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31.10.2018 Missbrauch bekämpfen

GFDK - Reden ist Silber - Dr. Lindsey Blumell

Dr. Lindsey Blumell, Fachbereich für Journalismus, City University of London - #metoo ein Jahr später: "Journalisten sollten die Ursachen für sexuellen Missbrauch bekämpfen"

Laut „New York Times“ haben im vergangenen Jahr rund 200 Männer in hohen Positionen ihren Job verloren, nachdem ihnen sexuelle Übergriffe vorgeworfen wurden. In knapp der Hälfte der Fälle seien sie durch Frauen ersetzt worden, berichtete die Zeitung.

rape culture in Wort, Schrift und Bild

Die afroamerikanische Bürgerrechtlerin Tarana Burke startete die Metoo-Kampagne 2006, um Opfer von sexuellem Missbrauch, insbesondere schwarze und farbige Frauen, zu unterstützen.

Aber als sie sich ihren Weg in das öffentliche Bewusstsein bahnte, um zum populären weltweiten Hashtag mit unerhörter Reichweite zu werden, nachdem der Weinstein-Skandal vor 12 Monaten ausbrach, reagierten die Medien.

Nachrichtenagenturen berichteten über Weinstein und Hunderte von anderen Angeklagten, und eine Reihe von Fernsehserien und Filmen zogen #metoo in ihre Handlungsstränge ein. Das sind alles positive Schritte.

Aber während sich die Medien regelmäßig auf #metoo beziehen, politisiert die Berichterstattung im Allgemeinen weiterhin sexuellen Missbrauch und behandelt ihn als selten und schockierend, anstatt als systemisches Ergebnis der Vergewaltigungskultur.

Die Vergewaltigungskultur bezieht sich auf die Normalisierung des sexuellen Missbrauchs durch die Verabschiedung mehrerer Vergewaltigungsmythen wie "Anklägerlüge", "Vergewaltigung ist nicht schlimm", "es war nur ein Zufall", "sie wird das Leben des Angeklagten ruinieren", und "das Opfer hat darum gebeten".

Vergewaltigungsmythen sind vor allem in der politischen Berichterstattung präsent. Die Vergewaltigungskultur hängt von Machtstrukturen ab, die die Angeklagten begünstigen und die Opfer benachteiligen - und die Medien halten allzu oft an der Vergewaltigungskultur fest, indem sie nur selten Vergewaltigungsmythen in Frage stellen und den Machthabern in der Regel das größte Mitspracherecht geben.

Mit sehr wenigen Verurteilungen hat sich in letzter Zeit ein beträchtlicher Teil der Berichterstattung mit der Frage beschäftigt: "Ist #metoo zu weit gegangen?"

Journalisten werden oft letztendlich von Machtstrukturen geleitet, in denen die Vergewaltigungskultur gedeiht und der Status quo erhalten bleibt.

Bevor zu viele Comebacks für die Angeklagten im Zeitalter von #metoo geplant werden, müssen die Medien erkennen, dass mehr getan werden muss, um zu verstehen, warum sexueller Missbrauch überhaupt stattfindet - und was dagegen getan werden kann.

Über City, University of London
 
City, University of London ist eine internationale Hochschule, die sich der akademischen Exzellenz verschrieben hat, mit einem Fokus auf Wirtschaft und Beruf und einem beneidenswerten zentralen Standort in London.

Das akademische Angebot der Stadt ist breit gefächert mit weltweit führenden Schwerpunkten in den Bereichen Wirtschaft, Recht, Gesundheitswissenschaften, Mathematik, Informatik, Ingenieurwesen, Sozialwissenschaften und Kunst einschließlich Journalismus und Musik.

City hat rund 19.500 Studenten (35% auf Postgraduiertenniveau) aus mehr als 150 Ländern und Mitarbeiter aus über 75 Ländern.

Im letzten REF (Research Excellence Framework) verdoppelte City den Anteil ihres gesamten akademischen Personals, das weltweit führende oder international herausragende Forschung leistet.

Mehr als 130.000 ehemalige Studierende aus über 180 Ländern sind Mitglieder des City Alumni Network.

Die Geschichte der Universität geht auf das Jahr 1894 zurück, mit der Gründung des Northampton Institute auf dem heutigen Campus der City.  Im Jahr 1966 erhielt City den Universitätsstatus durch die Royal Charter und der Oberbürgermeister von London wurde sein Rektor  Im September 2016 trat City dem Verband der University of London bei und die Prinzessin Royal wurde Rektorin der City.

Unter der Leitung des Präsidenten, Professor Sir Paul Curran, investiert City seit 2010 in ihre akademischen Fachkräfte, ihren Immobilienbestand und ihre Infrastruktur und arbeitet weiter an der Verwirklichung ihrer Vision einer weltweit führenden Universität: Sie hat kürzlich eine neue Vision & Strategie 2026 vereinbart.

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30.10.2018 Schein und Sein beim Bauhaus

GFDK - Reden ist Silber

Das Bauhaus sei links gewesen, konnte man zuletzt in allen Gazetten lesen. Besonders Nils Minkmar, der "Spiegel-Autor", wollte uns das weismachen. Aber stimmt das auch?

Der Autor Don Alphonso ist da ganz anderer Ansicht als Nils Minkmar und findet, man sollte etwas genauer hinschauen und überlegen, was das Bauhaus war, wer dort arbeitete, und was die betreffenden Personen so taten, schreibt er für "Welt-Online".

Schein und Sein beim Bauhaus

Die Linke Punkband Feine Sahne Fischfilet sollte am 6. November im Bauhaus in Dessau auftreten. Das ZDF hatte die Band für die Reihe „zdf@bauhaus“ eingeladen. Die Bauhaus-Direktion Claudia Perren, eine etwas ängstliche Dame, hat das Konzert, aus Angst vor den "Rechten" dann aber abgesagt. So weit so gut.

Das kommentierte die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ als erbärmlich, diese sei vor dem Druck von AfD und der Neonazi-Szene eingeknickt. Das rief umgehend die Kulturjournalisten der Gazetten auf den Plan, die das Bauhaus und deren Künstler, posthum allesamt als Vertreter der Linken-Bewegung verkaufen wollten. Auf diese abwegige Idee muß man erst einmal kommen.

Bauhaus-Künstler für die NSDAP

Don Alonso rückt die Stühle zurecht, und schreibt: "Der letzte Leiter des Bauhauses Mies van der Rohe unterzeichnete mit 36 anderen den Aufruf der Kulturschaffenden an das deutsche Volk, für Adolf Hitler zu stimmen.

Der Designer des berühmten Barcelona Sessels blieb erst einmal in Deutschland, weil er dort weiter tätig sein wollte. Erst 1938 wanderte Mies van der Rohe unter Druck in die USA aus.

Sein Zaudern und Taktieren im Dritten Reich hat ihm damals nicht geschadet, aber es steht im deutlichen Gegensatz zur Behauptung, „das Bauhaus“ sei durchweg links und im Widerstand gegen die Nazis gewesen.

Den Aufruf unterzeichneten neben Mies van der Rohe auch der berühmte Architekt Emil Fahrenkamp und der Maler Emil Nolde, der sich einerseits ein Haus von Mies van der Rohe gewünscht hatte, und sich andererseits der NSDAP willig anbot.

Herbert Bayer war Leiter für Druck und Reklame in Dessau, gestaltete Bücher und Ausstellungen für das Bauhaus und emigrierte 1938, nicht ohne davor auch Ausstellungen für den NS-Staat mit arischen Recken verantwortet zu haben.

Der Meisterschüler und Büroleiter des Bauhausgründers Gropius war Ernst Neufert, der 1936 auswandern wollte, dann aber mit einem Buch über Baunormen in Deutschland immensen Erfolg hatte und unter Albert Speer zu einem wichtigen Berater des Dritten Reiches in Baufragen aufstieg.

Er wurde Reichsbeauftragter für Baunormung und von Hitler in die Gottbegnadetenliste aufgenommen, um dann später in der BRD bruchlos weiter im Stil der Neuen Sachlichkeit zu bauen. Das wird in der Wissenschaft inzwischen kritisch gesehen, aber in der Öffentlichkeit gilt das Bauhaus weiterhin als links.

Die Verachtung dieser Musikgruppe für die Bundesrepublik Deutschland, das wörtlich als „Dreck“ bezeichnet wird, die Zumutung des ZDF, so etwas zu finanzieren, und die Propaganda des DDR-Regimes, die heute wieder als Wahrheit gilt, sind der eigentliche Skandal dieser Absage." So weit Don Alonso.

Die Bauhaus Stiftung rudert zurück

"Nach der heftigen öffentlichen Diskussion um den abgesagten Auftritt der Band Feine Sahne Fischfilet hat die Theaterleitung verstanden, dass der Diskurs über Kunst nur geführt werden kann, wenn die Kunst sich unbedingt in aller Freiheit präsentieren kann.


Die abschlägige Antwort auf eine kurzfristige Anfrage der Medien war schlecht überlegt und falsch. Daher hat das Theater Kontakt mit der Band aufgenommen, um Entschuldigung gebeten und den Akteuren in Dessau, die sich um einen alternativen Spielort bemühen, Hilfe und Beteiligung, sei es im Theater oder anderswo, angeboten.

Als das heutige Gebäude des Theaters errichtet wurde, wurden Künstler gegängelt, an der Ausübung ihres Berufs gehindert und massenweise vertrieben, verschleppt und getötet. Dem Theater ist bewusst, dass Versuchen, die Kunst zu behindern, jederzeit entgegengetreten werden muss".

Anhaltisches Theater Dessau

Und schon wieder wird etwas sehr Wichtiges verschwiegen. Die Nazis haben einige Bauhaus-Künstler vertrieben, umgebracht wurden diese aber nur von den Kommunisten.

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22.10.2018 müssen wir Druck machen

GFDK - Reden ist Silber

Aufruf von "Aufstehen" - Die Bundesregierung plant, den Rüstungshaushalt von derzeit 38,52 Milliarden Euro auf 42,9 Milliarden Euro in 2019 zu erhöhen. Das ist eine Steigerung um 4,38 Milliarden Euro. Mit dieser Summe könnte die GroKo:

Brauchen wir noch mehr Waffen?

schnell, kostengünstig und ökologisch Kitas für 146.000 Kinder bauen
oder die allein im Jahr 2017 in Deutschland geschlossenen 175 öffentlichen Schwimmbäder wieder eröffnen und 263 neue errichten
oder die Sanierung der maroden Brücken in Deutschland beschleunigen
oder allen Erstklässlern ein beitragsfreies Jahr in einem Sportverein schenken – inklusive eventuell notwendiger Sportbekleidung.

Das tut die GroKo nicht und deshalb müssen wir Druck machen vor der Bundestagsabstimmung über den Bundeshaushalt im November. In den kommenden Tagen starten wir unsere Kampagne „Würde statt Waffen", zu der wir Dir Vorschläge für Aktionsideen zusenden.

Wir planen zwei bundesweite Aktionstage: am Samstag, den 03.11.2018 und am Samstag, den 17.11.2018.

Der 3. November ist zugleich auch ein Aktionstag der Kampagne „abrüsten statt aufrüsten", die wir begrüßen – den Aufruf kannst du hier online unterzeichnen und weiterverbreiten.

Aufstehen möchte überall im Land mit den Menschen ins Gespräch kommen und sie fragen: „Wollt Ihr wirklich, dass Milliarden mehr für Waffen ausgegeben werden?" Wir meinen, es ist nicht im Interesse der Mehrheit, immer weiter aufzurüsten. Deshalb: Geld in die Wiederherstellung des Sozialstaates statt Militär und Rüstung.

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21.10.2018 US Zwischenwahlen

GFDK - Reden ist Silber

Vor fast zwei Jahren hat Gottfried Böhmer geschrieben: Die Presse schäumte zum Amtsantritt von Donald Trump. "Keine 100 Tage Toleranz für Trump". Journalisten mahnen uns alle vor einem "bauernschlauen Geschäftsmann", so die "ZEIT".

Trump ist kein Betriebsunfall

Der stellvertretende Chefredakteur des "ZDF" Elmar Theveßen meinte, " Trump sei eine Gefahr für sein Land und die ganze Welt", und kündigte ihm den Kampf an. Daraus ist wohl nichts geworden, wie man nun sieht.

Donald Trump verzeichnet nur Erfolge. Amerikas Bergleute, die Bauern und die Autoindustrie profitieren vom neuen NAFTA Abkommen. Die Arbeitslosenquot liegt mit 3,7 Prozent so niedrig wie seit 1969. Unter Trump nahmen die Arbeitsplätze um zwei Prozent zu, bei Obama nur um 0,1 Prozent.

Die Unternehmensgewinne sprudeln, wie eine Ölquelle. Trumps Steuerreform (Volumen: 1,5 Billionen US-Dollar) hat der Wirtschaft Flügel verliehen. Trump senkte die Unternehmenssteuern von 35 auf 21 Prozent, davon profitieren auch die mittleren Einkommen.

Dazu schrieb Böhmer damals: Dumm ist nur, dass Trump immer mehr Erfolge einfahren kann. Apple will in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden US-Dollar in den USA investieren und 20 000 neue Stellen schaffen.

Als Ergebnis der Steuerreform von Donald Trump will Appel 38 Milliarden Dollar als Steuer auf im Ausland angesammelte Gewinne an den US-Fiskus zahlen und mehr als 250 Milliarden Dollar zurück in die USA holen, die im Ausland gelagert wurden. Viele weitere Unternehmen werden dem folgen.

Eine ganze Reihe von US-Konzernen hat schon Milliarden Investitionen angekündigt, wenn nur die 500 größten Firmen der USA durchschnittlich 2 Milliarden Dollar investieren, sind das schon EINE BILLIONEN Dollar. Es könnte auch noch viel mehr werden.

Gabor Steingart bringt es auf den Punkt, ich möchte fast sagen wie immer: Trump befindet sich im Endspurt zu einem Wahltag, der womöglich nicht mit einem Sieg, sondern mit einem Triumph für ihn endet.

Nichts deutet auf einen Durchmarsch der Demokraten hin. Die Arbeitsteilung hat sich wie folgt eingebürgert: Sie besitzen die Moral, er erreicht die Menschen. Sie beherrschen den hohen Ton, er die niederen Gefühle. Sie überzeugen das Feuilleton, er die Wähler.

Mit politischer Korrektheit und moralischer Entrüstung über Trump, werden die Demokraten keinen Blumentopf gewinnen. Die Mehrheit der Kongressabgeordneten ist republikanisch, und das wird wohl so bleiben.

In den 50 US-Bundes-Staaten stellen die Repulikaner 34 Gouverneure, die Demokrate gerade mal 16. Selbst wenn sie hier ein paar dazu gewinnen, ändert das nichts an dem Machtverhältnis.

Den Schlußpunkt setzt Gabor Steingart so: Trump ist kein Betriebsunfall, wie viele in Europa, und die meisten in Deutschland glauben, sondern die politische Antwort auf eine gesellschaftliche Magenverstimmung. Er hätte genauso schreiben können, auch die AfD ist kein Betriebsunfall, die Magenverstmmung trifft auch auf Deutschland zu.

Gabor Steingart, 56, ist Journalist und Buchautor. Sein kostenloses Morning Briefing erhalten Sie hier: www.gaborsteingart.com

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20.10.2018 Feldzug und Hexenjagd

GFDK - Reden ist Silber

Staatsanwälte, Gerichte, Umweltverbände, die "grünen" und die Unfughilfe gegen das Auto. Auch die SPD droht VW, BMW und Daimler. Und die Große Koalition streitet derzeit über mögliche Milliarden-Bußgelder für die Autobauer. 900.000 Arbeitsplätze stehen allein beim Diesel auf dem Spiel. Der Vorstandschef von VW, Herbert Diess warnte vor weiteren Belastungen für das Unternehmen.

Die Folgen von Dieselgate, die Umstellungen auf den neuen, realitätsnäheren Prüfzyklus WLTP und die strengeren Vorschriften beim Ausstoß des Klimagases CO2 könnten Volkswagen und die gesamte Branche überlasten.

Feldzug und Hexenjagd gegen das Automobil

Wir sind es gewohnt, dass das Auto in der Kritik steht. Der jetzige Feldzug gegen die individuelle Mobilität und damit gegen das Auto nimmt jedoch existenzbedrohende Ausmaße an“, sagte Diess auf einer VW-Veranstaltung in Wolfsburg, wie "Welt-Online" berichtete.

Schüsselindustrie in Deutschland in Gefahr

Und die Folgen für die Schüsselindustrie in Deutschland könnten fatal sein: „Wer sich ehemalige Autohochburgen wie Detroit, Oxford-Cowley oder Turin anschaut, der weiß, was mit Städten passiert, in denen einst starke Konzerne und Leitindustrien schwächeln.

Aus heutiger Sicht stehen die Chancen vielleicht bei 50:50, dass die deutsche Automobilindustrie in zehn Jahren noch zur Weltspitze gehört, warnte Diess.

Ich möchte, dass Wolfsburg und Ingolstadt, Stuttgart und München auch in zehn, 15 und 20 Jahren noch lebendige Industriezentren sind“, sagte Diess.

Wenn die deutsche Schlüsselindustrie in die Knie geht und die ersten Massenentlassungen anstehen, können sich die Arbeitnehmer auch bei den deutschen Gerichten bedanken. Die Alltagsmobilität und die Wohlstandsgaranten der Bundesrepublik Deutschland stehen auf dem Spiel, wenn dieser Feldzug gegen das Auto nicht aufhört.

Ralf-Dieter Brunowsky stellte schon vor einiger Zeit die richtige Frage: "Will man jetzt alle Vorstände von Daimler, VW, Audi, Porsche und BMW in Untersuchungshaft bringen? Will Deutschland sich den neben der Telekommunikation wichtigsten industriellen Ast absägen, auf dem es sitzt?"

Der Deutsche Saubermann

Zuletzt haben wir dazu geschrieben: Hauptsache man kann den deutschen Saubermann spielen und dabei auch noch nachhaltig der deutschen Wirtschaft schaden. Glaubt irgendein Depp, dass es ein US-Staatsanwalt wagen würde, sich mit den US-Konzernen-Managern anzulegen, um ein US-Unternehmen zu schädigen? Das machen nur die Deutschen.

Dieselfahrverbote vernichtet Daimler Wert

"Maßgeblich" sei "ein Anstieg der erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen in verschiedenen Regionen betreffend Mercedes-Benz-Dieselfahrzeuge", teilte der Autohersteller in Stuttgart mit.

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13.10.2018 350 Exponate in Dortmund

GFDK - Soenke Weiss

Eines vorweg: Beim Gedanken an das Jahr 1981, als sie und 120.000 andere Menschen aus ganz Europa zwischen dem 13. und 19. Februar nach Dortmund pilgerten, um dort die legendäre „Wall“-Tournee in der Westfalenhalle zu erleben, zitterten der Fotografin zu diesem Artikel noch immer die Knie.

Vielleicht lag es aber auch am Wiedersehen mit Roger Waters und seinen drei künstlerischen Rebellenfreunden, denen man beim Besuch der Ausstellung „The Pink Floyd Exhibition - Their Mortal Remains“ durch die Räume im Dortmunder U begleitet.

Aber der Reihe nach: Bislang wurde die Show in London und Rom gezeigt, Dortmund ist das einzige Gastspiel in Deutschland, bevor es weiter nach New York geht. Warum Dortmund?

Wegen unserer Geschichte hier“, sagte Nick Mason, Gründungsmitglied und Drummer der Band, im Rahmen der Eröffnung. Er hat mit an der Konzeption der Ausstellung gewirkt.

Mehr als 350 Exponate gibt es zu bestaunen: Schlagzeuge, Gitarren, Notizbücher, Interviews mit den Künstlern, eine Nachbildung der „Wall“ natürlich, das berühmt-berüchtigte fliegende Schwein fehlt ebenfalls nicht, alle Alben seit 1965 sind vertreten, Musik begleitet den Besucher über einen kristallklaren Sennheiser-Sound - die Kopfhören passen sich übrigens an den Rhythmus des Zuschauers an, nicht umgekehrt, was sehr erfrischend ist - zum Schluß gibt es sogar noch ein 360-Grad-Video-Live-Erlebnis vom bislang letzten gemeinsamen Pink-Floyd-Auftritt in London 2005.

In London und Rom, so heißt es, saßen die Zuschauer manchmal sogar weinend auf dem Boden, im Dortmunder U wird man von einem Security-Typen höflich aufgefordert, wieder aufzustehen.

Auf die Frage „Warum ?“ lautet die Antwort schlicht: „Weiß ich nicht.“ (Dass mit der Gelassenheit sollten die Damen und Herren von der Sicherheit noch mal üben; übrigens empfand der Autor dieses Artikels das Sicherheitsaufkommen in den Showräumen für „leicht“ übertrieben.)

Knapp 30 Euro kostet der Eintritt zu dieser wirklich beeindruckenden Ausstellung; wem die Band sein Leben lang begleitet hat, bereut dies sicher nicht. Man kann hier schon einige Stunden verbringen, ohne dass es einem langweilig wird oder sich etwas wiederholt. Das tut es nie. Was das U nach Dortmund geholt hat, ist wirklich einzigartig.

Einziger Wermutstropfen neben dem Sicherheitspersonal: Vorm U steht ein riesiger Container mit allerlei völlig überteuerten Pink-Floyd-Kitsch-Nippes-Zeugs-PR-Marketing-Kram, das kein wahrer Fan braucht und, wenn man‘s genau nimmt, nicht mit dem Weltbild der Band korrespondiert, der bodenlose Kommerz eben.

Den hätten sich die Projektverantwortlichen wirklich sparen können. Die grandiose wie zeitlose Musik spricht für die Weltkünstler selbst.

Pink Floyds „sterblichen Überreste“ sind noch bis zum 10. Februar 2019 im Dortmunder U zu sehen. Tickets unter: www.pinkfloydexhibition.de

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05.10.2018 Weniger Moral, mehr Politik

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Vor ein paar Tagen hat Gabor Steingart in seinem Morning Briefing geschrieben: "Was als medialer Willkommensgruß begann, hat sich zu einer nationalen Therapiestunde entwickelt, bei der jeder den anderen gern auf die Couch legen möchte.

Die einen sind empört, dass die andern empört sind. Wenn man das Deutschland der Gegenwart auf nur eine Formel bringen wollte, dann wäre es diese: Wut zum Quadrat minus Gelassenheit."

Weniger Moral, mehr Politik

Bernd Ulrich von der „Zeit“ ist längst genervt. Er schreibt: „Überall ein Du sollst, Du darfst nicht, Du musst. Zehn Gebote? Tausende.“ Deutschland, so Ulrich weiter, sei zurzeit ein moralisch aufgedunsenes Land. Er wünscht sich „weniger Moral, mehr Politik“.

Der Tag der Deutschen Einheit hat es uns gezeigt. Berlin, München und Dresden, von Einheit keine Spur. Die Hetzer sitzen in allen Lagern, bei den Grünen, den Linken, und auch bei den Rechten. Alle wollen sie von der Verunsicherung der Bevölkerung, nur eines, profitieren. Das Schlimme daran, es gelingt ihnen auch noch. Und die Medien spielen kräftig mit.

Die Demos zum Tag der Deutschen Einheit

Die Demonstration in München stand unter dem Motto: "Jetzt gilt’s" – Gemeinsam gegen eine Politik der Angst".

21.000 in München

Viele Teilnehmer trugen Plakate auf denen sie direkt Bundesinnenminister Horst Seehofer und Ministerpräsident Markus Söder attackierten: "Ausgsödert is" und "ausgseehofert is" lauteten einige der Sprüche. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisierte die "üble Stimmungsmache"

Gemeinsame Sache mit Extremisten?

Herrmann kritisierte auch, dass SPD und Grüne bei der Organisation der Demonstration gemeinsame Sache mit extremistischen Organisationen gemacht hätten. Tatsächlich trugen Teilnehmer eine Fahne mit dem Logo der SDAJ, der sozialistischen deutschen Arbeiterjugend, die der bayerische Verfassungsschutz als linksextremistisch einstuft.

Die SDAJ, so der Verfassungsschutz, sei eng mit der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) verbunden. Eines war in München sicher, es gab keine Einheit.

Auch in Berlin wehte ein kalter Einheits-Wind. Rund um das Einheitsfest in Berlin haben rund 1.000  Menschen in Berlin demonstriert, unter ihnen bekannte Rechtsextremisten. Ihnen stellten sich ebenso viele Gegendemonstranten in den Weg, so der rbb.

Rechtsextremisten und Hooligans mischten sich dabei mit "äußerlich unauffälligen Teilnehmern", darunter auch Rentner und Kinder, schrieb der rbb. Die Polizei stellte mindestens einen Hitlergruß fest. Die Demonstranten der rechten Demo riefen in Sprechchören „Wir sind das Volk“, „Merkel muss weg“ und „Lügenpresse“.

20.000 in Dresden

Was in den Medien aber total unterschlagen wurde, war die Demo in Dresden. Bei der Pegida-Demonstration in Dresden waren 20.000 Teilnehmer auf die Straße gegangen um gegen die Regierung zu demonstrieren.

Sie trugen Transparente und Plakate mit Sprüchen wie: Das System ist am Ende. Wir sind das Volk. Und, Verfassungs- und Staatsschutz befreit uns endlich von dem wahnsinng gewordenen Merkel-Regime.

Fazit: Von einer "Einheit" kann in Deutschland keine Rede sein, das Volk ist gespalten wie nie zuvor. Man sollte diesen Tag abschaffen bis wir uns einig sind.

Woher kommt der ganze Ärger?

Susanne Gaschke schreibt: Liebe Politiker, eure leeren Phrasen machen die Menschen wütend: "Ich will aber nicht auf alles Unbekannte neugierig sein. Ich will, wo wir schon dabei sind, auch nicht lebenslang lernen. Ich will mich nicht ständig irgendwelchen Herausforderungen stellen, die andere definiert haben." Ich sage mal, die Dame hat Recht.

Eine Ermahnung an die Medien

Der Verleger der „Weltwoche“, Roger Köppel im Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart: Köppel diagnostiziert in Deutschland „eine gespenstische Gleichförmigkeit“: Meinungsvielfalt sei durch Meinungseinfalt ersetzt worden. Viele unserer Berufskollegen, meint er, hätten ihren Beruf verfehlt: „Sie sind Partei geworden, denken nicht vor, sondern plappern nach.“

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03.10.2018 Muse und Schöpfer

GFDK - Reden ist Silber

In der historischen Entwicklung der bildenden Künste gibt es eine schier unendliche Quelle an Inspiration. Die Kunst dient dem Ausdruck der Gefühle und gibt einen fast schon intimen Einblick in die Seele des Kunstschaffenden.

Ganz gleich ob Freude oder Trauer, Hass oder Liebe – der kreative Prozess wird ganz selbstverständlich von der aktuellen Lebensphase des Künstlers beeinflusst.

Das Schöne an der Kunst ist eben nicht die Frage des was, sondern viel mehr, dass etwas geschaffen wird. Da die Ästhetik immer im Auge des Betrachters liegt und viel Interpretationsspielraum lässt, löst die genauere Beschäftigung mit Kunstformen in jedem etwas anderes aus.

Dies ist insbesondere bei abstrakten Kunstformen zu beobachten, über dessen Botschaft und verfolgtem Ziel seitens des Künstlers häufig kontrovers diskutiert wird. Ein Konsens zur Fragestellung des Richtig oder Falsch ist de facto nicht zu erreichen.

Der Empfänger der Kunst

Für das Kanalisieren einer Emotion, einer Stimmung oder eines kreativen Funkens bedarf es immer eines Empfängers. Dies kann bei Auftragsarbeiten eines Kreativschaffenden der Auftraggeber sein, der seine Vorstellungen und Wünsche zu Protokoll gibt.

Bei Künstlern, die keinen konkreten Empfänger ihrer Kunst haben, ist die extrinsische Motivation in ihrer ursprünglichsten Form meist eine Muse. Diese sind Personen, die zu kreativen Höchstleistungen anspornen und sie in ihrem Schaffungsprozess zu animieren, ohne dass ihre Wirkung greifbar beschrieben werden kann.

Musen besitzen für gewöhnlich eine natürliche Ausstrahlung, die auf den Künstler inspirierend wirkt und durch tiefgründige Konversationen die Ideenfindung und -umsetzung anregt.

Dies ist oftmals keine kurzfristige, sondern eine längerfristig andauernde Beziehung zwischen Muse und Künstler, die oftmals (wenngleich stark vorurteilsbehaftet) einer Liebesbeziehung gleichkommt.

Wenngleich die Beziehung zwischen Muse und Schöpfer oft im Nonplusultra, in der körperlichen Verschmelzung endet, so ist dies nicht ihre Haupteigenschaft.

Viel mehr hilft eine Muse, überschüssigen Ballast wie soziale Verpflichtungen oder finanzielle Zuweisungen auszublenden und sich voll und ganz auf kreativ Stimulierendes zu konzentrieren.

Eine der bekanntesten Musen-Künstler-Beziehungen war die von Yoko Ono und Beatle John Lennon. Diese ist gleichzeitig das beste Beispiel, dass die Inspiration nicht nur einseitig, sondern wie eine Symbiose wechselwirkend geschehen kann.

Ono, bereits vor ihrer Ehre mit Lennon gestandene Künstlerin, realisierte mit ihm zusammen zahlreiche Projekte. Er hingegen trug sich Ono anstelle seines zweiten Vornamens Winston ein, der ihm von seinen Eltern in einem Anflug von Patriotismus während der Kriegszeiten gegeben wurde.

Das Geniale an einer Muse ist jedoch, dass sie im Gegensatz zu Freunden oder Lebenspartnern keine großartige Beziehung untereinander bedarf, um zu funktionieren. Sie muss auch nicht das Herz des Mannes erobern. Hauptkriterium ist viel eher, dass sie da, oder eben nicht da ist und der Künstler sich in seinem Weltschmerz an sie wenden kann.

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27.09.2018 Messer im Rücken

GFDK - Reden ist Silber

So liebe Freunde, jetzt wissen wir warum Seehofer in der Causa Maaßen so stur geblieben ist. Mit einem Messer im Rücken kann man ja auch schlecht arbeiten und auf dem Friedhof schon mal gar nicht. Und da wollte Seehofer partout nicht hin.

Seehofer - Zu früh für den Friedhof

Seehofer kenne die vielen Opfer der Kanzlerin und wolle partout nicht dazugehören. „Auf dem Friedhof hinterm Kanzleramt“, so Seehofer zu „Spiegel“-Hauptstadtchef René Pfister, „möchte ich nicht begraben werden.“

Dazu meint Gabor Steingart: "Der Friedhof hinterm Willy-Brandt-Haus ist allerdings auch prominent besetzt. Hier ruhen die gestolperten, gemeuchelten oder in den Rücktritt getriebenen Parteivorsitzenden. Die meisten von ihnen weisen am Rücken Verletzungen auf, die von Freundeshand zugefügt wurden.

SPD-Chefin Andrea Nahles kann von Glück reden, dass man ihr gestern in den Führungsgremien der Partei eine formelle Abstimmung über den Fall Maaßen ersparte. Die Erfahrenen unter den Parteifunktionären wissen, warum: Alles hat seine Zeit – auch die Intrige."

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25.09.2018 Der Fall Maaßen

GFDK - Reden ist Silber - Christian Weilmeier

Christian Weilmeier schreibt zum Fall Maaßen: Große Teile der Medien und etliche politische Parteien wollten Maaßen erledigen, beruflich vernichten. Jetzt wird er Sonderberater im Innenministerium.

Die Maaßen Jäger

Die Maaßen-Jäger sind nun natürlich wieder enttäuscht und erklären in ihrem Frust gleich die große Koalition für erledigt, weil sie unfähig sei.

Ich erkenne nicht, warum Merkel nun plötzlich unfähiger sein soll als früher. Es läuft eben so, wie es immer lief. Nur der Seehofer ist eben ein ständiger Störfaktor. Jetzt lasst doch mal den Maaßen in Ruhe und beschäftigt euch zumindest ansatzweise mit dem, wofür ihr gewählt worden seid.


Übrigens: Nun zu erklären, die Erneuerung der SPD sei gescheitert, setzt voraus, dass es in diese Richtung überhaupt einen Versuch gegeben hätte. Mein Ceterum censeo bleibt: Merkel muss gehen, damit die Menschen wieder Vertrauen fassen.

Der neue Kanzler muss den Kurs deutlich korrigieren und sich bei den Menschen entschuldigen für die Rechtsbrüche und Vertuschungen der letzten Jahre. Ansonsten wird man weiter und immer mehr AfD wählen, um gehört zu werden.

Irgendwann wird der Widerstand aber so stark sein, dass auch ein Auswechseln Merkels nichts mehr nützt. Im eigenen Interesse sollte das Establishment die Frist nicht verpassen.

Ernst G. Walter bringt es auf den Punkt

Der Vorsitzende der Bundespolizei-Gewerkschaft, Ernst G. Walter, hat die Neuverhandlung der umstrittenen Beförderung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert.

Semantische Differenzen würden hier aus purem parteipolitischem Kalkül zu Staatskrisen hochstilisiert und auf höchster Ebene getroffene Vereinbarungen wegen fallender Umfragewerte von heute auf morgen wieder infrage gestellt, sagte Walter dem „Handelsblatt“.

Zugleich werde dabei versucht, einen hochverdienten und erfolgreichen Beamten ohne jede Rücksicht auf den dahinter stehenden Menschen regelrecht zu vernichten. Das sei „einfach nur noch widerlich“.

Er könne nur hoffen, dass zumindest Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) „weiter hinter den kompetenten, aber auch kritischen Chefs seiner Sicherheitsbehörden steht“, sagte Walter.

Die berechtigte Kritik als auch die nachweisbaren Erfolge von Bundesverfassungsschutz, Bundeskriminalamt (BKA), Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundespolizei „scheinen die aktuelle Bundesregierung offensichtlich weniger zu interessieren als parteipolitisch korrektes Auftreten ihrer Behördenchefs“, kritisierte er.

Wolfgang Bosbach sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. "Erst habe SPD-Chefin Andrea Nahles CDU und CSU „eins auf die Fresse geben wollen". „Dann bekommt sie selber Prügel von der eigenen Partei, und als Dank für die wüsten Drohungen soll ihr dann die Union aus der Patsche helfen. Super Plan.“

So schön kann es nur Gabor Steingart beschreiben: "SPD-Chefin Andrea Nahles ist die große Verliererin dieser Rochade. Sie hatte die Entlassung gefordert und eine Beförderung bekommen. Sie wollte ein Opfer und gebar einen Helden. Schlimmer noch:

Sie hat den eigenen Leuten gezeigt, dass sie keine Beute machen kann. Wer in die morgendliche Stille von Berlin hineinhorcht, der hört es: Ihre Uhr, eine Leihgabe von August Bebel, hat zu ticken begonnen".

Für die epochalen Themen unserer Zeit hat diese Koalition erkennbar keine Aufmerksamkeitsreserve:
 

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