Reden ist silber, Schreiben ist gold

13.10.2018 350 Exponate in Dortmund

GFDK - Soenke Weiss

Eines vorweg: Beim Gedanken an das Jahr 1981, als sie und 120.000 andere Menschen aus ganz Europa zwischen dem 13. und 19. Februar nach Dortmund pilgerten, um dort die legendäre „Wall“-Tournee in der Westfalenhalle zu erleben, zitterten der Fotografin zu diesem Artikel noch immer die Knie.

Vielleicht lag es aber auch am Wiedersehen mit Roger Waters und seinen drei künstlerischen Rebellenfreunden, denen man beim Besuch der Ausstellung „The Pink Floyd Exhibition - Their Mortal Remains“ durch die Räume im Dortmunder U begleitet.

Aber der Reihe nach: Bislang wurde die Show in London und Rom gezeigt, Dortmund ist das einzige Gastspiel in Deutschland, bevor es weiter nach New York geht. Warum Dortmund?

Wegen unserer Geschichte hier“, sagte Nick Mason, Gründungsmitglied und Drummer der Band, im Rahmen der Eröffnung. Er hat mit an der Konzeption der Ausstellung gewirkt.

Mehr als 350 Exponate gibt es zu bestaunen: Schlagzeuge, Gitarren, Notizbücher, Interviews mit den Künstlern, eine Nachbildung der „Wall“ natürlich, das berühmt-berüchtigte fliegende Schwein fehlt ebenfalls nicht, alle Alben seit 1965 sind vertreten, Musik begleitet den Besucher über einen kristallklaren Sennheiser-Sound - die Kopfhören passen sich übrigens an den Rhythmus des Zuschauers an, nicht umgekehrt, was sehr erfrischend ist - zum Schluß gibt es sogar noch ein 360-Grad-Video-Live-Erlebnis vom bislang letzten gemeinsamen Pink-Floyd-Auftritt in London 2005.

In London und Rom, so heißt es, saßen die Zuschauer manchmal sogar weinend auf dem Boden, im Dortmunder U wird man von einem Security-Typen höflich aufgefordert, wieder aufzustehen.

Auf die Frage „Warum ?“ lautet die Antwort schlicht: „Weiß ich nicht.“ (Dass mit der Gelassenheit sollten die Damen und Herren von der Sicherheit noch mal üben; übrigens empfand der Autor dieses Artikels das Sicherheitsaufkommen in den Showräumen für „leicht“ übertrieben.)

Knapp 30 Euro kostet der Eintritt zu dieser wirklich beeindruckenden Ausstellung; wem die Band sein Leben lang begleitet hat, bereut dies sicher nicht. Man kann hier schon einige Stunden verbringen, ohne dass es einem langweilig wird oder sich etwas wiederholt. Das tut es nie. Was das U nach Dortmund geholt hat, ist wirklich einzigartig.

Einziger Wermutstropfen neben dem Sicherheitspersonal: Vorm U steht ein riesiger Container mit allerlei völlig überteuerten Pink-Floyd-Kitsch-Nippes-Zeugs-PR-Marketing-Kram, das kein wahrer Fan braucht und, wenn man‘s genau nimmt, nicht mit dem Weltbild der Band korrespondiert, der bodenlose Kommerz eben.

Den hätten sich die Projektverantwortlichen wirklich sparen können. Die grandiose wie zeitlose Musik spricht für die Weltkünstler selbst.

Pink Floyds „sterblichen Überreste“ sind noch bis zum 10. Februar 2019 im Dortmunder U zu sehen. Tickets unter: www.pinkfloydexhibition.de

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05.10.2018 Weniger Moral, mehr Politik

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Vor ein paar Tagen hat Gabor Steingart in seinem Morning Briefing geschrieben: "Was als medialer Willkommensgruß begann, hat sich zu einer nationalen Therapiestunde entwickelt, bei der jeder den anderen gern auf die Couch legen möchte.

Die einen sind empört, dass die andern empört sind. Wenn man das Deutschland der Gegenwart auf nur eine Formel bringen wollte, dann wäre es diese: Wut zum Quadrat minus Gelassenheit."

Weniger Moral, mehr Politik

Bernd Ulrich von der „Zeit“ ist längst genervt. Er schreibt: „Überall ein Du sollst, Du darfst nicht, Du musst. Zehn Gebote? Tausende.“ Deutschland, so Ulrich weiter, sei zurzeit ein moralisch aufgedunsenes Land. Er wünscht sich „weniger Moral, mehr Politik“.

Der Tag der Deutschen Einheit hat es uns gezeigt. Berlin, München und Dresden, von Einheit keine Spur. Die Hetzer sitzen in allen Lagern, bei den Grünen, den Linken, und auch bei den Rechten. Alle wollen sie von der Verunsicherung der Bevölkerung, nur eines, profitieren. Das Schlimme daran, es gelingt ihnen auch noch. Und die Medien spielen kräftig mit.

Die Demos zum Tag der Deutschen Einheit

Die Demonstration in München stand unter dem Motto: "Jetzt gilt’s" – Gemeinsam gegen eine Politik der Angst".

21.000 in München

Viele Teilnehmer trugen Plakate auf denen sie direkt Bundesinnenminister Horst Seehofer und Ministerpräsident Markus Söder attackierten: "Ausgsödert is" und "ausgseehofert is" lauteten einige der Sprüche. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisierte die "üble Stimmungsmache"

Gemeinsame Sache mit Extremisten?

Herrmann kritisierte auch, dass SPD und Grüne bei der Organisation der Demonstration gemeinsame Sache mit extremistischen Organisationen gemacht hätten. Tatsächlich trugen Teilnehmer eine Fahne mit dem Logo der SDAJ, der sozialistischen deutschen Arbeiterjugend, die der bayerische Verfassungsschutz als linksextremistisch einstuft.

Die SDAJ, so der Verfassungsschutz, sei eng mit der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) verbunden. Eines war in München sicher, es gab keine Einheit.

Auch in Berlin wehte ein kalter Einheits-Wind. Rund um das Einheitsfest in Berlin haben rund 1.000  Menschen in Berlin demonstriert, unter ihnen bekannte Rechtsextremisten. Ihnen stellten sich ebenso viele Gegendemonstranten in den Weg, so der rbb.

Rechtsextremisten und Hooligans mischten sich dabei mit "äußerlich unauffälligen Teilnehmern", darunter auch Rentner und Kinder, schrieb der rbb. Die Polizei stellte mindestens einen Hitlergruß fest. Die Demonstranten der rechten Demo riefen in Sprechchören „Wir sind das Volk“, „Merkel muss weg“ und „Lügenpresse“.

20.000 in Dresden

Was in den Medien aber total unterschlagen wurde, war die Demo in Dresden. Bei der Pegida-Demonstration in Dresden waren 20.000 Teilnehmer auf die Straße gegangen um gegen die Regierung zu demonstrieren.

Sie trugen Transparente und Plakate mit Sprüchen wie: Das System ist am Ende. Wir sind das Volk. Und, Verfassungs- und Staatsschutz befreit uns endlich von dem wahnsinng gewordenen Merkel-Regime.

Fazit: Von einer "Einheit" kann in Deutschland keine Rede sein, das Volk ist gespalten wie nie zuvor. Man sollte diesen Tag abschaffen bis wir uns einig sind.

Woher kommt der ganze Ärger?

Susanne Gaschke schreibt: Liebe Politiker, eure leeren Phrasen machen die Menschen wütend: "Ich will aber nicht auf alles Unbekannte neugierig sein. Ich will, wo wir schon dabei sind, auch nicht lebenslang lernen. Ich will mich nicht ständig irgendwelchen Herausforderungen stellen, die andere definiert haben." Ich sage mal, die Dame hat Recht.

Eine Ermahnung an die Medien

Der Verleger der „Weltwoche“, Roger Köppel im Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart: Köppel diagnostiziert in Deutschland „eine gespenstische Gleichförmigkeit“: Meinungsvielfalt sei durch Meinungseinfalt ersetzt worden. Viele unserer Berufskollegen, meint er, hätten ihren Beruf verfehlt: „Sie sind Partei geworden, denken nicht vor, sondern plappern nach.“

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03.10.2018 Muse und Schöpfer

GFDK - Reden ist Silber

In der historischen Entwicklung der bildenden Künste gibt es eine schier unendliche Quelle an Inspiration. Die Kunst dient dem Ausdruck der Gefühle und gibt einen fast schon intimen Einblick in die Seele des Kunstschaffenden.

Ganz gleich ob Freude oder Trauer, Hass oder Liebe – der kreative Prozess wird ganz selbstverständlich von der aktuellen Lebensphase des Künstlers beeinflusst.

Das Schöne an der Kunst ist eben nicht die Frage des was, sondern viel mehr, dass etwas geschaffen wird. Da die Ästhetik immer im Auge des Betrachters liegt und viel Interpretationsspielraum lässt, löst die genauere Beschäftigung mit Kunstformen in jedem etwas anderes aus.

Dies ist insbesondere bei abstrakten Kunstformen zu beobachten, über dessen Botschaft und verfolgtem Ziel seitens des Künstlers häufig kontrovers diskutiert wird. Ein Konsens zur Fragestellung des Richtig oder Falsch ist de facto nicht zu erreichen.

Der Empfänger der Kunst

Für das Kanalisieren einer Emotion, einer Stimmung oder eines kreativen Funkens bedarf es immer eines Empfängers. Dies kann bei Auftragsarbeiten eines Kreativschaffenden der Auftraggeber sein, der seine Vorstellungen und Wünsche zu Protokoll gibt.

Bei Künstlern, die keinen konkreten Empfänger ihrer Kunst haben, ist die extrinsische Motivation in ihrer ursprünglichsten Form meist eine Muse. Diese sind Personen, die zu kreativen Höchstleistungen anspornen und sie in ihrem Schaffungsprozess zu animieren, ohne dass ihre Wirkung greifbar beschrieben werden kann.

Musen besitzen für gewöhnlich eine natürliche Ausstrahlung, die auf den Künstler inspirierend wirkt und durch tiefgründige Konversationen die Ideenfindung und -umsetzung anregt.

Dies ist oftmals keine kurzfristige, sondern eine längerfristig andauernde Beziehung zwischen Muse und Künstler, die oftmals (wenngleich stark vorurteilsbehaftet) einer Liebesbeziehung gleichkommt.

Wenngleich die Beziehung zwischen Muse und Schöpfer oft im Nonplusultra, in der körperlichen Verschmelzung endet, so ist dies nicht ihre Haupteigenschaft.

Viel mehr hilft eine Muse, überschüssigen Ballast wie soziale Verpflichtungen oder finanzielle Zuweisungen auszublenden und sich voll und ganz auf kreativ Stimulierendes zu konzentrieren.

Eine der bekanntesten Musen-Künstler-Beziehungen war die von Yoko Ono und Beatle John Lennon. Diese ist gleichzeitig das beste Beispiel, dass die Inspiration nicht nur einseitig, sondern wie eine Symbiose wechselwirkend geschehen kann.

Ono, bereits vor ihrer Ehre mit Lennon gestandene Künstlerin, realisierte mit ihm zusammen zahlreiche Projekte. Er hingegen trug sich Ono anstelle seines zweiten Vornamens Winston ein, der ihm von seinen Eltern in einem Anflug von Patriotismus während der Kriegszeiten gegeben wurde.

Das Geniale an einer Muse ist jedoch, dass sie im Gegensatz zu Freunden oder Lebenspartnern keine großartige Beziehung untereinander bedarf, um zu funktionieren. Sie muss auch nicht das Herz des Mannes erobern. Hauptkriterium ist viel eher, dass sie da, oder eben nicht da ist und der Künstler sich in seinem Weltschmerz an sie wenden kann.

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27.09.2018 Messer im Rücken

GFDK - Reden ist Silber

So liebe Freunde, jetzt wissen wir warum Seehofer in der Causa Maaßen so stur geblieben ist. Mit einem Messer im Rücken kann man ja auch schlecht arbeiten und auf dem Friedhof schon mal gar nicht. Und da wollte Seehofer partout nicht hin.

Seehofer - Zu früh für den Friedhof

Seehofer kenne die vielen Opfer der Kanzlerin und wolle partout nicht dazugehören. „Auf dem Friedhof hinterm Kanzleramt“, so Seehofer zu „Spiegel“-Hauptstadtchef René Pfister, „möchte ich nicht begraben werden.“

Dazu meint Gabor Steingart: "Der Friedhof hinterm Willy-Brandt-Haus ist allerdings auch prominent besetzt. Hier ruhen die gestolperten, gemeuchelten oder in den Rücktritt getriebenen Parteivorsitzenden. Die meisten von ihnen weisen am Rücken Verletzungen auf, die von Freundeshand zugefügt wurden.

SPD-Chefin Andrea Nahles kann von Glück reden, dass man ihr gestern in den Führungsgremien der Partei eine formelle Abstimmung über den Fall Maaßen ersparte. Die Erfahrenen unter den Parteifunktionären wissen, warum: Alles hat seine Zeit – auch die Intrige."

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25.09.2018 Der Fall Maaßen

GFDK - Reden ist Silber - Christian Weilmeier

Christian Weilmeier schreibt zum Fall Maaßen: Große Teile der Medien und etliche politische Parteien wollten Maaßen erledigen, beruflich vernichten. Jetzt wird er Sonderberater im Innenministerium.

Die Maaßen Jäger

Die Maaßen-Jäger sind nun natürlich wieder enttäuscht und erklären in ihrem Frust gleich die große Koalition für erledigt, weil sie unfähig sei.

Ich erkenne nicht, warum Merkel nun plötzlich unfähiger sein soll als früher. Es läuft eben so, wie es immer lief. Nur der Seehofer ist eben ein ständiger Störfaktor. Jetzt lasst doch mal den Maaßen in Ruhe und beschäftigt euch zumindest ansatzweise mit dem, wofür ihr gewählt worden seid.


Übrigens: Nun zu erklären, die Erneuerung der SPD sei gescheitert, setzt voraus, dass es in diese Richtung überhaupt einen Versuch gegeben hätte. Mein Ceterum censeo bleibt: Merkel muss gehen, damit die Menschen wieder Vertrauen fassen.

Der neue Kanzler muss den Kurs deutlich korrigieren und sich bei den Menschen entschuldigen für die Rechtsbrüche und Vertuschungen der letzten Jahre. Ansonsten wird man weiter und immer mehr AfD wählen, um gehört zu werden.

Irgendwann wird der Widerstand aber so stark sein, dass auch ein Auswechseln Merkels nichts mehr nützt. Im eigenen Interesse sollte das Establishment die Frist nicht verpassen.

Ernst G. Walter bringt es auf den Punkt

Der Vorsitzende der Bundespolizei-Gewerkschaft, Ernst G. Walter, hat die Neuverhandlung der umstrittenen Beförderung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert.

Semantische Differenzen würden hier aus purem parteipolitischem Kalkül zu Staatskrisen hochstilisiert und auf höchster Ebene getroffene Vereinbarungen wegen fallender Umfragewerte von heute auf morgen wieder infrage gestellt, sagte Walter dem „Handelsblatt“.

Zugleich werde dabei versucht, einen hochverdienten und erfolgreichen Beamten ohne jede Rücksicht auf den dahinter stehenden Menschen regelrecht zu vernichten. Das sei „einfach nur noch widerlich“.

Er könne nur hoffen, dass zumindest Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) „weiter hinter den kompetenten, aber auch kritischen Chefs seiner Sicherheitsbehörden steht“, sagte Walter.

Die berechtigte Kritik als auch die nachweisbaren Erfolge von Bundesverfassungsschutz, Bundeskriminalamt (BKA), Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundespolizei „scheinen die aktuelle Bundesregierung offensichtlich weniger zu interessieren als parteipolitisch korrektes Auftreten ihrer Behördenchefs“, kritisierte er.

Wolfgang Bosbach sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. "Erst habe SPD-Chefin Andrea Nahles CDU und CSU „eins auf die Fresse geben wollen". „Dann bekommt sie selber Prügel von der eigenen Partei, und als Dank für die wüsten Drohungen soll ihr dann die Union aus der Patsche helfen. Super Plan.“

So schön kann es nur Gabor Steingart beschreiben: "SPD-Chefin Andrea Nahles ist die große Verliererin dieser Rochade. Sie hatte die Entlassung gefordert und eine Beförderung bekommen. Sie wollte ein Opfer und gebar einen Helden. Schlimmer noch:

Sie hat den eigenen Leuten gezeigt, dass sie keine Beute machen kann. Wer in die morgendliche Stille von Berlin hineinhorcht, der hört es: Ihre Uhr, eine Leihgabe von August Bebel, hat zu ticken begonnen".

Für die epochalen Themen unserer Zeit hat diese Koalition erkennbar keine Aufmerksamkeitsreserve:
 

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24.09.2018 Geistes-Schickeria

GFDK - Reden ist Silber - Christian Weilmeier

Christian Weilmeier schreibt nun auch einen kurzen Kommentar zu den Kulturschaffenden, nachdem ich gestern sehr deutlich klargestellt habe, dass sich eine Handvoll Künstler aus Berlin anmaßt für alle Künstler in Deutschland zu sprechen. Wo kommen wir hin, wenn B und C Promis aus Berlin, den Rücktritt eines Ministers fordern?

Die Geistes-Schickeria aus Berlin

"Wir sind entsetzt." Schon wieder einer dieser immer gleichen Beschwörungs- und Empörungsaufrufe, diesmal von sogenannten "Kulturschaffenden". In moralischer Erhabenheit kühlen sie ihr Mütchen, prangern Seehofer als ganz bösen alten Mann an und bringen wieder ihre Warnungen, die schon einen ganz langen Bart haben.

Diese "Kulturschaffenden" weigern sich einfach zu erkennen, was in der Welt los ist, einer Welt, an deren Krise sie kräftig selbst mitgewerkelt haben mit ihren intellektuellen Ergüssen, so es sich überhaupt um Intellektuelle handelt, und ihrer Art von "Kultur", die zum größten Teil darin bestand, die hergebrachte Kultur zu dekonstruieren, alles kaputt zu reden und madig zu machen.

Ja, es ist sowas wie ein Kampf im Gange und er besteht auch darin, diese Geistes-Schickeria zu entmachten und Platz zu machen für eine Neubegründung dessen, was die Pflege unserer Kultur und Tradition ist, der deutschen wie der europäischen.

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22.09.2018 Rentnerin springt aus 7 Stock

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Am Mittwoch dem 19.9.2018 meldeten verschiedene Medien eine gleichlautende Meldung. Minden: Bei Zwangsräumung: Seniorin (70) verübt Suizid. Für uns stellte sich aber eine ganz andere Frage, die von den Medien nicht beantwortet wurde.

Warum muß eine 70 Jahre alte Frau ihre Wohnung durch angedrohte Räumung verlassen? Und warum interessiert das keinen? Nur die "Bild" schrieb; "laut Nachbarn sollte Renate P. ihre Wohnung verlassen, weil sie mit Mietzahlungen im Rückstand war.

Der Vorfall ereignete sich in NRW und hätte sich hier eine Asylbewerberin im hohen Alter aus dem 7 Stock geworfen, wären alle Medien, Politiker aller Farben, die "grüne Jugend vorweg und der Ministerpräsident vor Ort gewesen. Katrin Göring-Eckardt würde ihre Empörung zum Ausdruck bringen, Ralf Stegner würde den Rücktritt von Lachet fordern und die "Linken" würden die Soziale Ungerechtigkeit anprangern.

ZDF und ARD würden den Vorfall in ihren Hauptsendungen als Aufmacher bringen, die "taz" würde einen Leitartikel über Altersarmut schreiben, Monitor eine Sondersendung zum Thema machen, und zuletzt würde sich auch Angela Merkel zu Wort melden, um ihre tiefe Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen.

Aber all das geschieht nicht in unserem Fall. Warum nicht? Es handelt sich ja nur um eine alte Deutsche Rentnerin, und um die scheren sich die Medien und die gesamte Politik einen Dreck.

Die Meldung:

Porta Westfalica (ots) – Bei der geplanten Zwangsräumung ihrer Wohnung hat sich eine 70-jährige Frau aus Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) am Mittwochvormittag in den Tod gestürzt. Die Rentnerin sprang aus dem siebten Stock eines Mehrfamilienhauses an der Georg-Rost-Straße in Lerbeck.

Eine Vollzugsbeamtin, Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes, Vertreter der Wohnungsgesellschaft und zwei zur Unterstützung hinzugezogene Polizeibeamte waren gegen 9.45 Uhr an der Wohnungstür der dort allein lebenden 70-Jährigen erschienen. Da die Frau nicht öffnete, wurde ein Schlüsseldienst beauftragt.

Nach dem Öffnen der Wohnungstür und zweier ebenfalls verschlossener Zimmertüren stieg die Seniorin auf die Balkonbrüstung und stürzte sich spontan in die Tiefe. Ein rechtzeitiges Eingreifen war nicht mehr möglich. Ein alarmierter Notarzt konnte nur noch den Tod der auf eine Rasenfläche gefallenen 70-Jährigen feststellen.

Die Vollzugsbeamtin hatte im Vorfeld der Räumung bei der Polizei Vollzugshilfe beantragt, da die Rentnerin ihr gegenüber Widerstand angekündigt hatte. Hinweise auf eine mögliche Suizidgefahr lagen bei den Behörden nicht vor.

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22.09.2018 Berliner Schnee und Enten aus Berlin

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Eines vorweg: In Deutschland leben über dreihunderttaused Kulturschaffende, von denen wir persönlich sehr viele kennen. Nun titeln die Medien "Künstler stellen sich gegen Seehofer" und fordern seinen Rücktritt. Aber stimmt das auch? Der Artikel suggeriert, dass sich die Kulturschaffenden von ganz Deutschland gegen Seehofer vereint hätten.

Berliner Schnee und Enten aus Berlin

Das „Wohlfahrt’s & Dressler“, neben der Komödie am Kurfürstendamm, soll ja das "Wohnzimmer" von Jochen Busse sein, einem der Unterzeichner des Schreibens, das nun in den Medien verbreitet wird. Und hier in diesem Wohnzimmer von Busse haben sich wohl eine Handvoll "Kulturschaffende" getroffen und hatten eine prima Idee.

Und das Beste daran, alle hatten es nicht weit

Angefangen mit dem Initiator des Schreibens, Moritz Rinke, leben so gut wie alle in Berlin, der Berlinale-Chef Dieter Kosslick, die Schauspieler Peter Lohmeyer, Burghart Klaußner, Meret Becker und Hugo Egon Balder, die Musikerin Inga Humpe, die Filmemacher Emily Atef, Andres Veiel und Dietrich Brüggemann und auch die Autorinnen Judith Schalansky, Ronja von Rönne und Terezia Mora.

Von "den" Kulturschaffenden in "Deutschland" kann also keine Rede sein. Die über dreihunderttausend Kulturschaffenden hätten in dem Berliner "Wohnzimmer" auch kaum einen Platz gefunden. Und wer hat das Schreiben als erstes in Umlauf gebracht, genau, die "WELT". Und wer schreibt für die "Welt" Ronja von Rönne.

Hat noch jemand Fragen? Ich nicht. Dass sich eine Handvoll Künstler aus Berlin anmaßt für alle Künstler in Deutschland zu sprechen, Seehofers Rücktritt fordert, und das dann auch noch so in den Medien dargestellt wird, ist ein starkes Stück oder eine Berliner Posse.

Orginalauszug der "Welt"
Zahlreiche Kulturschaffende haben den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gefordert. „Seehofer beschädigt die Werte unserer Verfassung“, heißt es in dem Aufruf, zu dessen Initiatoren der Dramatiker Moritz Rinke gehört. Das Schreiben übereinstimmend alle Medien.


„Wir sind entsetzt“, heißt es in dem Schreiben mit dem Titel „Würde, Verantwortung, Demokratie“. Unterzeichnet haben das Schreiben der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Schauspieler wie Peter Lohmeyer, Jochen Busse, Burghart Klaußner, Meret Becker und Hugo Egon Balder, die Musikerin Inga Humpe, Filmemacher wie Emily Atef, Andres Veiel und Dietrich Brüggemann sowie Autorinnen wie Judith Schalansky, Ronja von Rönne und Terezia Mora.

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20.09.2018 Berechtigte Zweifel

GFDK - Reden ist Silber

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, die aufgenommenen Flüchtlinge werden Deutschland kulturell langfristig bereichern. Das besagt der Integrationsmonitor des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Und so wurde das auch in den Medien verbreitet. Aber stimmt das auch?

Wir haben da unsere berechtigten Zweifel

"Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe" (Winston Churchill). Gestern überraschten uns die Merkel-Medien mit der Meldung, eine große Mehrheit der Deutschen würde die Migration als Bereicherung verstehen.


Dem stimme ich sogar zu, wenn es um Migration aus Osteuropa, um Asiaten oder um Christen aus Afrika und dem Nahen Osten geht.  

Jetzt wurde bekannt, wer für diese Erhebung befragt wurde: Von den 9.298 Interviewten hatten gerade einmal 2.720 KEINEN Migrationshintergrund. Das heißt, dass von vornherein über 70 % der Befragten dazu Stellung nehmen sollte, ob ihre eigene Einwanderung für die Deutschen eine Bereicherung darstellt. Wer fühlt sich bei einer solchen Umfrage nicht verschaukelt?

Unsere Erfahrung mit Umfragen haben gezeigt, wer die Umfrage in Auftrag gibt, bekommt das Ergebnis, das der Auftraggeber sich wünscht. Daher liebe Freunde, schaut immer nach dem Auftraggeber. Und wer sich das oben genannte Ergebnis wünscht, ist ja nun auch kein Geheimnis.

Dass die Zugewanderten ihr Leben in Deutschland als Bereichrung empfinden, sollte ja niemanden überraschen. Aber daraus abzuleiten, dass "DIE DEUTSCHEN" das als Bereicherung empfinden, ist mehr als abwegig. Und noch eine weitere Frage stellt sich: Wer waren die 2.700 befragten Deutschen? Und wo wurde befragt? Etwa in NRW und Berin? Oder bei der "grünen Jugend". Viele Fragen.

Allerdings wünscht sich etwa als die Hälfte der Herkunftsdeutschen eine „Obergrenze“ für die Asylzuwanderung. Wo diese Grenze liegen sollte, wurde allerdings nicht gefragt.

Übrigens: Als die "WELT" auf ihren Artikel hin eine Umfrage startete, ob Deutschland mehr legale Immigration brauche, antworteten 86 % der Befragten deutlich negativ: Die Integrationsfähigkeit des Landes sei erschöpft.

Michael Hesemann hat eine andere Formel: Kulturkompatible Immigration: JA Kulturinkompatible Immigration aus integrationshinderndern Glaubensgemeinschaften: NEIN.

Das sind die Folgen:

65 Prozent halten den gesellschaftlichen Zusammenhalt für schwach oder sehr schwach ausgeprägt. Und nur noch 27 Prozent haben Vertrauen in das politische System. 2015 – vor der Flüchtlingskrise – waren es noch 54 Prozent, also doppelt so viele. Und was ist unsere Regierung: Insgesamt eine ziemliche Trümmertruppe.

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19.09.2018 Löschtruppe

GFDK - Michael Hesemann

Der deutscher Historiker und Buch-Autor Michael Hesemann schreibt zu einem unglaublichen Vorgang bei Facebook der keine Seltenheit mehr ist.

Liebe FB-Freunde, seit gestern abend ist meine 30tägige FB-Sperre wieder aufgehoben. Der Grund war banal. Eine liebe, langjährige Freundin und Hundebesitzerin, Natascha Ferfers, hatte auf ihrer FB-Seite dieses Witzbild veröffentlicht, das ich mit den Worten "Der Hund ist ja auch intelligenter als die zwölf Halbstarken zusammen" kommentierte.

Hunde sind intellektuell bereichender

Ich hielt das für witzig, zumal die zwölf Schönlinge keiner Minderheit angehören, es also weder als rassistischer noch als homophober Kommentar wahrgenommen würde, sondern schlicht als augenzwinkerndes Verständnis dafür, dass viele junge Frauen mit einem Hund und nicht mit einem männlichen Model zusammenleben, einfach weil es intellektuell bereichernder ist.

Facebook hatte offensichtlich weniger Humor und ich wurde, wie gesagt, gesperrt.

Die schlechteste Kanzlerin aller Zeiten

Ich denke allerdings, dass es ein reiner Vorwand war. Denn "zufällig" ereignete sich diese Sperrung acht Tage bevor die schlechteste Kanzlerin aller Zeiten, die Große Vorsitzende IM Erika, nach Armenien reiste und dort tunlichst das Wort "Völkermord" vermied, um ihren Lieblingsdiktator Erdogan nicht zu brüskieren.

Zuvor war schon der CDU-Kaukasusexperte Dr. Albert Weiler, ein Mann, den ich kenne und sehr schätze, auf Druck des aserbaidschanischen Diktators und Erdogan-Freundes Aliyev - ebenfalls ein lupenreiner Islamofaschist - von der Reise ausgeladen worden, weil er als treuer Freund Armeniens bekannt ist und die armenische Enklave Nagorno-Karabach (Artsakh) besucht hatte.

So nahm mir Facebook die Möglichkeit, meine rund 80 armenischen FB-Freunde, darunter namhafte Akademiker, Politologen und Journalisten, zu kontaktieren und Merkels erneuten Kotau vor dem Hitler unserer Zeit zu kommentieren.

Sollte dahinter tatsächlich das Merkel-Regime oder seine willigen Helfer stehen, ist dieses Vorgehen allerdings ein weiteres Indiz dafür, in welch bedauernswertem Zustand unsere Demokratie ist.

Genauer gesagt: Eine Demokratie, die nur noch auf dem Papier existiert, die keine Grundrechte mehr garantiert, die politische Gegner und unliebsame Kritiker mundtot macht, dämonisiert, diffamiert und/oder beruflich ruiniert, die liegt in den letzten Zügen.

Jetzt bin ich also wieder entsperrt, die Frage ist nur, für wie lange. Während der letzten 30 Tage hat meine liebe Lucy Hesemann treu die Stellung gehalten und mir die Möglichkeit gegeben, mich auch weiterhin an unsere 515 gemeinsamen Freunde zu wenden.

Dass die nächste Sperrung kommt ist in diesen Tagen so sicher wie das Amen in der Kirche, denn ich lasse mir nicht von Zensoren eines immer offener antichristlich agierenden Regimes den Mund verbieten. Ich möchte Euch und Sie daher alle auffordern, sich jetzt schon auch mit Lucy Hesemann anzufreunden, damit unser Kontakt erhalten bleibt.

Bei allen, die in den letzten 30 Tagen Geburtstag hatten und denen ich nicht gratulieren konnte, entschuldige ich mich und wünsche nachträglich von ganzem Herzen alles Gute, vor allem aber Gottes reichen Segen, zum Geburtstag.

Michael Hesemann

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