass die angereisten Medien und Journalisten nicht über ihren friedlichen Protest berichten wollen. Die Bürger wissen, dass es den Medien nur darum geht, einige Neonazis zu zeigen, um damit ihren Protest zu negieren.

Wenn man die Berichterstattung der Medien in den letzten Tagen verfolgt hat, kann man den Bürgern nur Recht geben. Demonstranten sind für die Medien "rechtsradikale Schläger" konnte man lesen, die Bürger antworten mit, die Presse lügt nur, um die Proteste zu diskreditieren.

Dazu ein sehr kluger Kommentar von Gabor Steingart in seinem Morning Briefing:

"Die einzige Sicherung, die wirklich für die Ewigkeit gebaut scheint, ist die journalistische Selbtversicherung, dass wir unschuldig sind. Dass Journalisten in Deutschland körperlichen Angriffen ausgesetzt sind, bleibt eine Ungeheuerlichkeit und eine strafbare Handlung.

Das darf nicht entschuldigt und nicht relativiert werden. Die Kollegen und Kolleginnen in Chemnitz sind nicht zimperlich, sie sind tapfer. Aber vor dem Angriff stehen Anfeindungen, und vor den Anfeindungen stehen Zweifel an unserem Gewerbe, und die haben wir uns redlich verdient. Der Autor schließt sich mit ein.

Wir haben zu oft Neugier durch Haltung ersetzt, Analyse durch Gefühl - und viele wollen bis heute nicht davon lassen. Jetzt erst recht, rufen sie."

Unanständig, beleidigend, maßlos und widerlich

Hier noch ein Kommentar auf Facebook: Die Menschen in Sachsen haben ein super Gerechtigkeitsempfinden. Was sollen diese infamen Berichte über anständige Bürger die sich dagegen nicht wehren können. Wenn ich mir die furchtbar denunzierenden Beiträge von ARD und ZDF ansehe kocht mir die Galle über.

Von den 10tausenden Menschen die in Chemnitz auf die Straße gingen war ein kleiner Teil links-und rechtsextrem, aber das ZDF und die ARD bastelt daraus eine Heerschar von ganz schlimmen Nazis, ihr habt sie nicht mehr alle. Das ist unanständig, beleidigend, maßlos und widerlich.

Bei Anne Will konnte man das am Sonntag-Abend bestens sehen. Wolfgang Thierse behauptete sogar in der Sendung, das er nicht glaube, das die Bürger von Chemnitz trauern würden. Alles Nazis. Regierungssprecher Steffen Seibert hat am nächsten Tag in das gleiche Horn geblassen. Und mit deutlicher Kritik auf die Chemnitzer Aufmärsche vom Wochenende reagiert. Die Regierung erkenne dort keine Trauer, sondern Hass, erklärte er.

Medien fordern den Austauch der Polizeiführung

Georg Restle, Redaktionsleiter des ARD-Magazins Monitor, berichtete von Übergriffen Rechtsradikaler auf sein Kamerateam. Die Reporter hätten "sich gerade noch in Sicherheit bringen" können, twitterte Restle. "Noch nie habe ich so viel Hass auf Medien erlebt wie an diesem Wochenende in Chemnitz."

Mimimi, alles Nazis, außer Mutti, und die Polizei ist Schuld

Mehrere Chefredakteure kritisierten hingegen das Sicherheitskonzept. Florian Harms, Chefredakteur von t-online.de, nannte die Vorgänge "unfassbar". An die Polizei gerichtet schrieb er auf Twitter: "Warum schaffen Sie es nicht, Journalisten wie unseren Reporter vor diesem Mob zu schützen? Was muss denn noch passieren, damit Ihr solche Lagen in den Griff bekommt?"

Dass gezielte Angriffe auf Journalisten von einer offenkundig überforderten Polizei nicht verhindert werden könnten, sei bittere Realität in Deutschland, schrieb Harms in einem Kommentar. "Das ist dramatisch.

Es erschüttert das Vertrauen in unseren Rechtsstaat." Wenn die Polizei das Rechtsstaatsprinzip nicht sicherstellen könne, dann müsse "ihre Führung in Polizeipräsidien und Innenministerien schleunigst ausgetauscht werden."

"BuzzFeed"-Chefredakteur Daniel Drepper warf der Polizei Versagen vor: "Wenn Journalistinnen nicht von Demonstrationen berichten können, ohne dass sie Angst um ihre körperliche Unversehrtheit haben müssen, dann hat die Polizei hier - erneut - versagt." Drepper verurteilte die vermehrten Angriffe auf Journalisten: "Diese Eskalation ist verstörend."

Jan Fleischhauer schreib dazu: "Früher musste man sich als Journalist die Kugeln um die Ohren pfeifen lassen, um als Held zu gelten, heute reicht ein Besuch im deutschen Osten. Die Empörung über das Getobe in Sachsen ist ebenso maßlos wie die Aufmärsche selbst.

Frontberichte aus Sachsen

Gefahrvolles Reporterleben: Wer die Frontberichte aus Sachsen liest, zieht unwillkürlich den Kopf ein. Ich finde es nur bemerkenswert, wie sehr die Maßlosigkeit der Empörung mit der Maßlosigkeit der Proteste korrespondiert."

Und das sind die Folgen:

„Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die AfD in Ostdeutschland stärkste Partei.

Infratest dimap: AfD 27 % | CDU 23 % | DIE LINKE 18 % | SPD 15 % | GRÜNE 7 % | FDP 6 % …“

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