Reden ist silber, Schreiben ist gold

05.05.2014 Biografie gefälscht - Biografie gefälscht

GFDK - Prof. Dr. Fritz Vahrenholt Senator a.D.

5. Mai 2014 - Einer der bekanntesten Klimatologen, der emeritierte Max-Planck-Direktor Lennart Bengtsson, wechselt das Lager und bestätigt die Skeptiker. Dem Spiegel gab er nun ein Interview und erläutert seinen Wechsel in Lager des Akademischen Beirat der Global Warming Policy Foundation (GWPF)


Der Meteorologe Lennart Bengtsson, Jahrgang 1935, war von 1981 bis 1990 Direktor des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts in England, danach Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg, einem der weltweit führenden Klimaforschungszentren. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2000 arbeitet er als Professor an der Universität Reading in England. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler, unter anderem mit dem Deutschen Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt, hat sich vor allem mit der Modellierung von Klima und Wetter beschäftigt.

Diffamierungen der Kritiker:

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt Senator a.D. schrieb 2013 einen offenen Brief den die Freunde der Künste hier veröffentlicht haben.

Ein offener Brief an UBA-Präsident Flasbarth: Sehr geehrter Herr Präsident,

zu einem Zeitpunkt, an dem nun endlich auch 17 IPCC-nahe Klimaforscher (Otto et.al., Nature Geoscience, 19. Mai 2013) die Öffentlichkeit mit der aufsehenerregenden Mitteilung überraschen, dass die Klimasentivität der Klimagase, namentlich des CO2, um mehr als 50 Prozent zu hoch angesetzt ist, und sich demzufolge alle bisherigen Prognosen der anthropogen verursachten Klimaerwärmung als korrekturbedürftig erweisen, erscheint eine 123 Seiten starke Veröffentlichung des Umweltbundesamtes "Und sie erwärmt sich doch", in der einerseits der Konsens über die IPCC Prognosen beschworen wird und andererseits die Kritik an Art und Ausmaß der Temperaturentwicklung in diesem Jahrhundert mit falschen Behauptungen, Weglassungen von Informationen und Diffamierungen der Kritiker in unerträglicher Weise behandelt wird.

Dies ist für eine Bundesbehörde, die zum Geschäftsbereich des Umweltbundesministers gehört, völlig inakzeptabel.

Es gilt das Recht auf freie Meinungsäußerung

Bevor ich auf die inhaltlichen schweren Mängel zu sprechen komme, möchte ich Sie fragen, was Sie bewogen hat, Journalisten ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Wissenschaftlern ihr Recht auf kritische Überprüfung von wissenschaftlichen Sachverhalten abzusprechen. Soviel ich erkennen kann, ist unter den in der Broschüre benannten "Klimawandelskeptikern" kein einziger, der einem Erwärmungstrend der Erde durch Treibhausgase widerspricht.

Es geht im wissenschaftlichen Diskurs in der Fachwelt um Attribution, Geschwindigkeit und Ausmaß der Klimaveränderungen und daraus resultierend um die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung beziehungsweise Anpassung.

Ich bin persönlich betroffen. Im Abschnitt "Klimawandelskeptiker in Deutschland", in dem Sie in gelber Farbe die Namen von Journalisten, Vereinen und die Wissenschaftler Vahrenholt und Lüning hervorheben, brandmarken und an den Pranger stellen, wird die Methode deutlich: Kritiker werden als Handlanger der Industrie dargestellt.

Biografie gefälscht

Zu meinem Lebenslauf schreiben Sie, dass ich Vorstand der Deutschen Shell war und seit 2001 Manager des Energieversorgungsunternehmen RWE sei. Letzteres ist falsch. Ich habe 2001 das Windkraftunternehmen Repower gegründet, habe es zur Weltspitze in der Branche geführt und war bis 2008 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Warum haben Sie meine Biografie gefälscht? Passte dies besser in das Feindbild, das Sie aufzubauen trachten?

Ich bin erst 2008 zum Geschäftsführer der von mir mitgegründeten RWE Innogy ernannt worden, einer Gesellschaft für Erneuerbare Energien, die Jahr für Jahr der größte deutsche Investor in diesem Sektor war. Sie haben auch verschwiegen, dass es bei Shell meine Aufgabe war, die Erneuerbaren Energien für den Konzern zu entwickeln. Der Bau der ersten Solarfabrik in Deutschland fiel in meine Vorstandszeit. Da passt auch ins Bild, dass Sie verschweigen, dass ich von 1976 bis 1981 Fachgebietsleiter "Chemische Industrie" beim Umweltbundesamt war, dem Amt, das mich jetzt verhöhnt.

Hätte Ihr Vorgänger im Amt, Dr. Heinrich von Lersner, Kritik am politischen Mainstream, nämlich die allfällige Verharmlosung der Chemierisiken, die ich in "Seveso ist überall" thematisierte, mit der gleichen Rigidität zu unterbinden versucht, wäre die Chemiedebatte wahrscheinlich ein wenig anders verlaufen.

Dass Sie mein Ausscheiden als Geschäftsführer der RWE Innogy und meine augenblickliche Funktion als Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung nicht erwähnen, zeigt, dass Sie nur ein Ziel hatten: einen Kritiker zu diffamieren.

Meinem Co-Autor Dr. Sebastian Lüning geht es nicht besser. Als habilitierter Geologe und Paläontologe war er jahrelang peer reviewer für geowissenschaftliche Fachzeitschriften und arbeitet schon seit geraumer Zeit nicht mehr für RWE DEA. Was ist das für ein Verständnis von wissenschaftlicher Debatte, wenn Sie uns unterstellen, wir könnten uns als "fachfremde Einzelpersonen" nicht "tiefgründig in die verschiedenen Klimamodelle einarbeiten"?

Weglassungen, Halbwahrheiten und Einäugigkeit

Da würde ich doch gerne wissen, welche fachkundigen Wissenschaftler diesen Bericht geschrieben haben, in dem zwölfmal Herr Stefan Rahmstorf als Quelle angegeben wird. Können Sie der Öffentlichkeit gegenüber ausschließen, dass Herr Rahmstorf oder einer seiner Kollegen diesem Bericht zugearbeitet haben? Es liegt ja nahe, denn addiert man die Projekte, die das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (Schellnhuber/Rahmstorf) vom UBA als Auftrag erhalten hat, ergeben sich ca. acht Mio Euro. Hinzu kommen diverse Produkte, die von Mitarbeitern des PIK mit betreut werden.

Wer so persönliche Daten verfälscht, wie es in diesem Bericht erfolgt, dem sind auch in der Sache Weglassungen, Halbwahrheiten und Einäugigkeit zuzutrauen. Dazu möchte ich im folgenden einige Hinweise geben.

Auf Seite acht erläutert der Bericht, dass die WMO 30 Jahre als Zeitspanne für Untersuchungen des Klimas angibt. Im nächsten Absatz wird daraus geschlussfolgert, dass daher auch eine Reihe von kühlen Jahren in einem Jahrzehnt nicht bedeutet, dass sich das Klima abkühlt. Das sei erst der Fall, "wenn sich die Abkühlung über mehrere Jahrzehnte hinweg fortsetzt".

Das ist falsch. Es ist in der Klimaforschung bislang unbestritten, dass die Signifikanz einer Erwärmung oder Nichterwärmung auf etwa 17 Jahre bemessen ist (Santer et al., Journal of Geophysical Research, 2011). Seit nunmehr 15 Jahren weigert sich aber die globale Mitteltemperatur, weiter anzusteigen, Jahr für Jahr werden enorme Mengen an CO2 ausgestoßen, zwischen 2000 und 2010 etwa 100 Milliarden Tonnen, ein Viertel aller Emissionen seit 1750. Das müsste doch zum Nachdenken Anlass geben. Es muss doch eine Kraft geben, die dem Klimagas CO2 in seiner unbestrittenen Erwärmungsfähigkeit von 1,1 Grad Celsius pro Verdopplung der CO2-Konzentration entgegenwirkt.

Aber auf die Idee, dies in Erwägung zu ziehen, kommen Sie nicht. Auf Seite 54 schreiben Sie: "Aus der Temperaturentwicklung seit 1998 zieht manch einer die Schlussfolgerung, dass die globale Erwärmung seit dieser Zeit zum Stillstand gekommen ist. Das ist jedoch aus folgenden Gründen nicht richtig: … Die Hadcrut Reihe in Abbildung 2 zeigt eine fortschreitende globale Erwärmung seit mehr als 30 Jahren. Das ist ein langfristiger Erwärmungstrend. Eine langfristige Stagnation der globalen Erwärmung hingegen ist nicht erkennbar".

Erderwärmung vollziegt sich in Zyklen

Das sehen sogar Herr Pachauri, Vorsitzender des IPCC, oder J. Hansen (vormals NASA) anders und anerkennen die fehlende Temperatursteigerung. Es gibt nur sehr wenige Wissenschaftler, die diesen Stopp der Erwärmung nicht zur Kenntnis nehmen, wie Stefan Rahmstorf. Dieser Minderheitsmeinung schließt sich offenbar das UBA an.

Dem UBA ist offensichtlich entgangen, dass sich die Erwärmung des letzten Jahrhunderts in Zyklen vollzog. Der Erwärmung der Jahre 1910 bis 1940 folgte eine Abkühlung bis 1977. Von 1977 bis 1998 folgte eine Erwärmungsphase mit einem ähnlichen Gradienten wie zwischen 1910 und 1940. Wir haben sowohl im Buch "Die Kalte Sonne" als auch auf unserem Blog darauf hingewiesen, dass die ozeanischen dekadischen Oszillationen von den Klimamodellen nicht erfasst werden.

Die Temperaturen der Nordhalbkugel folgen dem Wärmeinhalt des Nordatlantiks (ocean heat content OHC) und dieser zeigt das Auf und Ab des OHC im Gleichklang zur atlantischen multidekadischen Oszillation (AMO), die einen etwa 60-jährigen Zyklus aufweist. Eine vergleichbare Oszillation ist mit der pazifischen Oszillation (PDO) festzustellen.

Solche Zyklen aus den Ozeanen wurden in den IPCC-Berichten nicht berücksichtigt. Diese liegen jedoch auf der Hand und führen in der Superposition mit dem nahezu linearen Trend aus der Treibhauswirkung des CO2 dazu, dass der wärmende Einfluss von CO2 und anderen anthropogenen Treibhausgasen wohl nur ca. 50 Prozent von dem beträgt, was ihnen bisher vom Mainstream der Klimaforschung zugesprochen wurde, der sich vorrangig auf die Erwärmungsraten 1977 bis 2000 stützte und sie ausschließlich auf die CO2-Wirkung zurückführte.

In dieser Zeit wirkten die Ozeanzyklen jedoch verstärkend. Die Einflüsse aus der thermohalinen Zirkulation auf das Klima sind so ein Schlüssel zum tieferen Verständnis dessen, was uns in den nächsten Jahren erwartet. (Siehe Latif et al.)

Forschungsergebnisse verzerrt wiedergegeben

Umso befremdlicher ist es, dass Ihr Bericht auf Seite 110 den Inhalt unseres Buches falsch und verzerrt wiedergibt: "Die beiden Autoren … machen natürliche Ursachen wie die schwankende Sonnenstrahlung für die globale Erwärmung in den letzten Jahren verantwortlich". Das Lesen des Klappentextes des Buches hätte gereicht, um zu erfahren, dass "Ozeanzyklen und die Sonne, die kürzlich in eine längerfristig strahlungsarme Phase eingetreten ist, einen größeren Beitrag zum Klimageschehen leisten als bisher angenommen."

Dass ozeanische dekadische Oszillationen einen großen Teil der Erwärmung von 1977 bis 2000 erzeugt haben, ist durch unser Buch erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Eine Aufgabe, die dem staatlichen Umweltbundesamt laut Errichtungsgesetz gut zu Gesicht gestanden hätte.

Mittlerweile gibt es zahlreiche wissenschaftliche Forschungsergebnisse, die dies belegen. Nicht zuletzt der unterschätzte Einfluß der dekadischen Oszillationen hat dazu geführt, dass zahlreiche Autoren in einer Fülle von wissenschaftlichen Artikeln (peer-reviewed) in Fachzeitschriften von nur einer halb so großen Klimasensitivität des CO2 ausgehen. Warum wird das durch das UBA verschwiegen?

Das Umweltbundesamt beruft sich stattdessen (S. 28) auf eine Studie aus dem Jahre 2000 (!) (Grieser et al.): "Etwa zwei Drittel der globalen Erwärmung seit dieser Zeit (gemeint ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts) sind auf den menschlichen Einfluss zurückzuführen". Die Studie, vom UBA beauftragt, gibt das anthropogene Treibhaussignal mit 59,9 Prozent an. Allerdings führt die Studie weiter aus, dass bei den europäischen Temperaturen das Treibhaussignal nur mit 7,6 Prozent wenig signifikant ist.

Alles nur menschgemacht?

Für Europa wird danach ein gleich hoher Einfluss von Klimagasemissionen und Nordatlantischer Oszillation ermittelt. Dieses Ergebnis findet sich aber nicht im aktuellen UBA-Pamphlet. Würde doch nur verwirren, dass die Forscher schon 2000 den Einfluß atlantischer Oszillationen hervorheben! Stattdessen wird immer wieder die Veröffentlichung von Schellnhuber und Rahmstorf (Der Klimawandel, C.H. Beck, 2007) zitiert. Dort kommen (Seite 40) für die Erwärmung lediglich die Treibhausgase in Frage: "Der Erwärmungsschub seit den 70er Jahren ist nicht mit natürlichen Ursachen zu erklären".

Auf Seite 45 heißt es dort, dass Modelle "einen Beitrag anthropogener Ursachen (Treibhausgase und Aerosole) zur Erwärmung im 20. Jahrhundert von 0,5 Grad Celsius ergeben. Da die Erwärmung im 20. Jahrhundert (Seite 50, ebenda) 0,6 Grad Celsius betrug, sind dies immerhin schon 80 Prozent, die dem anthropogenen Einfluss zugeschrieben werden. Doch das Umweltbundesamt geht weiter. Auf Seite 38 zeigt das Amt die Ergebnisse von Klimamodellen aus dem IPCC-Bericht 2007. Danach ist der natürliche Einfluss Null (Abb. 1), wenn nicht sogar negativ, und allein anthropogene Einflüsse erzeugen die Erwärmung.

Dies führt uns zur entscheidenden Frage der Klimasensitivität. Es ist zweifelsfrei, dass Klimagase, namentlich CO2, einen Erwärmungsbeitrag leisten. Doch viel bedeutsamer ist die Frage: wieviel ? Wie Sie wissen, wird als Klimasensitivität des CO2 die Erwärmung bei Verdoppelung der CO2-Konzentration gegenüber dem vorindustriellen Niveau von 280 ppm verstanden.

Da verweist uns die UBA-Veröffentlichung allein auf Schellnhuber/Rahmstorf (Der Klimawandel, Seite 42): "Die als gesichert geltende Spanne" der Klimasensitivität reicht (d. Verf.) "von 2 bis 4,5 Grad Celsius… Daher kann man einen Wert nahe an 3 Grad Celsius als den wahrscheinlichsten Wert ansehen".

Klimasensitivität ist geringer als gedacht

Mittlerweile verdichten sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, dass die Klimasensitivität des CO2 weit tiefer anzusiedeln ist. In Fachzeitschriften (Peer Reviewed) wurden kürzlich folgende Sensitivitäten veröffentlicht: Nic Lewis 1,1 bis 2,2 (Journal of Climate 2013), Troy Masters 1,5 bis 2,9 (Climate Dynamics 2013), Michael Ring 1,5 bis 2 (Atmospheric and climate science 2012). Auch die Ergebnisse der Norwegischen Forschungsgemeinschaft ( Norwegian Research Council), die den Einfluss des CO2 glatt halbiert, ist für das Umweltbundesamt nicht erwähnenswert.

Ich will nicht unerwähnt lassen, das wir im Buch "Die Kalte Sonne" eine Klimasensitivität des CO2 von 1 bis 1,5 Grad Celsius zugrundegelegt haben. Ja, wir haben mit einer anthropogen erzeugten Erwärmung umzugehen, die aber bei weitem die katastrophalen Prognosen des IPCC und ihrer Vertreter von 2 bis 6 Grad Celsius nicht erreichen werden. Die Quintessenz unseres Buches ist: Die natürlichen Einflüsse geben uns Zeit, unsere Energiebasis auf nachhaltige Grundlagen zu stellen. Und soweit ich sehe, ist unsere zentrale Aussage nicht mehr von den jüngsten Forschungsergebnissen entfernt. Gleichwohl wird unser wissenschaftlich belegter Standpunkt mit dem Bann und der Acht des Umweltbundesamtes versehen.

Nun aber, sehr geehrter Herr Präsident, nach der eingangs erwähnten Veröffentlichung von 17 Klimaforschern, die die Klimasensitivität des CO2 auf etwa 2 Grad Celsius reduzieren, die Übergangssensitivität sogar auf 1,3 Grad Celsius senken, sollte das Umweltbundesamt seine Veröffentlichung in den Reißwolf geben.

Das Umweltbundesamt hat nach Errichtungsgesetz die Aufgabe, den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in allen Angelegenheiten des Immissions- und Bodenschutzes, der Abfall- und Wasserwirtschaft, der gesundheitlichen Belange des Umweltschutzes, insbesondere bei der Erarbeitung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften, bei der Erforschung und Entwicklung von Grundlagen für geeignete Maßnahmen sowie bei der Prüfung und Untersuchung von Verfahren und Einrichtungen wissenschaftlich zu unterstützen.

Es ist weiterhin beauftragt mit der Aufklärung der Öffentlichkeit in Umweltfragen, Bereitstellung zentraler Dienste und Hilfen für die Ressortforschung und für die Koordinierung der Umweltforschung des Bundes.

Den Boden des gesetzlichen Auftrags verlassen

Das Umweltbundesamt hat mit der Veröffentlichung " Und sie erwärmt sich doch" den Boden des gesetzlichen Auftrags verlassen. Ich möchte von Ihnen wissen, wie Sie diese beispiellose Verzerrung wissenschaftlicher Daten heilen wollen. Ich denke, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages wissen sollten, für welche Publikationen Steuergelder des Bundes aufgewandt werden.

Ich erlaube mir daher, eine Kopie dieses Schreibens sowohl an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses als auch an den Bundesminister für Umwelt zu versenden.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt Senator a.D.


www.kaltesonne.de

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04.05.2014 Ich komme mir jetzt ganz schäbig vor

GFDK - Gottfried Böhmer

Das was Deutschland in den letzten acht Wochen an medialer Falschberichterstattung erlebt hat, dürfte in die Bundesgschichte eingehen. Konstantin Wecker schrieb schon Anfang März: "Die Rhetorik der Presse und unserer Politiker wird kriegerischer, auch wer nicht hellhörig ist, hört die Kriegstrommel. Gauck, Merkel und zunehmend auch Kommentatoren in bürgerlichen Zeitungen rüsten verbal auf".

Schon am 6. März 2014, nur sieben Tage nach dem Putsch in der Ukraine haben die Freunde der Künste umfangreich dargestellt wie namhafte Journalisten und Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung eine kriegerische, antirussische Stimmung gegen Russland in Deutschland aufbauen wollten. Nahezu alle deutschen Leitmedien, von der Süddeutschen, der FAZ, die WELT, Bild, DIE ZEIT, Focus, ARD, ZDF etc bedauerten, dass die Ukraine nicht in der NATO wäre.

Daniel Brössler, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung suggerierte das ohne die NATO Osteuropa und Zentralasien vor Putin nicht mehr sicher seien. Stefan Cornelius, der seit 2000 das außenpolitische Ressort der Süddeutschen Zeitung leitet, stieß ins gleiche Horn. Cornelius schrieb: "Für die Unverfrorenheit des russischen Präsidenten gäbe es keinen Vergleich".

Entrussifizierung der Ukraine

Dass die Putschisten in Kiew öffentlich von der Entrussifizierung der Ukraine sprachen, wurde von den bundesdeutschen Medien einfach ignoriert. Dazu haben wir geschrieben: "Die EU hat rechtsradikale Mörder in Schlüsselstellungen einer vom Volk nicht autorisierten Regierung gebracht, die den Russen die "Entrussifizierung" androhen. Putin, so der Westen, soll dazu schweigen". Und im Cicero konnte man lesen: "Unbemerkt wurde die nächste Expansion der EU vorbereitet. Still und heimlich hat die EU Vorbereitungen getroffen, sich die Ukraine wie auch Georgien einzuverleiben".

Auf Russland und Wladimir Putin eingeschossen

Während sich die gesamte deutsche Medienlandschaft auf Russland und Putin einschoss, wurden unliebsame Journalisten wie Moritz Gathmann, der versuchte objektiv zu berichten von ZEIT-Online gefeuert. Auch dazu haben wir am 11. März 2014 ausführlich Stellung bezogen. Der ausgezeichnete Osteuropa-Kenner, der mit großem Engagement und guter Schreibe ein großer Gewinn für die Berichterstattung vieler deutscher Medien war, wurde einfach entsorgt. So macht man Journalismus in Deutschland.

Während man die Pro-russischen Kritiker mundtot machen wollte, wurden sie von den Medien kurzerhand als Putin-Versteher verunglimpft. Dazu haben wir am 27. März geschrieben:

"In den Medien macht ein neues Schlagwort seine Runde. Kritiker der USA und EU-Politik, die eine andere Meinung als die von den Medien propagierte Russland-Ukraine-Krim Berichterstattung vertreten, werden mittlerweile als "Putin-Russland-Versteher" diffamiert".

Auf Facebook gab es sogar eine Liste von Personen, denen man unterstellte, sie würden eine Pro-Russische Meinung vertreten. Am 1. Mai wurde sogar die ARD Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz, die mehrfach auf die Mißstände in der Berichterstattung der ARD und des ZDF hingewiesen hat, von der WELT vorgeworfen, sie sei eine Putin-Flüsterin.

Einer der eifrigsten Pro-NATO, Pro-EU, Pro-Bundesregierung und Anti-Russland, Anti-Putin Schreiber ist der WELT Chefkorrespondent Michael Stürmer, der seinem Namen alle Ehre macht. Ein Blick auf Wikipedia reicht schon, um uns aufzuklären:

Michael Stürmer, der "WELT-Mann"

Wikipedia: "In der Untersuchung von Uwe Krüger zum Einfluss von Eliten auf Leitmedien wird Michael Stürmer zu den am stärksten mit den sogenannten Eliten vernetzten Journalisten gerechnet. Besonders in den Themenfeldern Sicherheit, Verteidigung und Auslandseinsätzen der Bundeswehr zeige sich, dass er in seinen Artikeln den Diskurs der Eliten abbilde, deren Argumente verbreite und für mehr militärisches Engagement werbe. Das vermittelte Bild von Bedrohungen und Konflikten entspreche offiziellen militärpolitischen Doktrinen. Techniken der Propaganda würden zu seiner Verbreitung eingesetzt".

Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gebe es "entlarvende Automatismen", erklärt die Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz. Alan Posener (DIE WELT) schreibt von dem "hässlischen Gesicht der Putinfreunde". Ich komme mir jetzt ganz schäbig vor.

Und der Herausgeber der ZEIT Josef Joffe hatte unlängst den Friedensaktivisten Jürgen Todenhöfer als "Vulgärpazifist" beschimpft. Rainer Kahni unser Korrespondent und Autor aus Nizza hat hier an dieser Stelle mehrfach zu der Ukraine geschrieben.

Er stellte zu recht die Frage, ob die deutsche Presse von der Politik gelenkt wird und machte darauf aufmerksam, dass die Ukraine in den französischen Medien kaum eine Rolle spielt. Am 26. März fragte er sich, wer die Meinungshoheit in Deutschland hat, ist das Propaganda oder Journalismus?

Was haben wir geschrieben:

Aber die Deutschen wollen nicht mitspielen: Deutschland ist endlich wieder das Land der Dichter und Denker:

Die Medien dichten. Das Volk denkt

Eines ist heute schon sicher, es wird eng um die Glaubwürdigkeit der deutschen Medien und der Auflagenschwund wird sich fortsetzen. So können sich die Journalisten ihres Arbeitsplatz selbst entledigen.

Putin Versteher bekommen von Volker Bräutigam und Jochen Scholz Rückendeckung

Der ehemalige Redakteur der Tagesschau, ehemaliges Vorstandsmitglied der IG-Medien//ver.di, Honorarprofessor an der Universität Taipeh/Taiwan, der Publizist und Autor Volker Bräutigam hat gegen die desinformierende Ukraine-Berichterstattung des NDR beim NDR-Rundfunkrat Beschwerde eingelegt.

Volker Bräutigam ruft dazu auf das alle eine frei formulierte Protestmail wegen der tendenziösen Berichterstattung an den NDR schicken, direkt an das Aufsichtsgremium, den Rundfunkrat, via Mail.

gremienbuero@remove-this.ndr.de

Frau Ute Schildt, Vorsitzende des NDR-Rundfunkrats
Hamburg
Rothenbaumchaussee 131

Nachrichtlich an:
Herrn Intendant Lutz Marmor (p. E-Mail: ndr@remove-this.ndr.de)
Herrn ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke (redaktion@remove-this.tagesschau.de)
Frau Chefredakteurin Claudia Spiewak (p. E-Mail: ndr@remove-this.ndr.de)
Redakteursausschuss des NDR (p. E-Mail: ndr@remove-this.ndr.de)
Beschwerde über desinformierende Ukraine-Berichterstattung des NDR resp. der Redaktion ARD-aktuell

Sehr geehrte Frau Schildt,
hiermit mache ich von meinem Recht Gebrauch, wegen Art der Berichterstattung des NDR und der von ihm zu organisierenden Sendungen fürs Erste Deutsche Fernsehen, ARD-aktuell, über die Ereignisse in der Ukraine

Jochen Scholz, Oberstleutnant der NATO-Luftwaffe

Der ehemalige Oberstleutnant der NATO-Luftwaffe, Jochen Scholz, schrieb einen offenen Brief an den Präsidenten Russlands, Wladimir Putin. Hintergrund (Karriere): 12 Jahre NATO-Gremien, 6 Jahre NATO-Stäbe, 6 Jahre Bundesministerium der Verteidigung

Sehr geehrter Herr Präsident!

In Ihrer Rede vor der Staatsduma baten Sie um Verständnis bei den Deutschen.

Wir sind deutsche Staatsbürger, die die Nachkriegszeit mehrheitlich in der Westhälfte Deutschlands erlebt haben. Als der Kalte Krieg 1990 beendet und unser Land vereinigt wurde, ging ein Aufatmen durch die Welt, weil die stets drohende Gefahr einer nuklearen militärischen Auseinandersetzung gebannt schien, die den gesamten Globus in Mitleidenschaft gezogen hätte.
Deutschland wäre ausgelöscht worden.

Den entscheidenden Beitrag zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus hat, unter unvergleichlichen Opfern, die Sowjetunion geleistet. Gleichwohl war sie 1990 bereit, die deutsche Wiedervereinigung zu unterstützen, 1991 die Warschauer Vertragsgemeinschaft aufzulösen und die NATO-Mitgliedschaft Gesamtdeutschlands zu akzeptieren. Dies wurde vom Westen nicht honoriert.

Eklatante Wortbrüche

Der damalige Botschafter der USA in Moskau (1987 bis 1991), Jack Matlock, hat vor wenigen Tagen in der Washington Post bestätigt, dass Präsident Bush zugesagt hatte, die Großzügigkeit Präsident Gorbatschows nicht auszunutzen. Die Ausdehnung der NATO bis in ehemalige Sowjetrepubliken, die Errichtung von Militärstützpunkten in ehemaligen Warschauer Vertragsstaaten und der Aufbau eines Raketenabwehrschirms in Osteuropa bei gleichzeitiger Kündigung des ABM-Vertrages seitens der USA sind nicht nur eklatante Wortbrüche.

Erstschlag zur nuklearen Neutralisierung Russlands

Diese Maßnahmen können auch von uns nur als Machtprojektion der westlichen Führungsmacht verstanden werden, die gegen die von Ihnen betriebene staatliche und  ökonomische Konsolidierung Ihres Landes nach Ihrem Amtsantritt im Jahr 2000 gerichtet sind. Keir A. Lieber und Daryl G. Press haben 2006 darüber hinaus in „Foreign Affairs“ mit ihrem Artikel „The Rise of U.S. Nuclear Primacy”  überzeugend dargelegt, dass der Raketenabwehrschirm einen nuklearen Erstschlag zur nuklearen Neutralisierung Russlands ermöglichen soll.

Diese Vorgeschichte in geraffter Form bildet den Hintergrund ab, vor dem wir die Ereignisse in der Ukraine seit November 2013 beurteilen. Inzwischen ist vielfach dokumentiert, dass die USA die berechtigten Proteste der ukrainischen Bevölkerung für ihre Zwecke instrumentalisiert haben. Das Muster ist aus anderen Ländern bekannt: Serbien, Georgien, Ukraine 2004,  Ägypten, Syrien, Libyen.

Auch die Störfaktoren Europäische Union und OSZE wurden, postwendend, innerhalb von zwölf Stunden nach dem von den Außenministern des Weimarer Dreiecks ausgehandelten friedlichen Machtwechsel unter Zuhilfenahme faschistischer Kräfte ausgeschaltet. Wer hinter der jetzigen Putschregierung in Kiew steht, zeigen die Partner auf der Website der Open Ukraine Foundation des amtierenden Ministerpräsidenten.

1000 US-Militärbasen weltweit

Die inner- und völkerrechtlichen Fragen zur Sezession der Krim werden unterschiedlich beantwortet. Wir wollen die Vorgänge hier nicht juristisch, sondern ausschließlich politisch bewerten und einordnen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung in Europa seit 1990, der Dislozierung der rund 1000 US-Militärbasen weltweit, der Kontrolle der Meerengen durch die USA und der von den Gewalttätern des Majdan ausgehenden Gefahr für die russische Schwarzmeerflotte sehen wir die Sezession der Krim als eine defensive Maßnahme mit einer gleichzeitigen Botschaft: bis hierher und nicht weiter.

Der entscheidende Unterschied zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo ist, dass hierfür mit dem völkerrechtswidrigen Luftkrieg der NATO – leider mit Beteiligung Deutschlands – erst die Voraussetzung geschaffen wurde.

Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok

Sehr geehrter Herr Präsident, Sie haben bereits vor knapp vier Jahren für eine Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok geworben. Sie wäre die  ökonomische Basis für das „Gemeinsame Haus Europa“. Die Ukraine könnte eine ideale Brückenfunktion für die künftige Kooperation zwischen der von Ihnen angestrebten Eurasischen Union und der Europäischen Union einnehmen, nicht zuletzt in kultureller Hinsicht.

Wir sind überzeugt, dass die massive Einflussnahme der USA das Ziel hatte, diese Brückenfunktion auszuschalten. In der EU-Kommission haben sich diejenigen Kräfte durchgesetzt, die die Politik der USA gegen Russland unterstützen. Die Rede des Geschäftsführenden Generalsekretärs des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Pierre Vimont, am 14. März dieses Jahres ist insofern eindeutig (EurActiv: „EU shunned from US-Russia meeting on Ukraine“).

Die Deutschen wollen Frieden, keine Konfrontation

Sehr geehrter Herr Präsident, wir bauen darauf, dass Ihre historische Rede im Jahr 2001 im Deutschen Bundestag auch künftig die Grundlage für Ihr Handeln gegenüber der EU und Deutschland bilden wird. Die aktuellen Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen keine Konfrontation mit der Russischen Föderation wünscht und Verständnis für die russische Reaktion auf die Ereignisse in der Ukraine aufbringt.

Wir verkennen nicht die Schwierigkeiten, denen die deutsche Politik als Mitglied der EU und der NATO in Bezug auf Russland ausgesetzt ist, sie sind auch Ihnen bekannt. Zumindest erwarten wir jedoch, dass die Bundesregierung nach dem alten Römischen Rechtsgrundsatz audiatur et altera pars handelt. Dies wurde im Zusammenhang mit der Nachbarschaftspolitik der EU im Fall der Ukraine unterlassen.

Russland hat seine im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommenen 27 Millionen Menschen selbst im Kalten Krieg nicht gegen Deutschland politisch instrumentalisiert. Diese innere Größe allein verdiente eine andere Qualität in den Beziehungen zwischen unseren Ländern. Die Menschen in Deutschland haben hierfür ein feines Gespür:

"Disgusting"

Als sich 1994 die „Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ mit einem Auftritt ihres Musikkorps auf dem Platz vor der Bundeskunsthalle in Bonn aus Deutschland verabschiedete, spielten sich bewegende Szenen zwischen den zahlreichen Zuschauern und den Musikern ab. In diesem Zusammenhang fällt uns zu der aktuellen Berichterstattung und Kommentierung der deutschen Medien nur ein treffendes Adjektiv in englischer Sprache ein: disgusting.

Sehr geehrter Herr Präsident, mit unseren bescheidenen Mitteln als einfache Staatsbürger werden wir dazu beitragen, dass die beabsichtigte Spaltung Europas nicht gelingt, sondern die Ideen von Gottfried Wilhelm Leibniz zu neuem Leben erweckt werden.

Wir sind  überzeugt: nur wenn die Staaten und Völker des eurasischen Doppelkontinents ihre Angelegenheiten miteinander friedlich, respektvoll, kooperativ, auf der Grundlage des Rechtes und ohne Einmischung von außen regeln, wird dies auch auf die  übrige Welt ausstrahlen. Wir verstehen Sie in diesem Sinn als Verbündeten.

Für Ihre jetzige, und hoffentlich auch die nächste Amtsperiode wünschen wir Ihnen Kraft, Stehvermögen, Klugheit und Geschick.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Jochen Scholz, Oberstleutnant a.D.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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29.04.2014 Deutsche, ihr müsst wieder Abschreckung lernen?

Rainer Kahni - Gottfried Böhmer

Die Kriegshetze der Deutschen Medien kennt kein Halten mehr. Die vergangene Woche war das Schlimmste, was man in den vergangenen siebzig Jahren zu lesen bekam. So titelte die Bild: "Russland will den 3. Weltkrieg", die "Welt" kam mit der Schlagzeile "Deutsche, ihr müsst wieder Abschreckung lernen."

Der Herausgeber der ZEIT Josef Joffe hatte unlängst den Friedensaktivisten Jürgen Todenhöfer als "Vulgärpazifist" beschimpft. Was sind das für Zeiten?

Sie hätten auch direkt schreiben können:

Deutsche ihr müsst wieder töten lernen

Dass die gesamte Springer Presse sich seit Wochen damit hervor tut immer reißerische Titel zu bringen, sollte uns allen zu denken geben. Aber auch unsere sogenannten Leitmedien wie FAZ, Süddeutsche und die ZEIT stehen nicht viel besser da, einzig der Spiegel versucht zumindest ab und zu differenzierter zu berichten. Man muss sich schon die Frage stellen, wer hier an einem bewaffneten Konflikt mit Russland interessiert ist.

Die bei weitem abwegigste Rolle spielen allerdings die deutschen Staatsmedien in Gewand von ARD und ZDF. Die Sender bringen täglich ohne rot zu werden nicht nur gefälschte CIA Videos und Fotos, nein sie offerieren dem deutschen TV Publikum am laufenden Meter Falschmeldungen und verdrehen die Tatsachen.

Gestern Abend 28. April bekamen die Medienvertreter das gesamt mediale Kotzen. Der Irak- Kriegsverweigerer Gerhard Schröder feierte mit dem dritten-Weltkriegsverweigerer Wladimir Putin seinen 70. Geburtstag im russischen St. Petersburg. Die gesamten deutschen Schmiergriffel waren weder informiert noch eingeladen.

Am lautesten jaulte die WELT, Richard Herzinger die US-WELT Geheimwaffe schrieb sogleich: "Schamlosigkeit ist die Vokabel, die Gerhard Schröders Verhalten wohl am besten charakterisiert". Na ja, liebe WELT damit können wir leben.

Deutsche, ihr müsst wieder Abschreckung lernen?

Dass unser guter Onkel, Bundespräsident Joachim Gauck auch schon seit Wochen die Deutschen dazu auffordert mehr militärische Präsenz zu zeigen, gehört wohl zu diesem Spiel.

Aber die Deutschen wollen nicht mitspielen: Deutschland ist endlich wieder das Land der Dichter und Denker:

Die Medien dichten. Das Volk denkt

Während sich die Deutschen von ihren Mainstream - Medien durch immer neue Horror - Meldungen aus der Ukraine manipulieren lassen müssen, gerät ganz in Vergessenheit, dass hinter jedem Kriegsgeschrei handfeste wirtschaftliche Interessen stehen.

Es braucht nicht mehr wiederholt zu werden, dass die USA mit allen legalen und illegalen Mitteln sich durch ein geheimes Freihandelsabkommen mit der EU riesige Märkte für ihren Junk - Food erschließen wollen. Die Ukraine ist ein passendes Opfer, wenn sie in die EU eingegliedert würde. Brüssel tut im Auftrag der USA alles dafür.

Die NATO ist ein williges Vehikel, Russland in die Enge zu treiben. Die gesamte EU - Erweiterung in der Vergangenheit hatte kein anderes Ziel, als einen riesigen Markt für eine Freihandelszone USA - EU zu schaffen. Eine demokratische Legitimation dafür ist weit und breit nicht in Sicht. Nun hebt die US - Industrie, die technisch auf der Stelle tritt, ihr Visier und greift den französischen Technologie - Konzern ALSTOM an.

Dieser Konzern ist circa 10 Milliarden US - Dollar wert und liegt mit seiner Technologie insbesondere im Bereich des Zug - Baus (TGV) an der Weltspitze. Frankreich hat dadurch das schnellste und beste Schienennetz der Welt und verkauft seine Züge bis nach Asien. Das weckt bei den US - Konzern General Electric große Begehrlichkeiten. Da taucht der sogenannte "Weiße Ritter" in Form des deutschen Siemens Konzerns auf, der technisch weit hinterher hinkt.

Nicht umsonst spotten die Siemensianer, dass Siemens eine Bank mit angeschlossener Elektroabteilung ist, denn Siemens bekommt nicht einmal die Züge für die Deutsche Bundesbahn fristgerecht und auf neuesten technischen Stand hin. Da wäre ALSTOM wahrlich eine technische Bereicherung für Siemens, wenn..... Ja wenn, General Electric nicht schon längst seine Finger bei Siemens mehr oder weniger offen im Spiel hätte.

Das alles weiß der deutsche Wirtschaftsminister nicht, wie sollte er auch? Auf jeden Fall können weder General Electric noch Siemens die Lösung für Alstom sein. Daher schlägt der französische Politiker Jean - Luc Mélanchon vor, ALSTOM vorrübergehend in den Besitz des französischen Staates mittels einer Sperrminorität zu überführen und so vor feindlichen Übernahmen zu schützen. Das ist der Weg, um die Gier nach Technologie aus den USA zu stoppen.

29. April GfK-Konsumklimaindex

Die Ukraine-Krise beginnt die Verbraucher in Deutschland zu verunsichern. Bei der Konsumstimmung zeigten sich erste Auswirkungen, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK mit.

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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27.04.2014 militärischer, verfassungswidriger Staatsstreich

Rainer Kahni und Gottfried Böhmer

Erstveröffentlichung am 22. April - Aktualisiert am 27. April 2014

Sind das jetzt unsere neuen Freunde? Es war nicht genug, dass die EU und die NATO fast alle ehemaligen Sowjetrepubliken in ihre Organisationen aufgenommen haben, egal ob sie die ökonomischen und rechtsstaatlichen Mindestnormen an die EU erfüllen. NEIN, nun kreisen wir Russland weiter ein und wundern uns dann, dass sich Putin bedroht sieht.

Wer zündelt denn in der Ukraine? Ist es der CIA oder der FSB? Und auf welcher Rechtsgrundlage gibt die EU der Ukraine dreissig Milliarden Euro Soforthilfe? Erfüllt die Ukraine denn die Anforderungen und die Sicherheiten für solche Gelder? NEIN.

Es geht also gar nicht um die Menschen in der Ukraine, es geht um Macht, Einfluss und strategische Interessen, der NATO, der EU und der USA, die einen riesigen Markt für das bevorstehende Freihandelsabkommen riecht.

Wer hat denn mehr gelogen im Irak, in Afghanistan und in all den schmutzigen kleinen Kriegen der NATO unter Führung der USA? Russland oder die USA? Lasst Euch nicht täuschen, nirgends wird mehr gelogen, als nach der Jagd, vor Gericht, an den Gräbern und vor einem Krieg.

Es wird bereits heute für die Kriegslügen in den Medien getrommelt! Wo sind die Millionen von Menschen an Ostern, die sich gegen diese Lügenpropaganda öffentlich zur Wehr setzen? "Geschichte ist die Lüge, auf die sich die Historiker geeinigt haben!" (Voltaire)

Anmerkung unseres Redaktionsleiters Gottfried Böhmer

Um die Lage zu überblicken sollte man vielleicht noch einmal zurückblicken. Ausgangslage der heutigen Situation ist das Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine das werder der Präsident noch das Parlament der Ukraine ratifizieren wollten.

Daraufhin wurde zunächst mit Unterstützung der EU, der Konrad Adenauer-Stiftung und den USA die sich von Georg Soros , den US-amerikanischen Organisationen National Democratic Institut (NDI) und dem International Republican (IRI) vertreten ließen eine "friedliche Besetzung" des Maidan organisiert mit dem Ziel Präsident Viktor Janukowitsch zu stürzen, und durch Neuwahlen eine Regierung zu bekommen die das Assoziierungsabkommen mit der EU unterschreibt

Die New York Times hat  über diese Organisationen 2011 geschrieben, dass sie zu den Vorreitern und Unterstützern des "Arabischen Frühlings" gehören und eng mit dem US-Aussenministerium zusammen arbeiten.  Den Arabischen Frühling können sie sich jetzt mal gerne in Ägypten, Syrien und Libyen anschauen. Mord, Totschlag und das totale Chaos haben sie hinterlassen. Das war wohl auch für die Ukraine vorgesehen.

Der Spiegel schrieb "Die Janukowitsch-Gegner wollen durchhalten, bis der Präsident gestürzt ist".

Derweil versuchte die Merkel-Regierung den Preisboxer Witali Klitschko als möglichen Präsidenten aufzubauen. Nur zu dumm, dass der zwar gut schlagen, aber nicht sprechen kann, es reicht zu Werbesprüchen, aber nicht zu mitreißenden Reden. Am 8. Dezember 2013 schrieb der Spiegel "Merkel kämpft für Klitschko". Die Merkel-Regierung und Europas Konservative wollen Vitali Klitschko nach SPIEGEL-Informationen gezielt zum neuen starken Mann in Kiew aufbauen.

So wie es ausieht, wollte Merkel die Ukraine  mit Volldampf in das Assoziierungsabkommen zwingen. Darüber hatte sich Georg Friedmann von der US-Denkfabrik STRATFOR sehr gewundert "Deutschland spiele ein Komplexes Spiel" schrieb er. Vielleicht hätten die Schreihälse à la Claus Kleber und Co sich mal auch wundern sollen bevor sie allesamt einstimmig im vorauseilendem Gehorsam das Lied der EU-NATO und der Bundesregierug sangen.

Ich möchte hier folgendes zu bedenken geben. Seit Jahrzehnten bemühen sich alle Bundeskanzler, auch während des kalten Krieges um ein, weil es für Deutschland existenziell ist, gutes Verhältnis zu Russland. Seit Merkel ist zwischen Russland und Deutschland anscheinend eine neue Eiszeit angebrochen.

Das Verhältnis unserer Nationen ist schon lange nicht mehr gut, was hatte der Bundesausenminister Guido Westerwelle auf dem Maidan verloren?, das hätten wir uns mal fragen sollen. "Für die Teilnahme an solchen Ereignissen gibt es einen einfachen Namen: Einmischung in innere Angelegenheiten", sagte Russlands Ministerpräsident Medwedew seinerzeit im russischen Fernsehen. Was wir nun erlebt haben, hat eine neue Qualität. Zum ersten Mal seit Gründung der Bundesrepublick hat Deutschland eine gegen Russland angetriebene Politik nicht nur betrieben sondern massiv angefeuert.

Die Russen werden das sehr genau zu Kenntniss genommen haben. Das Vertrauen dürfte für lange Zeit weg sein, und die Folgen werden wir, so oder so noch zu spüren bekommen.

Reuters meldete am Montag dem 9. Dezember 2013
"Auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew hatten bereits vor einer Woche 350.000 Menschen gegen die Entscheidung von Janukowitsch protestiert, ein Assoziierungsabkommen mit der EU in letzter Minute platzen zu lassen".

Hier sei erwähnt, dass anscheinend kein einziger deutscher Journalist die 1500 Seiten des von der EU vorgelegten Abkommens gelesen hat. Hätten sie es mal gelesen, dann wäre ihnen klar geworden, dass Russland das nicht zulassen kann, weil dieser Vertrag elementare russische Interressen verletzt.

Wie besoffen war man in Brüssel?

Nachdem die mehr als zwölf wöchige "Demo" auf dem Maidan nicht zum Sturz der Regierung geführt hat, mußte Gewalt angewendet werden in Form von Scharfschützen, die auf Demonstranten schossen. Ohne jede Prüfung waren sich die EU-USA und die gesamten Medienvertreter ganz schnell einig, dass nur Viktor Janukowitsch dafür verantwortlich sei. In Folge der Schüsse auf dem Maidan kam es am 22. Februar 2014 zum Sturz des gewählten Präsidenten und die EU sah sich am Ziel ihrer Träume.


Laut Putin hatte sich in der Ukraine ein militärischer, verfassungswidriger Staatsstreich ereignet. Aber Polen und England signalisierten umgehend ihre Unterstützung für die Putschisten und der Präsident des Europaparlaments, Martin Schultz, (SPD) bezeichnete diesen Schritt sogar als "historischen Augenblick für die Ukraine und Europa".

Wir haben uns mal angeschaut, was in dem Assoziierungsabkommen steht:

Empfehlungen des Europäischen Parlaments an den Rat, die Kommission und den EAD zu den Verhandlungen über das Assoziierungsabkommen EU-Ukraine. Das Abkommen soll wie gesagt 1500 Seiten stark sein.

Unter G. des Assoziierungsabkommens, das die EU der Ukraine unterjubeln wollte, und das Präsident Viktor Janukowitsch nicht unterschreiben wollte, findet sich folgende Anmerkung die zunächst harmlos klingt, es aber keinesfalls ist:

In der Erwägung, dass die führenden Politiker und Amtsträger der Ukraine wiederholt ihr Bekenntnis zur europäischen Integration und ihr langfristiges Ziel bekräftigt haben, die Ukraine in die Lage zu versetzen, ein Mitgliedstaat der EU zu werden, und in der Überzeugung, dass ein Assoziierungsabkommen ein Instrument von zentraler Bedeutung für die Verwirklichung dieses Ziels ist; in der Erwägung, dass alle politischen Handlungsträger in der Ukraine sowie die Zivilgesellschaft und die Öffentlichkeit weiterhin dieses Ziel verfolgen; in der Erwägung, dass die verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den Mitgliedern des Europäischen Parlaments sowie zwischen der Ukraine und den Parlamenten der Mitgliedstaaten ein begrüßenswertes Beispiel für die Zusammenarbeit verschiedener politischer Kräfte mit dem Ziel darstellt, die europäische Perspektive der Ukraine voranzutreiben, und fortgesetzt werden sollte. ( so geht das auf 1500 Seiten weiter)

Verklausuliert gesagt heißt das:

1. Das geostrategisches Interesse der EU soll gewahrt werden

2. Öffnung des Marktes für EU-Produkte

3. Politische Kontrolle der Ukraine durch die EU

4. Über die Mitgliedschaft der Ukraine soll der Weg für die NATO frei gemacht werden

5. Osterweiterung der Nato und Schaffung der Freihandelszone

Mit anderen Worten: das ist Neokolonialismus in Reinkultur

Und noch etwas: Viele Beobachter hat es sehr erstaunt, wie schnell die EU-USA die Putschregierung des neuen Ministerpräsidenten Arsenij Petrowytsch Jazenjuk anerkannt haben. Dabei hätten sie nur ein paar Jahr zurückschauen müssen. Von Dezember 2007 bis September 2008 war Jazsenjuk Präsident des ukrainischen Parlaments.

Mit seinen seinerzeitigen politischen Weggefährten, Staatspräsident Victor Juschtschenko und Julija Tymoschenko, (beste Freundin von Angela Merkel, die die Russen am liebsten mit Atombomben ausradierten möchte), plante er im Januar 2008 ein politisches Komplott.

Ohne das Parlament zu informieren, haben die drei NATO-Glücksritter einen Brief an die NATO unterschrieben, in dem sie offiziell um die Aufnahme der Ukraine in den Nato-Beitrittsprozess baten. Jazenjuk löste daraufhin eine Parlamentskrise aus und wurde aufgefordert seine Unterschrift zurückzuziehen. Was er bis heute nicht getan hat.

Arsenij Jazenjuk, Washingtons ukrainischer Statthalter

Nachdem der Natoverschwörer Ende 2008 zurücktreten mußte, und in den Folgejahren bis zum Putsch am 27.2.2014 kein Regierungsamt mehr hatte, kam nun seine große Stunde. Die Financial Times bezeichneten ihn als Favoriten der Amerikaner. So weit liebe Leser, zu den Hintergründen dieses abgekarteten EU-NATO-Spiels.

Am rande bemerkt: Am 16. März drohte Jazenjuk den Ukrainischen Russen „Wir werden sie alle finden — auch wenn es ein oder zwei Jahre dauert — und sie zur Rechenschaft ziehen und vor ukrainischen und internationalen Gerichten anklagen. Der Boden soll brennen unter ihren Füßen".

Klare Ansage: 30. März 2014 - Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich dafür ausgesprochen, die Erweiterung des Nato-Bündnisses fortzusetzen. Der Beitritt osteuropäischer Staaten sei "eine der großen Erfolgsgeschichten unserer Zeit", schrieb Rasmussen in einem Beitrag für die Welt am Sonntag. "Die Aufgabe jedoch ist noch nicht erfüllt."

Aktuelle Meldung: Am Samstag den 19.4.2014 bringt die welt.de einen Artikel mit dem Aufmacher "Mehrheit in Ost-Ukraine will keinen Russland-Beitritt". In dem Artikel behauptet die Welt, dass das Kiewer Internationale Institut für Soziologie in einer aktuellen Umfrage ermittelt hätte, dass sich 52,2 - 69% der Befragten gegen eine Angliederung an Russland ausgesprochen hätten.

Bei unserer Überprüfung der Meldung stellte sich heraus, dass exakt die gleiche Meldung/ gleicher Text auf ca. 40 Nachrichtenportalen und sogar auf n24.de, zeit.de, stern.de, berliner zeitung.de, tagesspiegel.de etc zu finden war. Es handelte sich also nicht, um eine nachgeprüfte Meldung oder eine damit verbundene Recherche, sondern um eine PR-Meldung, die nun als Tatsache unter die Leute gebracht wird.

Der neue Journalismus in Deutschland

Bei unserer weiteren Recherche konnten wir feststellen, dass besagtes Kiewer Internationale Institut für Soziologie schon seit Monaten Anti-Russland-Meldungen verbreitet, die sich vornehmlich in deutschen Medien wiederfinden. Bei unserer erweiterten Recherche konnten wir feststellen, dass dieses "Institut" eine privat finanzierte Firma ist, die die Weltbank sowie United Nations als ihre Kunden aufführt.

Absolut vertrauenswürdig.  Zusammengefasst: Die deutschen Medien verbreiten Nachrichten von einem "Institut", von dem man weder die Hintermänner noch Auftraggeber dieser Umfragen kennt. Das ist der neue Journalismus in Deutschland.

Und so begann das alles

25. April 2014 - Russlands Außenminister Lawrow hat den Westen beschuldigt, die Ukraine aus Eigeninteresse kontrollieren zu wollen. „Der Westen will – und so begann das alles – die Kontrolle über die Ukraine ergreifen wegen seiner eigenen politischen Ambitionen, nicht wegen der Interessen des ukrainischen Volkes“, sagte Lawrow.


Jakob Augstein "Wer nicht an der richtigen Stelle klatscht, wird als "Putin-Versteher" beschimpft und muss gleich auch erklären, wie er zu Putins Schwulen-Politik steht - und der Vorwurf des Antiamerikanismus liegt ohnehin nahe".

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

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25.04.2014 Kiew: Russland will dritten Weltkrieg

GFDK - Rainer Kahni

Ein Kommentar von Rainer Kahni: Ukraine über alles? - Während sich die deutschen Medien über die Vorgänge in der Ukraine nicht mehr einkriegen können, scheint sich die französische, englische und italienische Presse nur wenig um dieses Thema zu kümmern.

Die Bevölkerung in Frankreich schüttelt nur den Kopf über ihren hyperaktiven Aussenminister Laurent Fabius, der im Schlepptau von Deutschlands Aussenminister Steinmaier von einem Fettnapf in den nächsten tritt.

Erst stürzten sie zusammen mit dem polnischen Aussenminister auf Weisung der USA die Ukraine in ein Chaos ohnegleichen mit ihrem tölpelhaften politischen Agieren, nun wollen sie Russland weiter mit ihren Besuchen in Georgien und Klein – Asien provozieren. Deutschland wähnt sich kurz vor dem III. Weltkrieg, doch die Welt dreht sich weiter. Ausländische Medien scheint die deutsche Hysterie wenig zu kümmern:

LE MONDE : General Electric will den französischen Konzern Alstom übernehmen.

LE FIGARO : Das Hauptthema ist die Schulbildung in Frankreich.

TF 1 : Macht mit der Heiligsprechung von Johannes Paul II. Und Johannes XXIII auf.

FRANCE 2 : Berichtet über den vor 20 Jahren in Ruanda stattgefundenen Genozid.

FRANCE INFO : Erläutert die Vorschläge des Bildungsministers.

MEDIAPART : Diskutiert, wie man Europa demokratisieren könnte.

TIMES UK : Macht mit einer Story über Prince George auf.

LA CORRIERA DELLA SERA : Berichtet über den Staatspräsidenten Napolitano.

Auf den dritten Seiten sind dann auch noch Berichte über die Ukraine zu finden. Von Hysterie keine Spur. In den Fernsehanstalten gibt es keine Diskussionen oder gar Talkshows über das Thema Ukraine. Warum also, so fragen wir Journalisten uns, ist ausgerechnet in Deutschland die Ukraine das Thema Nummer eins in den Medien? Hat das System oder ist die deutsche Presse von der Politik gelenkt?

In Frankreich gibt es nur einen staatlich beaufsichtigten TV – Sender : France 2. Doch auch hier ist nichts zu spüren von einer Einflussnahme der Politik. Die Zeitungen sind im Gegensatz zu Deutschland nicht in den Händen einiger weniger Medienzaren, sondern völlig unabhängig und meist im Besitz ihrer Redakteure, wie LE MONDE, MEDIAPART oder der altehrwürdige CANARD ENCHAÎNE. LE FIGARO wurde erst kürzlich, fast bankrott, an den Sohn eines Milliardärs für ein Trinkgeld verkauft, der aber seinen Redakteuren völlig freie Hand lässt.

Man fragt sich also, was soll die Russland – Hetze in den deutschen Medien?

Anmerkung der Redaktion GFDK

Und was schreiben die deutschen Medien heute:

Die Welt, FAZ, Spiegel, Süddeutsche Zeitung, etc,pp

25.04.2014

Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk wirft Russland vor, einen dritten Weltkrieg beginnen zu wollen.

Und der Welt Korrespondent Daniel Friedrich Sturm bedauerte am 23. April das weder
Moldawien noch Georgien der EU und der NATO angehören würden. "Moldawien und Georgien genießen nicht den Schutz der Nato, können nicht profitieren von der Beistandsklausel, wonach jeder Angriff auf einen Mitgliedsstaat einer Aggression gegen jeden anderen Bündnispartner gleichkommt"

Des weiteren schreibt Sturm, von der Moskauer Aggression und das sich russische Militärs und Geheimdienstler im Osten der Ukraine breitmachen würden, beides ist wie wir wissen eine Unwahrheit die seit wochen von der Welt.de verbreitet wird.

Gegen den Mehrheitswillen der Deutschen, gegen die Interessen der deutschen Industrie setzt Angela Merkel weitere Sanktionen gegen Moskau durch. Dabei nützt ein Handelskrieg ausschließlich den USA – stellte der Publizist und Altmeister der Geopolitik, Peter Scholl-Latour in einem Exklusiv-Interview das er mit Compact führte fest.

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

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24.04.2014 Es fehlt Geld im Staatshaushalt – hinten und vorne !

GFDK - Rainer Kahni

Erst ging ein Shitstorm über Amazon durch das Netz. Nun hat die Gewerkschaft Verdi Zalando am Wickel. Ob die sich so gerne im Netz empörende deutsche Öffentlichkeit vielleicht nun Gedanken darüber macht, dass weder Amazon noch Zalando gegen ein deutsches Gesetz verstossen, sondern nur die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten bis zur Schmerzgrenze ausreizen?

Und wer lässt es zu, dass die deutschen Arbeits - und Sozialgesetze ungestraft zur Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung genutzt werden können? Die phlegmatischen deutschen Bürger, die sich nicht im geringsten solidarisch mit den Leiharbeitern, Zeitarbeitern und Billiglöhnern zeigen.

Liebe Deutsche, macht es doch mal wie die Franzosen

Ein einziger Solidaritäts - Streik der gesamten Bevölkerung würde ausreichen, um der Regierung zu zeigen, dass sich die Bürger nicht mehr alles gefallen lassen. In der französischen Sprache gibt es dafür die Vokabel 'La solidarité'. Ich habe extra im Duden nachgeschaut und tatsächlich, das Wort gibt es auch im deutschen Lexikon und wird mit "Solidarität" übersetzt.

Aber warum wird diese nicht praktiziert? Wir dürfen es nicht alleine einer Einzelgewerkschaft überlassen, sich mit diesen Streiks zu profilieren, um ihren Mitgliederschwund aufzuhalten. Es ist eine prinzipielle Frage, ob der deutsche Bürger solche ausbeuterischen Methoden durch den Gesetzgeber zulässt oder nicht.

Steuern zahlen nur die kleinen, Konzerne wie Google, Amazon und Starbucks sind nicht dabei

Auch dass diese grossen Konzerne, wie Google, Amazon, Starbucks usw keinen Cent Steuern in Deutschland bezahlen, wird vom Gesetzgeber ausdrücklich geduldet. In die lange Schlange der legalen Steuerverkürzer reihen sich auch viele deutsche Grosskonzerne ein. Allein der halbstaatliche Konzern VW hat in den letzten Jahren seinen zu versteuernden Gewinn völlig legal von 38 Milliarden Euro auf 17 Milliarden Euro gesenkt.

Alle Deutschen sollten einen Briefkasten im Ausland haben

Wie? VW unterhält, genau wie viele andere deutsche Konzerne, Offshore – Briefkasten – Firmen in den bekannten Steueroasen in der Karibik und im Bundesstaat Delaware in den USA. Über diese Firmen werden sogenannte Lizenzgebühren abgerechnet, die natürlich den zu versteuernden Gewinn des Mutterkonzerns schmälern. VW entblödet sich nicht, sogar seine gesamten Firmenjets auf den Cayman Islands registrieren zu lassen. Das Land Niedersachsen, das von einer SPD Regierung geführt wird, ist Anteileigner von VW und duldet das.

Niemand scheint jedoch ein Interesse daran zu haben, die gesetzlich legalen Steuerschlupflöcher zu schliessen. Gleichzeitig überlegen die Politiker, wie man die marode Infrastruktur in Deutschland sanieren könnte. Strassen zerbröckeln, Schulen sind baufällig, Bibliotheken und Schwimmbäder sind geschlossen.

Marode Politiker wollen Schlagloch Steuer

Obwohl die Autofahrer seit Beginn der Bundesrepublik KFZ – Steuern, Benzin – und Dieselsteuern in Höhe von mehreren hundert Milliarden bezahlt haben, wurde nur wenig von diesem Geld zweckgebunden verwendet. Die Strassen verrotten und sind heute ein einziges Schlagloch. Von jährlich über fünfzig Milliarden Einnahmen aus der KFZ – und Mineralölsteuer werden nur 17 Milliarden in die Reparatur der Verkehrswege reinvestiert. Der Rest des Geldes geht im Bundeshaushalt auf.

Aber für Steuerverschwendung in Milliardenhöhe ist Geld da. Der Bundesrechnungshof beanstandet jährlich ohne jede Folgen, dass der Bund sechzig Milliarden Euro unnötig verschwendet. Milliardengräber wie Stuttgart 21, die Elbphilharmonie und der Berliner Flughafen sind nur einige Beispiele für den verantwortungslosen Umgang mit Steuergeldern. Die Regierung hält sich sogar, einmalig auf der Welt, zwei Regierungssitze, Berlin und Bonn. Ein Stück aus dem Tollhaus.

81 Prozent des Einkommens wandern in die Taschen des Staates

Für Arme, Kranke, Pflegebedürftige und viele andere Dinge der Daseinsvorsorge ist aber angeblich kein Geld da. Dieser Staat hat sich zu einer unkontrollierbaren Krake entwickelt, wenn er 81 Prozent des Einkommenes seiner Bürger über direkte und indirekte Steuern wieder einkassiert und gleichzeitig riesige Steuerschlupflöcher für seine Konzerne öffnet. Die Bürger murren und lassen es sich gefallen. Der geflügelte Standard -Satz des deutschen Michel ist « Man kann ja nichts machen » !


Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

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23.04.2014 Ein Kommentar von Alex Clark

GFDK - Alex Clark

Wer sich mit den Amerikanern, der Psyche ihrer Geostrategen und den Auswirkungen ihrer geostrategisch-militärpolitischen Konzepte beschäftigt hat weiß, dass die USA ideologisch im finsteren Mittelalter leben, obgleich diese Unkultur selbst diese Zeiten nicht erlebt und durchlitten hat. Vielleicht bestimmt gerade dieses Fehlen an historischer Erinnerung das hohe Moment ihrer globalen Gefährlichkeit für alle wie für sie selbst !?

Ich erkenne in der Breite US-amerikanischer politischer Wirklichkeit einen erheblichen Mangel an kritischer Selbstreflexion und weil der Zweifel an sich und der Richtigkeit eigener Positionen fehlen, gibt es auch keine wirklichen Werte.

Dabei meine ich nicht die, welche einen Präsidenten Obama mit Familie zur österlichen Messe in die Kirche treiben, oder solche, die regelmäßig vom Teleprompter heruntergebetet werden, sondern Werte, die den Widerspruch zwischen der sich selbst etwas vormachenden US-Fantasiewelt und der gelebten Wirklichkeit - wenn nicht auflösen - so doch wenigstens, mindestens auf ein für die Welt erträgliches Maß austarieren und in Balance bringen.

Unschuldige töten

Es ist bizarr, dass zur gleichen Zeit, da dieser Präsident empathisch scheinbar intakte Mensch, mit einer seiner Töchter händchenhaltend durch die Straßen Washingtons schlendert, seine Drohnenkrieger anonymisierte, mutmaßliche Gegner, Menschen, Frauen, Kinder, Unschuldige irgendwo auf der Welt töten, grundlos töten, denn keiner von denen bedroht die USA.

Doch verlässt man selbst einmal die Ebene empathisch, menschlicher Qualität des Denkens und sucht Zugang zur Sphäre psychopathisch bizarrer Abstraktion, die in besonderer Weise eben dem politischen und wirtschaftlichen System der USA so zu eigen sind, dann wird klar, dass hinter der fortlaufenden Zerstörung und Bedrohung durch gekaufte Terrorakte wie Drohnen globale Macht unter Beweis gestellt werden soll.

Länder instabil schießen und instabil halten

Neben dem Machtbeweis ist ein viel wichtigeres Element solcher geostrategischer, geheimdienstlicher und militärischer Handlungsweisen der USA (aufgebaut auf alte Field Manuals, die nach dem II. Weltkrieg geschaffen wurden), Länder instabil zu schießen und instabil zu halten, weil sich solche Länder relativ leicht mit politischen Marionetten bestücken lassen, die für den eigenen Vorteil ihr Volk und seine Ressourcen weit unter tatsächlichem Wert verschleudern und damit das mittelalterliche US Raubrittertum wirtschaftlich lukrativ halten.

Die NATO ein Deckmantel für bizarre Militäraktionen

Nicht anders ist der Plan in der Ukraine, doch er geht nicht so reibungslos auf wie in anderen Ländern und es ist nicht nur wegen Russland wesentlich komplexer, sondern auch deswegen, weil sich der CIA Sniper-Putsch in der Ukraine in einem komplexen Szenario auch gegen die europäische Integrität richtet, die faktisch an Wert verlorene NATO, die der USA so gerne als Deckmantel ihrer bizarren Militäraktionen dient, quasi in einem Russland-Bedrohungs-Bootcamp wieder auf Linie gebracht werden soll; es geht auch wieder um Ressourcen - Öl, Schiefergas, andere Rohstoffe, Ackerland und klar, den alten Erzfeind Russland wollte man ja auch schon immer zur Strecke bringen und man meint es ist Zeit, denn während die USA in Schulden ersterben, ist Russland liquide in Geld, Öl und Gas, welches NICHT aus Schiefergestein herausgesprengt werden muss.

Die Ukraine, so viel noch am Schluss, ist ein Land, welches in den 20 Jahren nach Tschernobyl ca. 7 Mio. Menschen verlor,, eine der niedrigsten Lebenserwartungsquoten in Europa hat, die höchste Zahl an HIV infizierten und aidskranken Menschen auf dem Kontinent aufweist und mit diesen bereits ideal instabilen Verhältnissen das perfekte Ziel für US Raubrittertum und westliche Mitmacher ist. Sie müssten sich alle in Grund und Boden schämen, was sie in und mit diesem Land bereits gemacht und angestellt haben.

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20.04.2014 botschafter der kunst

GFDK - Herwig Nowak

Liebe Freunde der Künste, zuletzt hat Herwig Nowak für uns von der art Karlsruhe und der art Dubai berichtet. Mit der Künstlerin Gila Abutalebi war er Anfang des Jahres in Sharjah auf dem 16 Islamic Art Festival. Nun hat er für uns die Art Cologne besucht.

Nun stand sie also 2014 im 48. Jahr ihres Bestehens, die Art Cologne- und war frisch und frech und jugendlich, wie eigentlich nicht selbstverständlich. Kein Zeichen von Ermüdung oder gar Zukunftsangst.

Um eine solche Messe gilt es nicht, sich Sorge zu machen. Der kritische Besucher denkt zurück an Tage der Freude und des Sichwohlfühlens und er denkt sich, bezogen auf die anderen Kunstmessen, “na ja, die gibt’s eben auch“.

Aber was führt zu einem solch` positiven Urteil? Vielleicht sind es drei Kriterien, drei Axiome, in die die Messe gewissermassen „eingehängt „ ist, die sie zu dem machen, was sie ist. Zunächst natürlich ist es das, was gezeigt wird. Dann ist es aber auch das Konzeptionelle der Ausstellung, ja und es sind natürlich die Menschen, die zählen, also die Sammler, und das „viel Volk“, die Schauleute.

Frische und Jugendlichkeit begegnen uns in Vielzahl auf der Ausstellung. Beginnen wir eine auf wenige Beispiele, also keineswegs umfassende und noch dazu subjektive Darstellung von Exponaten mit den geradezu klassischen Gemälden ,so verdient Susanne Kühn mit “Smash it“, dargeboten bei Beck und Eggelin, Erwähnung als eine besonders frische Darstellung in hoher farblicher Intensität.

Viel feiner, filigraner, “federhafter“ sind die Gebilde von Claire Morgan und Georgia Russell, die Carsten Greve auf seinem Stand anbot. Es tut gut, beide Komponenten künstlerischer Äusserung, das Gemäldehafte und das geradezu Grafische, derart qualitativ hochwertig nahe beieinander präsentiert zu bekommen.

Aber kehren wir nochmals zu den bildhaften Darstellungen zurück, so konnten Gerd und Uwe Tobias mit Art, Farbigkeit, Anzahl und Grösse ihrer Holzschnitte auf Leinwand viel Aufmerksamkeit für sich für sich verbuchen (angeboten von Contemporary Fine Arts).

Das Ironische in der Kunst war Gegenstand von Exponaten auf dem Stand von Hollybush Gardens. Hier wurden Werke der gerade erst vergangenen Minimal Art zum Objekt der Verfremdung gemacht, indem einzelne -oft kleine aber sehr witzige- Zusätze, Ergänzungen die Werke kasualisierten. Abschliessend soll hier auch das Exponat von Daniel Jackson „He,Who should not be named“ in der Galerie PSM Erwähnung finden

Im Ausstellungskonzeptionellen besticht die konsequente Hinwendung zum Jungen, zu den jungen Galerien, zu den jungen Künstlern und –wenn man will- auch zu den jungen Sammlern. Schon bewährt, ist die Zusammenfassung junger Galerien die ausnahmslos 2033 oder später gegründet wurden, in den „New Contemporaries 2014“.

Sie präsentieren sich mit ihrem Oeuvre inmitten von gestandenen Galerien. Und der beste der Stände wird von einer Jury prämiert und darf sich im kommenden Jahr kostenfrei als Stand präsentieren.

Ähnlich das Konzept ,künstlerbezogen .Jungen, aussergewöhnlichen Künstlern aus dem In-und Ausland werden im Rahmen eines Förderprogramms „New Positions“ eingeräumt, d.h. sie präsentieren sich neben den Ständen ihrer Galeristen in eigenen, nur ihnen vorbehaltenen

Förderkojen. Und auch für sie ist ein Preis ausgelobt

Nochmals zurück zu den Galerien: erstmals fördert die Art ihre Zusammenarbeit .In den “Collaborations“ zeigen Galerien Konzepte gemeinschaftlicher Arbeit jedweder Art. Ob mehrere Galerien nun auf einem Stand einen Künstler präsentieren oder zwei Galerien ein gemeinsames Programm offerieren: alles das ist erlaubt und der Gestaltungsvielfalt sind fast keine Grenzen gesetzt

Einzig vielleicht die Sorge um den jungen ,möglicherweise weniger betuchten Sammler bleibt etwas zurück. Aber warum soll das nicht noch etwas werden? Die Zukunft liegt vor der Art Cologne.

Ausstellungsgut und Ausstellungstechnik bleiben zurück hinter dem Faktor “Mensch“. Die Art Cologne, im Herzen des Rheinlands und seines vornehmlich westlichen Einzugsgebiets gelegen, stellt sich in einer der grossen europäischen Sammlerregionen vor .

Dabei ist es nicht so sehr der schnell entschlossene, unter Umständen nicht durch allzu tiefe Kunstkenntnis getrübte Käufer, wie wir ihn von anderen, möglicherweise aussereuropäischen Messen kennen, der hier zählt, sondern es ist eher der „Connaisseur“, der bedächtig betrachtet, wiederkommt und dann wohl auch wählt. Das ist dann aber auch ein echter “Botschafter der Kunst“, kenntnisreich und treu. Deutsch eben.

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16.04.2014 Nein danke. Also was tun?

GFDk - Rainer Kahni

Die neuesten Umfragen sind für den französischen Präsidenten katastrophal. Nach dem Meinungsforschungs - Institut YPSOS käme François Hollande bei der nächsten Präsidentschaftswahl nicht einmal in die alles entscheidende Stichwahl.

Er war ohnehin nur zweite Wahl, denn sein haushoher Rivale Dominique Strauss - Kahn wurde durch eine wüste Intrige der USA aus dem Rennen geworfen. Die Hundelei vor den Amerikanern haben Hollande mehr geschadet, als sein völliges Versagen in der Wirtschafts - und Finanz - Politik. Seit Charles de Gaulle sind die Franzosen stolz darauf, eine eigenständige und von der USA unabhängige Aussenpolitik zu betreiben.

Doch Hollande ist auf den US - Pudel Merkel eingeschwenkt. Und das führt in Frankreich unweigerlich zum politischen Untergang. Doch Frankreich hat dasselbe Problem wie Deutschland: Es ist weit und breit keine Alternative in Sicht, will man der rechtsnationalen Front die Stimme verweigern, die von dem Tief des Präsidenten profitiert.

Frankreich in Not

Die reinen Gaullisten existieren praktisch nicht mehr, genausowenig wie in Deutschland die CDU eines Konrad Adenauer und Ludwig Erhard. Eine SPD im Sinne Willy Brandts existiert in Deutschland auch nicht mehr. Sie ist übergelaufen. Und aus lauter Verweiflung eine Neuauflage von Sarkozy? Nein danke. Also was tun?

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

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15.04.2014 Dafür wird gelogen und betrogen

GFDK - Rainer Kahni

Der NATO ist seit dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes das Feindbild abhanden gekommen. Die Organisation wird von den USA beherrscht, die die NATO als Vehikel für ihre Hegemonialmachts-Träume missbraucht.

Im Irak, in Afghanistan, in der Türkei und in der Ukraine. Widerspruchslos vereinnahmte sie schon die ehemaligen Ostblockländer und dies entgegen allen Absprachen mit den Russen. Auch in Asien zündelt sie schon. Den Clown der USA spielt der Generalsekretär Rasmussen. Es sind bei weitem nicht nur militärische Interessen, die dabei eine Rolle spielen, NEIN, die Lobbyisten der angestrebten Freihandelszone zwischen der EU und den USA wittern riesige Märkte für ihren Junk - Food.

Bereitet die NATO einen Krieg vor?

Dafür wird gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen! Dafür müssen Menschen sterben, Dokumente werden gefälscht, getürkte Angriffe auf NATO - Mitglieder wie die Türkei werden vom türkischen Geheimdienst simuliert! Wie MONITOR glaubhaft und seriös berichtet, stimmen die Untersuchungsergebnisse des ukrainischen Generalstaatswaltes hinten und vorne nicht.

Der Ermittler, der anonym bleiben will, berichtet "Monitor": "Meine Untersuchungsergebnisse stimmen nicht mit dem überein, was die Staatsanwaltschaft in der Pressekonferenz erklärt hat."

Während die Gut-Gläubigen immer noch um die angeblich von Janukowitschs Schergen erschossenen Maidan - Demonstranten trauern, stellt sich nun heraus, dass die Menschen teilweise von hinten durch die eigenen Leute erschossen wurden.

Nirgends wird soviel gelogen, wie vor Gericht, an den Gräbern, nach der Jagd und in den Kriegen. Das ist meine Erfahrung als Journalist und Mitglied von Reporters sans frontières. Die NATO ist eine unersättliche Krake und treibt uns alle verantwortungslos in immer neue Konflikte. Löst sie auf.

Anmerkung der Redaktion:

Die Macht des militärisch-industriellen Komplexes und seine Folgen 

War John F. Kennedy der letzte anständige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika?

Angesichts des unter dem Artikel erscheinenden Videos kann man dem zweifellos zustimmen. In unterschiedlichen Reden warnten die beiden US-Präsidenten Kennedy und Eisenhower die amerikanische Öffentlichkeit vor einer militärisch, industriellen Verschwörung, die vor nichts zurückschreckt um ihre Ziele durchzusetzen.

Kennedys Rede ist vom 27. April 1961 - zwei Jahre später ist Kennedy tot. Die genauen Hintergründe sind bis heute ungeklärt. Wo stehen wir heute im Jahr 2014? Wer sind die Profiteure der weltweit organisierten Krisen, Kriege und Konflikte?

14 April 2014 - Vize-Kanzler Sigmar Gabriel warnt vor Krieg in Europa

Liebe Leser, ist euch schonmal aufgefallen, dass das Wort "Krieg" ausschließlich nur von Politikern aus der EU und den USA im Ukraine-Krim Konflikt fällt. Die Russen haben nicht einmal das Wort Krieg fallen lassen.

Und sie lügen weiter:

14. April 2014 - Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben Anhaltspunkte dafür, dass Russland bewaffnete Separatistengruppen in der Ostukraine unterstützt, vermeldet die ARD, Propaganda Wind Maschine. Russland wies die Vorwürfe des Westens zurück. "Wir mischen uns in die inneren Angelegenheiten der Ukraine nicht ein, das widerspricht unseren Interessen", sagte Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Die Sprecherin des Auswärtigen Amts Sawsan Chebli schmeißt weiterhin mit Nebelkerzen um sich. Sie behauptet, das es zahlreiche Quellen gebe, die darauf hindeuten, dass Russland auch eine Rolle spielen "kann" bei den Ausschreitungen in der Ukraine. Die Betonung liegt wohl auf dem Wörtchen "KANN".

Aber wo sind die Beweise? Bisher haben sich alle sogenannten Beweise, die die NATO vorgebracht hat als Lügen und Propaganda herausgestellt. Die Toten auf dem Maidan, die Bilder von Russischen Truppen an der Grenze zur Ukraine, die uns noch letzte Woche als brandheiß verkauft wurden, aber schon uralt waren etc pp. Ich möchte darauf noch einmal hinweisen: Die NATO manipuliert die öffentliche Meinung mit hilfe der Massenmedien.

Man kann es kaum Glauben. Just am heutigen Dienstag den 15. April melden die Russischen Medien  das der US- CIA Chef John Brennan in Geheimer Mission unter falschem Nahmen am Wochenende in der Ukraine war. "Er war hier unter einem anderen Namen. Nach seinen Treffen mit Sicherheitschefs wurde die Operation in Slawjansk beschlossen", behauptete ein anonymer ukrainischer Beamter gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Der Spiegel schreibt: "Was genau Brennan mit seinem Blitzbesuch in Kiew bezweckte, dürfte also erst deutlich werden, wenn sich die Ukraine-Krise weiter zuspitzen sollte". Und was wuste die Bundesregierung?

Die CIA Action läuft an: Letzte Meldung 15. April 2014 - 14.00 -
Die ukrainische Regierung hat nach eigenen Angaben ihren lange angekündigten Spezialeinsatz gegen die prorussischen Separatisten im Osten des Landes gestartet. Interimspräsident Alexander Turtschinow sagte im Parlament in Kiew, dass die Offensive begonnen habe. Die Einheiten würden im Norden des Gebiets Donezk nahe der Grenze zu Russland vorrücken.

Androhung der Vernichtung

Derweil sprechen und schreiben unsere hoch-angesehenen Medien von den "Seperatisten" gegen die man mit einem "Anti Terror Einsatz" vorgehen muß. Ein ukrainischer Militärkommandeur drohte den prorussischen Separatisten im Osten des Landes am Dienstag mit ihrer  „Vernichtung“. „Sie müssen gewarnt sein, dass sie vernichtet werden, wenn sie ihre Waffen nicht niederlegen“, sagte General Walerij Krotow, der stellvertretende Kommandeur der ukrainischen Spezialkräfte (SBU), am Dienstag.

Ostukrainer werden von der neuen Regierung in Kiew die mit unserer hilfe an die Macht gekommen ist    als Separatisten oder prorussische Aktivisten bezeichnet, und die darf man nach dieser lesart Vernichten .

Als die putschisten wochenlang den Maidan besetzt hielten und mit unglaublicher Gewalt gegen die Staatsorgane vorgingen waren das alles Freiheitskämpfer für die Demokratie. Stellen sie sich mal vor man hätte denen mit ihrer Vernichtung gedroht. Schon vergessen? Der Spiegel, "Die Janukowitsch-Gegner wollen durchhalten, bis der Präsident gestürzt ist".

Hier kommt noch eine Meldung an die wir zwar nicht überprüfen können, die aber den Besuch des CIA Chefs erklären könnte.


Ein Anhänger der Föderalisierung in der Ukraine, der sich als Mitglied der sogenannten Volksarmee vorgestellt hatte, sprach von Blackwater-Söldnern (größte US-amerikanische private Sicherheits- und Militärunternehmen, jetzt unter (Academi firmierend) unter den Angreifern. „Die Zahl der Toten ist deutlich höher“, behauptete er. Nach Angaben des Radiosenders Kommersant FM gab es elf Todesopfer. Der Nachrichtenagentur UNN zufolge wurden beim Sturm auf den Flugplatz „einige Dutzend“ Menschen getötet.

Schon Vergessen:

Die ukrainische Ex-Regierungschef Julia Timoschenko hat sich in einem Telefonat mit dem ehemaligen Vizechef des nationalen Rates für Sicherheit und Verteidigung, Nestor Schufritsch von Viktor Janukowitschs Partei der Regionen, für die „Erschießung verdammter russischer Hunde“ ausgesprochen.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes wirft der Kreml westlichen Medien Zensur vor. Sämtliche Versuche Russlands, seine Haltung mit Argumenten zu untermauern, schaffen es nicht durch die Zensurwand des Westens, so Präsidenten-sprecher Dmitri Peskow. "So etwas haben wir noch nie erlebt und auch nie gedacht, dass so etwas überhaupt möglich ist".

Sebastian Riemer in der Rhein-Neckar-Zeitung am 4.12.2013

Egon Bahr traf in der Ebert-Gedenkstätte Heidelberger Schüler

Egon Bahr schockt die Schüler: "Es kann Krieg geben"

Egon Bahr: "Hitler bedeutet Krieg", habe sein Vater 1933 zu ihm gesagt. Als Heranwachsender habe er das nicht geglaubt. Und so sei das jetzt wieder: "Ich, ein alter Mann, sage euch, dass wir in einer Vorkriegszeit leben." Und die jungen Leute, sagte er, würden es ihm nicht glauben.

Bahr schlägt einen Bogen, wie es nur ein politisch versierter Zeitzeuge kann: von Hitler über den Kalten Krieg bis zur seiner Ansicht nach größten Gefahr der Gegenwart - dem Internet. "Wir weigern uns, zur Kenntnis zu nehmen, dass es das erste Mal wäre, dass eine bahnbrechende neue Erfindung nicht für den Krieg missbraucht wird."

Das Internet als die Atombombe des 21. Jahrhunderts?

Der wichtigste Tipp Bahrs an die Schüler? "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."

Das werden die Schüler sicher nie vergessen

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

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Zwischen den Reisen recherchiert er für seine Polit - und Justizthriller, die meist auf historischen Ereignissen beruhen. Der Stil seiner Reportagen und Thriller wird wegen seiner exakten Recherchen, sehr guten Ortskenntnissen und einer unverwechselbaren Sprachgewalt bei seinen Lesern geschätzt.

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