Reden ist silber, Schreiben ist gold

09.03.2020 Wo jede Straße etwas Besonderes ist

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„Unconscious Places/Unbewußte Orte“ nennt der Fotograf Thomas Struth, 1954 in Geldern bei Düsseldorf geboren, schon seit jeher seine Straßenfotografien, die er von seiner Heimat aus über London, New York bis nach Japan immer wieder erweitert und die in dem gleichnamigen Fotoband bei Schirmer/Mosel (www.schirmer-mosel.com) für jetzt nur 29,80 Euro in einer Studienausgabe erschienen sind.

Struth, international bekannt und respektiert, geht es nicht um Prachtstraßen, sondern um urbane Räume, die wir als Betrachter meist vernachlässigen, weil sie einfach so da zu sein scheinen.

Seine Fotos sind streng und mit Bedacht komponiert und hinterlassen den Eindruck, als ob jede noch so banale Straßenecke etwas Besonderes sein will. „Unconscious Places/Unbewußte Orte“ hat 264 Seiten und zeigt 228 Aufnahmen in Farbe wie Duotone und ist für diese hervorragende Buchqualität in der Tat preiswert, was man von William Egglestons Fotobuch „Polaroid SX-70“ nicht unbedingt sagen kann.

Satte 75 Euro kosten die 56 Polaroidaufnahmen, die Egglestone in den 70er Jahren mit der Kultkamera SX-70 aufgenommen, übrigens die einzigen, die er damit fotografiert hat.

Außenaufnahmen aus Mississippi, USA, wo der Künstler auch auf einer Baumwollplantage in einer wohlhabenden Südstaaten-Familie aufgewachsen ist. (Geboren wurde er am 27. Juli 1939 in Memphis, Tennessee.)

Zeit seines Lebens hat Egglestone nichts anderes gemacht, als zu fotografieren; seine Ausstellung „Photographs“ 1976 in New York, von der Presse gnadenlos verrissen, gilt bis heute als der Anfang moderner Kunstfotografie und katapultierte den nicht mehr ganz so jungen Fotografen in den Olymp der Fotokünstler wie Diane Arbus oder Lee Friedlander.

„Polaroid SX-70“ zeigt Alltägliches: ein Straßenschild, leere Flaschen, eine Telefonzelle, eine Tankstelle und so weiter.

Doch je länger man sich die Bilder anschaut und auf sich wirken läßt, desto mehr transportieren sie Werte, Ansichten und Emotionen - ähnlich wie ein Hopper-Gemälde - und verzücken ungemein. Oder anders ausgedrückt:

Beim Anblick eines Egglestone-Fotos bleibt die Zeit stehen. Darüber hinaus ist der Druck des Buches, was an sich schon einem Kunstwerk gleichkommt, so wohl geraten, dass die Polaroids wie Originale wirken, das schwarze Hardcover wie Leder anmutet.

Der Preis, wenn auch hoch, ist gerechtfertigt, zumal eine ordentliche Portion Melancholie mitgeliefert wird. „Polaroid SX-70“ ist jüngst bei Steidl (www.steidl.de) erschienen. 

Sönke C. Weiss

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05.03.2020 Krisenmanager klärt auf

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

Elf Jahre nach dem verheerenden Unglück in Duisburg soll die Loveparade zurück nach Berlin kommen. Die ganze Welt hat 2010 über die Ereignisse (21 Tote, mehr als 600 Verletzte) berichtet und noch heute gibt es die Videos auf Youtube, in denen man die Massenpanik, welche damals ausbrach, genau beobachten kann. Es ist einfach nur schrecklich- keine Frage.

Doch es gibt auch die anderen Videos, in denen man Millionen glückliche Raver und Techno-Fans sieht, die durch Berlin tanzen. Es war eine Veranstaltung, welche damals einmalig war und Dr. Motte brachte damals Millionen zum Tanzen und möchte es am 10.06.2021 in Berlin erneut tun. Und das mitten in der Hauptstadt.

Ist diese Entscheidung richtig? Ja, aber…

Die Fortsetzung der Loveparade ist richtig! Aber im Vorfeld müssen alle Fragen bezüglich der Aufklärung beantwortet werden und ich würde dazu zwei Pressekonferenzen ansetzen.

Die erste muss ausschließlich der Aufklärung dienen und somit auch dem Respekt vor den Opfern sowie deren Angehörigen. Weiterhin müssen die verbesserten Sicherheitsmaßnahmen vorgestellt werden und es muss im Vorfeld kommuniziert werden, wer für die Sicherheit der Menschen verantwortlich ist.

So ist es unmöglich bei einem erneuten Vorfall, die Schuldfrage ungelöst zu lassen. Ich würde hier auf keinen Fall den Bezug zu ehemaligen Ereignissen aus der Vergangenheit suchen, wo es zu Todesfällen kam und erneut gefeiert wird, so Krisenmanager David Rölleke.

Am 26.09.1980 gab es zum Beispiel auch einen Anschlag des Oktoberfests in München, bei dem zwölf Personen ermordet wurden und heute spricht kaum noch jemand darüber und es wird wieder ordentlich gefeiert.

In den Kommentaren auf Facebook wird genau dieser Vergleich auffällig oft genannt. Viel sinniger ist es, offen darüber zu sprechen, dass man mit diesen Veranstaltungen früher enorm viel Erfolg hatte.

Sobald diese Fragen alle geklärt sind, sollte man in der Tat zur Aufbruchstimmung übergehen und dazu eine zweite Pressekonferenz ansetzen, in der man alte Videos einblendet und ganz offensiv in die Werbung geht.

Zum Start der Parade würde ich eine Schweigeminute empfehlen und -auch nur wenn die Angehörigen es wollen- einen Gedenkwagen der Verstorbenen. Da muss man aber ganz vorsichtig sein und sich ganz langsam herantasten.

Man kann sich dennoch bereits auf einen großen Shitstorm in den sozialen Netzwerken einstellen, sobald die Veranstaltung offiziell angesetzt wird. Aber da muss man durch.

David Rölleke

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03.03.2020 entsteht bald eine Massenpanik

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

Hamsterkäufe, geschlossene Kindergärten, Züge werden angehalten, täglich gibt es neue Verdachtsfälle und Schockmeldungen. Wo soll das hinführen? Hier sind wir nicht weit von einer Massenpanik entfernt, ist sich Krisenmanager David Rölleke sicher.

Wenn jetzt schon Züge angehalten werden, weil Passagiere auffällig husten und Fragen im Raum stehen wie: findet unsere EM statt oder darf ich meinen Urlaub stornieren und bereits das Desinfektionsmittel aus den Krankenhausspendern geklaut wird, dauert es nicht mehr lange bis die ersten Supermärkte geplündert werden.

Gerade die Städte sowie die betroffenen Betriebe haben es besonders schwer, die Vorkommnisse ordentlich zu kommunizieren. Doch warum ist das so? Auf jedem Brandschutzplan steht: bleiben Sie ruhig und geraten nicht in Panik und hier ist es irgendwie alles anders.

 Die Städte sollten auf jeden Fall selbstbewusst kommunizieren, dass kein Grund zur Panik besteht, man sich gerade bestens vorbereitet und sich sicher ist, dass man mit der Situation bestmöglich umgehe.

Man sollte hier feste Ansprechpartner benennen, sowas beruhigt und am besten würde ich auf der Internetseite der Stadt einen Präventions-Ticker mit aktuellen Tipps und Fakten einstellen.

Hier kann man sich ja am besten die sogenannten W-Fragen raussuchen (man kann recherchieren, was die Menschen im Internet zum Thema Corona suchen) und genau auf diese Fragen sollte man die Antworten parat haben.

Weiterhin sollte der Bürgermeister kommunizieren, dass Traditions-Ereignisse natürlich stattfinden und man nun als Stadt vorsichtig, aber nicht panisch reagieren sollte. 

Gerade bei den Betrieben ist es sehr kritisch. Sollte hier ein Verdachtsfall bestehen, muss man sofort handeln, da man als Arbeitgeber ja eine Fürsorgepflicht hat.

Der einzige Weg ist es die Mitarbeiter zu testen und im Fall einer Betroffenheit, wenn es die Lage ermöglicht, erstmal den Betrieb dementsprechend anpassen.

Man kann hier als infizierter Betrieb Aufmerksamkeit gewinnen oder halt als vorbildlicher Betrieb mit tollen Präventionsmaßnahmen ein Herz für die Mitarbeiter und deren Angehörigen haben und modern und zeitgemäß handeln.

Den jeweiligen Bundesländern würde ich auch raten, so wenig Panik wie möglich auszustrahlen und versuchen, ihr Bundesland zum Positiv-Beispiel der Bekämpfung der Krise zu machen.

David Rölleke

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18.02.2020 Die Betonung liegt auf soll

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

David Rölleke ist ein erfolgreicher PR - Manager und baut genau solche Kampagnen für seine Kunden auf. Nur sollte auch PR seine Grenzen haben. Klappern gehört zum Handwerk, so läuft es nun mal in der Branche, man kann also ruhig mal dosiert übertreiben, um mehr mediales Interesse zu wecken, nur liegt hier die Betonung auf dosiert.

Am vergangenen Mittwoch saß David Rölleke bundesweit im TV, als in genau dieser Sendung über den Fall Michelle und Ihre Tochter berichtet wurde.

Sofort stellen die Moderatoren die Verbindung zu der Single von ihrer Tochter her, welche bereits auf Facebook angekündigt wird und der Verdacht liegt sehr nahe, dass der Bekanntgabezeitpunkt dieser Nachricht kein Zufall ist.

Doch: um welchen Preis muss man Aufmerksamkeit haben und welche Aufmerksamkeit ist gut und welche schädlich? Und wann ist gar eine Grenze überschritten?

In diesem Fall ist es für Marie Reim laut Rölleke schädlich. Es ist sowieso schon schwer, in die Fußstapfen Ihrer Mutter zu treten, jetzt wird man ihre erste Single egal wie diese ankommt immer mit der Mutter in Verbindung bringen, die den Freund Ihrer Tochter verführte, egal ob dem so ist, oder nicht.

Schlechter könnte ein Karrierestart nicht verlaufen. Weiterhin kommt es nach außen nun so rüber, als würde Marie die CDs aus Mitleid verkaufen und schon ist sie in einer Opfer-Rolle und da kommt sie nur sehr schwer raus.

Es würde einen nicht wundern, wenn in 6 Monaten die nächste Single rauskommen würde und dann gehen kurz vor dem Erscheinen die Pressemeldungen „Ich habe sehr stark unter dem Erfolg meiner Eltern gelitten“ herum und schon ist man im Karriere-Hamsterrad gefangen.

Keine Frage: Michelle und Matthias Reim sind gestandene Größen in der deutschen Musikbranche, nur sollte man Marie die gleiche Möglichkeit geben, sich frei zu entwickeln.

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18.02.2020 politische Kriegserklärung

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Der Rücktritt von Thomas Kemmerich wird keineswegs die Probleme lösen, die wie ein Vulkan unter der Oberfläche brodeln. Im Gegenteil, all die Stimmen der Empörung, sind ein Wahlprogramm für die AfD. Die politische Kriegserklärung an die AfD, aber auch an viele Bürger wird der CDU, der SPD, den Grünen und auch der Linken zum Verhängnis werden.

Und NEIN, Thüringen ist kein Beben mehr, sondern die Bankrotterklärung der Demokratie.  Was hier geschieht, betrifft uns alle. Es ist kein Thema der CDU/CSU, kein Thema der AfD, kein Thema von Wahlen, es ist ein Thema der Demokratie und aller Bürger und Bürgerinnen.

Es geht nicht um die AfD oder den Rechtspopulismus. Es geht darum, dass eine politische Gruppe sich erdreistet, weil die Wahlen in Thüringen nicht so gelaufen sind wie erwünscht, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um dieses Ergebnis rückgängig zu machen. Das ist nicht nur ein Angriff auf die Demokratie, es ist eine Kriegserklärung den eigenen Bürgern gegenüber.

Deutschlands Bürger werden von den Linken und Grünen nicht nur erpresst, sondern auch in geiselhaft genommen, als Steuerzahler gemolken, als Bürger zunehmend entmündigt, ihnen wird auch täglich die Dämonisierung der AfD untergejubelt. Sie grenzen jene aus, die sich der AfD zugewendet haben.

Diese Wähler werden vom Rest der Gesellschaft ausgegrenzt, bekämpft, beschimpft und malträtiert, wie man es nie in diesem Lande für möglich gehalten hätte. Kein Pakt mit Faschist*innen brüllen sie allerorten.

Jacques Schuster von "Welt-Online" sieht es ganz richtig, wenn er schreibt: Ramelow hat einen Preis für Heuchelei verdient. Ramelow und seinen Hilfstruppen, bei den Grünen und der SPD geht es nicht um Demokratie, sondern ausschließlich um ihre Macht.

Ritter der Republik?

Jacques Schuster schrieb weiter: "Thüringens linker Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow lässt nichts unversucht, um doch noch zurück ins Amt zu kommen. Unbekümmert frönt er seinem Egoismus und schwingt dabei skrupellos die Faschismuskeule. Der Freistaat hat besseres verdient." Bodo Ramelow schwingt sich zum Ritter der Republik auf, um sein kleines Bundesland aus den Fängen der Hakenkreuzspinne zu befreien".

Keine Stimme für Bodo Ramelow – sonst ist die CDU tot, schrieb Ulf Poschardt Chefredakteur von "Welt-Online" -  Die Thüringen-CDU hat sich zur Marionette rot-rot-grüner Machtambitionen und Medienaktivisten gemacht, die die Mitte nach links verschieben wollen.

Das moralisch politische Kriegsrecht über Deutschland wurde ausgerufen und man versteckt sich hinter Moral und Wertvorstellungen und alle melden sich moralisierend zu Wort. Allerdings sehen sie die Moral nur auf iher Seite.

Aber wie: Das schauen wir uns einmal an

Man achte auf die Sprache dieser lupernreinen Demokraten: Als das Wahlergebnis verkündet wurde, hat die Chefin der Linksfraktion im Thüringer Landtag Susanne Hennig-Wellsow, eine „tiefe Verachtung“ gegen Kemmerich empfunden.

Ihre Aktion mit dem Blumenstrauß bereue sie daher „keine Sekunde“. Das sagte sie in der Sendung von „Markus Lanz“. Sie würde die Blumen wieder werfen. Sogar die FAZ überschlug sich vor Begeisterung, als die Fraktionsvorsitzende der früheren SED in Thüringen dem neu gewählten Ministerpräsidenten Kemmerich die Blumen vor die Füße warf.

Dreist fordert nun Susanne Hennig-Wellsow die CDU auf, bereits im ersten Wahlgang für Ramelow zu stimmen. Es ist schon bemerkenswert, eine Linke-Politikerin empfindet für einen frei gewählten Ministerpräsidenten "tiefe Verachtung". Das sagt alles über deren Demokratie-Verständnis.

Wenn die keinen an der Klasche hat, wer dann?

Susanne Hennig-Wellsow hatte noch einen TV-Auftritt und erklärte darin, wie die gefährliche Taktik der rechten AFD aussieht: Übertriebene Freundlichkeit, wie etwa die Einladung zum Kaffee von AFD Abgeordneten hält sie für eine perfide Strategie der Rechten. Also Vorsicht liebe Leute, wer zu Euch freundlich ist, und zum Kaffee einlädt, ist wahrscheinlich ein NAZI.

Hetzjagd der Linken und Grünen

Die Hasser sitzen so wie es aussieht bei den Linken und den Grünen, und weniger in der AfD. Timon Dzienus vom Bundesvorstand der Grünen Jugend schrieb auf Twitter: „Als nächstes sind #Kemmerich, #Mohring & #Lindner fällig. Vorher geben wir keine Ruhe! #NieWieder #Thüringen.“

Deutschlandweit wurden FDP-Büros nach der Wahl von Thomas Kemmerich zum Thüringer Regierungschef mit Parolen beschmiert. Einrichtungen der Partei wurden im gesamten Bundesgebiet zum Ziel von Angriffen. Thomas Kemmerich steht nun unter Personenschutz.

Nicht viel besser verhält sich die CDU

Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok hat die Werteunion als „Krebsgeschwür" bezeichnet. So etwas muss man von vorne herein mit aller Rücksichtslosigkeit bekämpfen, damit ein solches Krebsgeschwür nicht in die Partei hineinkriechen kann.“ Elmar Brok hat keine Berufsausbildung.

Er hat weder einen Beruf erlernt, noch ein Studium abgeschlossen. Er ist Berufspolitiker und korrumpierter Lobbyist. Der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim bezeichnete Broks Wirken mehrmals als „legale Korruption“. Daneben hat sich Elmar fast 40 Jahre, vom Volk gesponsert, durch Straßburger und Brüsseler Lokale durchgearbeitet. PROST

Das Ergebnis folgte zugleich, Drohungen gegen die Mitglieder der Werteunion: Ralf Höcker legt alle seine politischen Ämter nieder und tritt als Sprecher der konservativen Werte-Union zurück. Als Grund nannte Höcker massive Anfeindungen und Bedrohungen.

AfD-Gesindel

Auch Friedrich Merz der so gerne Bundeskanzler werden will, sucht sein Heil indem er auf die AfD und ihre Wähler eindricht. Die AfD hat empört auf die Äußerung von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz reagiert, der die Partei als „Gesindel“ bezeichnet hatte.

„Die Abwertung der AfD und ihrer Wähler als ‘Gesindel’ durch Friedrich Merz ist völlig unakzeptabel“, erklärte der AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Alexander Gauland am Freitag in Berlin. Es sei „unverantwortlich und fahrlässig, sich gegenüber der politischen Konkurrenz derart im Ton zu vergreifen“, so Gauland.

Meinungsfreiheit mit Füssen getreten

Warum die Menschen nicht mehr sagen, was sie wirklich denken, schrieb Prof. Dr. David Stadelmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth auf "Welt-Online" - Eine Mehrheit in der Mitte beteiligt sich nicht am öffentlichen Diskurs, um nicht in eine bestimmte Ecke geschoben zu werden.

Zuletzt spielt im öffentlichen Diskurs insbesondere die soziale Anerkennung oder Ächtung eine Rolle, die einem Bürger widerfährt, wenn er eine bestimmte Ansicht öffentlich vertritt.

Hier haben wir ein schönes Beispiel dafür wie die Meinungsfreiheit unterdrückt und mit den Füssen getreten  wird. Der CDU-Fraktionsvize in Sachsen-Anhalt, Lars-Jörn Zimmer, gibt seinen Posten im Vorstand vorerst auf. Er hatte erklärt, eine CDU-Minderheitsregierung sei denkbar. Man könne nicht die 25 Prozent der Wähler, die AfD gewählt haben, einfach ignorieren. Mit Demokratie hat das alles nichts mehr zu tun.

Gott bewahre uns, wenn Ulf Poschardt Recht behält

Ulf Poschardt Chefredakteur von "Welt-Online" schreibt: "Überhaupt die Grünen: Deren Kanzlerschaft wird immer wahrscheinlicher, weil sich die bürgerlichen Kräfte im Selbstzerstörungsmodus befinden und die SPD von einer dilettantischen Führung in Richtung Linkspartei geführt wird.

Bis Kevin Kühnert verstanden hat, dass er auf Twitter keine Wahlen gewinnt, sitzt Robert Habeck schon im Kanzleramt. Grün-Rot-Rot würde das Land an die Wand fahren.

Es ist höchste Zeit sich zu wehren und aufzubegehren.

Gottfried Böhmer

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13.02.2020 Die Risse in der CDU

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten war kein Zufall, wie sich nun rausstellt. Eine andere Frage ist, wie lange kann sich die CDU einer Zusammenarbeit mit der AfD noch verweigern?

Die Risse in der CDU sind kaum noch zu übersehen. Ich will nicht unken, aber ich gehe davon aus, dass nicht wenige CDU-Abgeordnete heute schon lieber mit der AfD als mit der SPD oder den Grünen regieren wollen.

Neulich habe ich gelesen: "Angesichts des in der vergangenen Woche geradezu inflationär erhobenen Faschismusvorwurfs müsste man eigentlich darüber nachdenken, die Partei zu verbieten. Die Medien schließen in beispielloser Weise die Reihen gegen die „Wahl der Schande“?

Richtig so und standhaft bleiben

Der Vize-Chef der Thüringer CDU-Fraktion Michael Heym hat erklärt, die Stimmen der AfD für den FDP-Ministerpräsidentenkandidaten Thomas Kemmerich einkalkuliert zu haben.

„Mir war völlig bewusst, dass die AfD für Kemmerich stimmen könnte”, sagt Heym der “Zeit im Osten”. „Dass es nun so gekommen ist, finde ich nicht schlimm.“ Und weiter: „Aus meinem Wahlkreis habe ich Bestätigung erfahren: Richtig so! Standhaft bleiben!“

Die erregten Reaktionen auf Kemmerichs Wahl hätten ihn nicht überrascht, so Heym. Er kritisiert zugleich die Reaktionen aus der Bundes-CDU: „Wenn sich Frau Merkel aus Südafrika einschaltet und fordert, dass das Ergebnis ‚rückgängig‘ zu machen ist – da habe ich kein Verständnis.“

Man müsse sich nicht wundern, „wenn sich Leute, die vor 30 Jahren auf die Straße gegangen sind, angewidert von den etablierten Parteien abwenden.“

Andere wollen aber auch mit der AfD

Der Streit um den Umgang mit der rechtspopulistischen AfD hat zu einem Zerwürfnis zwischen CDU-Politikern in Sachsen-Anhalt geführt.

Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Anhalt, der Deutsch-Niederländer Kees de Vries, kündigte laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) seine bisherige Bürogemeinschaft mit dem CDU-Fraktionsvize im Landtag, Lars-Jörn Zimmer. Dieser hatte sich für eine Annäherung an die AfD ausgesprochen.

Deutsche rechnen mit AfD in Landes- und Bundesregierung

Trotz aller Abgrenzungen gegen die AfD rechnet fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) damit, dass die Partei in den nächsten zehn Jahren an einer Landes- oder sogar Bundesregierung beteiligt wird. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Laut YouGov-Umfrage findet ein Viertel der Deutschen (26 Prozent) eine Beteiligung der AfD an einer Landesregierung in Ordnung. 19 Prozent hätten auch mit einer Beteiligung der AfD an einer Bundesregierung kein Problem.
Was sagt die Kanzlerin: Merkel: "Die AfD will die Demokratie kaputtmachen"

Dazu schrieb Christian Weilmeier: Die AfD will die Demokratie kaputtmachen? Das glaube ich nicht. Die AfD lebt von der Demokratie, von Denkzettel-Wahlen, Parlamentstricksereien, wehleidigem Geschrei im Internet, vom Verklagen und Gerichtsprozessen und vielen schönen Sachen mehr.

Zu einer Diktatur wäre diese Partei gar nicht fähig, es gibt dafür weder Personal noch eine Mentalität. Also liebe Politiker und Medien entspannt euch endlich.

Parteienforscher sieht Höcke im Vorteil

Der Parteienforscher Professor Werner Patzelt glaubt, dass Höcke am Ende des Wahlkampfs mit einem Opferbonus belohnt werden dürfte. Im Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart sagte er:

" Björn Höcke hat die Chance, ein Gewinner zu sein, wenn er sich weiter um ein flaches Profil bemüht und um die Vermeidung von skandalisierungsfähigen Aussagen. Und wenn er seine AfD als diejenige Partei darstellt, die zur Stabilität Thüringens habe beitragen wollen, und die, Alt- oder Systemparteien‘, also diejenigen Parteien, die diese staatspolitisch so wohlmeinende Hilfestellung ausgeschlagen haben.“


Für den Politologen ist die Union, die derzeit auf schwarz-grüne Bündnisse setzt, auf dem Holzweg. Die Ausgrenzungsstrategie gegenüber der AfD werde nicht funktionieren:

Die CDU hat sich in eine Sackgasse hineinmanövriert, aus der sie nicht mehr unbeschadet hervorgehen kann. Richtig wäre gewesen, die AfD gar nicht erst groß werden zu lassen, in dem man nicht klassische CDU-Positionen der AfD zur Selbstbedienung überlässt.“

Was noch: 12.02.2020: Grüne und Linke verhindern über den Bundesrat, dass die Zahl der sicheren Herkunftsstaaten vergrößert wird.

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12.02.2020 Dokumentarfotografie

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Zwischen 1992 und 1994 ließ sich eine Gruppe junger Künstler, zu denen auch der heutige Weltstar Ai Weiwei gehörte, in einem Bauerndorf kurz vor Peking nieder. Nach nur zwei Jahren schloss die Polizei die Künstlergemeinschaft, nachdem die Nachbarn sich über Nacktvorstellungen beschwert hatten.

Rückblickend scheint das kurzlebige Beijing East Village nur noch ein winziger Lichtblick in der Geschichte der zeitgenössischen chinesischen Kunst zu sein.

Doch RongRong, geboren 1968 und ein zeitgenössischer Fotograf, dokumentierte diese Jahre in seinem Buch „RongRong’s Diary: Beijing East Village“, das jüngst bei Steidl (www.steidl.de) in The Walther Collection herausgekommen ist, 248 Seiten umfasst und 48 Euro kostet.

Mit seinem Tagebuch macht RongRong dieses kurze Zeitfenster der Freiheit unsterblich. Selbst wenn es nunmehr über 25 Jahre her ist, dass er und seine Freunde mit spektakulären Performances nicht nur ihre eigenen Grenzen ausloteten, sondern die Grenzen der Kunst im Reich der Mitte selbst erweiterten.

Davon zeugen die eindrucksvollen schwarz-weiß Fotografien sowie die intimen als auch aufschlußreichen Aufzeichnungen des Künstlers, leider nur in Englisch wie chinesischen Schriftzeichen abgedruck. In China sind Ai Weiwei, RongRong, Cang Xin, Ma Liuming und Zhang Huan trotz Zensur und politischer Repression Helden hinter vorgehaltener Hand.

„RongRong’s Diary: Beijing East Village“ liefert einen aufschlußreichen Einblick in die Köpfe und Seelen dieser außergewöhnlichen Menschen, die für uns oftmals so unergründlich und fremd bleiben.

Ein ebenso faszinierender Augenöffner ist der Fotoband „A Life in a Sea of Red“ des chinesischen Fotojournalisten Liu Heung Shing, der uns die Welt mit seinem ganz besonderen Blick wahrnehmen und neu sehen läßt.

„A Life in a Sea of Red“ ist ebenfalls bei Steidl erschienen, hat 286 Seiten und enthält die beiden wichtigsten Werke des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Shing: Fotos der entscheidenden Jahrzehnte des Kommunismus in China und Russland, aufgenommen zwischen 1976 und 2017.

In Anlehnung an ein chinesisches Sprichwort über den Selbsterhalt in Zeiten großer Turbolenz zeigt dieses wahre Kunstwerk - Shings Arbeiten lediglich als Dokumentarfotografie zu bezeichnen wäre zu wenig des Lobes - Szenen der Hoffnung, Not wie den gesellschaftlichen Wandel unter und nach der kommunistischen Herrschaft.

Das nachhaltigste Foto ist wahrscheinlich das von Michail Gorbatschow während seiner Rede am 25. Dezember 1991, als er seinen Rücktritt ankündigt und damit das Ende der Sowjetunion und des Kalten Krieges einläutet.

Dieses Foto repräsentiert Shings Talent, komplexe Zusammenhänge in einem einzigen Bild zu erzählen. Der Pulitzer-Preis für diese Serie war wohl verdient.

„A Life in a Sea of Red“ kostet 85 Euro, ist jeden Euro wert und wie „RongRong’s Diary: Beijing East Village“ ein visueller Türöffner in eine Kultur, mit der wir uns in der Zukunft noch intensiv auseinandersetzen müssen. Für mich sind diese beiden Bände erstmal Teil der Völkerverständigung. Ich empfehle sie sehr.

Sönke C. Weiss

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12.02.2020 vorsicht in den netzwerken

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

David Rölleke ist Experte für Online-Reputation und nahm bundesweit in den letzen Tagen oft Stellung zum Pocher-Wendler-Streit, indem er erklärte, was Michael Wendler genau für Fehler macht und wie er sich nun verhalten muss.

Doch ist das nicht der einzige Promi, der sich in den sozialen Netzwerken gefährlich falsch verhält. Davon gibt es Viele. Der Trend mit den Instagram -  Stories ist sehr gefährlich.

Es gibt gerade in der Model-Branche viele weibliche Promis, die kleine Kinder haben und wenn man die Stories genauer betrachtet - und das kann man, weil die meisten alle zwei Stunden eine Story hochladen, um die Reichweite zu maximieren- fällt einem auf, dass genau diese Personen oft drei oder vier Tage hintereinander in drei Ländern sind und das Kind ist nicht dabei.

Wenn man dann wieder in der Heimatstadt angekommen ist, geht es erstmal in die Sauna und jeden Abend wird natürlich täglich lecker Wein getrunken. Wer hier eins und eins zusammenzählt könnte schnell Kommentare wie: du "Rabenmutter" oder " Alkoholikerin" schreiben.

Da die meisten Promis viele Promi-Magazine in Ihren Storys und bei Ihren Beiträgen markieren, würde ein solcher Kommentar vernichtend sein und bei etwas Pech wird eine Stunde später getitelt: "Ist Frau XY eine Rabenmutter?"

Das steht dann im Internet und sobald noch der Alkohlvorwurf hochkommt ist unter Umständen sogar das Jugendamt von einem Hater informiert worden und dann werden die Schlagzeilen größer. Auf diese Details wird fast nie geachtet.

Bei den Fussballern ist es ja das Gleiche: Claudio Pizarro postete vor einiger Zeit ein Urlaubs-Foto mit einem Bier im Pool, während sich der SV Werder Bremen im Abstiegskampf befand. Aber er hatte Urlaub und Urlaub ist eine Privatsache, daher sollte er das nicht öffentlich machen.

Es gibt auch zahlreiche Fussballer, die Ihren Urlaub in Dubai verbringen und sich ein Goldsteak für 1200 Euro bestellen ( Fall Ribery ) und es bei Instagram posten.

Sollte der Verein zum Beispiel eine Wirtschaftliche Krise haben oder der Spieler fordert mehr Gehalt ein, heißt es es bei den Fans schnell: Warum sollen wir dem Typen denn sein dummes Gold-Steak bezahlen. Schnell könnten Fans Werbebanner dazu erstellen und der Ruf ist hin.

Das Gleiche ist es bei den Partys und im Umgang mit Alkohol. Fussballern würde ich davon abraten, ihr Privatleben zu kommunizieren, auch wenn Ihre - meistens sehr hübschen Frauen- sich stolz mit Ihrem Helden in den sozialen Netzwerken präsentieren, um die eigene Reichweite zu erhöhen, ist es wenig förderlich.

Man kann gerne dosiert gemeinsame Fotos nach Rücksprache mit dem Berater hochladen, aber von beweglichen Stories bitte Abstand halten. 

Es ist ein Trend, der völlig unterschätzt wird.

David Rölleke ist ein Experte im Bereich der Online-Reputation und berät in diesem Bereich Wirtschaftsunternehmen und Prominente.

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09.02.2020 Gewählt ist gewählt?

GFDK - Reden ist Silber - Klaus Miehling und Gottfried Böhmer

Gewählt ist gewählt, sollte man meinen, aber Pustekuchen, nicht in Deutschland. Wir halten einmal fest. Demokratisch legimitierte und gewählte Abgeordnete haben in einer freien Wahl den FDP-Politiker Thomas Kemmerichs zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt. PUNKT und AUS.

Aber das Geschrei hört bis heute nicht auf. Da heisst es, eine fünf Prozent-Partei könne keinen Ministerpräsidenten stellen. Warum eigentlich nicht? In anderen Ländern werden Parteilose mit einer sozusagen NULL-Prozent-Partei zum Regierungschef gewählt. Und Kermmerich machte ohne Umschweife überdeutlich klar, dass er nicht gedenke, mit der AfD zusammenzuarbeiten.

Wenn es den Grünen, Linken und der SPD um die Demokratie gegangen wäre, hätten sie ohne Probleme den gewählten Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich in der Regierungsarbeit unterstüzen können. Dass, was diese Parteien veranstalten, das ist der eigentliche "Dammbruch" in unserer viel beschworenen Demokratie.

Bodo Ramelow, der Spitzenkandidat der Linken, verbreitete mit bester Laune nach der Wahl Bilder von Kemmerich, Hitler und Höcke auf Twitter, um die Situation in Thüringen zu illustrieren.

Die Heuchler sind am Werk

Der FDP-Heuchler Christian Lindner hat bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen nun "Fehler" eingestanden. „Ich habe die Skrupellosigkeit der AfD im Umgang mit höchsten Staatsämtern unterschätzt“, sagte er der „Bild am Sonntag“. So geht Machterhalt und Schuldzuweisung.

Was sich in Thüringen abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung. Der am Mittwoch gewählte Ministerpräsident von der FDP kündigte am Donnerstag seinen Rücktritt an und hat ihn nun vollzogen, mit der Begründung, er „wolle den Makel der Unterstützung durch die AfD vom Amt des Ministerpräsidenten nehmen“.

Was für ein Kindergarten. Lieber nimmt man in Kauf, dass die Stasi-Partei wieder an die Macht kommt. Vielleicht sollte die AfD dann für Ramelow stimmen. Die AfD hat am Sonntag ihren Abgeordneten zu dessen Wahl geraten. Logischerweise dürfte er die Wahl dann nicht annehmen.

Thüringens Ex-Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) hat die AfD für ihre Empfehlung, ihn bei einer erneuten Ministerpräsidenten-Kandidatur zu wählen, scharf attackiert. „So agieren Demokratieverächter“, schrieb Ramelow im Kurznachrichtendienst Twitter. Wer Wissen will, wer die echten Faschisten sind sollte diesen Artikel lesen - Die Zivilgesellschaft und ihre linken Schlägertruppen.

Geschichtsfälschungen der Linken

Zuvor hatte der linke Leiter der thüringischen Staatskanzlei an den neuen Ministerpräsidenten geschrieben: „Sie müssen damit leben ein Ministerpräsident von Gnaden derjenigen zu sein, die Liberale, Bürgerliche, Linke und Millionen weitere in Buchenwald und anderswo ermordet haben.“

Welch eine sachlich falsche und widerwärtige Aussage. Seine eigene Partei, die Linke, hat als SED „Republikflüchtlinge“ und, beispielsweise durch inszenierte Unfälle, auch Regierungskritiker ermordet. Und es wurde immer verrückter:

„Die CDU-Spitze hat nach der umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen nach Angaben von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer ‚einstimmig‘ Neuwahlen im Freistaat empfohlen.“

Die CDU möchte also lieber einen linken Ministerpräsidenten als einen von der FDP? Das spricht ja Bände darüber, wo diese Partei inzwischen gelandet ist.

In seinem Bericht über eine Fernsehdiskussion zum Thema schreibt ein Redakteur der Qualitätsmedien: „Das Verwaltungsgericht Meiningen hat im vergangenen Jahr entschieden, dass es gerechtfertigt sei, den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke als Faschisten zu bezeichnen.“

Das Gericht hat lediglich entschieden, dass man ihn im Rahmen der Meinungsfreiheit als Faschist bezeichnen DARF, nicht, dass es „gerechtfertigt“ sei. Gerechtfertigt ist hier allerdings wieder einmal der Begriff „Fake News“.

Vorsicht vor Gratulationen

Während eine Abgeordnete der Linken dem Ministerpräsidenten den üblichen Gratulations-Blumenstrauß vor die Füße warf und von ihren Genossen wahrscheinlich dafür als Heldin gefeiert wird, wurde der Ost-Beauftragte der Bundesregierung Christian Hirte, ein Mitglied der CDU, von der Kanzlerin zum Rücktritt gezwungen – weil er dem Ministerpräsidenten nach der Wahl gratulierte.

Stimmung und Jagd auf Andersdenkende

Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee hat den Rücktritt des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte, begrüßt. Er forderte zudem weitere Konsequenzen in der CDU. Was lernen wir daraus? Nur den Grünen und Linken darf man gratulieren.

An dem Zuschieben der Schuld durch Gratulation beteiligte sich beispielsweise auch der Zwangsgebührenjournalist Dominik Rzepka vom ZDF, der den Screenshot eines inzwischen gelöschten Tweets der CSU-Politikerin Doro Bär zeigte. Die hatte Kemmerich ebenfalls gratuliert, was im politischen Berlin und bei den halbamtlichen Medien momentan nicht als Frage des Anstands, sondern als höchst verwerflich gilt. (Don Alphonso)

Kretschmann kündigt offensiveren Kurs gegen AfD an. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte nach den Ereignissen in Thüringen einen offensiveren Kurs gegen die AfD an: Die AfD habe einen Plan, einen perfiden Plan (...): die Zerrüttung des politischen Systems und eine Unterhöhlung der Demokratie.“ Usw.

Wir freuen uns auf die inhaltliche Auseinandersetzung“, antwortete AfD-Landeschef Bernd Gögel auf Kretschmanns Ankündigung. „Aber in dem Moment, wo er von Demokratiefeindlichkeit spricht, geht er weg von der inhaltlichen Auseinandersetzung hin zu Polemik und Ausgrenzung“, sagte Gögel.

Johannes Boie Chefredakteur der WELT AM SONNTAG schrieb sehr richtig: "Die Beurteilung der Wahl als solcher, wie auch fast alles, was seither geschehen ist, schadet der Demokratie in Deutschland ebenfalls massiv und nachhaltig.

Da ist die Kanzlerin, die keine Parteivorsitzende ist, schon gar keine Präsidentin, und die sich dennoch aus Südafrika mit der Forderung meldet, dass das Ergebnis in Thüringen „wieder rückgängig gemacht werden muss“. Was ist das für ein Vorschlag, eine Wahl rückgängig zu machen?

Da sind die Journalisten und Politiker, die nicht nur vom Dammbruch sprechen, sondern vom „Zivilisationsbruch“, einem Wort, das in Deutschland in der Regel dann verwendet wird, wenn es um den Holocaust geht".

Auf „Tichys Einblick“ konnte man lesen:
    
Der Tag von Thüringen hat den finalen Beweis erbracht, dass das Modell der parlamentarischen Demokratie mit unabhängigen Bürgervertretern der Vergangenheit angehört. Es wurde ersetzt durch eine Parteienautokratie, deren Parlamentsvertreter nur noch willenlose Erfüllungsgehilfen ihrer linksgestrickten Eliten sein dürfen.“

Also, wir werden uns das Affentheater um diese Posse noch einige Zeit anschauen.

Was ist der Unterschied zwischen Deutschland und einem Irrenhaus?

Im Irrenhaus haben die Ärzte und Pfleger das Sagen.

Klaus Miehling und Gottfried Böhmer

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08.02.2020 Wie mache ich einen Bestseller

GFDK - Reden ist Silber - David Rölleke

Es ist der Traum aller Autoren - das Buch soll möglichst schnell ein Bestseller werden, am liebsten so ähnlich wie das Buch „Darm mit Charme“ von Giulia Enders oder wie das Buch „Rich Dad Poor Dad“ von Robert Kiyosaki und natürlich soll es mindestens in neun verschiedenen Sprachen vertreten sein und man möchte mit seinem Buch von Talk Show zu Talk Show reisen und durch die ganzen Verkäufe und die daraus resultierenden Aufträge steinreich werden und ganz klar: die Eröffnungsrede bei der Frankfurter Buchmesse möchte man auch halten. 

So der Plan: Doch am Ende sind - laut PR Profi David Rölleke - welcher über sechs Jahre Bücher vermarktet hat- fast alle Autoren enttäuscht, sauer, traurig, wenn sie in der Realität angekommen sind.

Das sind dann die Momente, bei denen Herr Rölleke in der Vergangenheit eine E-Mail oder einen Anruf erhalten hat und weinende Autoren ihm ihr Leid klagten.

Doch dann war es schon zu spät. Denn bei über 80.000 Büchern, welche pro Jahr erscheinen, ist es sehr schwer sich durchzusetzen.

Doch nun kommen wir zur guten Nachricht. David Rölleke hat die Buch - PR zwar zum 01.01.2020 eingestellt aber ihm ist es gelungen Bücher zu internationalen Bestsellern zu machen und seine Kunden saßen in Talk Shows und auch die Eröffnungsreden auf der Frankfurter Buchmesse hielten seine Kunden.

Möglich ist alles, man muss nur sehr diszipliniert arbeiten und verstehen, wie die Bücherwelt tickt, dann kann man einen Bestseller auf den Markt bringen.

Die Unterpunkte des Ratgebers von  David Rölleke führen wir Ihnen gerne auf:

1.Der frühe Vogel fängt den Wurm - warum Sie mindestens 6 Monate im Vorfeld planen sollten

2.Kein Journalist liest ihr Buch, wenn Sie es ungefragt in die Redaktion schicken- die Berufsgruppe steht immer unter Druck und hat wenig Zeit

3.Bilden Sie sich einen 365 Tage-Plan für Ihre Buch PR

4.Passt Ihre Vita überhaupt zu Ihrem Buch oder wollen Sie nur einem Trend folgen? Dann brauchen Sie mit der PR garnicht anfangen

5.Warum die Frankfurter Buchmesse der schlecht möglichste Zeitpunkt für Ihr Erscheinungsdatum ist und warum das Niemand versteht

6.Finger weg von Facebook und Co. Lernen Sie wie Amazon tickt, das ist für den Verkauf deutlich besser

7.Ja, ein Stand bei Thalia kostet Geld

8.So kommt ihr Buch ins TV

9.Die Macht der Kurz- und Langfassung. Sie sollten Ihr Buch für die Medien perfekt vorbereiten und sich in die Lage der Redaktionen versetzten

10.Machen Sie aus jedem Kapitel eine eigene Geschichte

Sollten diese Punkte verstanden und berücksichtigt werden, steht dem Bestseller nichts mehr im Wege.

David Rölleke arbeitete langjährig für renommierte TV- und Print-Formate und sammelte sich so das Wissen und die Kontakte an, damit er sich in der Medienbranche verselbstständigen konnte. Mit Erfolg.

Heute gilt er als einer der bekanntesten PR Manager in Deutschland und seit dem 01.01.2020 vermarktet er keine Bücher mehr, weil eine gute Buch - PR für einen PR Manager fast schon ein Vollzeit-Job ist. In diesem Bereich gibt er nur noch Coachings. 

Rölleke Medien Management
PR & Öffentlichkeitsarbeit
David Rölleke
Soester Str. 2
58339 Breckerfeld

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