Reden ist silber, Schreiben ist gold

01.05.2021 „Wir Gotteskinder“

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Der Roman „Wir Gotteskinder“ von Nana Oforiatta Ayim, geboren und aufgewachsen in Deutschland, handelt vom Leben zwischen Afrika und Europa sowie der identitätsstiftenden Kraft des Geschichtenerzählens:

Maya wächst in einer Kleinstadt in West-Deutschland der 80er Jahre auf und wird täglich damit konfrontiert, dass sie und ihre Eltern anders sind, „arme Wirtschaftsflüchtlinge“ nämlich, was vor allem nicht stimmt.

Zwar mußten sie ihre Heimat Ghana aus politischen Gründen verlassen, mit Geld hatte dies aber nichts zu tun. Mayas Vater ist ein scheuer Intellektueller, ihre schöne Mutter will immerfort an ihre königliche Abstammung erinnert werden.

So sieht sich die Heldin der Geschichte mit vielfältigen Vorurteilen konfrontiert, bis sie sich schließlich zum ersten Mal als Teil eines großen Ganzen fühlt und den Mut fasst, ihren eigenen Weg zu gehen.

Auch die Autorin ist die Enkelin eines ghanaischen Königs, sie hat Kunstgeschichte studiert, für die UN in New York gearbeitet und ist heute weltweit als Kunstvermittlerin und Kuratorin tätig.

„Wir Gotteskinder“, im Penguin Verlag (www.penguinrandomhouse.de) erschienen und 272 fesselnde Seiten lang, basiert auf der eigenen Lebensgeschichte Nana Oforiatta Ayims und ist nicht nur ein faszinierendes literarisches Debüt, sondern erfindet das klassische Einwanderungsnarrativ neu.

Die Charaktere sind breit gefächert, die Story eingehend gezeichnet. „Wir Gotteskinder“ ist ein weiteres Kapitel von Black Lives Matter und uneingeschränkt empfehlenswert. Preis: 22 Euro. 

Sönke C. Weiss

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30.04.2021 Territorium ist überall

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Wie hilflos demente Menschen sind und wie schmerzhaft das auch für deren Angehörige ist, erfuhr die Journalistin und Autorin Nicci Gerrard am Schicksal ihres Vaters.

In ihrem neuen Buch „Was Demenz uns über die Liebe sagt“, geht sie der Frage nach, was wir verlieren, wenn uns die Erinnerung genommen wird.

Wie ein roter Faden durchzieht die bewegende Schilderung ihrer persönlichen Erfahrungen die rund 300 Seiten, die teils Reportage über die medizinischen Zusammenhänge und den oftmals unwürdigen Umgang mit den Betroffenen in Kliniken und Heimen, teils aber auch eine philosophische Betrachtung über das Erinnern sind.

Erschienen bei C. Bertelsmann (www.cbertelsmann.de), ist „Was Demenz uns über die Liebe sagt“ ein einfühlsames wie engagiertes und notwendiges Buch, das wie für unsere Zeit geschrieben wurde. Preis: 20 Euro.

Um Grenzen geht es auch in Samy Molchos Werk „Territorium ist überall“, das Ariston (www.ariston-verlag.de) vor wenigen Tagen veröffentlicht hat.

Molcho, 1936 in Tel Aviv geboren, widmete sich nach seiner internationalen Karriere als Pantomime zunächst der Bewegungslehre und der Regiearbeit.

Damit vertiefte sich seine Affinität zum Körper und dessen Ausdruck. Auf 190 Seiten macht er uns bewußt, wie zentral der Begriff Territorium für uns Menschen ist und wie sehr wir uns damit identifizieren.

Mit diesem Wissen gibt uns Molcho ein faszinierendes Mittel an die Hand, sowohl das Verhalten Einzelner als auch ganzer Gemeinschaften besser zu verstehen.

Denken wir nur an die Abstandsregel hinsichtlich Covid-19, wobei uns unser Territorium vor dem Virus schützen soll. Übertritt ein anderer die Grenze, ist ein Konflikt oftmals vorprogrammiert.

„Territorium ist überall“ (22 Euro) ist nicht nur informativ, sondern steckt auch voller überraschender Erkenntnisse und tiefer Einsichten. Ein wunderbares Alterswerk des internationalen Künstlers. 

Sönke C. Weiss

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26.04.2021 Meinungsdiktatur in Deutschland

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

53 furchtlose Schauspieler haben sich in Videos zu Wort gemeldet. Sie haben eine Satire über die Corona-Politik der Regierung ins Netz gestellt und auf der Seite allesdichtmachen.de und auf YouTube veröffentlicht. Was darauf folgte, war eine Flut von Meinungsunterdrückungsartikeln in den Medien, um die Schauspieler und Schauspielerinnen zu diskreditieren. 

Pandemiepolitik der Bundesregierung und Medien

Wie hatte ich doch in meinen letzten Artikel geschrieben: Verantwortlich für die Corona-Politik sind die Medien, die seit Monaten eine Corona-Alarm Berichterstattung betreiben. Der "Spiegel", das links-grüne Propaganda-Blatt, schreibt: "Als Film müsste diese Kampagne "Kleinhirnküken" heißen". 

Die Satire, mit der sie die Lockdown-Regeln auf die Schippe nehmen, kommt in den Medien nicht gut an.  Eine Satire über Autoritätsgläubigkeit und Denunziantentum, die derzeit in Deutschland Wiederauferstehung feiert, ist ihnen ein Dorn im Auge.

Die "Süddeutsche Zeitung" empörte sich wie folgt: "Die Filme folgen demselben Strickmuster. Es klingt kurz so, als unterstützten die Prominenten die Maßnahmen, doch dann driften sie ab in absurde Vorschläge und Szenarien, die die Politik der Regierung karikieren", und weiter: "Wirkliches Mitleid mit den 80. 000 Covid-Toten in Deutschland ist dagegen nicht zu finden."

Da frage ich mich, was haben 80.000 Corona-Tote mit Kritik an den Corona-Maßnahmen zu tun? Der Initiator der Aktion sei ein bekannter Corona-Verharmloser.

"Man muss nicht selbst Schauspieler sein, um sich in Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Nadja Uhl, Trystan Pütter und Konsorten einzufühlen". Das haute Jan Küveler, Chefkorrespondent Feuilleton der "Welt", raus.

Schauspieler und Schauspielerinnen sind "Konsorten"

Er beschimpft die angesehenen Schauspieler als "Konsorten", und man kann aus seinem Artikel regelrecht den Sozialneid herauslesen, wenn er auch noch schreibt, die Schauspieler  würden aus ihren Villen und Luxus sanierten Altbauwohnungen in Berlin, Hamburg und München heraus Propaganda für die AfD machen.

Ein "Welt-Leser" schrieb einen Kommentar: "Sehr geehrter Herr Küveler. Sie sollten sich schämen diesen mutigen Schauspielern so in den Rücken zu fallen. Es geht hier um die Freiheit, die bedroht wird, bedroht wird sie, die Freiheit, ja gerade von solchen sich selbst gleichschaltenden Menschen wie Sie und den lieben Kollegen“.

Wir erinnern uns: Es gab schon einmal Zeiten, in denen Künstler angeprangert wurden, weil ihre Aussagen nicht zur angesagten Volksmeinung passten.

Hier nun ein paar Beispiele aus den Videos

„Mein Name ist Volker Bruch, ich bin Schauspieler, und ich habe Angst“, sagt der Kommissar aus „Babylon Berlin“ mit fahlem Gesicht, „aber ich merke, wie meine Angst nachlässt, und das macht mir Angst. Deshalb appelliere ich an unsere Regierung: Macht uns mehr Angst! Die Menschen im Land brauchen diese Angst jetzt.“ 

Der Schauspieler Ulrich Tukur hatte die Bundesregierung in einem der Videos der Aktion ironisch aufgefordert: „Schließen Sie ausnahmslos jede menschliche Wirkungsstätte und jeden Handelsplatz. Nicht nur Theater, Cafés, Schulen, Fabriken, Buchhandlungen, Knopfläden, nein, auch alle Lebensmittelläden, Wochenmärkte und vor allem auch all die Supermärkte.“  Am Anfang seines Auftritts zitiert Tukur achselzuckend Rilke: „Der Tod ist groß/ Wir sind die Seinen/ lachenden Munds.“ 

Und er fügt hinzu: „Sind wir erst am Leibe und nicht nur an der Seele verhungert und allesamt mausetot, entziehen wir auch dem Virus und seiner hinterhältigen Mutantenbagage die Lebensgrundlage.“

Der Corona-Alarm gehört ganz nach oben

Jan Josef Liefers bedankt sich leicht ironisch "bei allen Medien unseres Landes, die seit über einem Jahr unermüdlich verantwortungsvoll und mit klarer Haltung dafür sorgen, dass der Alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben." Sein Video hatte Stand 22.04. 2021 schon 1.360.421 Aufrufe.

Die Schauspielerin Nina Gummich verkündete in ihrem Video ironisch: „Ich mache mich stark für die Meinungsfreiheit. Besonders während so turbulenten Zeiten wie der Coronakrise. Deshalb habe ich mich in den letzten Monaten Stück für Stück von meiner eigenen Meinung befreit.“ Eine eigene Meinung sei in diesen Zeiten „krass unsolidarisch“.

Kostja Ullmann geht das Problem der Kontaktreduzierung an der Wurzel an und löscht sogar die Kontakte auf seinem Smartphone. „Wenn man sich hört, will man sich irgendwann auch sehen, und wenn man sich sieht, kann man sich anstecken.“

 Der Schauspieler Richy Müller bekannt vor allem aus dem Stuttgarter "Tatort", atmet abwechselnd in einen blauen und in einen gelben Müllsack und sagt: "Auf diese Weise komme ich nicht mit der Raumluft in Kontakt und atme auch nicht in die Raumluft aus. Wenn jeder die Zwei-Tüten-Atmung benutzen würde, hätten wir schon längst keinen Lockdown mehr."

An der Aktion haben auserdem  Felix Klare, Nina Gummich, Martin Brambach, Kathrin Osterode, Miriam Stein, Jörg Bundschuh, Inka Friedrich, Cem Ali Gültekin, Nadine Dubois, Richy Müller, Katharina Schlothauer, Wotan Wilke Möhring, Nadja Uhl, Ulrike Folkerts und viele andere teilgenommen.

Daraufhin folgte die mediale Vernichtung

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland nannte die Aktion eine „Verhöhnung der Corona-Toten“. Der „Tagesspiegel“ fand die Aktion „so schäbig, dass es wehtut“. Der sozialdemokratische WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin und ehemalige Minister, forderte am Freitag sogar, „die zuständigen Gremien“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks müssten die Zusammenarbeit mit Liefers und Tukur „schnellstens beenden“. „Abgehoben und zynisch“, so nennt Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie, die Kunstaktion „Alles dichtmachen“.

Der Künstlerprotest wurde von den Medien geschlossen verurteilt, was dazu führte, dass  Heike Makatsch, Meret Becker, Ken Duken, Kostja Ullmann oder Richy Müller ihre Videos löschten. Den Künstlern wird sogar die  Schuld an den Corona-Toten unterstellt, und man droht ihnen mit Berufsverboten und Existenzvernichtung und das ist nicht nur eine Drohung. Meret Becker erhielt laut ihrem Bruder Ben Morddrohungen. „Meine Schwester ist am Boden zerstört. Sie sitzt weinend zu Hause“, sagte er „Bild“.

Beifall für die Aktion der Schauspielerinnen und Schauspieler gab es dagegen vom früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der die Aktion auf Twitter "großartig" nannte. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sprach von einem "Meisterwerk", das "uns sehr nachdenklich machen" sollte.

Wer es noch immer nicht kapiert hat, unter Angela Merkel sind wir in einer Meinungsdiktatur gelandet. 

Zum Schluß habe ich noch einen Kommentar von Andreas RR W. auf "Welt-Online"
Wir werden in Echtzeit Zeugen, wie in unserem Land die Demokratie abgeschafft wird. Das, was wir gerade erleben, ist die "neue Normalität", von der unsere Politiker ständig sprechen. Die Aussage, es wird nie wieder wie vor Corona, war keine Floskel, sondern der ernstgemeinte Hinweis auf den laufenden Systemwechsel und die Umerziehung der Gesellschaft.

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22.04.2021 Die postfaktische Politik von Angela Merkel

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Unter dem willfährigen Deckmantel des Infektionsschutzes können nun alle Grundrechte zu jeder Zeit kassiert werden. Die Politik-Darsteller im Bundestag und Bundesrat haben dem verschärften Infektionsschutz-Gesetz nun zugestimmt, mit all seinen Folgen für die gesamte Bevölkerung.

Woher kaum mehr als die Hälfte der Abgeordneten dem INFEKTIONSSCHUTZGESETZ zugestimmt hat. Die Grünen haben nur nicht zugestimmt, weil ihnen das Gesetz noch zu lasch ist, sie fordern noch härtere Maßnahmen.

Im Bundestag wurde das von der Koalition eingebrachte neue Infektionsschutzgesetz beschlossen. 342 Abgeordnete stimmten dafür, 250 dagegen, es gab 64 Enthaltungen. Das Gesetz soll so lange gelten, wie der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt - längstens jedoch bis zum Ablauf des 30. Juni 2021.

Unter dem willfährigen Deckmantel des Infektionsschutzes können nun alle Grundrechte zu jeder Zeit kassiert werden. Und wie nicht anders zu erwarten, hat der Bundes-Oberlakei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier  am Donnerstag die Änderung des Infektionsschutzgesetzes unterzeichnet.

Experten wie der Aerosol-Physiker Dr. Gerhard Scheuch, einst Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, halten das Vorgehen der Regierung für willkürlich und nicht evidenzbasiert. Dr. Alexander Kissler, Ex-Feuilletonchef von „Cicero“, schreibt in der „NZZ“:

"Das Gesetz belastet die vom Grundgesetz garantierte rechtsstaatliche Statik. Der Geist der Unfreiheit spricht ebenso aus ihm wie ein Klima forcierter Angst."

 "Wird die Sorge um Corona aber zum letztgültigen Kriterium für alles staatliche Handeln, leidet der Rechtsstaat und gerät die Gesellschaft in Schieflage."

"Deutschland verharrt in einem stupiden Lockdown-Fundamentalismus mit eingebautem Jo-Jo-Effekt.

Markus Gabriel schreibt auf "Welt-Online" - INFEKTIONSSCHUTZGESETZ -Ein Angriff auf die Vernunft. Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz ist es zementiert: Deutschland wählt einen sinnlosen Dauer-Lockdown. Diese postfaktische Politik ist inzwischen eine reale Gefahr für den Fortbestand unserer liberalen Demokratie. Die Bevölkerung wurde durch Demoralisierung, rekonstruierbare Zwangsmaßnahmen weitgehend um den Verstand gebracht.

Bürger und Bürgerinnen mit zu wenig Widerstand

Und weiter schreibt er:  Denn wir haben das alle mitzuverantworten, als Bürgerinnen und Bürger, als Souverän eines demokratischen Gemeinwesens, dem die Freiheit und die Grundrechte leider offensichtlich zu wenig wert sind, wenn es einmal wirklich auf sie ankommt. Markus Gabriel, geboren 1980, ist Professor für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn.

Nur die AfD nannte das Gesetz  „unverhältnismäßig und verfassungswidrig. Für Millionen von Menschen, die nicht privilegiert sind, sind sie die Hölle. “Fraktionschefin Alice Weidel sprach dabei von einem „Rückfall in autoritären Ungeist“.

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat die geplante bundesweite Corona-Notbremse als Missachtung von Grundrechten und „Tabubruch“ verurteilt. Er sprach bei der Debatte zu dem Gesetz im Bundestag von einem „Angriff auf die Freiheitsrechte, den Föderalismus wie den gesunden Menschenverstand“.

Kritiker würden nicht ernst genommen. „Sie können nicht das halbe Volk zu Querulanten machen“, sagte er mit Verweis auf Menschen, die in Berlin gegen die Corona-Politik demonstrieren. Gauland warnte davor, die Regierung könne die Regelungen als Blaupause für andere Probleme und Krisen, etwa beim Klimaschutz, begreifen.

Die Propaganda-Medien

Verantwortlich dafür sind die Medien, die seit Monaten eine Corona-Alarm Berichterstattung betreiben, aber nun glauben sie denen anscheinen nicht mehr: Trotzdem versuchen Politiker und Journalisten uns für dumm zu verkaufen. Die Bürger fühlen sich mittlerweile intellektuell von Politik und gouvernementalen Medien pausenlos verhöhnt. Aber das Verbreiten von Angst und Panik der Propaganda-Medien hat den Widerstand gebrochen, oder vielleicht doch nicht ganz.

44 Prozent halten Corona-Berichterstattung für übertrieben

Laut einer Umfrage nehmen immer mehr Deutsche die Berichterstattung zu Corona als überzogen wahr. Berlin - Eine zunehmende Zahl der Deutschen hält einer Umfrage zufolge die Medienberichterstattung über die Corona-Pandemie für übertrieben.

Wie der am Montag in Berlin veröffentlichte aktuelle Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ergab, nehmen mittlerweile 44 Prozent die Corona-Berichterstattung als überzogen wahr. Ende März waren noch 35 Prozent dieser Auffassung. Nur noch knapp die Hälfte empfindet aktuell die Medienberichterstattung als angemessen.

Verordnungsermächtigung der Bundesregierung

Und nun erkläre ich euch mal warum ihr, alle Bürger und Bürgerinnen, von nun an gekniffen seid. Es  betrifft den Paragraf 28b Absatz 6 des Infektionsschutzgesetzes. In dem Paragraf 28b Absatz 6 geht es nicht um die konkreten Maßnahmen der Notbremse, die bislang im Zentrum der öffentlichen Debatte standen, sondern um eine neue Verordnungsermächtigung der Bundesregierung.

Der Rechtswissenschaftler Johannes Gallon von der Universität Flensburg erklärte der "Welt"  den nun neuen Rechtsweg.  „Gegen eine Rechtsverordnung der Bundesregierung kann nur vor dem Verwaltungsgericht Berlin vorgegangen werden“ .

Klagende hätten dann die Möglichkeit, im Rahmen einer sogenannten Feststellungsklage überprüfen zu lassen, ob sie von den Maßnahmen betroffen seien. „Eine Entscheidung würde allerdings nur Wirkung zwischen der klagenden Person und der Bundesregierung entfalten.“

Heißt: Jede Person, die die Maßnahmen überprüfen lassen will, müsste einen eigenen Antrag vor dem Verwaltungsgericht Berlin stellen. Mit anderen Worten: Eine Klage hat nun keine allgemein Wirkung mehr, Millionen Bürger und Bürgerinnen müssen nun jeder für sich in Berlin klagen.

Einen Vermittlungssausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag kennt das Grundgesetz zwar, wenn es Streit gibt bei Gesetzen. Bei Bundesverordnungen aber nicht. Das sind weitere Grundrechtseinschränkungen auf dem Verordnungsweg, den sich die Regierung nun geschaffen hat, und deshalb seit ihr im Arsch. 

Auch das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wie auch das auf körperliche Unversehrtheit ist in § 28b aufgehoben worden. Mit diesem Gesetz haben sich die Regierenden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass jederzeit die Exekutive in Form von Polizei oder Militär in euren privaten Bereich eindringen können. Immer unter dem Argument des Infektionssschutzes. Wie meinte doch Bertold Brecht„Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“.

In § 28b des 4. Infektionsschutzgesetzes werden folgende Grundrechte ausgehebelt:

Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit (Grundgesetz Art. 2 Absatz 2 Satz 1)

Grundrecht der Freiheit der Person (Grundgesetz Art. 2 Absatz 2 Satz 2)

Grundrecht der Freizügigkeit (Grundgesetz Art.11 Absatz 1)

Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Grundgesetz Art.13 Absatz 1)

Die Polizei wird u.a. bevollmächtigt in Wohnungen einzudringen, wenn sie dies als notwendig erachtet.

Ein Kommentar von Bernd H. auf "Welt-Online" der uns gefallen hat.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat in der Debatte über das Infektionsschutzgesetz klargestellt, dass Polizeibeamte Wohnungen nicht ohne Anlass kontrollieren werden.

Na da ist doch alles gut. Ohne Anlass ist dann bitte was genau? 3 Autos vor dem Haus, Licht im Wohnzimmer nach 22 Uhr, 3 leere Weinflaschen in der Mülltonne, 2 große Beutel Lebensmittel aus dem Auto ins Haus geschafft, laute Musik oder Anruf von der Nachbarpetze? 

Die Frage ist leicht beantwortet: Laut Auskunft in der Bundes-Pressekonferenz (zu finden bei Boris Reitschuster) reicht als Anlass, dass jemand bei der Polizei den Verdacht äußert, dass sich in der Wohnung Personen aus 3 Haushalten aufhalten.

Das Vertrauen ist zerstört. Nicht nur in die Politiker, sondern auch in die Polizei und die Gerichte.

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16.04.2021 Das Widerstandsrecht

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Betr:  Änderung des Infektionsschutzgesetzes und die Folgen:

Deutschland habe keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und sozialer Marktwirtschaft für alle Ewigkeit", sagte Merkel schon im Jahr 2005. Nun zeigt uns Merkel, was sie damit gemeint hat. Die Ermächtigung der Bundesregierung ist nach ihrer Meinung alternativlos.

Geplanter Machtzuwachs für die Bundesregierung

Oder kommt hier der GG Art 20 §4. schon zum tragen? „Zudem wird die Bundesregierung ermächtigt, Rechtsverordnungen mit Zustimmung des Bundesrates zu erlassen (Absatz 6).“ Der Gesetzesvorschlag enthält mehrere Grundgesetz-Ausserkraftsetzungen“, wie z.B. die „Unversehrtheit der eigenen Wohnung“. Das Ganze ist eine gesetzlich geregelte Willkür von Angela Merkel und co.

Der Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland normiert die rechtliche Grundordnung Deutschlands. Inhalt sind Verfassungsgrundsätze und das Widerstandsrecht.

Das Widerstandsrecht ist allgemein ein naturrechtlich bzw. durch ein positives Gesetz statuiertes Recht jedes Menschen, sich unter bestimmten Bedingungen gegen staatliche Gesetze oder Maßnahmen aufzulehnen bzw. ihnen den Gehorsam zu verweigern.

Bundes-Lockdown wie in autoritären Staaten

Der Schweregrad der Pandemie werde nicht nur durch Fallzahlen abgebildet, antwortet die Regierung auf eine Frage von Wolfgang Kubicki (FDP). Beim geplanten Bundes-Lockdown ist die Inzidenz aber zentraler Maßstab.

Sein Urteil über das Kanzleramt hat Rechtsanwalt Kubicki bereits gesprochen: „Dieser Vorgang zeigt, mit welcher Nonchalance das Bundeskanzleramt Verfassungsgrenzen überspringt. Eine solche Denkweise kannte ich bisher nur aus autoritären Staaten.

Daher könnten Union und SPD den Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag nicht verabschieden, „wenn ihnen unsere verfassungsmäßige Ordnung noch etwas wert ist."

Thomas Kutschaty will Bürger jagen

SPD-Politiker Thomas Kutschaty redet davon, Menschen, die Lockdown-Maßnahmen missachten, „erwischen“ zu wollen.

In einem Interview mit dem WDR sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD im nordrhein-westfälischen Landtag zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes - „Es ist nicht unser oberstes Ziel“, so Kutschaty, „in private Wohnungen zu gucken, aber auf dem Weg dahin kann ich Menschen erwischen.“

Menschen auf offener Straße „erwischen“? Der Typ will also auf Menschen Jagd machen. Ich frage, welche Deppen den ins Parlament gewählt haben. Das Beste: vom 15. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2017 war er Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen.


Adele. S findet in einem Kommentar auf "Welt-Online", die richtigen Worte:

In Berlin wurde im Gesetz ein wesentlicher Punkt vergessen: Bei einer Inzidenz von 100 an drei folgenden Tagen werden die Diäten aller Abgeordneten auf Harz4 Satz gekürzt.

Eine null Evidenz basierte und an Dreistigkeit und Ignoranz nicht zu überbietende Gesetzesinitiative der Bundesregierung und Angela Merkel.

Querdenker-Demostranten sind Verfassungsfeinde?

Die Corona-Protestbewegung wird vom Berliner Verfassungsschutz als „neue Form des Extremismus“ eingestuft – und künftig auch in der Hauptstadt als Verdachtsfall behandelt. Die Einstufung als Verdachtsfall ermöglicht dem Verfassungsschutz die Nutzung geheimdienstlicher Mittel wie beispielsweise das Anwerben von V-Leuten.

Nur sollte man ja wissen, dass der Verfassungsschutz nicht von selber aus aktiv wird. Er handelt auf Anweisung der Rot-Rot-Grünen Machthaber in Berlin mit Zustimmung von Angela Merkel.

Und die Klatschhasen von CDU, CSU und SPD sind schon am jubeln. Der ganze Akt ist eine Machtdemonstration von Leuten, die auf die Rechte der Bürger scheißen. Was kommt noch?

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12.04.2021 dilettantische, inkompetente Dullies

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Merkels Warnung vor den „Orgien“ ? Es darf bezweifelt werden, ob Angela Merkel jemals an einer Orgie teilgenommen hat. Eher vermuten wir, sie weiß einfach nicht wovon sie spricht. Und ja, mit Blindflügen kennt sich Markus Söder gut aus. Wie sagte doch der Youtuber Rezo, dilettantische, inkompetente Dullies.

Man beachte nur Söders riesige Corona-Erfolge in Bayern. Angela Merkels und Söders Strategie lautet, „einsperren, aussperren, zusperren“, mehr haben die beiden nicht zu bieten.

Das ist geballter Aktionismus ohne Hirn und Verstand, was hier betrieben wird. Die Allmachtsfantasien von Frau Merkel kennt keine Grenzen mehr. Jetzt will sie auch noch die Länder entmachten, und das ist ein Anschlag auf unseren Föderalismus, und nur ein weiterer Schritt demokratische Prozesse auszuhebeln.

Der Preußenschlag

Das Ganze erinnert mich stark an den Preußenschlag von 1932. Was ich damit meine, kann man auf Wikipedia nachlesen.

"Mit dem Preußenschlag (auch als Staatsstreich in Preußen bezeichnet) wurde am 20. Juli 1932 durch eine erste Notverordnung des Reichspräsidenten die geschäftsführende, aber nicht mehr durch eine parlamentarische Mehrheit gestützte Regierung des Freistaates Preußen durch den Reichskanzler Franz von Papen als Reichskommissar ersetzt. Eine zweite Verordnung vom selben Tag übertrug dem Reichswehrminister die vollziehende Gewalt in Preußen und schränkte die Grundrechte ein.

So ging die Staatsgewalt, im von der Preußenkoalition unter dem Sozialdemokraten Otto Braun geführten größten Land des Deutschen Reiches, auf die Reichsregierung von Franz von Papen über. Alle zivilgesellschaftlichen wie auch staatlichen Möglichkeiten des Protests oder Widerstands waren durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg für illegal erklärt.

Folgen des Preußenschlages waren die Schwächung der föderalistischen Verfassung der Weimarer Republik und die Erleichterung der späteren Zentralisierung des Reiches unter Adolf Hitler".

Angela Merkel hält es wie Walter Ulbricht, der sagte:

"Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben. Dass in Deutschland in der Perspektive der Sozialismus siegen wird, davon sind wir fest überzeugt.“

So und nun will die Merkel nur noch ein Treffen mit 1 Person pro Tag zulassen. Wer soll das überwachen? Und was ist das für ein Unsinn?

Früher hieß es mal, "Der größte Lump in ganzen Land ist immer noch der Denunziant."
In Kürze hängen wir alle in den Fenstern und beobachten, wie viele Menschen beim Nachbarn ein- und ausgehen, um dann....? Was dann? Die Polizei rufen?

Ein Kommentar von Dirk S. auf "Welt-Online" hat uns sehr gut gefallen.
Jetzt mal ganz ehrlich, wen in der Regierung interessieren schon Zahlen? Nach über einem Jahr kann mir immer noch keiner klar erläutern, was es bedeutet, wenn man "mit" und nich "an" Corona stirbt.

Angenommen, jemand säuft jeden Tag bis zum umfallen. Dabei fällt er dann in betrunkenem Zustand in einen Fluß und ertrinkt. Dann stirbt er auch "mit" einer Leberzirrhose, aber mitnichten "an" ihr. 

Solange dieses ganze Wirrwar nicht valide ist, kann es keiner ernst nehmen. Also leben wir "mit" einem Lockdown, es wird sich nur kaum jemand daran halten, weil jegliches Verständnis für die Maßnahmen komplett verschwunden ist.

Anna Clauß, Spiegel-Autorin schrieb über Markus Söder "Im Comic wäre er der Superschurke"
Die Autorin beobachtet und begleitet Markus Söder seit knapp zehn Jahren. Sie erlebt einen Mann ohne Prinzipien und Charisma, herrschsüchtig, aber erfolgreich. Über die seltsame Popularität eines Politikers, dem die Leute plötzlich die Kanzlerschaft zutrauen. Und ja, seit Sonntag wissen wir, Söder will Kanzler werden.

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07.04.2021 Keine weiße Musik mehr?

GFDK - Reden ist Silber - Klaus Miehling

Irgendwo las ich, man könne eigentlich keine Aprilscherze mehr erfinden, weil die Realität genauso absurd ist. Diese Meldung bestätigt das:

„Ungewöhnliche Pläne an der renommierten britischen Universität Oxford: Professoren der Musikwissenschaft wollen den Lehrplan ‚dekolonialisieren‘ und die ‚weiße Vorherrschaft‘ in den Kursen beenden. 

Einige Wissenschaftler beklagen, dass das in Oxford unterrichtete klassische Repertoire, das Werke von Mozart, Bach und Beethoven umfasst, sich zu sehr auf "weiße europäische Musik aus der Sklavenzeit‘ konzentriere.“

Kolonialistisch!“ Uni Oxford will weniger Mozart, Bach & Co. – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM

Wenn man das zu Ende denkt, müsste man fast jede wissenschaftliche Forschung verbieten, weil sie auf Erfindungen und Entdeckungen von Weißen beruht. Ja, die Universitäten selbst sind eine europäische Erfindung – man müsste sie alle schließen!

Man mag es bedauern – aber fast alles, was unser modernes Leben mit seinem technischen Fortschritt und seinen Bequemlichkeiten ausmacht, haben wir Weißen zu verdanken.

Sogar die Ostasiaten sind nur deshalb so erfolgreich, weil sie „unsere“ Erfindungen und Technologien übernommen haben. Die Ehre der Erfindung von Porzellan, Feuerwerk und Papiergeld überlassen wir weiterhin gerne den Chinesen.

Und auch in der Musik waren es nun einmal die Europäer, die eine Sprache gefunden haben, die offenbar überall in der Welt verstanden und geschätzt wird, die zudem in ihrer Komplexität weit über dem steht, was andere Kulturen hervorbrachten (abgesehen vom Rhythmus, der anderswo komplizierter ist, was aber zu einer mehr körperlichen als geistigen Wirkung der Musik führt).

Offenbar kennen Europäer und ihre auf dem amerikanischen Kontinent beheimateten Nachfahren nur noch Selbsthass und Selbsterniedrigung.

Das ist nicht nur eine Beleidigung unserer Vorfahren, sondern setzt auch die technischen und kulturellen Errungenschaften aufs Spiel, von denen die ganze Welt profitiert.

Klaus Miehling

„Das ist der kulturelle Selbstmord des Westens“

Ausgerechnet im Dante-Jahr wurde eines der größten Werke der abendländischen Literatur verstümmelt. In den Niederlanden erscheint die „Göttliche Komödie“ ohne die Passagen über Mohammed

Ein Triumphs des neuen politisch Korrekten, der sich einzig und allein gegen das westliche Erbe richtet, meint der Historiker Christophe de Voogd, auf "Welt-Online".

Und das auch noch

Ein offener Brief behauptet, die Shortlist für den Leipziger Buchpreis – mit Christian Kracht, Judith Hermann, Friederike Mayröcker – sei „zu weiß“. Wer so argumentiert, hat den Anspruch von Literatur nicht verstanden.

Seit ein paar Tagen kursiert ein offener Brief in den sozialen Medien, der beklagt, dass die Shortlist der für den Preis der Leipziger Buchmesse Nominierten „zu weiß“ sei, den entsprechenden Hashtag #AllzuWeiß gibt es auch schon, ebenso Bestürzung und aktivistische Wut.

Unter den Nominierten befinden sich „keine Schwarzen Autor:innen und Autor:innen of Colour“, mahnen die Unterzeichner des Briefes an.

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06.04.2021 Grundrechte keine Gnadenrechte

GFDK - Reden ist Silber

Von Journalismus kann in den Medien von "Welt", "Spiegel", "FAZ", "Süddeutscher", etc keine Rede mehr sein. Die vielen Regierungssprecher in den Medien machen nur noch Stimmung gegen die Corona-Demonstranten von Kassel und Stuttgart, ohne deren berechtigte Anliegen zu berücksichtigen.

Gesicht zeigen

So heißt es dort: "Die „Corona-Demonstranten von Kassel und Stuttgart, waren kein Widerstand, sondern politische Geisterfahrerei". 15.000 Menschen machten sich am Ostersamstag in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg auf den Weg für ihre Freiheit und Gesicht zu zeigen, ohne Maske.

"Den Demonstrierenden sei es nicht um Freiheitsrechte gegangen, sondern darum, die demokratische Grundordnung zu stören" sagt der Baden-Württembergs Gesundheitsminister, und Grünenpolitiker Manne Lucha".

Dabei hatte doch der Aerosolexperten Dr. Gerhard Scheuch in der WELT ein Interview gegeben, in dem er klar macht, dass man sich im Freien nicht anstecken kann, das sei bei dieser Pandemie kaum möglich. Er meint. "Kontaktreduzierung im Außenraum bringt überhaupt nichts. Die Kontaktreduzierung muss in Innenräumen erfolgen.  Ansteckungen im Freien sind einfach bei dieser Pandemie kaum oder überhaupt nicht möglich.

Es ist immer noch so, dass die Ansteckungsgefahr im Freien mindestens um den Faktor 20 geringer ist als in Innenräumen". Selbst die Gesellschaft für Aerosolforschung kommt in einem Positionspapier zur gleichen Auffassung wie Scheuch.

Um es einmal deutlich zu Sagen: Wer mit Maske im freien rumrennt, hat einen an der Klasche. Vorneweg der Lauterbach.

Da müßte man ja nun mal fragen, was die Forderungen nach nächtlichen Ausgangsperren bringen sollen. Aber auch dazu schweigen die medialen Helfershelfer der Corona-Politik in den Medien. "Corona-Demo in Stuttgart: Tausende ohne Masken - SWR Aktuell".

Für unsere Politiker und Medien sind die Demonstranten Rechte, Extremisten, und Corona-Leugner, die man bekämpfen muß. Am liebsten wollen sie die Querdenker«-Demos ganz verbieten. Der Landesvorsitzende  der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer scheint auch ein richtiger Freiheitsheld zu sein, er möchte ein Verbot der Querdenker-Demos, das wäre  mit dem Grundgesetz vereinbar gewesen.

Wer sich nicht an die unsinnigen Corona-Maßnahmen hält, verhält sich asozial und macht sich strafbar, meinte er. Kusterer möchte in die Lage versetzt werden, "konsequent einzuschreiten", am liebsten würde er wohl auf die Demonstranten schießen dürfen. Aber immerhin, die Polizei vor Ort, teilte mit, dass die Demonstranten ja überwiegend friedlich seien.

Gefahr für die öffentliche Ordnung?????

Nicht die Friedfertigkeit der meisten Demonstranten, sondern ihr enges Zusammenstehen ohne Maske ist die "Gefahr für die öffentliche Ordnung", die sehr wohl eine Auflösung gerechtfertigt hätte, schreibt Torsten Krauel, Chefkommentator bei "Welt-Online".

Wie es um die Pressefreiheit bestellt ist, wenn man nicht regelkonform berichtet, kann man daran sehen. Der YouTube Kanal des Journalisten Boris Reitschuster wurde anläßlich einer Live Berichterstattung für 1 Woche gesperrt. Kennt man sonst nur aus totalitären Staaten.

Die einzigen politischen Geisterfahrer sitzen in den Medien und im Reichstag, von der MPK mal ganz zu schweigen. Grundrechte sind keine Gnadenrechte, gewährt von der Regierung für wohlgefälliges Verhalten. Das ist unsere Ansage an die Regierenden. 

Die Querdenken-Bewegung und ihre Mitstreiter werden vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet, was wir sehr lustig finden. Wer das Demonstrationsrecht hintertreibt und pauschal diskreditiert, der sollte vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Und noch eines müssen wir mal loswerden. Auf allen Corona-Demos ging die Gewalt fast immer von den Gegendemonstranten aus, was in den Medien niemals thematisiert wurde. Wer sind die? Was wollen die? Wer organisiert die? Und wer bezahlt sie? Wir sind der Meinung, dass die doch einmal vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollten. PS: Die gefährlichen Corona-Demonstranten könnt ihr euch im angehängten Video anschauen.

Lüge der Woche

„Wieler am 29.1.: Durch Impfen mehr Mutationen. Wieler am 26.3.: Durch Impfen weniger Mutationen“

https://youtu.be/x6IQS9xfxG0

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01.04.2021 Über die Macht von Männern

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Kim Jiyoung ist ein Mädchen, dessen Großeltern sich einen Jungen gewünscht hatten; eine Tochter, deren Vater sie dafür verantwortlich macht, wenn sie belästigt wird; die perfekte Angestellte, die trotzdem nicht befördert wird; eine Ehefrau, die ihren Beruf aufgibt für ein Leben als Hausfrau und Mutter, die sich plötzlich seltsam benimmt.

„Kim Jiyoung, geboren 1982“ ist der literarische Sensationserfolg aus Südkorea. Weltweit millionenfach verkauft, entführt uns ihre Geschichte in das schmerzhaft gewöhnliche Leben einer Frau in Korea, die eine männlich geprägte Feindlichkeit erlebt, wie sie unter Umständen archetypisch ist.

„Kim Jiyoung, geboren 1982“ hat 207 Seiten und ist der erste Roman der Drehbuchautorin Cho Nam-Joo und hoffentlich nicht ihr letzter, denn der Autorin gelingt es mit einer unheimlichen Leichtigkeit, kollektive Erfahrungen, die oftmals im Dunkeln bleiben, greifbar zu machen.

Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch (www.kiwi-verlag.de), kostet „Kim Jiyoung, geboren 1982“ 18 Euro.

Ebenfalls ein Debütroman ist das Buch „Mado“ des Theatermannes Wolfgang Franßen und erzählt eine ebenso beeindruckende Geschichte, wie die der Kim Jiyoung: Mado Kaaris ist inmitten von Gewalt aufgewachsen und flieht nach Paris, wo sie ein neues Leben erhofft.

Nachdem sie ihren Freund, der sie aus Eifersucht einsperrt, erschlägt und wieder zurück in die Bretagne kehrt, um dort unterzutauchen, gerät sie erneut in ein Strudel von männlicher Vorherrschaft und Macht und beschließt, sich dagegen ein für allemal zu wehren.

Sie will nicht länger in einer Welt leben, in der Männer vorgeben, wie eine Frau zu sein hat.

Dass der Autor vom Theater kommt, spürt man bei jeder Seite seiner Geschichte, da diese von visueller Kraft nur so strotzt, den Leser immer im Auge behält, ohne dabei die Authentizität der Protagonistin zu verlieren.

„Mado“ hat 372 unheimlich wuchtige Seiten, kostet 22 Euro und ist im EuropaVerlag (www.europa-verlag.com) erschienen. Beide hier vorgestellten Roman gehören meiner Überzeugung nach zu den Highlights des literarischen Frühlings.

Sönke C. Weiss

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31.03.2021 „Sapeur“ und „Sapeuse“

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Tagsüber arbeiten sie als Taxifahrer, Schneider oder Gärtner, doch wenn der Job erledigt ist, verwandeln sie sich in lässig-elegante Dandys.

„Sapeurs - Ladies and Gentlemen of the Congo“ ist ein Fotobuch des Londoner Fotografen Tariq Zaidi, an dem er über drei Jahre lang in den kongolesischen Metropolen Kinshasa und Brazzaville gearbeitet hat.

Es geht um die subkulturelle Modebewegung der „Stimmungsmacher und eleganten Menschen“, La Sape, Société des Ambianceurs et des Personnes Èlégantes.

Ihre Anhänger nennen sich „Sapeur“ und „Sapeuse“, auffällig gekleidete Männer und Frauen in einem deutlichen Gegensatz zu ihrem Umfeld. Und wenn sie durch die Straßen stolzieren, werden diese zu ihrer Bühne und sie wie Rockstars bejubelt.

Ja, sie wollen auffallen, Leichtigkeit und Schönheit in den Alltag bringen. „Weiße haben die Kleidung erfunden, aber wir machen Kunst daraus,“ sagte Papa Wemba, 1949 - 2016, kongolesischer Musiker und Stilikone der Sapeur-Bewegung, die Tariq Zaidi so wirklich einzigartig dokumentiert hat „Sapeur“ und „Sapeuse“ tragen Dolce & Gabbana, Versace Gucci und Pierre Cardin, sparen oftmals jahrelang auf ein Kleidungsstück, das sie dann mit Stolz und Würde in 40 Grad Hitze präsentieren.

Ein Gesamtoutfit kann schon mal 2.000 Euro oder mehr kosten, eine enorme Summe, bedenkt man, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen bei etwa 750 Euro liegt.

Aus meiner eigenen Erfahrung durch meine Reisen in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) kann ich bestätigen, dass Kongolesen stolz auf ihr Aussehen sind und es zelebrieren, wann immer sie können.

Die „Sapeur“ und „Sapeuse“ würden sich lieber gut anziehen als gut essen. Denn sie sind Berühmtheiten geworden.

Sie bringen Hoffnung und Lebensfreude in Gemeinschaften, die von jahrelanger Gewalt und Konflikten heimgesucht wurden. Die meisten Menschen in der DRC und im benachbarten Republik Kongo leben in Armut.

Die Bewegung „La Sape“ möchte mehr als nur Menschen helfen, ihre Probleme zu vergessen. Es ist eine subtile Form des sozialen Aktivismus geworden.

Eine Möglichkeit, den Spieß umzudrehen und die wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen die Bevölkerung lebt, zu rebellieren. „Sapeurs - Ladies and Gentlemen of the Congo“, verlegt im Kehrer Verlag (www.kehrerverlag.com), ist von daher nicht nur ein wunderschönes, sondern auch ein politisches Buch, das ich uneingeschränkt empfehle. Es hat 176 Seiten mit 121 Farbabbildungen und kostet 35 Euro. 

Sönke C. Weiss

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