Reden ist silber, Schreiben ist gold

26.07.2018 Bärin Kvitka muss nie wieder kämpfen

GFDK - Reden ist Silber

Hamburg / Domazhyr, - Die internationale Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN hat Bärin Kvitka von einer Jagdstation im ukrainischen Terebovlya gerettet. Die Tierschützer brachten die Bärin in ein von VIER PFOTEN gebautes Bärenschutzzentrum, den BÄRENWALD Domazhyr bei Lemberg.

Auf den Transfer folgte direkt eine dringend notwendige Zahn-Operation. Vor ihrer Rettung wurde die achtjährige Braunbärin regelmäßig zum Abrichten von Jagdhunden missbraucht. Ihren kleinen Käfig durfte sie nur verlassen, um in der sogenannten „Bärenhetze“ gegen Hunde zu kämpfen.


Bärenexperte Carsten Hertwig von VIER PFOTEN war bei der Rettung von Kvitka vor Ort:
„Bei der Bärenhetze werden Jagdhunde auf einen angeketteten Bären gehetzt, um ihre Jagdfähigkeiten zu trainieren.

Die Bären sind oft unterernährt und teilweise werden ihnen sämtliche Krallen entfernt, damit sie die Hunde nicht ernsthaft verletzen können. Sie können sich kaum wehren. Seit Jahren kämpfen wir für die Abschaffung dieser grausamen Praxis.

Für Kvitka hat dieses Martyrium endlich ein Ende. Sie kann nun ein friedliches Leben in unserem artgemäßen Schutzzentrum führen.“ Dringend notwendige Zahn-OP - Noch vor Ort wurde Bärin Kvitka tierärztlich untersucht.


Veterinärmediziner Marc Gölkel vom Leibniz Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin: „Die jahrelange Haltung in einem vier Quadratmeter großen Käfig hat deutliche Spuren bei Kvitka hinterlassen.

Ihr Gesundheitszustand ist soweit stabil, allerdings sind ihre Zähne durch mangelhafte Ernährung und das Beißen an Gitterstäben in sehr schlechtem Zustand. Sie hatte außerdem eine komplexe Fangzahnfraktur, die eitrig entzündet war und schnellstmöglich behandelt werden musste.

Wir haben deshalb entschieden, sie gleich am Tag nach der Rettung zu operieren.“ Die Operation ist gut verlaufen und das Team aus Tierärzten und Tierpflegern vor Ort kümmert sich nun fürsorglich um Kvitka, damit sie sich gut in ihrem neuen Zuhause einleben kann.

Bärenhetze in der Ukraine

Dank des Einsatzes von VIER PFOTEN ist die Bärenhetze in der Ukraine bereits seit 2015 gesetzlich verboten. Da das Gesetz zwar diese grausame Praxis, aber nicht generell die Haltung von Bären auf Jagdstationen untersagt, werden Braunbären teilweise trotzdem gehalten und illegal für die Hetze missbraucht.

VIER PFOTEN fordert die Verschärfung des bestehenden Gesetzes, damit in Zukunft auch die Haltung von Braunbären auf Jagdstationen oder in Restaurants und Hotels generell verboten wird und keine Bären in der Ukraine mehr solchem Leid ausgesetzt werden.

Erst kürzlich hat VIER PFOTEN über 100.000 Unterschriften einer Petition zum Verbot von Bärenhaltung auf Jagstationen an die ukrainische Regierung übergeben.

Schon acht gerettete Bären im ukrainischen Tierschutzzentrum

Der BÄRENWALD Domazhyr wurde im Oktober 2017 offiziell für Besucher eröffnet. Mit Neuzugang Kvitka leben derzeit acht Bären auf dem insgesamt 7,7 Hektar großen Areal. In den kommenden Jahren wird das Bärenschutzzentrum weiter ausgebaut.

Nach Beendigung sämtlicher Bauarbeiten wird das Zentrum ein Ausmaß von 20 Hektar umfassen: Platz für bis zu 30 leidgeprüfte Bären. Mit der Errichtung des BÄRENWALD Domazhyr hat VIER PFOTEN ein artgemäßes Zuhause für gerettete Bären geschaffen und unterstützt so die ukrainische Regierung bei der Durchsetzung des Verbots der Kampfbärenhaltung im Land.

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22.07.2018 Die Vielfalt gewährleisten?

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Für die Karlsruher Richter ist der Rundfunkbeitrag verfassungsgemäß. Im Urteilstext gibt es gleich mehrere Merkwürdigkeiten. Zum Beispiel: Welche „Vielfalt“ bieten die Öffentlich-Rechtlichen eigentlich? Das fragt sich nicht nur der "Welt-Autor" Torsten Krauel. Wir von der GFDK-Redaktion, fragen uns das schon sehr lange.

Hier ein kurzes Beispiel zu der Vielfalt in der ARD und im ZDF

Das ZDF-Spezial zum Trump-Putin-Treffen begann schon in den ersten Sekunden mit folgendem Propaganda-Framing: "Der ehemalige Geheimdienstler Putin trifft auf den ehemaligen Geschäftsmann Trump."

Die objektiven Qualitätsjournalisten vom Staatsfunk müssen sich eine Frage stellen, warum hört man von denen eigentlich nicht:

"Die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, Angela Merkel trifft auf den Ex-Rothschild-Banker Emmanuel Macron? Das ist doch mal einer gute Frage, oder.

ARD - Katrin Brand kommentiert das Putin-Trump treffen wie folgt: PUTIN hat den Konflikt in der Ukraine angezettelt.

Der Irrsinn, der schon vor dem Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin die Staatliche- Lückenpresse befallen hat, eskalierte gestern und heute in einer Weise, die es unmöglich macht, auch nur 1% davon zu dokumentieren.

Andererseits wird es zunehmend absurd und überflüssig, eine Propaganda „aufzudecken“ und „verständlich“ machen zu wollen, die so plump, so dreist, so vollkommen schamlos und rotzfrech daherkommt wie das, was die GEZ-Zahler in diesem Tagen in ARD, DFL und ZDF vorgesetzt bekommen.

Die Vielfalt gewährleisten?

Der geilste Satz des Rundfunkurteils lautet: „Der Gesetzgeber muss keinen Wirklichkeitsmaßstab wählen, sondern kann auch einen Ersatz- oder Wahrscheinlichkeitsmaßstab zugrunde legen.“ Was soll das heißen? Die Wirklichkeit ist vollkommen schnuppe.

So begründen die Richter das Urteil zu der GEZ-Zwangsabgabe:

„Dem Rundfunkbeitrag steht eine äquivalente staatliche Leistung, nämlich ein umfangreiches, so auf dem freien Markt nicht erhältliches Angebot in Form von Vollprogrammen, Spartenprogrammen und Zusatzangeboten, einem Bildungsprogramm, zahlreichen Hörfunkprogrammen und Telemedienangeboten gegenüber.“

Gericht bestätigt den Staatsfunk

Ok, die äquivalente staatliche Leistung, besteht aus der Lindenstrasse, Tatort und Maischberger, den "tagesthemen" und dem "heute-journal. Aber was ist an dem Satz des gerichtes tatsächlich entscheidend? Das Gericht spricht von einer staatlichen Leistung, und bestätigt alle Kritiker, die von dem Staatsfunk sprechen, und schreiben. Das war sicher nicht so gewollt, ist aber nun amtlich.

Das Urteil ist ein schlechter Scherz

Unser letzt Frage lautet. Geht es um Informationen oder vielmehr darum, dass uns Meinungen von der ARD und dem ZDF aufdrängt werden. Aber egal, der Verbraucher hat sich schon lange Wege gesucht, wo er seine Informationen findet, und die sind nicht im öffentlich-rechtlichen-Rundfunk zu finden. In sofern ist die Flasche beim ZDF und der ARD leer.

Leider müssen wir, die uns aufgedrängten Meinungen weiter bezahlen, auch wenn man sie nicht sieht, dafür haben die Richter in Karlsruhe gesorgt. Das Gericht hat den Staatsfunkern ihre unverdienten Jobs gesichert. Wer ein anderes Urteil erwartet hat, hat etwas grundlegendes nicht verstanden.

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18.07.2018 unser Rückblick auf die Fakten

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Auf "Welt-Online" konnte man am 17. Juli lesen: "Eine Analyse zeichnet ein düsteres Bild der Zukunft in den Industrieländern. Volkswirtschaften formen sich durch Alterung und Automatisierung neu. Im Extremfall wandelt sich das Drei-Klassen-Modell in ein Zweiersystem - mit 80 Prozent Unterschicht".

Einer umfassende Analyse der amerikanischen Managementberatung Bain malt ein düsteres Bild für die nahe Zukunft.

Die Amerikaner erwarten ein ausgewachsenes Krisenjahrzehnt. „Die 2020er-Jahre werden zu einer Dekade der Extreme“, sind sich die Berater sicher. „Über den Industriestaaten braut sich ein Sturm zusammen“, heißt es.

Drei absehbare Trends bündeln sich nach Einschätzung der Autoren Karen Harris, Austin Kimson und Andrew Schwedel zu einem unheilvollen Ganzen. „Die Automatisierung wird ganze Volkswirtschaften neu formen, die Arbeitsmärkte in Tumult versetzen und die Spielregeln in vielen Wirtschaftszweigen verändern“, heißt es in der Studie.

Nun unser Rückblick auf die Fakten

Dass die Digitale Transformation in großen Schritten auf uns zukommt, war im Bundestagswahlkampf für die Parteien kein Thema. Dass gerade hier der soziale Sprengstoff der nahen Zukunft liegt, wollten die Politiker lieber verschweigen.

Diese und andere Fragen hat unser Autor Gottfried Böhmer schon Anfang 2017 gestellt.

"Werden wir von der Digitalisierung bedroht? Läutet die Digitale Transformation das Ende der Wohlfahrts-Arbeits-Gesellschaft ein? Wer hat in Zukunft noch Arbeit und ein Ein-Auskommen? Und was machen dann die Millionen Menschen für die es keine Arbeit mehr gibt?"

Im Güterverkehr und der Logistik - Strasse, Schiene, Luftfahrt werden Millionen Mitarbeiter nicht mehr gebraucht. LKWs fahren ohne Fahrer, Flugzeuge fliegen ohne Piloten und Lagerarbeiter sind vollkommen überflüssig.

Autonomes Fahren braucht keine Mitarbeiter

Die Nutzfahrzeugbranche träumt schon davon keine Mitarbeiter mehr beschäftigen zu müssen, selbstfahrende Autos wecken in der Branche schon kühnste Visionen. Schließlich entfallen im Transportgewerbe fast 50 Prozent der Betriebskosten auf den Mitarbeiter am Steuer an.

Die Digitalisierung-Automatisierung in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe wird in den nächsten 20 Jahren einen Quantensprung machen und Millionen Arbeitsplätze werden verloren gehen.

Weil Roboter Menschen ersetzen und Arbeitsplätze vernichten, droht Deutschland eine „trostlose Zukunft“: So jedenfalls klingt eine neue, düstere Analyse der Deutschen Bank. Wie ausweglos ist das Arbeitsmarkt-Desaster?

Die Digitale Transformation wird ihre Opfer fordern

Und wer zahlt in dieser Zukunft die Steuern und Sozialleistungen? Brauchen wir doch das bedingungslose Grundeinkommen? Müssen Maschinen besteuert werden? Viele Fragen, kaum Antworten.

Was da auf uns zukommt ist ein D-Zug mit Atomantrieb

Schauen wir uns das an Hand der grossen Lebensmittelketten an. Die Schweizer Migros-Genossenschaft mit zuletzt über 100.000 Beschäftigten hat schon damit begonnen wie man in Zukunft keine oder nur noch sehr wenige Mitarbeiter braucht.

Der digitalisierte Supermarkt braucht kein Personal mehr (self-check-out). Der Kunde scannt seine Ware selbst ein und bezahlt an einer Selbstbedienungskasse ohne Kassenpersonal. Aber auch die Waren werden in Zukunft nicht mehr von Menschen nachgefüllt sondern von Robotern.

Nur Raketenbauer haben eine Zukunft

Auch die Handelsketten Real, Globus, Familia, Edeka und Rewe haben an einigen Standorten schon damit begonnen, diese Systeme anzuwenden. Schon heute werden dadurch die Personalkosten pro Filiale um 30 Prozent gesenkt, und das ist erst der Anfang.

2015 waren in Deutschland etwas über drei Millionen Menschen im Einzelhandel beschäftigt. Davon fast zwei Millionen teilzeitbeschäftigt oder geringbeschäftigt. Die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten hat sich sei 2004 fast verdoppelt.

Die braucht in fünfzehn Jahren kein Schwein mehr. Aber auch die heute noch 1,1 Millionen Vollzeitbeschäftigten lassen sich auf unter 500.000 drücken, wenn nicht sogar mehr. Denen wird der Onlinhandel den Rest geben.

Die Zündschnurr brennt schon, aber wie viele Meter hat sie noch?

Von dieser Entwicklung sind alle Branchen betroffen, wenn ich schreibe alle, dann meine ich auch alle. Sogar der Journalismus ist betroffen. In Zukunft werden Computer die Texte generieren und schreiben, auch hier ist der Mensch bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr gefragt. Texte wie diesen werden sie dann nicht mehr zu lesen bekommen, ist ja so oder so schon heute im twitter-Zeitalter nicht mehr gefragt.

Drohnen werden die Strassenbauarbeiter ersetzen, auch das ist kein Scherz, sondern die Realität. Daran arbeiten Wissenschaftler in Großbritannien. Die Drohnen sollen Straßenschäden mithilfe von Kameras automatisch finden und mit einer Art 3D-Drucker gleich beheben. "Erkennen und flicken" heißt das Projekt an der University of Leeds.

Die Digitalisierung-Automatisierung in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe wird in den nächsten 20 Jahren einen Quantensprung machen und Millionen Arbeitsplätze werden verloren gehen.

Auch die Akademiker werden nicht verschont

Frank Thelen, einer der Investoren und Juroren der VOX-Gründershow "Die Hölle der Löwen" meinte unlängst in einem Interview mit WIRED Germany "Banken werden nicht mehr benötigt werden, weil alles über Peer-to-Peer-Lösungen mit intelligenter Software passieren wird."

Künstliche Intelligenz wird in fast alle Wirtschaftsbereiche eingreifen, nicht nur in der Kundenberatung. In der Medizinbranche wird ein Großteil der Ärzte durch KI und Big Data abgelöst werden. Die eigentliche Frage wird bald sein: Welche Branche ist so klein, dass sie noch ein bisschen in Ruhe gelassen wird?“

Politiker, Gewerkschaften und Medien machen die Augen zu, der Philosoph Richard David Precht nicht

Der Journalist Rainer Himmelfreundpointner für eine Sonderausgabe der Zeitschrit "Trend" ein Gespräch mit Richard David Precht und dem Digital Evangelist Karl-Heinz Land. Allein in Deutschland sind laut A.T. Kearney 45 Prozent aller Arbeitsplätze in Gefahr.

Digitalisierung: Auch auf dem Medienkongress 2017 sprach Richard David Precht über eine Gesellschaft, in der die Hälfte der Bevölkerung keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. Prechts Ausführungen zu dem Thema zeigten, dass die Debatte um die Zukunft Deutschlands in der digitalen Welt an Intensität gewinnt.

Precht: "Auch heute könnte es an sehr vielen Ecken und Enden sehr, sehr laut knallen, und damit meine ich nicht den Terrorismus. Was wir heute in Europa an Chauvinismus züchten, auch als Reaktion auf die Digitalisierung, ist als Breiten-Phänomen bei weitem gefährlicher als die paar Idioten, die mit einer Kalaschnikow in der Hand Allahu Akbar schreien. In Deutschland liegt die AfD trotz einer der geringsten Arbeitslosenraten zwischen zehn und 20 Prozent.

Was wenn es mit den Jobverlusten erst richtig losgeht?

Stellen Sie sich vor, wenn es mit den Jobverlusten erst einmal so richtig losgeht, wenn jene, die mal gut verdient haben wegen der Digitalisierung überhaupt keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben. Deswegen muss das Grundeinkommen ganz, ganz schnell kommen. Wir können nicht warten bis alles auseinander fliegt. Wir können maximal versuchen, das Tempo der Digitalisierung zu drosseln."

Nebeneffekt und Nebenwirkung

Menschen ohne Arbeit - verweiste Innenstädte - und leere Immobilien. In einigen Kleinstädten wurden schon die Fußgängerzonen abgeschafft und für den Strassenverkehr freigegeben. Die Geschäfte hatten dicht gemacht, weil die Kundschaft durch den Onlinehandel ausgeblieben ist. Dieser Trend wird auf kurz oder lang auch die grösseren und zum Schluß die Großstädte erreichen. Freie Fahrt für Bürger ohne Arbeit und Einkommen.

Einige glauben, dass man ja noch viel Zeit habe, 15 - 20 Jahre ist ja noch weit weg. Falsch: "Relentless" - unbarmherzig, unerbittlich, gnadenlos, so wollte Jeff Bezos der Gründer von Amazon ursprünglich seine Firma nennen, Freunde haben ihn davon abgeraten. Für den stationären Handel ist es aber die Realität geworden.

Und schauen sie sich Zalando an. Die Firma wurde vor 8 Jahren in einem Hinterhofbüro gegründet. Mit gerade einmal 500 Mitarbeitern machen sie heute schon einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Mit 9,4 Milliarden Euro ist das Unternehmen fast doppelt so viel Wert wie die Axel Springer AG.

Automatisierung bedroht Arbeitsplätze

Die Verunsicherung der Menschen greift alle demokratischen Werte an. Viele fragen sich, ob sie morgen überhaupt noch gebraucht werden. In den nächsten 15 Jahren sind laut einer Studie der Universität Oxford 59 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland durch Automatisierung bedroht. Selbst wenn es nur 30 Prozent würden, wäre es eine Katastrophe für die Menschen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Kassiererinnen, Lkw-Fahrer, Pflegepersonal aber auch Rechtsanwälte, Journalisten und Ärzte werden nicht mehr gebraucht. Die Armut wird sich in die Mitte der Gesellschaft fressen, heute schon arbeiten 25 Prozent aller Erwerbstätigen im Niedriglohnsektor. Wie soll das in 10 Jahren aussehen? Und die Politik hat keine Antwort, kein Lösung auf diese Fragen.

"Welt-Online" schreibt am 24. März 2017: "Das Gespenst der Digitalisierung erfasst allmählich die Anwaltsbranche. Auch in der Rechtsberatung wird die Maschine den Menschen ersetzen – von vielen Kanzleien wird nichts übrig bleiben".

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18.07.2018 Falsche Bilder in den Medien

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Putin lässt seine WM-Gäste im Regen stehen, titelten alle Medien in Deutschland. Die Putin und Russenhasser der Qualitätsmedien: tagesschau, Bild, WELT, Süddeutsche Zeitung, ntv Nachrichten & co haben noch einmal zugeschlagen, um Russland und Putin in die Fresse zu hauen.

Als Gastgeber der Weltmeisterschaft hatte er sich nicht angreifbar gemacht.

Anscheinend können die nicht damit leben, dass die WM in Russland für alle Beteiligten, außer für Deutschland, ein großer Erfolg war. Also verbreitet man weiter Fake News über Putin, und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Auch falsch verbreitete Bilder, gehören dazu.

Was war passiert?

Bei der Siegerehrung kam es zu einem unerwarteten Platzregen, und Putin hatte als erster einen Schirm über den Kopf.

So schrieben die Medien: "Bei der Siegerehrung der Weltmeisterschaft im Moskauer Luschniki-Stadion hat Russlands Präsident Wladimir Putin nicht die beste Figur gemacht. Im strömenden Regen spannte ein Helfer schnell einen Schirm auf, durch den Putin vor dem Regen geschützt wurde – anders als Kroatiens Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Putin der Schurke läßt alle im Regen stehen

Diese komplett bescheuerte Nachricht, mit dem dazugehörigen Bild, wurde von allen deutschen Medien verbreitet. Ziel der Nachricht,  der Schurke Putin, läßt alle im Regen stehen. Dabei ist nur folgendes passiert: Die Schirmträger für Grabar-Kitarovic und Emmanuel Macron hatten sich ein wenig verspätet, und Putin war gerade anders beschäftigt.

Die Süddeutsche legte noch einen drauf

"Donald Trump und Wladimir Putin, zwei zutiefst nationalistische Populisten, wollen den liberalen Westen zerstören und verpassen der Demokratie den schlimmsten Rückschlag seit den faschistischen 30er-Jahren."

Marodierender Sölnertrupp

Einem marodierenden Söldnertrupp gleich zieht Donald Trump mit seiner Entourage durch Europa, zerstört Gewissheiten und Institutionen, verbrennt Freundschaften und eine 70 Jahre alte Ordnung. Das schreibt Stefan Kornelius in einem Kommentar auf der "Süddeutschen Zeitung".

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16.07.2018 die Werte in der Realität waren nichts

GFDK - Reden ist Silber - Christian Weilmeier

Christian Weilmeier macht für uns in kurzen Worten eine Zustandsbeschreibung über die AfD. Dabei trifft er den Nagel auf den Kopf.

Der Hype der AfD erinnert mich immer mehr an den Hype um die New Economy in den 90ern. Am Neuen Markt wurden Start-ups mit ein paar Computern höher gehandelt als alte Konzerne mit ihren Immobilien und Maschinen.

Die Werte an der Börse waren alles, die Werte in der Realität nichts. Die Experten damals verkündeten eine neue Wirtschaft in der Ideen mehr zählen als Fakten. Am Neuen Markt wurde gekauft wie wild. Heute wird die AfD mit 30 000 Mitgliedern in den Umfragen der politischen Börse so hoch gehandelt wie die SPD mit 450 000 Mitgliedern.

Das alles sei kein Problem, denn es gehe um Ideen, Präsenz in den sozialen Netzwerken etc., aber nicht um die Realität da draußen. Die SPD besitzt nicht nur weit mehr Mitglieder, sondern eine viel stärkere Verankerung in der Gesellschaft.

An der Stelle der AfD würde ich mir Sorgen machen, die Verbindung von hohen Umfragewerten, weit weg von der realen Substanz und extremem Selbstbewusstsein könnte auf eine Blase hindeuten.

Es ist Gift für die AfD, dass sie sich nicht in Ruhe entwickeln kann, sondern sofort nach oben geschossen wird, noch bevor sie Substanz, inhaltlich und als menschliches Netzwerk, entwickeln kann. Es gibt seitens der Führung auch kein gegensteuern, keine Mäßigung, sondern nur ein Befeuern des Trends. Wie am Neuen Markt eben.

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15.07.2018 Speichellecker und Archkrischer

GFDK - Reden ist Silber

Gabor Steingart bringt es wie immer, in seinem Morning Briefing, auf den Punkt. Den Oscar für Opportunismus hat sich Nato-Generalsekretär Stoltenberg aus Norwegen verdient.

Er gab beim Nato-Gipfel den eifrigen Trump-Assistenten und dankte dem Zuchtmeister aus Washington ausdrücklich dafür, dass er die Europäer in den Senkel gestellt hatte: „The clear message from President Trump is having an impact.“

Kaum ein 68er ist beim langen Marsch durch die Institutionen so weit marschiert wie Jens Stoltenberg. Er hat sich vom Vietnamkriegsgegner über den Posten als Vize-Chef der Sozialistischen Jugendinternationalen bis in die Gesäßtasche von Donald Trump vorgearbeitet.

Speichellecker und Arschkrischer?

In Amerika würde man sagen: Ein klarer Fall von brown-nosing, was aus Gründen der Appetitlichkeit hier nicht übersetzt werden.

Man kann Donald Trump vieles nachsagen, aber nicht mangelnde Klarheit, meint Steingart. In Trumps Kopf steckt das Sternenbanner; in seinem Portemonnaie ein Igel. Klaus-Dieter Frankenberger, der große Amerika-Kenner der „FAZ“, stellte ernüchtert fest: „Transatlantische Feldgottesdienste werden nicht mehr gefeiert.“

Zu Kreuze gekrochen ohne Rückrad

Das Motto von Trump: Nicht Deutschland First. Nicht Nato First. Und auch nicht Diplomatie First, sondern wie er es seinen Wählern versprochen hat, American First. Die Europäer sind Trump zu Kreuze gekrochen.

40 Milliarden Dollar wollen sie zusätzlich in die Nato-Rüstungskasse einzahlen, der Steuerzahler, der Wähler wurde wie immer nicht gefragt".

Zum Schluß wurde Gabor Steingart dann noch mal zynisch: "Wer heute in die Morgendämmerung hinaushorcht, kann es hören:

"Auf den Vorstandsetagen von Lockheed Martin, General Dynamics und Northrop Grumman knallen die Champagnerkorken. Donald Trump ist für die amerikanische Rüstungsindustrie der Mitarbeiter des Jahrhunderts. Die Finanzierung seines Präsidentschaftswahlkampfes 2020 darf als gesichert gelten".

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14.07.2018 empörte Moralisten

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Seehofer hatte am Dienstag, dem 11. Juli verkündet, dass am 4. Juli - dem Tag seines 69. Geburtstages 69 Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben wurden. "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sagte er, 69 - das war von mir nicht so bestellt. "Das liegt weit über dem, was bisher üblich war," meinte der CSU Chef.

Nun schlagen die empörten Moralisten zurück

Was Seehofer nicht umgehend wusste, einer der Afgahnen, ein 23 jähriger mehrfach wegen Diebstahls, Drogenbesitz und Körperverletzung rechtskräftig verurteilt nahm sich in Kabul das Leben. Darüber hinaus liegen auch Strafanzeigen wegen Raubs vor.

Diese Nachricht wurde sogleich genutzt, um Seehofer anzugreifen. Das Bundesinnenministerium von Seehofer teilte mit: „Das ist ein zutiefst bedauerlicher Vorfall.“

Seehofer ist Schuld an allen Toten?

Der ist nun auch für alle Toten im Mittelmeer, nach Darstellung der SPD, der Linken, und erst recht der Grünen, verantwortlich. Seehofer trage die Mitschuld am Tod von Migranten im Mittelmeer, und die 1400 Toten wären nun seine Toten. Dümmer geht es nicht mehr.

Ich hatte ja schon geschrieben: "Uns erwarten, Eskalationen, Entgleisungen, Kulturbrüche am laufenden Band, auf beiden Seiten, mit Schaum vor dem Mund".

Erbärmlicher Zyniker, meint die Rotznase

Nach dem Suizid eines aus Deutschland abgeschobenen Afghanen werden Forderungen nach einem Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer laut. Juso-Chef Kevin Kühnert schrieb bei Twitter, Seehofer sei ein "erbärmlicher Zyniker und dem Amt charakterlich nicht gewachsen". Sein Rücktritt sei überfällig.

Auch SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel übte Kritik und erklärte via Twitter, Zynismus verbiete sich, das hätten die letzten Stunden wieder einmal bewiesen.

Opposition mit Schaum vor dem Mund

Rücktrittsforderungen kamen auch von der Opposition: "Ein Innenminister, der sich öffentlich darüber freut, dass Menschen in ein Kriegsland zurückgeschickt werden, hat offensichtlich nicht nur ein eklatantes Defizit an Mitmenschlichkeit, sondern auch an Qualifikation für sein Amt", sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, in Berlin.

"Aus meiner Sicht gehört Seehofer entlassen." Linken-Fraktionsvize Jan Korte sagte, das Lachen bleibe Seehofer hoffentlich im Halse stecken. "Es ist höchste Zeit, dass Seehofer geht."

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth erklärte, Seehofer sei sichtlich vergnügt gewesen, als er verkündete, dass ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag 69 Asylbewerber in ein Land abgeschoben worden seien, in dem weiter Krieg und Terror wüteten, Zivilisten stürben und in dem derartige Perspektivlosigkeit herrsche, dass sich einer der Abgeschobenen nun erhängt habe. Genau sagen wir: Ein Krimineller ohne Perspektiven.

Seehofer müsse endlich klar werden, "dass angesichts der weiterhin desaströsen Sicherheitslage Abschiebungen nach Afghanistan nicht zu verantworten sind".

Die frühere Bundesministerin und Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) schrieb in einem Brief an Seehofer, bei ihm sei offenbar "jeder Anflug von Humanität auf der Strecke geblieben".

Das Unglück anderer Menschen könne niemals ein Geschenk oder Glück sein. Sie gab ihm eine Mitschuld am Tod von Migranten im Mittelmeer: "Ab sofort sind die bisher 1400 Toten im Mittelmeer auch ihre Toten", schrieb sie.

Die hat einen an der Klatsche.

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11.07.2018 Gönn dir was

GFDK - Reden ist Silber - Mathias Lösel

Es heißt ja immer, der kleine Mann müßte seinen Kopf für alles mögliche herhalten. Aber stimmt das? Benutzt er überhaupt seinen Kopf? Dieser Frage geht unser Autor in einer neuen Artikel-Serie nach, die Online exklusiv auf GFDK erscheint. Desweiteren erscheinen die Artikel in der Print-Ausgabe der "The Heritage Post".

Auch wir stellen uns die Frage, ob der "kleine Mann" nicht der Hauptverantwortliche für das Übel auf der Welt ist.

Der kleine Mann geht auf Kreuzfahrt zum Schnäppchenpreis

Sieben Tage Mittelmeer zum Schnäppchenpreis, das muss manchmal einfach sein. Gestern noch Joghurtbecher-Ausspüler mit Grüner-Punkt-Gewissen, heute Deckchair-Imperialist im Ed Hardy-Shirt. Geiz ist zwar immer noch geil, aber beim kleinen Mann gilt heute die „Gönn‘ Dir“-Mentalität.

Das hat er sich verdient, das lässt er sich nicht nehmen, da sollten die da oben mal große Augen machen, denn was die können, das kann der kleine Mann jetzt auch.

Gönn dir was, egal welcher Rücken dafür herhalten muß

Da steht er nun auf einem dieser schwimmenden Einkaufszentren im Design eines quergelegten Hochhauses einer verfehlten Architektur-Initiative für soziales Wohnen in den 70er Jahren und hält ergriffen vom eigenen Savoir vivre die Nase in den Wind.

Nun atmet er endlich den Duft der großen weiten Welt ein, der bei ausreichendem Konsum, billigen Duty free-Alkohols irgendwann nicht mehr wie das hochgiftige Schweröl riecht, von dem so ein Touristentanker an einem einzigen Tag so viel verfeuert und als Feinstaub in die Atmosphäre bläst wie alle Dieselautos einer Millionenmetropole zusammen in einem Jahr.

( Aber kaum Zuhause beschwert er sich über die Luftverschmutzung und schaltet das Bundesumweltamt ein.)


Und so freuen er und die anderen 6.000 mitreisenden Passagiere sich ganz dolle über die gefühlte Freiheit auf der gebuchten Dreckschleuder, deren Betreiber ihr wie zur finalen Bestätigung der Inexistenz jeglichen moralischen Gewissens einen schamlos zynischen Namen wie „Harmony of the Seas“ gegeben haben.

Wie eine biblische Plage

Im vom Reiseveranstalter minutiös geplanten Drill einer militärischen Invasion fallen sie wenig später dann wie eine biblische Plage über die nächste vormals malerische Hafenstadt her, knipsen ein paar Fotos, saufen in den Bars und scheißen deren Toiletten voll, kaufen sich in China hergestellte Billig-Andenken und ramponieren beim Ablegen noch ein paar historische Gebäude.

Kopf mit hochtourigen Leerlauf

Ja, das ist Freiheit, das hat Stil, so geht Weltgewandtheit, so muss Urlaub sein. Das lässt sich der kleine Mann ohne lästiges Hinterfragen verkaufen, da hat er seinen ganz eigenen Kopf und den lässt er im hochtourigen Leerlauf drehen, wie es ihm gefällt.

Und deshalb kann man ihm immer neue Trends und Hypes diktieren, deshalb gibt er sich bereitwillig dem geradezu neurotischen Zwang hin, auch noch den allergrößten Mist begeistert und unreflektiert zu konsumieren.

Der kleine Mann macht immer das Gegenteil des Richtigen

Denn ulkigerweise macht der kleine Mann immer gerne das exakte Gegenteil des Richtigen und dies mit atemberaubender Konsequenz, getreu dem Motto: „Bloß weil ich mich auf’s Unverschämteste von einer skrupellosen Industrie bescheißen lassen, heißt das noch lange nicht, dass ich denen nicht weiterhin ihren Blödsinn abkaufe.“

Was auch immer es gibt, der kleine Mann muss es machen, weil es möglich ist, weil er es kann, weil es sonst ein anderer macht.


Eines Tages wird ihm vielleicht irgendjemand zuflüstern, dass in Wirklichkeit er selbst die Macht hat, und nicht die da oben, und dass er mit seinem Portemonnaie täglich die Welt verändern kann, wenn er denn nur endlich einmal anfängt, über sein Konsumverhalten nachzudenken.

Aber diese Erkenntnis kann noch ein wenig dauern, denn auf dem Sonnendeck wird gerade der nächste Sangria-Eimer serviert.


Der kleine Mann steckt in uns allen. Aber der kleine Mann muss weg. Und zwar dringend.


Fortsetzung folgt.


Mathias Lösel

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11.07.2018 VIER PFOTEN — Stiftung für Tierschutz

GFDk - Reden ist Silber

Hamburg / Myanmar, 10. Juli 2018 - Nach der Rückkehr von einer Recherchereise nach Myanmar mit einem Team der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN zeigt sich der bekannte Künstler Ai Weiwei beunruhigt über die unsichere Zukunft der burmesischen ehemaligen Arbeitselefanten.

Der in Berlin lebende chinesische Künstler hatte vergangene Woche mit seinem Team und den Tierschützern mehrere Elefantencamps besucht, um sich ein Bild von den Lebensbedingungen der Tiere zu machen.

Dabei bot sich ihm ein trauriges Bild: Viele Elefanten sind angekettet; sie können nicht unter natürlichen Bedingungen leben oder sich frei bewegen.

„Es macht mich so traurig, das zu sehen”, so Ai Weiwei. „Elefanten sind Kreaturen, die uns Menschen ähnlich sind. Sie sind intelligente, sensible Tiere. Leider wurden sie von Menschen in diese Lebensbedingungen hineingezwängt.

Das ist nicht richtig und nicht fair. Elefanten verdienen es, in Freiheit zu leben. Aber sie wurden von jeher misshandelt. Ich würde sie sofort freilassen. Sie wurden geboren, um in Freiheit zu leben, und nicht in Gefangenschaft. Lasst die Elefanten frei!”

Knapp 5.000 Arbeitselefanten in Myanmar

Rund 2.900 der knapp 5.000 Arbeitselefanten in Myanmar sind im Besitz der staatlichen Forstbetriebe; der Rest ist in privaten Händen. Seit Jahrzehnten arbeiten die misshandelten Tiere für die staatliche Myanmar Timber Enterprise.

Doch ein Exportverbot für Teakholz machte über 1.000 Elefanten arbeitslos. Für ihre Besitzer sind die Tiere seither nutzlos und eine finanzielle Belastung. Die Tiere werden vernachlässigt, getötet oder in Nachbarländer geschmuggelt, wo sie in der Tourismusindustrie missbraucht werden.

Arbeitselefanten leben unter furchtbaren Bedingungen,” berichtet VIER PFOTEN-Tierarzt Dr. Amir Khalil, der Ai Weiwei bei seiner Reise begleitete. „Man hat ihnen ihren natürlichen Lebensraum weggenommen und zwingt sie dazu, angekettet in Elefantencamps ihr Leben zu fristen.

Wir teilen dieselben Werte, nämlich dass Elefanten auch Rechte haben, wenn Menschen Rechte haben. Die meisten dieser Elefanten könnten rehabilitiert und wieder ausgewildert werden.”

VIER PFOTEN baut Elefantenschutzzentrum ELEPHANTS LAKE

VIER PFOTEN bereitet derzeit den Bau einer der größten Elefantenstationen Südostasiens vor, um arbeitslosen Elefanten eine Zukunft zu ermöglichen. Im 17.000 Hektar großen ELEPHANTS LAKE in der Bago Region werden Tierärzte und Experten ehemalige Arbeitselefanten sowie verletzte oder verwaiste wildlebende Elefanten rehabilitieren und auf ein Leben in Freiheit vorbereiten. In den kommenden Monaten sollen bereits die ersten Tiere in das Elefantenschutzzentrum einziehen.

Ai Weiwei unterstützt VIER PFOTEN bei der Rettung notleidender Elefanten

Ai Weiwei will VIER PFOTEN bei der Rettung, Rehabilitation und Freilassung von verwaisten Elefanten und ehemaligen Arbeitselefanten unterstützen.

Dabei betont er die Wichtigkeit dieses Pionierprojekts für Myanmar als einer Nation mit einem reichen ökologischen Erbe, die den langfristigen und nachhaltigen Schutz von Elefanten international voranbringen könnte. Für den Künstler ist das ein Akt der Menschlichkeit.

Ai Weiwei: „Wir müssen diesen wundervollen Tieren ihren Lebensraum zurückgeben. Das ist nicht nur ein Thema für VIER PFOTEN, sondern für die gesamte Menschheit. Ich freue mich darauf, bald die ersten Elefanten in ELEPHANTS LAKE zusammen mit dem Vertreter für Tiere, Dr. Amir Khalil von VIER PFOTEN, freizulassen.”

 

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11.07.2018 Keine parlamentarische Mehrheit

GFDK - Reden ist Silber

Gabor Steingar ist und bleibt der Beste. Warum? Er bringt es immer auf den Punkt, und man kann sogar dabei Lachen. Das Lachen vergangen ist aber der Großen Koalition. Hier heißt es für CDU, CSU und SPD Land unter, und das ruft den Bundespräsidenten auf den Plan. Das Morning Briefing von Gabor Steingart ist ein MUSS für alle Leser.

Ein Feuerwerk der Allgemeinplätze

Gabor Steingart "Das politische System der Bundesrepublik weist Züge der Autoaggressivität auf. Unter dem Druck sinkender Mitgliederzahlen, schrumpfender Stammwählerdepots und einer anhaltenden Respektverweigerung durch die ökonomische und geistige Elite gehen die Parteikader aufeinander los.

Land unter bei CDU, CSU und SPD

Das rief gestern im ZDF unseren Bundespräsidenten auf den Plan, der ein Feuerwerk der Allgemeinplätze zündete. „Wir müssen zurück zur Vernunft“, sagte Steinmeier. Donnerwetter. - Das war weniger ein Debattenbeitrag als ein Lebenszeichen. Steinmeier hält das Stimmen des Instruments schon für die Musik.

Offizieller Anlass der Wortmeldung waren die jüngsten Meinungsumfragen. Nach wochenlanger Selbstverletzung von CDU und CSU fehlt der Großen Koalition laut den Umfragen von Forsa eine parlamentarische Mehrheit."

Anlaß für Steinmeiers Wortmeldung war die AfD. Deutschlands jüngste Partei, die liegt erstmals gleichauf mit Deutschlands ältester Partei, der SPD.

Gottfried Böhmer hat ja schon geschrieben. "Am 14. Oktober in Bayern, und am 28. Oktober in Hessen, werden die Würfel für Angela Merkel und Horst Seehofer fallen, aber noch viel mehr, fallen die Würfel für die gesamte CDU. Uns erwarten, Eskalationen, Entgleisungen, Kulturbrüche am laufenden Band, auf beiden Seiten, mit Schaum vor dem Mund".

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

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