Reden ist silber, Schreiben ist gold

27.11.2018 Totales Politik versagen

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Lange wurde über den UN-Migrationspakt in der Öffentlichkeit nicht diskutiert, bis die AfD das Thema auf den Tisch warf. Jetzt sind viele überrascht über die Kritik.

Gabor Steingart schrieb: "Die Unionsführung ist vom Vorstoß des Jens Spahn in Sachen UN-Migrationspakt genervt. Die Basis aber horcht auf. So viel Aufmüpfigkeit gab es in der autoritätsgläubigen CDU der Angela Merkel noch nie".

Nachdem sich CDU, CSU, SPD, FDP, Linke und Grüne für UN-Migrationspakt entschieden haben formiert sich nun erster Widerstand bei einigen Abgeordneten aus der CDU und CSU. Die Politiker haben anscheinend die Sprengkraft des Abkommens unterschätzt und wollten es ohne großes Aufsehen durchwinken.

Dazu hatten wir am 11. November schon angemerkt: "Die Bundesregierung hat die Öffentlichkeit kaum über die konkrete Bedeutung des UN-Migrationspaktes informiert – trotz der Brisanz des Themas. Wäre es nach ihr gegangen, hätte sie der Vereinbarung ohne Bundestagsdebatte zugestimmt.

Der Antrag auf eine formelle Abstimmung über den UN-Migrationspakt in der CDU/CSU Fraktion, gestellt von der CSU-Abgeordneten und ehemaligen Staatsanwältin Dr. Silke Launert, wurde von der Fraktionsführung hintertreiben".

Kommt die Diskussion zu spät?

Man fragt sich warum wird erst jetzt über die Vor- und Nachteile dieses internationalen Abkommens diskutiert? "WELT-Online" spekuliert, "es erscheint auch nicht ausgeschlossen, dass manche hofften, den Pakt schön diplomatisch und ohne großes Aufsehen verabschieden zu können".

Immer mehr Staaten verweigern dem UN-Migrationspakt ihre Unterstützung. Bis jetzt haben die Regierungen von Österreich, Ungarn, Bulgarien, Polen,Tschechien, Norwegen, China, Südkorea aber auch die Schweiz, die USA, Kanada, Japan, Australien und Israel erklärt, das Dokument nicht unterzeichnen zu wollen. Auch bei den Russen ist noch nicht sicher, ob sie das Dokument, in der jetzigen Form unterschreiben werden. Aber auch Schweden, Griechenland und Dänemark sind noch unsichere Kandidaten.

Noch vor wenigen Monaten hieß es, 192 UN-Mitgliedstaaten einigen sich auf den Migrationspakt. So wie es aussieht, haben die meisten Regierungen aber erst jetzt gelesen was da drin steht.

114.041 MAL ABGESTIMMT - 93 Prozent dagegen

Die "WELT" fragte ihre Leser, ob sich Deutschland an dem Migrationspakt beteiligen soll. 93 Prozent stimmten mit Nein. Das sagt alles über das gestörte Verhältnis zwischen Volk und unseren Parteien und Politikern aus. Gewinner ist die AfD, die als einzige Partei sich dagegen aussprach. Daraufhin wurde der AfD, die Verbreitung von Verschwörungstheorien vorgeworfen.

Gauland fragte in der Debatte: Wieso rege sich „überall“ Widerstand gegen die Erklärung, wenn es es sich dabei um eine völlig unverbindliche Vereinbarung handle, wie die Bundesregierung behaupte, fragte Gauland. „Warum wollen die USA, Ungarn, Österreich, Polen, Kroatien den Pakt nicht unterzeichnen?“ Die Antwort stehe im Pakt selbst:

Migration werde dort ausschließlich als „Quelle für Wohlstand und nachhaltige Entwicklung“ dargestellt. „Kein Wort davon, dass Migration Länder auch destabilisieren kann.“

Es sei zu erwarten, dass der Pakt der erste Schritt sei, Zuwanderung „zu einem Menschenrecht“ zu machen, das „Staatenrecht übersteigt und zu Völkergewohnheitsrecht wird“, sagte Gauland. „Millionen von Menschen aus Krisenregionen“ würden „angestiftet“, sich auf den Weg zu machen.

Linke Träumer und globalistische Eliten wollen unser Land klammheimlich aus einem Nationalstaat in ein Siedlungsgebiet verwandeln.“ Dass mit dem "Siedlungsgebiet" mag eine starke Übertreibung sein, ändert aber nichts an den Ängsten großer Bevölkerungsschichten.

Warum denn die Bundesregierung auf Zeichnung des Pakts bestehe, wenn er doch unverbindlich sei, wollte Fraktionsvize Beatrix von Storch in einer Kurzintervention wissen. Darauf ging die Regierung nicht ein, sprich keine Antwort. Und das ist das Dümmste, was die Bundesregierung machen kann, keine Antwort darauf geben, hieße ja, die AfD hat recht.

Merkel führt uns hinters Licht

Angela Merkel betonte in der heutigen Debatte am 21. November, dass der Migrationspakt nicht rechtlich bindend sei, nationale Gesetzgebung würde durch den Pakt nicht berührt. Dafür erntete sie ironisches Gelächter von einigen Abgeordneten.

AfD-Chef Alexander Gauland, der die deutsche Beteiligung am Migrationspakt im Bundestag harsch kritisierte, sprach von einem Widerspruch. Wenn der Pakt so unverbindlich sei, wie solle er dann die illegale Migration ordnen, fragte Gauland: „Können Sie der Öffentlichkeit erklären, wie das mit einem unverbindlichen Papier funktionieren soll?“

Innenminister gegen Merkel

Der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU) sagte zum Migrationspakt etwas was Merkel nicht gefallen wird. Der Jurist und ehemalige Staatsanwalt Stahlknecht widerspricht Merkels Behauptung, der Migrationspakt sei für die Bundesrepublik rechtlich nicht bindend. Stahlknecht fürchtet einen juristisch flankierten Durchmarsch aus den Kriegs- und Krisengebieten in die deutschen Sozialbudgets.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), sieht noch eigenen Worten noch immer „einen gewaltigen Informations- und Erklärungsbedarf“ zum Migrationspakt, Die Fragen, die der UN-Vertrag aufwerfe, seien noch lange nicht am Ende, sagte er WELT AM SONNTAG.

Es dürfe keine Gelegenheit ausgelassen werden, Antworten zu finden. „Verhindert werden muss, dass aus dem Abkommen Rechtsfolgen abgeleitet werden können, zum Beispiel durch Gerichte“, forderte Kretschmer.

Totales Politik Versagen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus war in seinem Wahlkreis unterwegs, und stellt in einem Gastbeitrag für "WELT-Online" fest: Sie, die Bürger, wollten nicht mit uns reden. Und sie wollten nichts mehr von einem Politiker hören.

Der Grünen-Politiker Palmer fordert von der Bundesregierung, die Vereinbarung in dieser Form nicht zu unterschreiben. Er sagte, er habe die Kritik am UN-Migrationspakt lange für eine Diskussion in der rechten Filterblase gehalten.

Boris Palmer verlangt Nachbesserung und Aufklärung

In einem Facebook-Post erläutert Boris Palmer, was aus seiner Sicht in einer zusätzlichen Protokollerklärung von der Bundesregierung klargestellt werden sollte: die Verbindlichkeit der Vereinbarung, das Ausmaß künftiger Migration, die genaue Bedeutung des Begriffs Migration und ob der Pakt das Ziel habe, die freie Meinungsbildung einzuschränken und die Diskussion kritischer Aspekte der Migration zu unterdrücken.

Aber OK, das ist ja alles nur Verschwörungstheorie, Angstmache und Hetze.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat für den Fall der Fälle aber schon die Lösung, das Schlüssewort heißt „Pampa“

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft




mehr

27.11.2018 Zweifel an Gemeinnützigkeit

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die „Deutsche Umfughilfe“ war vom eigenen Erfolg wie berauscht. Mit einer Klagewelle ohnegleichen wollte die Umwelt-Antifa die Kommunen und den gesamten Individualverkehr in die Knie zwingen. Mit Hilfe der Gerichte wollte Resch eine Massenenteignung der betroffenen Fahrzeugbesitzer durchsetzen.

Nach unzähligen Protesten und Berichte, droht jetzt das Aus für Resch und seine Unfughilfe.

Geht es Jürgen Resch an den Kragen?

Zuletzt hat die GFDK Redaktion und Gottfried Böhmer berichtet: So kann man nachlesen, dass die "Deutsche Umwelthilfe" über ein Jahresbudget von ca. 8,1 Mio.€ verfügt (www.tagesspiegel.de). Die DUH gibt im Schnitt über 250.000 Euro im Jahr für die Förderung einer Vielzahl von kleinen und mittleren Natur- und Umweltschutzprojekten aus.“ Aber Hallo, 250.000 für Umweltschutzprojekte?

250.000€ von 8,1 Mio.€, dies sind gerade 3% der anvertrauten Gesamtsumme, die die Deutsche Umwelthilfe an konkreten, Naturschutz-fördernden Maßnahmen ausgibt. Da fragt man sich, wie sind die an die Gemeinnützigkeit gekommen?

Es wird also Zeit sich diesen Verein, dem die Richter immer Recht geben, näher anzuschauen. Wir müssen uns auch die Frage stellen, warum gewinnen diese Geldeintreiber vor deutschen Gerichten?

Hilfe kommt nun von einer Seite, von der ich es nicht erwartet hätte.

Die CDU greift an

Nun kommen bei der CDU Zweifel an der Gemeinnützigkeit auf, das wurde auch höchste Zeit. Dem "Abmahnverein" soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Wie das "Handelsblatt" am Wochenende berichtete, fordert der von Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger geleitete CDU-Bezirksverband Nordwürttemberg in einem Antrag für den CDU-Parteitag im Dezember, der DUH die Gemeinnützigkeit abzuerkennen.

In dem vorläufigen Antragsbuch der CDU für den Parteitag am 7. und 8. Dezember in Hamburg empfiehlt die Antragskommission dem "Handelsblatt" zufolge den Antrag in der Fassung anzunehmen: "Die CDU Deutschlands fordert zu prüfen, ob die "Deutsche Umwelthilfe" noch die Kriterien für die Gemeinnützigkeit erfüllt."

In einem weiteren Antrag fordert Bilgers Bezirksverband dem "Handelsblatt" zufolge, die Umwelthilfe künftig von der Möglichkeit zur Erhebung von Verbandsklagen im Verwaltungsprozessrecht auszuschließen. Die Antragskommission empfiehlt hierzu, den Antrag zur weiteren Beratung an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu überweisen.

Auch die FDP ist dafür

Die FDP unterstützt die Forderung, der DUH die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. "Bei der Deutschen Umwelthilfe gehört alles auf den Prüfstand", sagte Fraktionsvize Michael Theurer dem "Handelsblatt".

Der Verein habe mit seinen auf "äußerst fragwürdigen Messwerten" basierenden Kampagnen Fahrverbote und damit kalte Enteignungen für Millionen Dieselfahrer "durchgeboxt". Dadurch sei ein erheblicher Schaden entstanden.

So ist Jürgen Resch vorgegangen, und hat dafür auch noch Steuergelder bekommen.

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Jürgen Resch [mailto:resch@remove-this.duh.de]
Gesendet: Donnerstag, 26. April 2018 11:51
An: Xxxxx deutscher Bundestag>
Betreff: Wir brauchen Ihre Unterstützung: Teilen Sie uns mit, wo die Luft durch zu viel Verkehr verpestet ist!

Sehr geehrter Herr XXXXX,

nach dem großen Erfolg unserer ersten bundesweiten Stickoxid-Messaktion im Februar 2018, startet die Deutsche Umwelthilfe vom 1. bis 30. Juni 2018 nun eine Sommer-Messaktion: www.duh.de/abgasalarm <http://www.duh.de/abgasalarm>

Wir rufen Bewohner von deutschen Städten und Gemeinden auf, uns bis zum 20. Mai 2018 mitzuteilen, wo die Luft durch Dieselabgase verpestet ist – damit wir nachmessen können!

Bei der ersten Messaktion im Februar 2018 hat die DUH gesundheitlich bedenkliche Belastungen von über 20 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter in der Atemluft an 89 Prozent der 559 Messstellen festgestellt. Und zwar auch an bisher als nicht besonders belastet wahrgenommenen Orten wie der Kleinstadt Alsfeld (53.5 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter), in Höchberg (41,6 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter) oder Budenheim (40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter).

Wir möchten daher im Juni an 500 weiteren bisher nicht untersuchten Orten und Stadtteilen einen ganzen Monat lang die Luftqualität messen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe!

Die Mittel aus dem Sofortprogramm für Saubere Luft der Bundesregierung müssen auf alle Städte und Gemeinden ausgedehnt werden, die unter gesundheitlich bedenklichen NO2-Werten leiden. Es dürfen nicht nur die wenigen Dutzenden Städte mit amtlichen Messpunkten finanziell unterstützt werden.

Gemeinsam können wir das ändern! Helfen Sie uns neue Hot-Spots der Luftbelastung aufzudecken und streuen Sie den Aufruf über Ihren Verteiler.

Zu diesem Zweck finden Sie unten einen Textbaustein, den Sie gerne nutzen können, sowie zwei verschiedene Bilder im Anhang, die Sie zur Verbreitung per E-Mail oder in den Sozialen Medien nutzen können.

Wichtig: Einsendeschluss für die Hinweise ist bereits der 20. Mai 2018.

Für Rückfragen stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Jürgen Resch

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

 

 




mehr

11.11.2018 Das Jahrhundertthema

GFDK - Reden ist Silber

Die Bundesregierung hat die Öffentlichkeit kaum über die konkrete Bedeutung des UN-Migrationspaktes informiert – trotz der Brisanz des Themas. Wäre es nach ihr gegangen, hätte sie der Vereinbarung ohne Bundestagsdebatte zugestimmt.

Der Antrag auf eine formelle Abstimmung über den UN-Migrationspakt in der CDU/CSU Fraktion, gestellt von der CSU-Abgeordneten und ehemaligen Staatsanwältin Dr. Silke Launert, wurde von der Fraktionsführung hintertreiben.

Es gab keine Abstimmung. Launert verließ schließlich den Sitzungssaal, nicht ohne eine Warnung an das Establishment zu hinterlassen. „Wundert euch nicht, wenn hier bald nur noch hundert Leute sitzen!“

Für den Morning Briefing Podcast hat Gabor Steingart mit der Klartext-Frau gesprochen. Ein Hörgenuss für die Freunde der Demokratie, eine Zumutung für den Fraktionsvorstand und die Kanzlerin. Angela Merkel, unbedingt weghören.

In einer hitzigen Debatte über den UN-Migrationspakt haben sich fast alle Parteien hinter das geplante Regelwerk gestellt. Der AfD warfen sie die Verbreitung von Verschwörungstheorien vor.

Gauland von der AfD begann die Debatte wie folgt:

„Meine Damen und Herren, Bismarck hat mal gesagt: ‚Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll.“

Wieso rege sich „überall“ Widerstand gegen die Erklärung, wenn es es sich dabei um eine völlig unverbindliche Vereinbarung handle, wie die Bundesregierung behaupte, fragte Gauland. „Warum wollen die USA, Ungarn, Österreich, Polen, Kroatien den Pakt nicht unterzeichnen?“ Die Antwort stehe im Pakt selbst:

Migration werde dort ausschließlich als „Quelle für Wohlstand und nachhaltige Entwicklung“ dargestellt. „Kein Wort davon, dass Migration Länder auch destabilisieren kann.“

Es sei zu erwarten, dass der Pakt der erste Schritt sei, Zuwanderung „zu einem Menschenrecht“ zu machen, das „Staatenrecht übersteigt und zu Völkergewohnheitsrecht wird“, sagte Gauland. „Millionen von Menschen aus Krisenregionen“ würden „angestiftet“, sich auf den Weg zu machen.

Linke Träumer und globalistische Eliten wollen unser Land klammheimlich aus einem Nationalstaat in ein Siedlungsgebiet verwandeln.“

Kein Antwort der Bundesregierung

Warum denn die Bundesregierung auf Zeichnung des Pakts bestehe, wenn er doch unverbindlich sei, wollte Fraktionsvize Beatrix von Storch in einer Kurzintervention wissen. Darauf ging die Regierung nicht ein, sprich, keine Antwort.

Der Migrationspakt der Vereinten Nationen dient den deutschen Interessen. Da waren sich die Vertreten von CDU, CSU, SPD, FDP, Linken und Grünen im Bundestag einig. Und widersprachen damit scharf der AfD.

Es wurde laut im Bundestag

Die möchte, dass die Bundesregierung dem Abkommen im Dezember nicht zustimmt, weil Deutschland damit seine Souveränität preisgebe, behauptete Fraktionschef Alexander Gauland.

Es drohe eine Einwanderung in die Sozialsysteme. Millionen von Menschen aus Krisenregionen würden angestiftet, sich auf den Weg zu machen. "Linke Träumer und globalistische Eliten wollen unser Land klammheimlich aus einem Nationalstaat in ein Siedlungsgebiet verwandeln", sagte er.

Da wurde es laut im Bundestag. Das sei eine Verschwörungstheorie, Angstmache und Hetze, hieß es von den anderen.

Selbst in der Union gab es vor dieser Debatte  Stimmen, die vor einer Annahme des Pakts warnten. Es sei ein Nachteil, dass hier Flucht- und Arbeitsmigration miteinander vermischt würden, warnte der CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt. Er werde dafür werben, den Pakt in seiner jetzigen Verfassung nicht anzunehmen.

Der Migrationspakt der Vereinten Nationen soll im Dezember in Marrakesch unterzeichnet werden. Deutschland hat das Abkommen mit verhandelt. Unter anderem die USA, Österreich, Ungarn sind nicht dabei.

Dazu kommt noch: Die Bundesregierung hat erfolglos versucht, Grüne und Linke für einen Gesetzentwurf zu sicheren Herkunftsländern zu gewinnen. „Wir lehnen diesen Gesetzentwurf natürlich ab“, sagte Grünen-Abgeordnete Luise Amtsberg.

Für die von der großen Koalition geplante Einstufung der Maghreb-Staaten Tunesien, Marokko und Algerien sowie Georgien als sichere Herkunftsländer zeichnet sich keine Unterstützung der im Bundesrat benötigten Grünen ab.

Claudia Roth fordert eine Ausweitung des Asylrechts - Vor dem Parteitag der Grünen hat Claudia Roth eine Ausweitung des Asylrechts etwa für Klimaflüchtlinge gefordert.

Die vorsätzliche Naivität des Papiers verblüfft

Zum Schluß noch einige Anmerkungen von Gabor Steingart: "Offiziell heißt das strittige Dokument Globaler Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration. Wenn man diese Beamtenprosa in voller Länge liest, ist man klüger, aber überzeugt ist man nicht.

Die Welt wird mit den Augen der Migranten gesehen. Der Gedanke, dass die einen ihre Heimat verlassen und damit die Heimat der anderen nicht nur besuchen, sondern womöglich kulturell und ökonomisch verändern, wird hier nicht gedacht.

Das Papier stammt aus der Feder von Menschen, die offenbar keine Kriminalitätsstatistik gelesen und das Geschäftsmodell der internationalen Schleuserindustrie nie studiert haben. Vorgelegt wurde eine Liebeserklärung an die Migranten. Notwendig wäre eine Gebrauchsanweisung für den richtigen Umgang mit diesem Jahrhundertthema."

Weiter so?

Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den UN-Migrationspakt gegen wachsende Kritik verteidigt. „Es sind vor allem rechtspopulistische Parteien, die versuchen, aus dem Migrationspakt ein Verhetzungspotenzial zu ziehen“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zugleich verteidigte Kramp-Karrenbauer die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft




mehr

08.11.2018 Früher war alles besser

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

War die Welt früher ein besserer Ort? Ja, sagen 67 Prozent in einer Bertelsmann-Umfrage in fünf EU-Staaten. Die Studie fand heraus, dass für eine Mehrzahl der Menschen in Europa und auch in Deutschland der Satz gilt: Früher war alles besser.

Was hat das mit Nostalgie zu tun?

61 Prozent der Deutschen seien in Zeiten des Wandels und der Verunsicherung ins Lager der „Nostalgiker“ geflüchtet. Und diese Menschen seien eher alt als jung und eher rechts als links im politischen Spektrum angesiedelt, sagt Isabell Hoffmann, Leiterin dieser Studie, dem Journalisten Gabor Steingart.

Na ja, ich sage mal so: Junge Menschen können wohl kaum beurteilen, ob früher alles besser war, es sei denn, sie sehnen sich an ihre Wiege zurück, solls ja auch geben.

Dass die Älteren sich an gesicherte Arbeitsplätze, eine bessere Gesundheitsvorsorge, (was zahlt heute noch die Krankenkasse?) oder zum Beispiel, dass man mit einem Einkommen, ein Haus bauen konnte und mit der Familie zwei mal im Jahr in den Urlaub reiste, noch sehr gut daran erinnern können, ist ja auch kein Wunder.

Daran können sich eben nur die Älteren erinnern. Die Aussage "Früher war alles besser" trifft in diesen, und noch viel mehr, anderen Punkten zu. Dass in Deutschland 61 Prozent eher "Rechts" sein sollen, kann ich nicht nachvollziehen, es sei denn, man würde alle Bürgerlichen, "Rechts" verorten.

Besonders nostalgisch sollen die Italiener ein. Auffällig: Männer trauern der Vergangenheit eher nach als Frauen, so die Stiftung.

Zwei Drittel der Europäer sind einer Umfrage zufolge der Meinung, die Welt sei früher ein besserer Ort gewesen. Das ist das Ergebnis der repräsentativen "eupionions"-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung unter fast 11.000 Menschen aus fünf europäischen Ländern.

Die Italiener sind mit 77 Prozent besonders nostalgisch, die Polen mit 59 Prozent hingegen deutlich weniger. In Deutschland geben 61 Prozent der Bevölkerung an, die Welt sei früher eine bessere gewesen. In Frankreich und Spanien ist die Situation ähnlich wie in Deutschland.

Nostalgiker sind gefährlich, weil sie sich erinnern können

Für die Bertelsmann-Stiftung ist das alles ganz einfach. Wer sich an die besseren Zeiten erinnern kann, ist kein Realist, sondern ein Nostalgiker, und vor diesen muß man uns warnen.

Die Autoren der Studie appellierten an die bürgerlichen Parteien, sich von populistischer "Nostalgie-Rhetorik" abzugrenzen und konstruktive Gespräche zu suchen.

"Wenn Parteien Ängste und Unsicherheiten für ihre Wahlerfolge ausnutzen, um eine nie dagewesene goldene Vergangenheit zu beschwören, ist das fahrlässig", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung, Aart De Geus.

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

mehr

01.11.2018 Diener des Kapitals

GFDK - Reden ist Silber - Willy Wimmer

Friedrich Merz ist Gründungsmitglied des Fördervereins für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und des Frankfurter Zukunftsrates, Blackrock-Aufsichtsrat, Atlantikbrücken-Chef, Trilaterale Kommission, und INSM-Gründer.

Stellt sich die Frage, ist das der richtige Mann, an der Spitze der CDU? Wenn es nach Gabor Steingart ginge JA, andere sehen das nicht so. Die Bewerbung von Friedrich Merz für den CDU-Parteivorsitz verändert das Spiel um die Macht, schreibt Steingart, und führt zehn Gründe an, warum er der richtige Mann ist.

Willy Wimmer, Parlamentarische Staatssekretär a.D. beim Bundesminister der Verteidigung, kommentiert die Kandidatur von Friedrich Merz, der Chefposten bei der Atlantik-Brücke und beim US-Finanzgiganten BlackRock inne hat, für den CDU-Parteivorsitz.

von Willy Wimmer

Die Kandidatur von Merz für den Parteivorsitz ist von langer Hand vorbereitet und am Samstag letzter Woche finalisiert worden. Vertraute im Lande wurden darüber unterrichtet, dass er im Fall einer Abwahl von Bouffier noch am Sonntagabend seine Kandidatur zum Parteivorsitz ankündigen werde, ansonsten zwei Wochen Bedenkzeit vorziehe.

Eine Kandidatur von Merz bedeutet, die CDU völlig als Ableger US-amerikanischer Politik der Globalisten bewerten zu müssen. Die US-amerikanischen Herrschaftsinstrumente liegen bei Friedrich Merz mit dem Chefposten bei der Atlantik-Brücke und der Funktion des Aufsichtsratschefs des Finanzgiganten BlackRock klar auf der Hand.

Die Verzweiflung in der CDU muss gigantisch sein, ein derartiges Risiko mit Herrn Merz eingehen zu wollen. Merkel hinterlässt in jeder Beziehung „verbrannte Erde“ innerhalb der CDU/CSU, die sich wie die SPD unter und nach Schröder von Merkel nicht wird erholen können. Deutschland steht politisches Siechtum bevor.

Merz, der Diener des Volkes, oder Diener des Kapitals

Merz werde Chefkontrolleur der Blackrock Asset Management Deutschland AG, teilt das Unternehmen mit. Zudem werde er eine "weiter gefasste Beraterrolle einnehmen", in der er "die Beziehungen mit wesentlichen Kunden, Regulierern und Regierungsbehörden in Deutschland für Blackrock fördern wird". Sprich: Merz wird offenbar wichtiger Lobbyist des Investmentriesen in Deutschland.

Für das US-Unternehmen wird Merz, der 60-jährige Rechtsanwalt damit zur Schlüsselfigur seiner Wachstumsstrategie in Europa. Merz werde einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Geschäft in Deutschland weiter voranzutreiben, so David Blumer, Leiter von Blackrock in der Region Europa, Naher Osten und Afrika.

Auch Christian Staub, Blackrock-Chef für Deutschland, Schweiz, Österreich und Osteuropa, gibt sich überzeugt, Merz werde mit seiner Expertise und Erfahrung zu weiterem Wachstum beitragen.

Blackrock ist die weltweit größte unter den Gesellschaften, die Gelder institutioneller und privater Anleger verwalten. Zuletzt managte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge ein Anlagevolumen von insgesamt 6,3 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich, die deutsche Wirtschaftsleistung beträgt in einem Jahr 3,7 Billionen Dollar.

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

 

mehr

31.10.2018 Missbrauch bekämpfen

GFDK - Reden ist Silber - Dr. Lindsey Blumell

Dr. Lindsey Blumell, Fachbereich für Journalismus, City University of London - #metoo ein Jahr später: "Journalisten sollten die Ursachen für sexuellen Missbrauch bekämpfen"

Laut „New York Times“ haben im vergangenen Jahr rund 200 Männer in hohen Positionen ihren Job verloren, nachdem ihnen sexuelle Übergriffe vorgeworfen wurden. In knapp der Hälfte der Fälle seien sie durch Frauen ersetzt worden, berichtete die Zeitung.

rape culture in Wort, Schrift und Bild

Die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Tarana Burke startete die Metoo-Kampagne 2006, um Opfer von sexuellem Missbrauch, insbesondere schwarze und farbige Frauen, zu unterstützen.

Aber als sie sich ihren Weg in das öffentliche Bewusstsein bahnte, um zum populären weltweiten Hashtag mit unerhörter Reichweite zu werden, nachdem der Weinstein-Skandal vor 12 Monaten ausbrach, reagierten die Medien.

Nachrichtenagenturen berichteten über Weinstein und Hunderte von anderen Angeklagten, und eine Reihe von Fernsehserien und Filmen zogen #metoo in ihre Handlungsstränge ein. Das sind alles positive Schritte.

Aber während sich die Medien regelmäßig auf #metoo beziehen, politisiert die Berichterstattung im Allgemeinen weiterhin sexuellen Missbrauch und behandelt ihn als selten und schockierend, anstatt als systemisches Ergebnis der Vergewaltigungskultur.

Die Vergewaltigungskultur bezieht sich auf die Normalisierung des sexuellen Missbrauchs durch die Verabschiedung mehrerer Vergewaltigungsmythen wie "Anklägerlüge", "Vergewaltigung ist nicht schlimm", "es war nur ein Zufall", "sie wird das Leben des Angeklagten ruinieren", und "das Opfer hat darum gebeten".

Vergewaltigungsmythen sind vor allem in der politischen Berichterstattung präsent. Die Vergewaltigungskultur hängt von Machtstrukturen ab, die die Angeklagten begünstigen und die Opfer benachteiligen - und die Medien halten allzu oft an der Vergewaltigungskultur fest, indem sie nur selten Vergewaltigungsmythen in Frage stellen und den Machthabern in der Regel das größte Mitspracherecht geben.

Mit sehr wenigen Verurteilungen hat sich in letzter Zeit ein beträchtlicher Teil der Berichterstattung mit der Frage beschäftigt: "Ist #metoo zu weit gegangen?"

Journalisten werden oft letztendlich von Machtstrukturen geleitet, in denen die Vergewaltigungskultur gedeiht und der Status quo erhalten bleibt.

Bevor zu viele Comebacks für die Angeklagten im Zeitalter von #metoo geplant werden, müssen die Medien erkennen, dass mehr getan werden muss, um zu verstehen, warum sexueller Missbrauch überhaupt stattfindet - und was dagegen getan werden kann.

Über City, University of London
 
City, University of London ist eine internationale Hochschule, die sich der akademischen Exzellenz verschrieben hat, mit einem Fokus auf Wirtschaft und Beruf und einem beneidenswerten zentralen Standort in London.

Das akademische Angebot der Stadt ist breit gefächert mit weltweit führenden Schwerpunkten in den Bereichen Wirtschaft, Recht, Gesundheitswissenschaften, Mathematik, Informatik, Ingenieurwesen, Sozialwissenschaften und Kunst einschließlich Journalismus und Musik.

City hat rund 19.500 Studenten (35% auf Postgraduiertenniveau) aus mehr als 150 Ländern und Mitarbeiter aus über 75 Ländern.

Im letzten REF (Research Excellence Framework) verdoppelte City den Anteil ihres gesamten akademischen Personals, das weltweit führende oder international herausragende Forschung leistet.

Mehr als 130.000 ehemalige Studierende aus über 180 Ländern sind Mitglieder des City Alumni Network.

Die Geschichte der Universität geht auf das Jahr 1894 zurück, mit der Gründung des Northampton Institute auf dem heutigen Campus der City.  Im Jahr 1966 erhielt City den Universitätsstatus durch die Royal Charter und der Oberbürgermeister von London wurde sein Rektor  Im September 2016 trat City dem Verband der University of London bei und die Prinzessin Royal wurde Rektorin der City.

Unter der Leitung des Präsidenten, Professor Sir Paul Curran, investiert City seit 2010 in ihre akademischen Fachkräfte, ihren Immobilienbestand und ihre Infrastruktur und arbeitet weiter an der Verwirklichung ihrer Vision einer weltweit führenden Universität: Sie hat kürzlich eine neue Vision & Strategie 2026 vereinbart.

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

mehr

30.10.2018 Schein und Sein beim Bauhaus

GFDK - Reden ist Silber

Das Bauhaus sei links gewesen, konnte man zuletzt in allen Gazetten lesen. Besonders Nils Minkmar, der "Spiegel-Autor", wollte uns das weismachen. Aber stimmt das auch?

Der Autor Don Alphonso ist da ganz anderer Ansicht als Nils Minkmar und findet, man sollte etwas genauer hinschauen und überlegen, was das Bauhaus war, wer dort arbeitete, und was die betreffenden Personen so taten, schreibt er für "Welt-Online".

Schein und Sein beim Bauhaus

Die Linke Punkband Feine Sahne Fischfilet sollte am 6. November im Bauhaus in Dessau auftreten. Das ZDF hatte die Band für die Reihe „zdf@bauhaus“ eingeladen. Die Bauhaus-Direktion Claudia Perren, eine etwas ängstliche Dame, hat das Konzert, aus Angst vor den "Rechten" dann aber abgesagt. So weit so gut.

Das kommentierte die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ als erbärmlich, diese sei vor dem Druck von AfD und der Neonazi-Szene eingeknickt. Das rief umgehend die Kulturjournalisten der Gazetten auf den Plan, die das Bauhaus und deren Künstler, posthum allesamt als Vertreter der Linken-Bewegung verkaufen wollten. Auf diese abwegige Idee muß man erst einmal kommen.

Bauhaus-Künstler für die NSDAP

Don Alonso rückt die Stühle zurecht, und schreibt: "Der letzte Leiter des Bauhauses Mies van der Rohe unterzeichnete mit 36 anderen den Aufruf der Kulturschaffenden an das deutsche Volk, für Adolf Hitler zu stimmen.

Der Designer des berühmten Barcelona Sessels blieb erst einmal in Deutschland, weil er dort weiter tätig sein wollte. Erst 1938 wanderte Mies van der Rohe unter Druck in die USA aus.

Sein Zaudern und Taktieren im Dritten Reich hat ihm damals nicht geschadet, aber es steht im deutlichen Gegensatz zur Behauptung, „das Bauhaus“ sei durchweg links und im Widerstand gegen die Nazis gewesen.

Den Aufruf unterzeichneten neben Mies van der Rohe auch der berühmte Architekt Emil Fahrenkamp und der Maler Emil Nolde, der sich einerseits ein Haus von Mies van der Rohe gewünscht hatte, und sich andererseits der NSDAP willig anbot.

Herbert Bayer war Leiter für Druck und Reklame in Dessau, gestaltete Bücher und Ausstellungen für das Bauhaus und emigrierte 1938, nicht ohne davor auch Ausstellungen für den NS-Staat mit arischen Recken verantwortet zu haben.

Der Meisterschüler und Büroleiter des Bauhausgründers Gropius war Ernst Neufert, der 1936 auswandern wollte, dann aber mit einem Buch über Baunormen in Deutschland immensen Erfolg hatte und unter Albert Speer zu einem wichtigen Berater des Dritten Reiches in Baufragen aufstieg.

Er wurde Reichsbeauftragter für Baunormung und von Hitler in die Gottbegnadetenliste aufgenommen, um dann später in der BRD bruchlos weiter im Stil der Neuen Sachlichkeit zu bauen. Das wird in der Wissenschaft inzwischen kritisch gesehen, aber in der Öffentlichkeit gilt das Bauhaus weiterhin als links.

Die Verachtung dieser Musikgruppe für die Bundesrepublik Deutschland, das wörtlich als „Dreck“ bezeichnet wird, die Zumutung des ZDF, so etwas zu finanzieren, und die Propaganda des DDR-Regimes, die heute wieder als Wahrheit gilt, sind der eigentliche Skandal dieser Absage." So weit Don Alonso.

Die Bauhaus Stiftung rudert zurück

"Nach der heftigen öffentlichen Diskussion um den abgesagten Auftritt der Band Feine Sahne Fischfilet hat die Theaterleitung verstanden, dass der Diskurs über Kunst nur geführt werden kann, wenn die Kunst sich unbedingt in aller Freiheit präsentieren kann.


Die abschlägige Antwort auf eine kurzfristige Anfrage der Medien war schlecht überlegt und falsch. Daher hat das Theater Kontakt mit der Band aufgenommen, um Entschuldigung gebeten und den Akteuren in Dessau, die sich um einen alternativen Spielort bemühen, Hilfe und Beteiligung, sei es im Theater oder anderswo, angeboten.

Als das heutige Gebäude des Theaters errichtet wurde, wurden Künstler gegängelt, an der Ausübung ihres Berufs gehindert und massenweise vertrieben, verschleppt und getötet. Dem Theater ist bewusst, dass Versuchen, die Kunst zu behindern, jederzeit entgegengetreten werden muss".

Anhaltisches Theater Dessau

Und schon wieder wird etwas sehr Wichtiges verschwiegen. Die Nazis haben einige Bauhaus-Künstler vertrieben, umgebracht wurden diese aber nur von den Kommunisten.

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

 



mehr

22.10.2018 müssen wir Druck machen

GFDK - Reden ist Silber

Aufruf von "Aufstehen" - Die Bundesregierung plant, den Rüstungshaushalt von derzeit 38,52 Milliarden Euro auf 42,9 Milliarden Euro in 2019 zu erhöhen. Das ist eine Steigerung um 4,38 Milliarden Euro. Mit dieser Summe könnte die GroKo:

Brauchen wir noch mehr Waffen?

schnell, kostengünstig und ökologisch Kitas für 146.000 Kinder bauen
oder die allein im Jahr 2017 in Deutschland geschlossenen 175 öffentlichen Schwimmbäder wieder eröffnen und 263 neue errichten
oder die Sanierung der maroden Brücken in Deutschland beschleunigen
oder allen Erstklässlern ein beitragsfreies Jahr in einem Sportverein schenken – inklusive eventuell notwendiger Sportbekleidung.

Das tut die GroKo nicht und deshalb müssen wir Druck machen vor der Bundestagsabstimmung über den Bundeshaushalt im November. In den kommenden Tagen starten wir unsere Kampagne „Würde statt Waffen", zu der wir Dir Vorschläge für Aktionsideen zusenden.

Wir planen zwei bundesweite Aktionstage: am Samstag, den 03.11.2018 und am Samstag, den 17.11.2018.

Der 3. November ist zugleich auch ein Aktionstag der Kampagne „abrüsten statt aufrüsten", die wir begrüßen – den Aufruf kannst du hier online unterzeichnen und weiterverbreiten.

Aufstehen möchte überall im Land mit den Menschen ins Gespräch kommen und sie fragen: „Wollt Ihr wirklich, dass Milliarden mehr für Waffen ausgegeben werden?" Wir meinen, es ist nicht im Interesse der Mehrheit, immer weiter aufzurüsten. Deshalb: Geld in die Wiederherstellung des Sozialstaates statt Militär und Rüstung.

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

mehr

21.10.2018 US Zwischenwahlen

GFDK - Reden ist Silber

Vor fast zwei Jahren hat Gottfried Böhmer geschrieben: Die Presse schäumte zum Amtsantritt von Donald Trump. "Keine 100 Tage Toleranz für Trump". Journalisten mahnen uns alle vor einem "bauernschlauen Geschäftsmann", so die "ZEIT".

Trump ist kein Betriebsunfall

Der stellvertretende Chefredakteur des "ZDF" Elmar Theveßen meinte, " Trump sei eine Gefahr für sein Land und die ganze Welt", und kündigte ihm den Kampf an. Daraus ist wohl nichts geworden, wie man nun sieht.

Donald Trump verzeichnet nur Erfolge. Amerikas Bergleute, die Bauern und die Autoindustrie profitieren vom neuen NAFTA Abkommen. Die Arbeitslosenquot liegt mit 3,7 Prozent so niedrig wie seit 1969. Unter Trump nahmen die Arbeitsplätze um zwei Prozent zu, bei Obama nur um 0,1 Prozent.

Die Unternehmensgewinne sprudeln, wie eine Ölquelle. Trumps Steuerreform (Volumen: 1,5 Billionen US-Dollar) hat der Wirtschaft Flügel verliehen. Trump senkte die Unternehmenssteuern von 35 auf 21 Prozent, davon profitieren auch die mittleren Einkommen.

Dazu schrieb Böhmer damals: Dumm ist nur, dass Trump immer mehr Erfolge einfahren kann. Apple will in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden US-Dollar in den USA investieren und 20 000 neue Stellen schaffen.

Als Ergebnis der Steuerreform von Donald Trump will Appel 38 Milliarden Dollar als Steuer auf im Ausland angesammelte Gewinne an den US-Fiskus zahlen und mehr als 250 Milliarden Dollar zurück in die USA holen, die im Ausland gelagert wurden. Viele weitere Unternehmen werden dem folgen.

Eine ganze Reihe von US-Konzernen hat schon Milliarden Investitionen angekündigt, wenn nur die 500 größten Firmen der USA durchschnittlich 2 Milliarden Dollar investieren, sind das schon EINE BILLIONEN Dollar. Es könnte auch noch viel mehr werden.

Gabor Steingart bringt es auf den Punkt, ich möchte fast sagen wie immer: Trump befindet sich im Endspurt zu einem Wahltag, der womöglich nicht mit einem Sieg, sondern mit einem Triumph für ihn endet.

Nichts deutet auf einen Durchmarsch der Demokraten hin. Die Arbeitsteilung hat sich wie folgt eingebürgert: Sie besitzen die Moral, er erreicht die Menschen. Sie beherrschen den hohen Ton, er die niederen Gefühle. Sie überzeugen das Feuilleton, er die Wähler.

Mit politischer Korrektheit und moralischer Entrüstung über Trump, werden die Demokraten keinen Blumentopf gewinnen. Die Mehrheit der Kongressabgeordneten ist republikanisch, und das wird wohl so bleiben.

In den 50 US-Bundes-Staaten stellen die Repulikaner 34 Gouverneure, die Demokrate gerade mal 16. Selbst wenn sie hier ein paar dazu gewinnen, ändert das nichts an dem Machtverhältnis.

Den Schlußpunkt setzt Gabor Steingart so: Trump ist kein Betriebsunfall, wie viele in Europa, und die meisten in Deutschland glauben, sondern die politische Antwort auf eine gesellschaftliche Magenverstimmung. Er hätte genauso schreiben können, auch die AfD ist kein Betriebsunfall, die Magenverstmmung trifft auch auf Deutschland zu.

Gabor Steingart, 56, ist Journalist und Buchautor. Sein kostenloses Morning Briefing erhalten Sie hier: www.gaborsteingart.com

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft



mehr

20.10.2018 Feldzug und Hexenjagd

GFDK - Reden ist Silber

Staatsanwälte, Gerichte, Umweltverbände, die "grünen" und die Unfughilfe gegen das Auto. Auch die SPD droht VW, BMW und Daimler. Und die Große Koalition streitet derzeit über mögliche Milliarden-Bußgelder für die Autobauer. 900.000 Arbeitsplätze stehen allein beim Diesel auf dem Spiel. Der Vorstandschef von VW, Herbert Diess warnte vor weiteren Belastungen für das Unternehmen.

Die Folgen von Dieselgate, die Umstellungen auf den neuen, realitätsnäheren Prüfzyklus WLTP und die strengeren Vorschriften beim Ausstoß des Klimagases CO2 könnten Volkswagen und die gesamte Branche überlasten.

Feldzug und Hexenjagd gegen das Automobil

Wir sind es gewohnt, dass das Auto in der Kritik steht. Der jetzige Feldzug gegen die individuelle Mobilität und damit gegen das Auto nimmt jedoch existenzbedrohende Ausmaße an“, sagte Diess auf einer VW-Veranstaltung in Wolfsburg, wie "Welt-Online" berichtete.

Schüsselindustrie in Deutschland in Gefahr

Und die Folgen für die Schüsselindustrie in Deutschland könnten fatal sein: „Wer sich ehemalige Autohochburgen wie Detroit, Oxford-Cowley oder Turin anschaut, der weiß, was mit Städten passiert, in denen einst starke Konzerne und Leitindustrien schwächeln.

Aus heutiger Sicht stehen die Chancen vielleicht bei 50:50, dass die deutsche Automobilindustrie in zehn Jahren noch zur Weltspitze gehört, warnte Diess.

Ich möchte, dass Wolfsburg und Ingolstadt, Stuttgart und München auch in zehn, 15 und 20 Jahren noch lebendige Industriezentren sind“, sagte Diess.

Wenn die deutsche Schlüsselindustrie in die Knie geht und die ersten Massenentlassungen anstehen, können sich die Arbeitnehmer auch bei den deutschen Gerichten bedanken. Die Alltagsmobilität und die Wohlstandsgaranten der Bundesrepublik Deutschland stehen auf dem Spiel, wenn dieser Feldzug gegen das Auto nicht aufhört.

Ralf-Dieter Brunowsky stellte schon vor einiger Zeit die richtige Frage: "Will man jetzt alle Vorstände von Daimler, VW, Audi, Porsche und BMW in Untersuchungshaft bringen? Will Deutschland sich den neben der Telekommunikation wichtigsten industriellen Ast absägen, auf dem es sitzt?"

Der Deutsche Saubermann

Zuletzt haben wir dazu geschrieben: Hauptsache man kann den deutschen Saubermann spielen und dabei auch noch nachhaltig der deutschen Wirtschaft schaden. Glaubt irgendein Depp, dass es ein US-Staatsanwalt wagen würde, sich mit den US-Konzernen-Managern anzulegen, um ein US-Unternehmen zu schädigen? Das machen nur die Deutschen.

Dieselfahrverbote vernichtet Daimler Wert

"Maßgeblich" sei "ein Anstieg der erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen in verschiedenen Regionen betreffend Mercedes-Benz-Dieselfahrzeuge", teilte der Autohersteller in Stuttgart mit.

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft

 


mehr
Treffer: 745