Reden ist silber, Schreiben ist gold

06.02.2022 Acht versammelte Stories von Virginia Woolf

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

In der deutschsprachigen Literaturkritik kommt die Autorin Virginia Woolf (1882 - 1941) meist als manisch-depressive Feministin vor; selten jedoch wird ihre sprachliche Lebendigkeit, ihr Esprit, ihre Lust am Absurden, an Komik oder gar Satire erwähnt.

Was vielleicht mit daran liegt, das frühere Übersetzungen auf dem Weg vom Englischen ins Deutsche meist erstarren. Abgesehen davon, dass Woolf auf dem Kontinent erst knapp 30 Jahre nach ihrem Freitod entdeckt wurde.

Leider. Ihre einzige Sammlung von Kurzprosa mit dem Titel „Montag oder Dienstag“ ist jetzt neu übersetzt von Antje Rávik Strubel in der C.H. Beck Reihe textura (www.chbeck.de) erschienen und zwar genau so in Auswahl und Abfolge wie in der Erstausgabe von 1921, illustriert mit Holzschnitten von Vanessa Bell, der älteren Schwester Woolfs.

In den versammelten acht Stories erprobt Woolf all ihre Stilmittel, die sie später in ihren berühmten Romanen wie „Mrs Dalloway“ oder „Die Wellen“ benutzt.

In „Montag oder Dienstag“, etwa 100 Seiten inklusive eines Nachwortes der Übersetzerin, können wir in die innere Vorstellungskraft der Autorin blicken und lernen ihren unermesslichen Phantasiereichtum kennen wie schätzen.

Gerade auch wegen der grandiosen Übersetzung, die dem Original endlich Rechnung trägt. Eine wunderbare Lektüre. Weltliteratur für 16 Euro. 

Sönke C. Weiss

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05.02.2022 Das Epizentrum der Katastrophe in Wuhan

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Pünktlich zur umstrittenen Winterolympiade in Peking ist das neue Buch des chinesischen Autoren Liao Yiwu in deutscher Sprache bei S. Fischer (www.fischerverlage.de) erschienen. Der Titel des Dokumentarromanes lautet „Wuhan“ und es geht in zwei Plots selbstverständlich um Covid-19:

Zum einen reist ein Journalist sofort nach Ausbruch des Corona-Virus in das Epizentrum der Katastrophe, um festzustellen, dass das offizielle Narrativ verlogen ist.

Schon bald wird er entdeckt und dokumentiert im Internet live die Jagd auf ihn.

Gleichzeitig reist ein Historiker zum chinesischen Neujahrsfest von Berlin nach Peking, wo seine Familie bereits im Lockdown gefangen ist und auch er sich bald als Opfer eines Überwachungsstaates findet, in dem Unterdrückung, Misstrauen und Angst zum Alltag gehören.

Der vielfach ausgezeichnete Liao Yiwu, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, ist einer der entschiedensten Kritiker seines Landes und lebt in Berlin.

Auch wenn die gut 350 Seiten von „Wuhan“ - mit zahlreichen Fußnoten versehen - eine gewisse Wildheit spiegeln, passt diese doch wunderbar zum Gemütszustand der Helden der Geschichte wie unserer Zeit selbst.

Die Story ist spannend wie ein ausgedachter Kriminalroman und doch erschreckend wahr. Unbedingt lesenswert. Preis: 24 Euro.

Sönke C. Weiss

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01.02.2022 von Almaty TV

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Paris, 11. Januar – Der Generaldirektor hat die Behörden aufgefordert, den Tod des Medienarbeiters Muratkhan Basarbajew während der Proteste in Almaty, der Hauptstadt Kasachstans, am 6. Januar zu untersuchen.
„Ich verurteile die Ermordung von Muratkhan Basarbajew“, sagte der Generaldirektor.

„Ich fordere die kasachischen Behörden auf, den Tod von Herrn Basarbajew zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

Ein solcher Angriff untergräbt die Pressefreiheit und den öffentlichen Zugang zu zuverlässigen Informationen, die in Zeiten von Unruhen besonders wichtig sind.“

Basarbajew, der von Almaty TV angestellt war, war Teil eines Teams, das über Proteste berichtete, als das Fahrzeug, das er fuhr, angegriffen wurde, als Demonstranten und Sicherheitskräfte zusammenstießen. Ein weiteres Teammitglied wurde bei dem Angriff verletzt.

Die UNESCO fördert die Sicherheit von Journalisten durch weltweite Sensibilisierung, Kapazitätsaufbau und eine Reihe von Maßnahmen, insbesondere im Rahmen des UN-Aktionsplans zur Sicherheit von Journalisten und zur Frage der Straflosigkeit.

Sie hat auch ein besonderes Bewusstsein für die Risiken geschärft, denen Journalisten, die über Proteste berichten, ausgesetzt sind, unter anderem durch ihr jüngstes Grundsatzpapier: Sicherheit von Journalisten, die über Proteste berichten: Wahrung der Pressefreiheit in Zeiten des Aufruhrs.

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29.01.2022 Einer von uns

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Fasziniert war ich von Fußball noch nie. Als Schüler wurde ich bei der Mannschaftsaufstellung immer als Letzter gewählt und mußte dazu noch meist ins Tor; heute verbinde ich diesen Sport vornehmlich mit überbezahlten Athleten, korruptem Management und Homophobie.

Kurzum, zu viel Testosteron lastet auf dem Runden, das ins Eck gehört. Nun hat Martin Suter, vor allem bekannt durch seine Allmen-Gaunerromane, die ich sehr schätze, ein Buch über einen Fußballstar geschrieben.

„Einer von euch“ handelt von Bastian Schweinsteiger, blutender Held des WM-Finales 2014 in Rio, ein Mann, der alles erreicht hat, was ein Kicker erreichen kann, inklusive grandioses Scheitern.

Doch wie war Schweinsteiger als Kind? Wie hat er den Erfolg verkraftet und die Niederlagen? Wer ist die Frau an seiner Seite?

Suter gelingt es ganz famos, auf nur rund 400 Seiten, den Menschen Schweinsteiger greifbar zu machen, aus der Sicht des Autoren wie der Sicht Schweinsteigers selbst, die Erzählperspektive wechselt in einem wohl komponierten Rhythmus, was das Buch nicht nur technisch grandios macht, sondern den Leser auch immer wieder emotional fesselt.

„Einer von euch“ ist Zeitgeschichte und spricht (vielleicht) insbesondere die an, die der angeblich schönsten Nebenbeschäftigung sonst nichts abgewinnen können. Erschienen bei Diogenes (www.diogenes.ch), 22 Euro. 

Sönke C. Weiss

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12.01.2022 Einigkeit und Recht und Impfung

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die Anzahl der Proteste gegen Corona-Maßnahmen und Impfpflichtpläne nimmt bundesweit ständig zu, aber unsere Politiker wolle diese mit aller Gewalt durchsetzen, und die meisten Medien sind ihnen dabei behilflich. 

Ulf Poschardt, Chefredakteur von "WeltN24" schrieb: Die Rolle der Medien, sich selbst auf das Sprachrohr „DER Wissenschaft“ zu reduzieren, wird bald zu untersuchen sein. Sie gehört mit zu den traurigsten Kapiteln der Geschichte des Journalismus seit 1945.

188.000 Menschen protestierten am Montag den 10. Januar 2022 bei 1.000 Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen, und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die echte Anzahl der Protestanten dürfte weit höher liegen.

Impfen wird schon seit einigen Monate von auserwählten Personen und Medien als Freiheit kommuniziert : "Impfen befreit" ? Nein, die Impfpflicht lässt sich nicht als Freiheit verkaufen, darauf fallen nur Dumme rein. 

Doch steter Tropfen höhlt den Stein. Die sich häufenden Meldungen über schlecht wirkende Impfungen und Impfschäden, aber auch der Widerstand von Millionen Menschen lassen sich nicht länger ignorieren. 

„De facto ist eine gesamte Gesellschaft entmündigt worden“ sagt die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Impfen als einzige Lösung zu propagieren habe sich als „Sackgasse“ erwiesen. Und doch sind strenge Corona-Regeln gerade in linken Milieus en Vogue".

George Orwell, der Autor von 1984 meinte: "Wenn Freiheit überhaupt einen Sinn haben soll, dann ist es die, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen."

Schauen wir einmal zurück

Am 29. 6. hieß es „Immunität gegen Corona hält wahrscheinlich Jahrzehnte!“ Am  6. 8. dann: „Jahrelanger Schutz nach Impfung!“ Am 1. 12.: „Impfstatus soll nach sechs Monaten ablaufen“ und am 10.12.: „Biontech-Chef rät zu ‚Blitz-Booster‘ nach drei Monaten“. Innerhalb von weniger als einem halben Jahr sind aus Jahrzehnten drei Monate geworden

Die Wortbrüchigen

 „Söder (CSU) Frühjahr 2020: ‚Es wird aus meiner Sicht keine Impfpflicht geben.‘ Lauterbach (SPD) 16. Mai 2020: ‚Eine Impfpflicht macht bei Sars-CoV-2 so wenig Sinn wie bei Grippe.‘ Schäuble (CDU) Herbst 2020: ‚Aber eine Impfpflicht wird es nicht geben. Das will niemand, der Verantwortung trägt.‘ – Merkel Februar 2021: ‚Wir haben zugesagt, daß es keine Impfpflicht geben wird.‘“ Und nun schreien sie alle nach der Impfpflicht.

Politische Entwicklungen verlaufen oft schleichend. Epochengrenzen überlappen sich und sind Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Doch sollte in diesem Jahr tatsächlich eine allgemeine Impfpflicht eingeführt und damit der Körper zum Eigentum des Staates erklärt werden, dann dürfte 2022 als jenes Jahr in den Geschichtsbüchern stehen, in dem der Faschismus nach Deutschland zurückgekehrt ist.

Die grünen Faschisten

Es gab mal eine Zeit, da hatten viele in Deutschland Boris Palmer von den Grünen für einen anständigen Mann gehalten. Das ist nun wohl vorbei.

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) antwortete auf Facebook einer Userin, die ihm eine „totalitäre Gesinnung“ unterstellte und schrieb, sich nicht impfen lassen zu wollen: Für Leute wie Sie muss die Impfpflicht her. Gerne bis zur Beugehaft.“ Boris Palmer will die sofortige Impfpflicht, sowie Renten- und Pensionskürzungen für Ungeimpfte.

Und nun macht er auch noch auf Söder und Co. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte gefordert, für Impfverweigerer finanzielle Konsequenzen bei der Krankenkasse zu erwägen. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer schließt sich an.

In der Corona-Debatte um höhere Kassenbeiträge für Impfverweigerer hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sich klar für eine solche Maßnahme ausgesprochen. „Ich bin ausdrücklich dafür, die Kassenbeiträge anzuheben, wenn jemand, der sich impfen lassen könnte, die Injektion bewusst verweigert“, sagte der Grünen-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Zum 1. Februar müssten Bußgelder von 1.000 bis 5.000 Euro verhängt werden, berichtete die Zeitung. 

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Saskia Weishaupt animierte die Polizei vor Weihnachten gar, „im Zweifel“ gegen Corona-Demonstranten Schlagstöcke und Pfefferspray einzusetzen. Große Mehrheit in der Grünen-Bundestagsfraktion für allgemeine Impfpflicht.

Die Grünen-Abgeordneten haben sich eindeutig für eine Impfpflicht ausgesprochen. Annalena Baerbock verteidigte den Vorstoß für die Impfpflicht, und eine allgemeine Impfpflicht ohne Altersbeschränkung sei nötig, findet Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge.

Wolfang Kubicki hat viele Befürworter einer Corona-Impfpflicht scharf kritisiert und ihnen Rache an Ungeimpften als Motiv unterstellt. „Ich bin entsetzt über das jakobinerhafte Verhalten vieler in diesem Land, deren Freude an 2G und Impfpflicht ja nicht mehr rational ist“, sagte der Bundestagsvizepräsident „Zeit Online“.

„Vielen Impfpflicht-Befürwortern scheint es um Rache und Vergeltung zu gehen.“ Auf die Nachfrage „Rache an wem?“ erwiderte der stellvertretende FDP-Vorsitzende: „An den Ungeimpften, weil man glaubt, in ihnen die Verantwortlichen für unsere derzeitige Misere ausgemacht zu haben, was natürlich völliger Unsinn ist.“

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Widerstand innerhalb der FDP gegen eine allgemeine Impfpflicht scharf kritisiert. »Die Aussage von Wolfgang Kubicki, dass es vielen Impfpflichtbefürwortern um Rache und Vergeltung gehe, ist schlichtweg verantwortungslos und völlig ungeeignet, um die Debatte inhaltlich angemessen zu führen«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Nun hat er auf die deutlichen Worte des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) geantwortet. "Die Menschenwürdegarantie unserer Verfassung gilt auch für Ungeimpfte", sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Dass dieses unverrückbare Wesenselement unseres Gemeinwesens nun zum Teil infrage gestellt wird, halte ich für hochgradig besorgniserregend«, erklärte Kubicki. "Das sollte auch Ministerpräsident Kretschmann, der in der Vergangenheit selbst ja unverhältnismäßige Anti-Corona-Maßnahmen gefordert hat, zu denken geben."

Markus Söder soll zurücktreten

Wolfgang Kubicki, fordert wegen der umstrittenen Ausweisung von Corona-Zahlen in Bayern den Rücktritt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

„Entweder Markus Söder wollte ein schiefes Bild über die von Ungeimpften ausgehende Infektionsgefahr zeichnen und eine Gruppe von Menschen damit amtlich stigmatisieren – oder er hat seinen Laden nicht im Griff. Sowohl das Eine wie auch das Andere sind ausreichende Gründe für einen Rücktritt“, sagte Kubicki WELT AM SONNTAG.

„Kopflos und gefährlich“ – Sahra Wagenknecht kritisiert Scholz‘ Aussage über Impfpflicht - Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz für dessen Äußerung zur Impfpflicht kritisiert. „Der Wortbruch von Olaf Scholz und anderen Politikern in der Frage der Impfpflicht ist kopflos und gefährlich“, sagte Wagenknecht gegenüber WELT.

"Eine allgemeine Impfpflicht ist schlicht verfassungswidrig, meint der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily.  Eine allgemeine Impfpflicht wird die schon jetzt erkennbaren Spaltungstendenzen in der Gesellschaft auf hochgefährliche Weise verstärken bis hin zu Gewaltausbrüchen. Das ist nicht zu verantworten".

 "kleine Richterlein"

Frank Ulrich Montgomery hatte Richter für einige Urteile zu Corona-Regeln kritisiert. "Ich stoße mich daran, dass kleine Richterlein sich hinstellen und wie gerade in Niedersachsen 2G im Einzelhandel kippen, weil sie es nicht für verhältnismäßig halten", sagte er der "Welt". Die Entscheidung nach Prüfung der Sach- und Rechtslage ist für Montgomery eine Anmaßung des Gerichts.

Der Bund Deutscher Verwaltungsrichter und Verwaltungsrichterinnen (BDVR) verwahrt sich gegen Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery. Diese seien "in der Sache unqualifiziert und im Ton unangemessen". Im Ton ließen die Ausführungen Montgomerys den gebotenen Respekt vor gerichtlichen Entscheidungen und den Menschen vermissen, die sie zu treffen hätten.

Der selbst ernannte Corona-Kraftprotz Markus Söder will auch die Impfplicht lieber heute als morgen, und viele im Land fragen sich: Wann kommt die Bundesnotbremse für Auftritte von Markus Söder, der Zwangsgelder für Impfunwillige einführen will.

Fast 60 Prozent der Bürger misstrauen einer aktuellen Umfrage zufolge den Corona-Daten des Robert Koch-Instituts. Laut einer repräsentativen Insa-Umfrage der Zeitung „Bild“ verneinen 57 Prozent der Teilnehmer die Frage, ob sie den offiziellen Infektionszahlen noch vertrauen.

„Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“

ist ein 1849 erstmals abgedruckter Essay von Henry David Thoreau.

Konkreter Anlass für diesen Text war Thoreaus Verhaftung, die zustande kam, da er sich weigerte, seine seit vier Jahren fällige Wahlsteuer zu entrichten. Er hätte bezahlen können, weigerte sich aber und wurde eingesperrt. Am nächsten Tag hatte jemand aus der Verwandtschaft die Schuld beim Gefängniswärter für ihn beglichen und Thoreau wurde freigelassen

Verfasst in den Zeiten der amerikanischen Eroberungs- und Sklavenpolitik fordert Thoreaus Essay auf, sich dem positiven Recht des Staates nur zu beugen, wenn es mit der persönlichen moralischen Wertung übereinstimmt. Er propagiert ein Gewissensrecht der Moral gegen Ungerechtigkeiten in der Demokratie mit Aussagen wie:

Dann brecht das Gesetz

„Wenn aber das Gesetz so beschaffen ist, dass es notwendigerweise aus dir den Arm des Unrechts an einem anderen macht, dann, sage ich, brich das Gesetz. Mach’ dein Leben zu einem Gegengewicht, um die Maschine aufzuhalten. Jedenfalls muss ich zusehen, dass ich mich nicht zu dem Unrecht hergebe, das ich verdamme.“ Auch klagt er die Beamtenschaft an, die sich dem Staat treu hingebe, ohne auf das eigene Herz zu hören.

Willy Brandt; "Wer einmal mit dem Notstand spielen sollte, um die Freiheit einzuschränken, wird meine Freunde und mich auf den Barrikaden zur Verteidigung der Demokratie finden, und dies ist ganz wörtlich gemeint. “

Zum guten Schluß: Ludwig Börne hat feststellte: "Drückender als die Zensur der Regierung ist die Diktatur der öffentlichen Meinung."

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21.12.2021 Porträt über die Stadt New Bern

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Zwischen 2006 und 2021 zeichnete der Schweizer Fotograf Michael von Graffenried das Porträt der kleinen Stadt New Bern in North Carolina in den USA, die 1710 von seinem Vorfahren Christoph von Graffenried gegründet wurde.

Sein Buch „Our Town“ - benannt nach dem Theaterstück von Thornton Wilder - zeigt ein Amerika im Zeitalter von Black Lives Matter, so sind von New Berns 30.000 Einwohner 55 Prozent weiß und 33 Prozent schwarz.

Die entstandenen Fotografien sind keine flüchtigen Momentaufnahmen, sondern geduldige Alltagsbilder, die Verständnis und kein Urteil zeigen: eine schwarze Kirchengemeinde, junge weiße Mädchen beim Schießen; schwarze Männer, die auf der Straße Bargeld tauschen, ein weißes Paar, das seine Waffensammlung vorzeigt, und die Trophäe der Jagd - ein großer Stoffbär - schaut zu; eine schwarze Stripperin, die für einen weißen Mann auftritt.

Im Juni 2020, nach der Ermordung von George Floyd, fand die größte Demonstration, die New Bern je gesehen hatte, statt.

„Our Town" ist sowohl das Dokument einer stolzen Gemeinschaft als auch ein einfühlsamer Aufruf zu mehr Integration und Verständnis in einem entscheidenden Moment der amerikanischen Geschichte.

Michael von Graffenried wurde 1957 in Bern geboren. Aus dem Fotojournalismus kommend, arbeitet er heute an Langzeitprojekten und wurde international ausgezeichnet. „Our Town“ ist bei Steidl (www.steidl.de) erschienen, hat 240 Seiten und kostet 45 Euro. 

Sönke C. Weiss

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19.12.2021 Daten werden nach 55 Jahren freigegeben

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Eine Gruppe von Wissenschaftlern wollte von der Regierung wissen, auf was für Daten sich die Lizenzierung des COVID-19-Impfstoffs von Pfizer stützte. Darauf antwortete die FDA - Food and Drug Administration, sie werde die Daten dazu in 55 Jahren bereitstellen, also erst im Jahr 2076, heißt es auf der zentralen FOIA-Website der Regierung. Das ist eine offizielle Mitteilung von Reuters

So wie es aussieht, haben die etwas zu verbergen, anders läßt sich es nicht erklären, warum man diese Daten erst in 55 Jahren freigeben will. Einen vergleichbaren Fall hat es in der US-Geschichte nur einmal gegeben. Die Akten zu der Ermordung von John F. Kennedy waren auch für 50 Jahre für die Öffentlichkeit gesperrt worden.

Konkreter wird aber die britische Gesundheitsbehörde „U.K. Health Security Agency“

Die  britische Gesundheitsbehörde „U.K. Health Security Agency“ hat einen Corona-Bericht in der Kalenderwoche 42 mit Zahlen und Daten veröffentlicht.

In diesem Bericht stellt sie fest:
Die mRNA-Impfung gegen das Coronavirus bewirkt eine „Umprogrammierung“ und damit langfristig eine massive Beeinträchtigung des menschlichen Immunsystems

Geimpfte produzieren immer weniger Antikörper

In dem Bericht der Englische Gesundheitsbehörde steht ganz offiziell auf Seite 23 zu lesen:

… recent observations from UK Health Security Agency surveillance data that N antibody levels appear to be lower in individuals who acquire infection following 2 doses of vaccination.

Übersetzung ins Deutsche:

Neue Beobachtungen  und Auswertungen von Prüfdaten der Gesundheitsargentur des Vereinigten Königreiches zeigen, dass Personen die nach einer doppelten Impfung an Corona erkrankten, krank wurden, weil die Menge der N-Antikörper abgesunken ist.

Das heißt nichts anderes, als dass die natürlich produzierten Antikörper unseres Immunsystems gegen ein Virus (vor allem eine Mutation) unter doppelt Geimpften spürbar weniger werden, was offensichtlich im Zusammenhang mit der Impfung  gesehen wird und zwar von der englischen Gesundheitsbehörde selbst.
Der Bericht erklärt, dass höhere Antikörperlevel (naturgemäß) besser vor einer Infektion schützen:

„Current thinking is that there is no threshold antibody level that offers complete protection against infection, but instead that higher antibody levels are likely to be associated with lower probability of infection.“

Exakte Übersetzung aus dem Englischen

Derzeit geht man davon aus, dass es keinen Antikörper-Schwellenwert gibt, der vollständigen Schutz vor einer Infektion bietet, aber (man kann) stattdessen (wohl behaupten),  dass höhere Antikörperspiegel mit einer geringeren Infektionswahrscheinlichkeit verbunden sind.

Doppelt oder dreifach Geimpfte sind also nach der offiziellen Begutachtung der Englischen Gesundheitsbehörde in größerer Gefahr, infiziert zu werden.

Man muss kein Raketenphysiker sein, um zu wissen, was das heißt

„Der Impfstoff beeinträchtigt ganz offensichtlich die angeborene Fähigkeit des Körpers, nach einer Infektion Antikörper zu produzieren.“

Das auch noch: TAUSENDE KÜNDIGUNGEN - Amerikas Kliniken droht der Ärzte-Exodus – Impfpflicht aufgehoben. Viele amerikanische Krankenhäuser haben ihr Personal zur Impfung verpflichtet. Doch tausende Ärzte und Pfleger weigern sich nicht nur – sie kündigen sogar, berichtete "Welt-Online".

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17.12.2021 "Jetzt" Die Kraft der Gegenwart

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Eckhart Tolle, 1948 in Lünen geboren, wohnhaft Vancouver, Kanada, ist ein Autor spiritueller Bücher, obwohl er selbst keiner speziellen Religion oder Tradition angehört.

Eines seiner bekanntesten Werke ist „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart. Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachen“ aus dem Jahr 1997, der in seiner deutschen Fassung bereits in der 14. Auflage bei Kamphausen Media (www.kamphausen.media) erschienen ist.

Da ich von Tolle über die Jahre schon oft gehört hatte, wollte ich jetzt wissen, was hinter diesem Phänomen steckt und ob er, Tolle, etwas in mir weckt.

Nun, die Sprache ist verständlich, die Übungen sind es auch, ein How to-Buch für jeden Mann und jede Frau. Aber 'How to' was?

Es geht darum, die eigentlichen persönlichen Wahrheiten zu erkennen, zu deuten und zu gebrauchen, also Kraft daraus zu schöpfen, also mehr auf seine Instinkte zu hören, denn immer den Verstand zu nutzen, der uns nur bedingt weiterbringt.

So meine ich das Buch verstanden zu haben. Funktioniert’s? 

Ich denke schon, wenn man/frau sich darauf einläßt. Auf keinen Fall ist „Jetzt!“ ein Wundermittel, sondern wie bei jeder „Therapie“, sag ich mal salopp, bedarf es einer gewissen Nachhaltigkeit oder eines Mantra, was uns beständig über Wasser hält.

Empfehle ich das Buch? Auf jeden Fall. Es tut nicht weh und ist auch nicht gefährlich für die Seele, weil sich der Autor nie anmaßt, diese manipulieren zu wollen. Ein friedliches Buch für unruhige Zeiten. 270 Seiten, 14,80 Euro.

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15.12.2021 Der Fotograf und Filmemacher Alberto Venzago

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„Taking Pictures - Making Pictures“: Virtuos pendelt der Zürcher Fotograf Alberto Venzago mit seiner Kamera zwischen Reportage und Werbung, zwischen Dokumentation und Inszenierung.

Mit packenden Fotoessays und Filmen dokumentiert er kritisch das Weltgeschehen und erzählt bewegende Geschichten: vom Zürcher Platzspitz über den Voodoo-Kult Benins bis zur Kinderprostitution in Manila.

Als concerned photographer scheut Venzago keinen Schauplatz – weder das organisierte Verbrechen der Yakuza in Japan, noch die langjährige Revolution im Iran.

Gegenpol zu den Reportagen bilden seine durchkomponierten und konstruierten Bildwelten, die internationalen Brands als Werbekampagnen dienen oder weltbekannte Stars schillernd in Szene setzen.

Venzagos erste Museumsausstellung überhaupt ist eine opulente Retrospektive seines Werks als Fotograf und Filmemacher im Museum für Gestaltung (www.museum-gestaltung.ch) in Zürich, die noch bis zum 2. Januar 2022 zu sehen ist.

Komplimentiert wird sie durch einen faszinierenden Katalog, den das Haus Steidl (www.steidl.de) in Zusammenarbeit mit Diogenes (www.diogenes.ch) herausgebracht hat.

Von Porträts von Andy Warhol, Jean-Luc Godard und Penélope Cruz bis zu einer Voodoo-Zeremonie in Benin, von Szenen im Pentagon bis zu Ureinwohnern in den Regenwäldern von Sarawak, von Geishas in Tokio bis zu einem einsamen Eisberg in der Antarktis – Alberto Venzago hat scheinbar die halbe Welt vor seiner Leica.

Dieser autodidaktische Fotograf (ganz zu schweigen vom Filmemacher) hat den Globus öfter bereist, als er sich erinnern kann, immer auf der Suche nach dem nächsten unvergesslichen Moment.

„Taking Pictures - Making Pictures“ präsentiert fast 200 Bilder – viele davon bisher unveröffentlicht – ausgewählt aus den Tausenden, die Venzago in den letzten Jahrzehnten angefertigt hat, und zeigt seine kluge Fähigkeit, die Menschen, die er fotografiert, in Schauspieler zu verwandeln, die vor seinem Objektiv auftreten.

Das vielleicht beste Beispiel für Venzagos seltenes Talent sind seine Bilder der Yakuza-Bande in Tokio, eines der mächtigsten Verbrechersyndikate der Welt.

Das Ergebnis von fünf Jahren Beharrlichkeit seinerseits, nicht geringer Ausstrahlung und (in Wim Wenders Worten) seinem „optimistisch funkelnden Lachen“,

Venzagos Bilder dieser geheimen Welt sind private Silvesterfeiern, das Büro von Yakuza-Chef Masahiro Furushio und sogar der Hand eines Gangmitglieds fehlt eine Fingerspitze (eine übliche Geste, um um Verzeihung oder ausdrückliche Unterwerfung zu bitten).

Unabhängig von seinen Themen, von den Unterdrückten und Ausgebeuteten bis hin zu den Reichen und Schönen, beweist dieses umfassende Buch Venzagos Anspruch „Mein Atelier ist die Welt“. 45 Euro. 

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09.12.2021 Ganz großes Kino

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Bernhard Schlinks neuer Roman „Die Enkelin“ ist eine Geschichte über die deutsch-deutsche Vergangenheit und die deutsche Gegenwart eines vermeintlich vereinigten Landes, voller Trauer und Hoffnung:

Im Sommer 1964 verlieben sich eine Studentin aus dem Osten und ein Student aus dem Westen ineinander. Er verhilft ihr zur Flucht, aber erst nach ihrem Tod entdeckt der heute Siebzigjährige, was sie ihm ein Leben lang verschwiegen hat, die gemeinsame Tochter nämlich.

Die Suche nach ihr wird zu einer narbenvollen Reise, bis er sie und auch seine Enkelin in einer völkischen Gemeinschaft in der Provinz findet. Ihre Welt ist ihm fremd.

Für die beiden Frauen wirkt der Vater und Großvater wie von einem anderen Stern. Was können sie sich voneinander erhoffen? „Der Vorleser“ hat Schlink 1995 weltberühmt gemacht, auch sein jüngstes Werk ruft förmlich nach einer Verfilmung.

Ganz großes Kino. Diogenes (www.diogenes.ch), 367 Seiten, 25 Euro.

Wie ein kleiner Art-House-Film hingegen wirkt Èdouard Louis’ Buch „Die Freiheit einer Frau“, in dem er auf knapp 100 Seiten schonungslos wie liebevoll von seiner Mutter berichtet, für die er sich als Kind und Jugendlicher schämte.

Sie hatte keine Bildung, einen Mann, der soff, zu viel Gewalt beherrschte den Alltag.

Nach Jahren ohne Kontakt treffen sich Sohn und Mutter irgendwann in einem Pariser Café, Louis erkennt seine Mutter fast nicht wieder, wie durch eine Metamorphose scheint aus ihr eine ganz andere Frau geworden zu sein, befreit und glücklich.

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel ins Deutsche übersetzt, ist „Die Freiheit einer Frau“ voller Zärtlichkeit und Hingabe geschrieben und vielleicht sogar eine Hommage an alle Mütter, deren Kinder irgendwie in der Realität verloren gegangen sind.

S. Fischer (www.fischerverlage.de), 17 Euro. 

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