Reden ist silber, Schreiben ist gold

19.02.2021 Der Monopolist Facebook

GFDK - Reden ist Silber

Als Facebook heute den Australiern untersagte, Nachrichteninhalte auf seiner Plattform zu teilen, enthüllt eine Untersuchung des Press Gazette, wie der Technologieriese von der Förderung irreführender staatlich geförderter Nachrichten in anderen Ländern profitiert.

Unsere Untersuchung zeigt, wie China einerseits seinen eigenen Bürgern das Ansehen von Facebook verbietet, andererseits seine eigenen Medien auf der Plattform bewirbt.

Insbesondere nutzt China Facebook, um dem evidenzbasierten Journalismus über die Unterdrückung der uigurischen muslimischen Minderheit zu widersprechen.

Imran Ahmed, Geschäftsführer des Zentrums zur Bekämpfung des digitalen Hasses, stellte die Ergebnisse der Untersuchung des Press Gazette vor und sagte:

„Es ist nicht widerlich, dass Facebook Geld nimmt, um die Propaganda des chinesischen Staates zu fördern, die die Realität leugnet, dass ihr Staat an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt ist gegen uigurische Muslime. “

Dominic Ponsford, Chefredakteur der Press Gazette, sagte: „Unsere Untersuchung zeigt, dass Facebook erneut von der Verbreitung schädlicher Inhalte auf seiner Plattform profitiert.

„In Australien ist es den Bürgern verboten, Inhalte von echten Nachrichtenorganisationen inmitten einer Pandemie zu teilen, als evidenzbasierter Journalismus noch nie so wichtig war. Sie hat dies getan, weil sie befürchtet, dass sich das Angebot der australischen Regierung zur Regulierung weltweit ausbreiten könnte.

„Unsere Untersuchung zeigt jedoch, dass die Notwendigkeit dieser Regelung noch nie so dringend war. Wir wussten bereits, dass Facebook Leben gefährdet, indem es die Verbreitung von Fehlinformationen über Coronaviren zulässt.

"Die Nachricht, dass es mitschuldig ist, die Notlage der uigurischen Muslime zu vertuschen, und dass es davon profitiert, markiert einen neuen Tiefpunkt für das Unternehmen."

Facebook hat in Australien den Zugang zu journalistischen Nachrichten blockiert, weil ihm ein dortiges Mediengesetz nicht gefällt. Der Fall zeigt: Wo Monopole entstehen, sind Machtmissbrauch und Hybris nicht weit. Die Politik muss endlich reagieren schreibt auch WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt

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18.02.2021 Fotopreis Prix Picet

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Unter dem Titel „confinement“, auf Deutsch Haft, hat der Verlag teNeues (www.teneues.com) jetzt eine beeindruckende fotografische Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie veröffentlicht.

43 internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen auf 111 Seiten Werke, die sich mit ihrer ganz persönlichen Sichtweise während der noch immer anhaltenden Isolation beschäftigen.

Es sind Landschaftsaufnahmen, Portraits, Architekturaufnahmen und Stillleben, die diese nie dagewesene Situation spiegeln, einen schier nie enden wollenden Lockdown, in dem Künstler weltweit meist als nicht systemrelevant bezeichnet werden und schlussendlich auf sich selbst gestellt, vielleicht sogar verlassen worden sind.

Die in dem großformatigen Buch vorgestellten Künstlerinnen und Künstler wurden allesamt für den renommierten Fotopreis Prix Picet nominiert.

Die Auszeichnung wird an Fotografen vergeben, die sich insbesondere der Nachhaltigkeit der Natur verschrieben haben.

„confinement“ ist ein einzigartiges wie wertvolles Zeitdokument aus einer außergewöhnlichen Epoche, von der die Welt plötzlich überrascht wurde und kostet 39,90 Euro.

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11.02.2021 Die USA sind rassistisch wie sexistisch

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Die „männliche Vorherrschaft“ in den USA ist Inhalt des neuen Buches der New York Times-Bestsellerautorin Ijeoma Oluo mit dem deutschen Titel „Das Land der weißen Männer“, das im amerikanischen Original treffender „Mediocre. The Dangerous Legacy of White Male America“, übersetzt also „Mittelmäßig.

Das gefährliche Erbe des weißen, männlichen Amerikas“, heißt. Nichtsdestotrotz, es geht ja um den Inhalt, und der hat es in sich. Auf 383 Seiten rechnet Oluo gnaden- wie schonungslos mit einem Land ab, dessen Mythos auf Lügen gebaut wurde.

Denn schon immer ging es ihrer Überzeugung nach um weiße Männer, die sich über andere hinwegsetzten. Angefangen beim Genozid an den Ureinwohnern über die Sklaverei bis hin zu Donald Trump,

Oluo analysiert, auch anhand ihrer eigenen Biografie, wie Gewalt und Machtmissbrauch die USA zu dem Land gemacht haben, was es heute ist:

Eine rassistische wie sexistische Weltmacht. Darüber hinaus zeigt sie aber auch auf, wie Wunden geheilt und Vertrauen wieder hergestellt werden könnten.

Durch progressive Weiße, wie der neu gewählte Präsident Joe Biden, zum Beispiel. Ich meine indes, dass dies schon ein Generationenvertrag sein müßte, keine Amtszeit oder zwei können das reparieren, was in über 250 Jahren zerstört wurde, denn kaum ein Land kultiviert seinen eigenen Mythos, wahr oder unwahr, so geschickt und manipulativ wie die USA.

„Das Land der weißen Männer“, erschienen bei Hoffmann und Campe (www.hoca.de) für 25 Euro, ist ein überaus wichtiges Buch, denn es deckt auf, was wirklich hinter der Propaganda des angeblich „Amerikanischen Traums“ steckt: oft nur ein Albtraum. 

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05.02.2021 „Blase gut - alles gut.“

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Eigentlich, so dachte ich zumindest, ist eine gemeine Blasenentzündung eher reine Frauensache. Weit gefehlt. Als es mich erwischte, dazu muß ich sagen, dass ich Antibiotika zu vermeiden versuche und bei Krankheiten erstmal nach Hausmitteln recherchiere, fand ich im Internet folgendes Buch mit dem leider unglücklichen Titel: „Blase gut - alles gut.“

Geschrieben von einem echten Arzt, Prof. Dr. med. Stephan Roth, Direktor der Urologischen Universitätsklinik Wuppertal, Lehrstuhlinhaber für Urologie an der Universität Witten/Herdecke und den das Nachrichtenmagazin Focus als einen der besten Ärzte Deutschlands gekürt hat, findet man das geballte Wissen über die Blase und wie sie bei Entzündungen, Inkontinenz, Harndrang und anderen Unannehmlichkeiten selbst, aber auch durch eine Fachperson zu behandeln ist.

Denn die Hoffnung auf eine Wunderpille gegen diese Probleme werde leider oft enttäuscht, schreibt Roth. Mit seinem Buch will er bewirken, dass Blasenprobleme kein Tabuthema mehr sind und wir mit unseren Beschwerden nicht mehr, wie es seine Erfahrung ist, zu spät zum Arzt gehen.

So sind die 288 Seiten eine Art Blasenschule für alle. Mir auf jeden Fall haben seine Ratschläge geholfen, und ich gehe jetzt auch bewußter mit diesem lebenswichtigen Organ um. „Blase gut - alles gut“ ist bei Books on Demand (www.bod.de) erschienen und kostet 14,99 Euro. Weitere Informationen zum „Herz im Unterleib“ gibt es darüber hinaus auf www.blasendoktor.de

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02.02.2021 Reportagen über die jüngsten Kriegsgebiete

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„Menschlichkeit in Zeiten der Angst“ heißt das neue Buch der deutschen Fotoreporterin Julia Leeb, in dem sie in Reportagen über die jüngsten Kriegsgebiete und versuchten Revolutionen unserer Welt berichtet:

Libyen 2011, Ägypten 2012, Kongo 2015, Sudan 2017, etc. Die meisten der von ihr geschilderten Regionen kenne ich persönlich, im Kongo haben wir sogar einen gemeinsamen Freund.

Horeb, der mich auch sicher in Gegenden geführt hat, in die sonst kein Weißer kommt. Leebs Fakten und Schilderungen stimmen meiner Erfahrung nach:

Das Buch lebt nicht von Übertreibungen sowie Superlativen, sondern von den leisen Tönen, wie zum Beispiel ihre Begegnungen mit Frauen, die durch Mut und Zuversicht immer wieder Schönheit und Hoffnung in die meist verlorenen Gegenden dieses Planeten bringen.

Besonders mutig finde ich Leebs Bericht vom Tahrir-Platz in Kairo im Februar 2012, wo sie von einem Mob von Männern mißbraucht wurde und nur haarscharf mit dem Leben davonkam.

Doch ihre Stunde hatte noch nicht geschlagen; so konzentriert sich die in München geborene Reporterin, ihr Alter hält sie geheim, ich schätze sie auf Mitte 30, weiter aufs reale Leben, ungefiltert und chaotisch, von dem die meisten Menschen hier (vielleicht zum Glück) nie etwas mitbekommen werden, außer aus den Nachrichten, wohl sortiert und redaktionell aufgearbeitet.

„Menschlichkeiten in Zeiten der Angst“ ist bei Suhrkamp (www.suhrkamp.de) erschienen, hat 234 Seiten und kostet 18 Euro.

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31.01.2021 „Wie soll man leben?“

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Einen zeitlosen Seelenratgeber kann man das Buch „Wie soll man leben? Anton Chekov liest Marc Aurel“ zweifelsohne nennen:

Chekov, einer der wichtigsten Dramatiker der Neuzeit, und Aurel, einst Kaiser des römischen Reiches, sind vermutlich zwei der besten Kenner der menschlichen Seele und haben sich zeit ihres Lebens folgende Frage gestellt: Wie soll ich leben?

Dazu hat Aurel, dessen „Selbstbetrachtungen“ Altkanzler Helmut Schmidt immer bei sich trug, Säulen des Denkens entwickelt.

Auf 132 Seiten geht es um Stärke, Gerechtigkeit und Mäßigung; Dinge, die zu Gelassenheit und Seelenfrieden führen, wenn richtig angewandt. Wie zum Beispiel:

„Das Glück des Ehrgeizigen ist immer abhängig von anderen Menschen.“ Chekov (1860 - 1904) hat die Weisheiten Aurels (121 n.Chr. - 180 n.Chr.) immer wieder in seinen Theaterstücken verarbeitet; sie passen vorzüglich in unsere Gegenwart, in der es manchmal wenig Perspektiven zu geben scheint.

Aurel gibt Hoffnung und weist Möglichkeiten auf, die man oftmals in Zeiten von Covid-19 zu vergessen scheint. Das macht Mut. „Wie soll man leben?“ ist bei Diogenes (www.diogenes.ch) erschienen und kostet 12 Euro.

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26.01.2021 bemerkenswert, bedeutsam und erleuchtend

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Essays sind gewiß nicht jedermanns Sache. Aber die folgenden beiden Bände empfinde ich nicht nur als bemerkenswert, sondern auch als sehr bedeutsam und erleuchtend.

Da ist zum einen das neue Buch von Michel Houellebecq, der unsere Literatur mit Werken wie „Elementarteilchen“, „Unterwerfung“ oder „Karte und Gebiet“, um nur einige zu nennen, reicher gemacht hat.

In „Ein bisschen schlechter“ schreibt der Autor wieder Dinge, die sich viele andere Schriftsteller nicht trauen würden, aus Furcht, in irgendeine Schublade gesteckt zu werden, wofür insbesondere der deutsche Literaturzirkus berüchtigt ist. Kurzum, es geht um Religion, Glaube, Meinungsfreiheit und selbstverständlich Liebe, Themen, mit denen sich Houellebecq grundsätzlich beschäftigt, meist provokant, aber immer mit einer authentischen Haltung,

weswegen er für mich auch eine der wichtigsten - vielleicht sogar die wichtigste - Stimme unserer Zeit ist, vermutlich, weil Monsieur H. seiner Zeit schon immer voraus war. Erschienen bei Dumont (www.dumont-buchverlag.de), kostet „Ein bisschen schlechter“ 23 Euro und hat 205 Seiten.

Auf lediglich 60 Seiten kommt das neue Buch des US-amerikanischen Autoren Jonathan Frantzen, der seit seinem 2002 erschienenen Buch „Die Korrekturen“ auch in Deutschland so was wie ein Literaturstar ist, zumal der Mann noch fließend Deutsch spricht.

„Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?“ heißt sein jüngster Band, der aus einem Aufsatz und aus einem Interview mit der „Literarischen Welt“ besteht.

Beide Teile sind kämpferische Plädoyers dafür, dass wir die Welt doch noch retten können, trotz aller Hiobsbotschaften hinsichtlich der immer größer werdenden Klimakatastrophe.

Vor allem aber geht es Frantzen darum, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um unsere Demokratien zu festigen. „Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?“ ist bei Rowohlt (www.rowohlt.de) erschienen und kostet acht Euro.

Übrigens: Was diese beiden Bände verbindet, ist ihre Scharfsichtigkeit und die Abwesenheit politischer Ideologien, was in der Tat sehr erfrischend ist.

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26.01.2021 Diese Bücher sind ein Muß

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Dass George Orwell (1903 - 1950) Weltliteratur geschrieben hat, ist wohl bekannt. Jetzt sind zwei seiner bedeutendsten Werke in wirklich ganz famosen Neuübersetzungen im Manesse Verlag (www.randomhouse.de) erschienen.

Gisbert Haefs hat den Klassiker „1984“ in unsere Zeit passend ins Deutsche übertragen. Auf 448 Seiten erzählt Orwell die Geschichte des Winston Smith, Mitarbeiter im Ministerium der Wahrheit und für die Berichtigung der Vergangenheit zuständig.

Als kleines Rädchen im System wirkt er an Tatsachenverdrehungen mit und spürt am eigenen Leibe, was passiert, wenn man von der Parteilinie abweicht.

Ob Fake News, digitales Profiling oder Hate Speech, Parallelen zu unserer heutigen Welt drängen sich in diesem Werk zweifelsohne auf. „1984“ kostet 22 Euro.

Ein Märchen nannte Orwell sein Buch „Farm der Tiere“, das uns Ulrich Blumenbach frisch präsentiert. „Alle Tiere sind gleich,“ skandiert Old Major, der preisgekrönte Middle-White-Eber.

Aller guten Absichten zum Trotz stellen die Tiere indes bald fest, dass „manche gleicher als andere“ sind. „Farm der Tiere“, 192 Seiten, 18 Euro, war einst auf Stalin gemünzt, hat aber seine Zeitlosigkeit längst bewährt, egal in welche Ecke der Welt man schaut.

Ob Russland, die USA oder in europäischen Ländern, die Pervertierung der Idee von Gleichheit und Brüderlichkeit kennt keine Grenzen, skrupellose Demagogen mit Namen, die wir alle kennen, verbreiten sie wie ein Virus.

„1984“ und „Farm der Tiere“ neu zu lesen heißt, die Gegenwart zu konfrontieren und sich grundlegenden Fragen unserer Vorstellung von Freiheit zu stellen. Beide Bücher sind ein absolutes Muß.

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26.01.2021 Virus-Overkill in den Medien

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Neues Jahr. Neues Bücherglück. Und hinsichtlich Corona eine gute Ablenkung vom Virus-Overkill in den Medien. „Alle sind so ernst geworden“ heißt zeitgemäß das erste gemeinsame Völkerfreundschaftsbuch der Autoren Martin Suter aus der Schweiz und Benjamin von Stuckrad-Barre aus Deutschland.

Kurzer Hintergrund: Suter ist für seine Romane, darunter die Allmen-Serie, international bekannt; von Stuckrad-Barre hat sein Publikum mit Büchern wie „Soloalbum“ und „Panikherz“ erobert.

Worum es auf den 272 Seiten geht: Die beiden Männer plaudern über Dinge wie grelle Badehosen, Glitzer, Hochzeiten, Drogen, die Verliebtheit als solches, verschiedenste Wiedersehen im Besonderen, etc.

Alles sehr unterhaltsam und kurzweilig, wie ein gutes Abendessen unter Freunden. Will sagen, es wird nie langweilig und man ist in der Tat ein wenig traurig, wenn die Lektüre ausgelesen ist.

Ein zweiter Band wäre schön, denn was das Buch vor allem transportiert, ist der Anfang einer wunderbaren Freundschaft zwischen diesen beiden doch sehr unterschiedlichen Autoren.

„Alle sind so ernst geworden“ kostet 22 Euro und ist bei Diogenes (www.diogenes.ch) erschienen. Eine ganz andere Anleitung zum Zeitvertreib während der Pandemie und darüber hinaus liefert die Influencerin und aktive Feministin Jüne Plã in „Kommt gut - 1001 Sex-Tipps und Illustrationen für mehr Oohs und Aahs“, das ebenfalls jüngst zeitgerecht für 15 Euro bei echtEMF (www.emf-verlag.de) erschienen ist.

Das Buch ist in erster Linie eine Anleitung, Komplexe abzulegen und richtet sich an alle: hetero, lesbisch oder schwul. Ob allein oder als Paar, die 251 Seiten bieten für jeden etwas. Dabei geht es der Autorin um Kreativität, Fantasie und Leidenschaft.

Unverkrampft und humorvoll beschreibt sie anhand von einfachen Illustrationen und mit klaren Worten, wie man/frau/divers mehr Spaß im Bett oder an anderen x-beliebigen Orten hat.

Dabei geht es ihr nie um Leistungsdruck, sondern vielmehr um Erfüllung. „Kommt gut“ ist ein befreiendes Buch. Jüne Plã schreibt:

„Wie schön ist es doch, jemandem Vergnügen zu bereiten und zu sehen, dass man es richtig anstellt.“ Weitere Infos gibt es auf ihrem Instagram-Kanal unter www.instagram.com/jouissance.club. Das ist doch schon mal ein guter literarischer Anfang für 2021.

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23.01.2021 Polizei-Meldungen und mehr

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Der Denunziant erstattet gegenüber einer der denunzierten Person übergeordneten Institution Anzeige, so heißt es auf Wikipedia. Anpetzen und Nachbarn anscheißen, scheint in Deutschland zum Volkssport zu werden, wenn man die Polizei-Meldungen weniger Tage ließt. Wir sagen den Regierenden von hier aus, wir sind nicht eure Knechte.

Das Denuziantentum in Deutschland

Hier einige Meldungen der letzten Tage: Die Polizei hat in einem Keller in Nordrhein-Westfalen ein corona-regelwidriges Treffen zum Haareschneiden aufgelöst. Nach einem Hinweis von Denuzianten seien Einsatzkräfte am Freitagnachmittag im Untergeschoss eines Geschäftshauses in Schwerte auf 20 Personen gestoßen.

Die Polizei hat in Gelsenkirchen eine Hochzeitsfeier mit mindestens 60 Gästen aufgelöst. Die Teilnehmer hätten Platzverweise und Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung bekommen, teilte die Polizei mit.

Denuziantem, gennant "Zeugen", hatten am Sonntagnachmittag die Polizei alarmiert, weil sie zahlreiche Feiernde auf der Straße bemerkt hatten. In einer Wohnung unter der Adresse fanden die Beamten dann etwa 60 Teilnehmer der Feier.

Ein Gottesdienst einer kleinen Berliner Gemeinde mit weit mehr als 170 Menschen ist in Berlin wegen massiver Verstöße gegen die Corona-Regeln aufgelöst worden.

In einem Saal der Kirchengemeinde zwischen Koloniestraße und Soldiner Straße in Berlin-Gesundbrunnen seien am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr 170 Erwachsene sowie weitere Kinder von der Polizei angetroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Gerufen wurde die Polizei, wie immer von Denuzianten.

Eine Teilnehmerin einer wegen Corona illegalen Party in München ist bei Eintreffen der Polizei aufs Dach geflüchtet und abgestürzt. Die Polizei war in der Nacht auf Sonntag per Notruf 110 von Denuzianten über eine laute Party mit mehreren Teilnehmern in einer Wohnung in der Maxvorstadt informiert worden.

Mehrere Streifen fuhren hin. Sechs Personen hatten sich zum Wiedersehen getroffen. Alle sechs "Party-Teilnehmer" wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Zudem gibt es eine Anzeige wegen Ruhestörung.

Mit lautstarkem Singen haben mehrere Menschen im pfälzischen Frankenthal nicht nur Denunzianten verärgert – sondern sich auch Verfahren wegen Verstößen gegen Corona-Regeln eingehandelt.

Wie die Polizei mitteilte, meldeten Denuzianten in der Nacht zum Sonntag eine lautstarke Karaoke-Party. Die Beamten hätten rund zehn Männer und Frauen „mittleren Alters“ in einem Haus angetroffen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Hamburger Polizei hat eine Party im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg aufgelöst, bei der mehr als 30 Menschen seit möglicherweise zwei Tagen zusammen gefeiert haben. Denunzianten hatten das in der Pandemie illegale Zusammentreffen in einer Halle am späten Samstagabend gemeldet, wie ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen berichtete. 

Journalisten decken die Corona-Maßnahmen

Teile des deutschen Journalismus haben in der Corona-Krise eine Wagenburg ums Kanzleramt gebildet, die Regierung gegen Angriffe verteidigt und ihre Kritik stattdessen auf die „unvernünftigen“ Bürger gerichtet, schreibt Andreas Rosenfelder, Ressortleiter Feuilleton bei "Welt-Online".

Die Schuldigen sind die feiernden Jugendlichen im Park,  die Urlaubsreisenden im Sommer und Herbst, die gestressten Last-Minute-Weihnachtseinkäufer oder jetzt eben die Familien, die sich einen Hang zum Schlittenfahren suchen.

Dass die Kritiker der Maßnahmen in einer grotesken Täter-Opfer-Umkehr immer wieder für das Übel der Pandemie verantwortlich gemacht wurden, so beschreibt es uns die linksdominierte Journalistenszene.

Die Merkel'schen Klatschmedien

Sie haben auch keinerlei Skrupel, Glühwein trinkende Bürger für das Scheitern ihrer Corona-Strategie verantwortlich zu machen – so tat es Jens Spahn im Dezember, beklatscht von der Journalistenblase.

Die Hauptstadtmedien schirmten die Corona-Politik der Bundesregierung gegen Angriffe von Dritten ab, sie stellten die ausgegebenen Marschrouten in Form von Leitartikeln an ihre Leser durch und richteten ihre brachliegende kritische Energie einfach auf die „unvernünftigen“ Bürger, die regelmäßig dafür gegeißelt wurden, sich nicht so zu verhalten, wie sich das die Corona-Strategen und ihre medialen Dolmetscher wünschten. Wie sagen danke Herr Andreas Rosenfelder für diese klaren Worte.

Der Chor der Experten, Lobby-Verbände, Politiker und medialen Hofierer der Einschränkungspolitik ist lauter geworden, gleichzeitig wächst das Unbehagen in Teilen der bürgerlichen Gesellschaft, die ihr Land nicht mehr wiedererkennen, schreibt Ulf Poschardt, der Chefredakteur von "Welt-Online" über die Lockdown-Fetischisten.

Weiter schrie er "Die Heftigkeit, mit der in der Corona-Krise auf freiheitliche Störenfriede eingedroschen wurde, hat etwas Befremdliches. Im aktuellen „Spiegel“ werden Experten wie Hendrik Streeck und Jonas Schmidt-Chanasit als „schädlicher“ eingeordnet als die Corona-Leugner. Einmal mehr erweist sich der mediale Mainstream, nicht nur der öffentlich-rechtliche, als ein Ort umfassender Freiheitsskepsis".

Die Polen sind mutiger als die Deutschen

In Polen hat eine „Wir machen auf“-Kampagne zunehmend Erfolg. Es öffnen immer mehr Hotels, Restaurants und Geschäfte wieder ihre Türen – trotz der Verbote im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen. Ermutigt werden die Unternehmer durch Gerichtsurteile. Anders als in Deutschland haben die polnischen Rebellen juristischen Rückenwind.

Die Richter berufen sich dabei darauf, dass die Regierung nicht den Katastrophenfall ausgerufen habe, weswegen solche weitreichenden Einschränkungen der Bürgerrechte nicht verfassungsgemäß seien. Sie wurden einzig durch eine Regierungsverordnung eingeführt, ohne Gesetzesbeschluss des Parlaments. Aus Sicht des Gerichts reicht das ebenfalls nicht aus.

Die Stimmung kippt

Die Bundesbürger empfinden die Corona-Maßnahmen zunehmend als Belastung. Fast jeder zweite Bürger (49 Prozent) nimmt die Einschränkungen als sehr starke beziehungsweise starke Belastung wahr, wie der aktuelle ARD-„Deutschlandtrend“ ergab.

Nur noch neun Prozent fühlen sich durch die Einschränkungen aktuell gar nicht belastet, wie die Umfrage für das ARD-„Morgenmagazin“ vom Freitag ergab.

Der Oberpanikmacher Drosten, warnt vor 100.000 Infizierten am Tag

 „Wenn die alten Menschen und vielleicht auch ein Teil von Risikogruppen geimpft sein werden, wird ein riesiger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer und vielleicht auch rechtlicher Druck entstehen, die Corona-Maßnahmen zu beenden“, sagte Drosten.

Dann würden sich innerhalb kurzer Zeit sehr viele Menschen mit Sars-CoV-2 infizieren. „Dann haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20.000 oder 30.000, sondern im schlimmsten Fall von 100.000 pro Tag“, warnte Drosten.

Ex-Verfassungsrichter Papier: "Die Menschen in diesem Land sind keine Untertanen"

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, wirft den politischen Entscheidern vor, sich in der Corona-Krise zu sehr an Naturwissenschaftlern zu orientieren.

„Mich stört, dass so manche Verantwortliche in der Politik offensichtlich meinen, man dürfe in Zeiten der Pandemie so ziemlich alles an Einschränkungen vornehmen“, sagte Papier den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).

„Sie orientieren sich auch vornehmlich an den Ratschlägen von Naturwissenschaftlern und hören zu wenig auf Verfassungsjuristen und Sachverständige, die etwas sagen könnten zu den gesellschaftlichen Nebenwirkungen der Corona-Bekämpfung.“

Man müsse auch die ökonomischen, sozialen und kulturellen Lebensgrundlagen der Menschen im Auge behalten, forderte Papier. „Die Politik ist auch dem Freiheitsschutz der Bürger verpflichtet. Die Menschen in diesem Land sind keine Untertanen.“

Mit Blick darauf, dass in der Pandemie viele Entscheidungen von den Regierungen in Bund und Ländern und nicht von den Parlamenten getroffen werden, sagte Papier: „Ich hätte mir als Staatsrechtler nie vorstellen können, dass derart intensive Freiheitsbeschränkungen von der zweiten Gewalt, der Exekutive, beschlossen werden.“

Diesen Kommentar haben wir auch noch gefunden: " Bei der Mutter von einem Kollegen kommt zweimal am Tag der Pflegedienst. Ab und zu kommen die zu zweit. Jetzt hat sie einen Zettel im Briefkasten bekommen, dass sie beobachtet wird und dass man die Polizei holt, wenn das weiter so läuft. Soweit sind wir also wieder. Es sind üble Zeiten".

Ich brauche Informationen. Eine Meinung bilde ich mir selbst.“
Charles Dickens

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