Reden ist silber, Schreiben ist gold

17.10.2019 Fakten und Einsichten über Künstlerinen

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Dass auch die Welt der Kunst meist von Männern bestimmt wird, ist leider wahr. Und dass „ihre“ Geschichte nicht immer die Beachtung findet, die „sie“ verdient, ist auch ein Fakt. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich vor wenigen Tagen das Buch „Great Women Artists“ entdeckt habe.

„GWA“ ist im Phaidon-Verlag erschienen, kostet 49,90 Euro und ist mit seinen 464 Seiten die vermutlich umfangreichste Illustration von Künstlerinnen, die jemals veröffentlicht worden ist.

Sie erzählt die Geschichten von über 400 Frauen aus 500 Jahren. Die älteste, Properzia de‘ Rossi, wurde 1490 in Bologna geboren; während die jüngste, die New Yorkerin Tschabalala Self, noch in ihren Zwanzigern ist. Darüber hinaus ist „GWA“ von A bis Z wohl geordnet, von Marina Abramovíć bis Andrea Zittel, so dass man sich leicht und schnell zurechtfindet.

Neben der brillanten Bildsprache steckt das Buch voller faszinierender Fakten und Einsichten. Herausgeberin Rebecca Morrill: „Die Kunstgeschichte wird nicht länger als eine einzige Erzählung wahrgenommen, die nur einen Teil der Gesellschaft repräsentiert und dient, sondern als ein Gewirr von miteinander verwobenen Geschichten, die koexistieren und nicht um eine Vorherrschaft konkurrieren.

“ Bleibt festzuhalten: „GWA“ wird sicher stolze Feministinnen erfreuen, aber auch solche Damen und Herren entzücken, die tolle Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Performance-Kunst einfach nur genießen mögen. Kleine Randnotiz: Das Buch ist in englischer Sprache verfasst.

Sönke C. Weiss

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16.10.2019 Politisch unkorrekt

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach fand heraus: Annähernd zwei Drittel der Bürger sind überzeugt, man müsse heute „sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich wie äußert“. Denn es gebe viele ungeschriebene Gesetze, welche Meinungen akzeptabel und zulässig sind.

Zum Beispiel: Sagen Sie niemals, die ist jung, hübsch, weiblich und verfügbar, auch wenn das stimmt, bekommen Sie mit Sicherheit großen Ärger. Einzig Henryk M. Broder dürfte so etwas noch in Deutschland sagen. Gott sei dank gibt es noch kein Denkverbot.

Alexander Reinhardt ist reichlich unkorrekt

Der Airbus Chef-Lobbyist Alexander Reinhardt hält nicht so viel von politischer Korrektheit und beweist das auch, in dem er sagt, was er von den radikalen Klimaschützern der Extinction Rebellion hält, wie WELT-Online berichtete.

In einer Diskussion auf Twitter drohte er ihnen auf Englisch, „@ExtinctionR-D u better NOT get in my way!!!!!“ – sie sollten sich ihm besser nicht in den Weg stellen.

Daraufhin erfolgte am Sonntagabend eine längere Diskussion auf dem Kurznachrichtendienst, bei der Reinhardt die Konfrontation suchte, etwa mit der Aussage „Komm her, wenn Du Eier hast“.

Oder: „Eure faschistoide Logosprache passt nahtlos zu Eurem diktatorischen Absolutheitsanspruch, der Eure Partikularinteressen rücksichtslos über das Allgemeinwohl stellt“. Im nächsten Satz zog er noch einen Quervergleich zur aktuellen Sicherheitslage: „Mit der gleichen Logik marschiert die Türkei gerade in Nordsyrien ein.“

Er schrieb weiter: „Hatten wir hier im Land leider vor 80 Jahren auch schonmal. Daher bekämpfenswert: Ihr verlasst demokratische Grundwerte – die Freiheit der anderen vor allem.“

Auf eine Frage an den Cheflobbyisten, wie er das denn meine, also ob er „uns nur mit dem Dienstwagen überfahren oder auf die Waffensysteme zurückgreife, die Airbus so herstellt?“, antwortete Reinhardt: „Was immer nötig ist, geht lieber arbeiten.“

Die radikalen Blockierer würden Bürger von der Arbeit abhalten, indem sie sich moralisch über andere überhöhten. „Dabei zahlen die ihre Arbeitslosenbeiträge“, so Reinhardt.

Reinhardt meinte später, "es handele es sich um die „private Sorge vor dem Entzug von staatsbürgerlicher Freiheit durch eine nichtstaatliche Organisation. Für die Tonalität entschuldige er sich.

Der politisch korrekte Konzern geht in die Knie

Der Konzern selbst distanzierte sich am Montag von Reinhardts Äußerungen. „Airbus möchte klarstellen, dass die von einem unserer Mitarbeiter am Wochenende via Twitter geäußerten Inhalte sowie die verwendete Sprache gegenüber Extinction Rebellion unangemessen waren und nicht die Meinung des Unternehmens widerspiegeln“, hieß es in einer Stellungnahme. Das war ja auch nicht anders zu erwarten.

PS: Leider wurde das mittlerweile alles gelöscht. Wir hätten gerne die gesamten Antworten von Extinction Rebellion gelesen. Welt-Online hat die aber mal vorsichtshalber nicht veröffentlicht. Das wird schon seinen Grund haben.

Die linke TAZ schreibt: Alexander Reinhardt hat Aktivist*innen der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion auf Twitter massiv bedroht und beleidigt.

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10.10.2019 exklusiv beim Taschen-Verlag

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Die Gier nach Gold: Weltfotograf Sebastiao Salgado exklusiv beim Taschen-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse. Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält dieses Jahr der brasilianische Fotograf und Umweltaktivist Sebastio Salgado. Mit Recht.

Der erste Fotokünstler erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Gehört er doch zu den sozial engagierten Fotografen in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotograf und ist übrigens der erste Fotokünstler überhaupt, der diese renommierte Auszeichnung erhält.

Wer diesen eher öffentlichkeitsscheuen Menschen kennenlernen möchte, hat dazu am Samstag, den 19. Oktober 2019, von 11 bis 12 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse beim Taschen-Verlag-Stand (Halle 3.0, Stand D85) Gelegenheit.

Salgado wird dort seine Bücher signieren, vor allem aber auch seine jüngstes Werk „Gold“ präsentieren. Wir berichteten

Als Salgado, der seine berufliche Karriere als Fotograf 1973 in Paris begann und für zahlreiche internationale Agenturen wie auch Magnum arbeitete, zum ersten Mal nach Serra Pelada kam, war er sprachlos.

Vor ihm sah er ein riesiges Loch mit einem Durchmesser von vielleicht 200 Metern und fast genauso tief. In ihm ein Gewimmel von mehreren zehntausend Männern, kaum bekleidet. Ungefähr die Hälfte von ihnen schleppte schwere Säcke über breite Holzleitern nach oben, während die anderen über schlammige Abhänge zurück in den Schlund der Grube rutschten.

Natürlich wußte der Fotograf, was sie dort taten. Sie suchten nach Gold. Und Salgado war zu dieser entlegenen Bergkuppe am Rande des Amazonas-Regenwaldes in Brasiliens nördlichem Bundesstaat Pará gereist, um sie zu fotografieren: in schwarz-weiß.

Das war 1986, und verschaffte ihm ein Ansehen, das er bis zu diesem Zeitpunkt in der Welt der Dokumentarfotografie nicht hatte. Alle wichtigen Zeitschriften dieser Welt veröffentlichten das Serra-Pelada-Portfolio.

Daraus entstanden ist nun ein Buch, das wie gesagt schlicht „Gold“ heißt, neu im Taschen-Verlag (www.taschen.com) erschienen ist und 50 Euro (CHF 70) kostet, absolut gerechtfertigt bei dieser Qualität eines Fotobuches.

Die 208 Seiten zeigen ein ganz außergewöhnliches Werk, ein biblisches Epos, das nur ein Ausnahmefotograf so einfangen kann. Die Fotos haben eine Unmittelbarkeit, die der Betrachter noch immer, über 30 Jahre nachdem sie aufgenommen worden sind, als absolut zeitgenössisch erlebt und fesselt.

Heute ist die Goldmine geschlossen, aber Salgados Aufnahmen lassen das überwältigende Drama des Goldrausches wieder aufleben, dass die Gier nach Gold so leicht nicht zu stillen ist und es scheint, als stünde die Zeit in schwarz-weiß irgendwie still.

„Gold“ gibt es übrigens auch als Collector’s Edition von 1.000 signierten Exemplaren für 800 Euro und als Art Edition von 100 Exemplaren und einem signieren Print, Preis auf Nachfrage. Also auf nach Frankfurt am Main...

Sönke C. Weiss

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07.10.2019 Das Buch Agentterrorist

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Sie erinnern sich? Deniz Yüzel? Als Kind türkischer Einwanderer 1973 in Flörsheim am Main geboren. Mehrfach ausgezeichneter Journalist. Ging 2015 als Korrespondent der WELT in der Türkei.

Von 2017 bis 2018 im Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9 bei Istanbul in Einzelhaft.

„Niemals“ werde man ihn ausliefern, polterte Staatspräsident Erdogan und sorgte so nicht nur für eine beispiellose Solidaritätsbewegung (#FREEDENIZ) wie auch eine schwere diplomatische Krise, die schließlich zu einem Happy Ending mit Petersilienstrauß führte.

Am 10. Oktober nun kommt sein Buch „Agentterrorist“ bei Kiepenheuer & Witsch auf den Markt und wird sicher der Knüller des Herbstes. Denn Deniz Yüzel erzählt eine unglaublich glaubhafte Geschichte über Freiheit und Freundschaft, über Demokratie und Nichtsodemokratie.

Auf 374 Seiten plus Anhang. Das Buch ist zum einen eine grandiose Riesenreportage über sein Jahr im Gefängnis, wie er durch die Liebe seiner Frau, die Unterstützung seiner Anwälte und Zeitung um Freiheit und Selbstbestimmung kämpfte, sich selbst immer treu blieb, egal wie viele Diplomaten er dabei an den Rand der Verzweiflung trieb.

Deniz Yüzel, auch wenn er im Mittelpunkt der Story steht, schreibt zum Glück wie ein Reporter, der mit der nötigen Distanz den Leser mit auf seine Reise ins Herz eines autoritären Regimes nimmt und dabei nicht vergißt, auch persönlich zu bleiben, damit wir den Mensch Yüzel stets im Auge behalten, dem all diese wahnsinnigen wie willkürlichen Dinge, die zu seiner Festnahme und Haft führten, wirklich passiert waren und der sich von einem Tag auf den anderen als Spielball internationaler Geopolitik wiederfand.

Und so ist „Agentterrorist“ zum anderen ein Thriller in der Tradition alter Hitchcockfilme. Oder besser gesagt: Kafka trifft Hitchcock. Denn hinter jeder Seite versteckt sich die nächste Überraschung, wobei der Protagonist überhaupt nicht weiß, warum es eigentlich ihn erwischt hat, wo er doch unschuldig ist. Nervenkitzel für 22 Euro. Absolut lesenswert.

Sönke C. Weiss

Foto: mons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57771884

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07.10.2019 Endzeitvorfreude und Attacke

GFDK - Reden ist Silber

Drohendes Impeachment gegen Trump - "endlich" titelte der "Spiegel". Auch alle anderen großen Leitmedien wünschen sich ja schon seit drei Jahren, das Ende von Trump. und verkennen immer wieder die tatsächliche Situation.

Welt-Online behauptet sogar: Jüngste Umfragen würden zeigen, das die Zustimmung zum Impeachment wächst. Das ist der totale Blödsinn, es bleibt immer nur ein frommer Wunsch der Medien in Deutschland.

Die deutschen Medien sind – wenn's um Trump geht – nahezu unisono ins Lager der Aktivisten gewechselt, schreibt Gabor Steingart. Neugier wird durch Haltung, journalistische Unabhängigkeit durch verbalen Aktionismus ersetzt.

Endzeitvorfreude und Attacke?

Für den „Spiegel“ scheint das Ergebnis des Prozesses bereits festzustehen: „Der Deal zu viel”, lautet die Titelzeile. Im Leitartikel, überschrieben mit dem Wort „Endlich“, heißt es: „Wenn man nicht gegen Trump ein Amtsenthebungsverfahren einleitet – gegen welchen Präsidenten dann?“

Endzeitvorfreude auch in der „Süddeutschen Zeitung“: Die Präsidentschaft von Trump erfahre nun ihr „logisches Finale“, schreibt der sonst so kühle außenpolitische Kopf der Zeitung, Stefan Kornelius. Seine Überschrift: „Attacke!“

In der „Welt“ feuert Ressortleiter Clemens Wergin ebenfalls die Demokraten zum unbedingten Widerstand an: „Gegen den irrlichternden amerikanischen Präsidenten muss staatspolitisch vorgegangen werden.“

So klingen Aktivisten, nicht Journalisten

Trump ging sofort in die Offensive - Die Ukraine-Affäre ist seiner Ansicht nach der „größte Betrug in der Geschichte der amerikanischen Politik“. Die oppositionellen Demokraten seien eine Bedrohung für die Rechte der US-Bürger, sagte Trump in dem am Samstag bei Twitter veröffentlichten Video.

Er werde aber den Sumpf austrocknen

Der einzige Journalist in Deutschland, der die Situation richtig einschätzt ist wie so oft, Gabor Steingart, er fast zusammen:

"Selbstbewusste verwandeln Probleme in Gelegenheiten. Unsichere machen es umgekehrt.“


Wenn diese Volksweisheit stimmen sollte, hat US-Präsident Donald Trump vieles richtig und Oppositionschefin Nancy Pelosi alles falsch gemacht. Denn Fakt ist: Das Trump-Amerika ist empört angesichts des Versuchs, einen demokratisch gewählten Präsidenten durch juristische Winkelzüge aus dem Amt zu jagen – und Trump heizt die Stimmung weiter an. Er weiß, wie man Probleme in Gelegenheiten verwandelt.  

Pelosi hatte darauf spekuliert, dass Trump im Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu weit gegangen sei. Ist er aber nicht, wie die nun veröffentlichte Mitschrift des Telefonats belegt.

Sie bestätigt eben nicht die böswilligen Vermutungen der Demokraten, Trump habe der ukrainischen Seite Geldflüsse in Aussicht gestellt, damit der Präsident in Kiew Ermittlungen gegen den Sohn des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden anschiebt.

Was Trump allerdings tat: Er wies darauf hin, wie „schrecklich“ er es fände, sollte Ex-Vizepräsident Joe Biden seine damalige Machtposition missbraucht haben, um seinen Sohn Hunter zu schützen. Der betrieb in der Ukraine Gasgeschäfte. Wegen des Verdachts der Korruption wurde gegen ihn ermittelt.

Diese Untersuchungen hat man in der Amtszeit des Duos Obama/Biden eingestellt. Er, Trump, würde die Behörden der Ukraine gern unterstützen, falls das Verfahren jetzt noch einmal neu eröffnet werden sollte.

Es war natürlich eine schlitzohrige Anregung, aber eben keine Erpressung. Es handelt sich um ein Wahlkampfmanöver, das den Scheinwerfer auf seinen bislang aussichtsreichsten Gegenkandidaten lenken soll.

Zumal unklar ist, warum das ukrainische Verfahren gegen Biden Junior damals eingestellt wurde. Womöglich hat nicht Trump mit pekuniären Incentives gearbeitet, sondern die demokratische Vorgängerregierung.

Nancy Pelosi jedenfalls, die sich bis gestern den innerparteilichen Rufen nach einem Amtsenthebungsverfahren aus guten Gründen entzogen hatte, steht als Verliererin da. Sie wird die Geister, die sie rief, nicht mehr los.

Gabor Steingart

Und heute frohlockt der Spiegel schon wieder: " Ein zweiter Informant ist offenbar zu Aussagen über US-Präsident Donald Trump bereit."

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01.10.2019 Liebeskummer, Karriere, Geld

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

„Was würde Frida tun?“ Dieser Frage gehen die Autorinnen Elizabeth Foley und Beth Coates, übersetzt von Katy Albrecht, mit Illustrationen von Bijou Karman, in ihrem gleichnamigen Buch nach und stellen uns 55 coole Frauen der Weltgeschichte vor, die uns mit ihren Weisheiten durch alle Lebenslagen bringen sollen.

Auf 293 Seiten geht es um Liebeskummer, Karriere, Geld, Freundschaft und Mobbing. Am Beispiel von Coco Chanel, Rosa Parks, Katharina von Bora und vielen anderen Damen, die mutig und selbstbewußt, eigenwillig und unglaublich waren, lernen wir ziemlich kurzweilig, wie ihre Erfahrungen uns im täglichen Leben inspirieren können.

Letztlich geht es den vorgestellten Heldinnen um Selbstvertrauen und Entschlossenheit. „Was würde Frida tun?“ bezieht sich natürlich auf die gefeierte Künstlerin und Fashionikone Frida Kahlo, die trotz aller Schicksalsschläge - Kinderlähmung, Verkehrsunfall mit Becken- und Wirbelbruch - ganz in ihrer Kunst lebte.

Das Buch, im Ludwig-Verlag erschienen und für Euro 20 (D), 20,60 (A) und CHF 28,90 erhältlich, liest sich sehr trendig und ist selbstverständlich auch für Männer zu empfehlen.

„Der andere Name“ des Norwegers Jon Fosse dagegen ist meiner Überzeugung nach schlicht ein knallhartes Männerbuch.

Die 475 Seiten bestehen (fast) nur aus einem Satz, der die Geschichte des Malers Asle erzählt, der seit dem Tod seiner Frau nicht mehr malen will und der kurz vor Weihnachten einen anderen, dem Alkohol verfallenen Asle begegnet, was dann zum Herzstück der Geschichte wird, die keinen wirklichen Plot hat.

„Der andere Name“ - für stolze 30 Euro bei Rowohlt erschienen - ist echt langsame wie aufs Notwendigste reduzierte Prosa, die man mögen muß und solchen Lesern zu empfehlen ist, denen es auch nichts ausmacht, mal drei Monate in der norwegischen Einsamkeit zu verschwinden, ohne menschlichen Kontakt zu vermissen.

Interessant ist, dass das Buch, der erste Band eines Opus magnum, mitten im Satz aufhört und wir darauf warten müssen, bis sich die Story dann irgendwann weiter entfaltet - oder auch nicht. Denn ob das Gelesene nun wirklich so ein Erlebnis ist, stelle ich in Frage, obwohl das Buch etwas hat, zweifelsohne...

Sönke C. Weiss

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30.09.2019 Zum Staunen einzigartig

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Die frühen 70er Jahre. In der Küche geht es hoch her. Paul tanzt. Tochter Mary, damals etwa drei, reitet auf seinen Schultern. Die holzgetäfelte Wand hinter ihnen ist kunterbunt mit Bildern und Postkarten dekoriert. Linda ist auf dem Posten, um zu tun, was sie tut.

Nämlich dem Geschehen seinen Lauf lassen, ohne die Szene arrangieren zu wollen, um dann, so beiläufig, wie man blinzelt, ein Foto zu machen, das die Porträtierten in aller Unbefangenheit und Lebendigkeit zeigt.

Ein intimes Buch über die  Künstlerin Linda McCartney

Die Rede ist natürlich von Linda McCartney, die ja nicht nur die Ehefrau des damaligen Beatles Paul war, sondern auch eine außergewöhnliche Künstlerin, Fotografin eben. In ihrem Buch „The Polaroid Diaries“, aktuell bei Taschen (www.taschen.com) für 40 Euro (CHF 55,00) erschienen, zeigt der Herausgeber, sie selbst ist leider bereits 1998 mit nur 47 Jahren an Krebs gestorben, auf 232 Seiten ihre scheinbar beiläufig aufgenommen Sofortbilder, die in der Tat ein bleibendes Zeugnis ihres Schaffens darstellen.

Ehe Linda McCartney begann, Bilder zu machen, lernte sie erst einmal, diese zu betrachten; sie studierte Kunstgeschichte an der Universität von Arizona und war als Fotografin Autodidaktin.

Ihre Arbeit als professionelle Fotografin nahm sie in den späten 60er Jahren auf, zu einer Zeit, als die Fotografie sich gerade von den dokumentarischen Bildwelten löste.

Für Zeitschriften wie den Rolling Stone und Town & Country fotografierte Linda McCartney die jungen, neuen Idole des Jahrzehnts: die Beatles, die Stones, Jimi und Janis.

Die Sofortbildfotografie bot ihr schließlich eine neue Gelegenheit, die Grenzen des Mediums auszuloten, was ihr gelungen ist. „The Polaroid Diaries“, quasi ein Familienalbum der McCartneys mit einigen besonderen Gästen, zeugt davon.

Vielleicht werden diese Bilder in der Zukunft verblassen, so wie es die Erinnerung tut. Doch selbst wenn diese Farben ausbleichen sollten: Was bleiben wird, ist Linda McCartneys emphatische Kraft.

Ihre Fähigkeit, als Künstlerin über sich selbst hinauszugehen, den Weg einem anderen Menschen zu finden und, wie der Kunsthistoriker Ekow Eshun so treffend schreibt:

„ihn, den Menschen, von seiner privaten Seite zu zeigen, verletzlich, unvollkommen und gerade deshalb zum Staunen einzigartig.“ Ein ganz, ganz tolles, wie intimes Buch dieser Künstlerin.

Sönke C. Weiss

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24.09.2019 Wer schützt unsere Konzerne?

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Aus aktuellem Anlass noch einmal unseren Artikel vom 20. Juni 2018. Heute hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage gegen die aktuellen VW-Funktionäre Herbert Diess und Hans Dieter Pötsch sowie den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Konzerns, Martin Winterkorn, erhoben.

20. Juni 2018: Mit trockenen Worten gab die Staatsanwaltschaft München II bekannt, dass Audi-Chef Rupert Stadler sein Büro mit einer Gefängniszelle eintauschen muss. Als Haftgrund wird Verdunkelungsgefahr genannt. Seit einer Woche wird Stadler als Beschuldigter geführt. Aber Hallo, Verdunklungsgefahr? Was soll der denn noch verdunkeln?

Schande über Deutschlands Staatsanwälte

Vorgeworfen wird ihm "Betrug sowie mittelbare Falschbeurkundung" im Zusammenhang mit dem "Inverkehrbringen von mit manipulativer Abgassteuerungssoftware ausgestatteten Diesel-Kraftfahrzeugen auf dem europäischen Markt.

"Zusammen mit Beamten des Landeskriminalamtes vollstreckten die Staatsanwälte den Haftbefehl am Montagmorgen in Ingolstadt.

Ein Machtwort der Regierung?

Das Pikante daran, noch bis vor vier Wochen, hat die gleiche Staatsanwaltschaft noch nicht einmal einen Anfangsverdacht gegen Audi-Chef Rupert Stadler gesehen. Da fragt man sich, woher kommt der Sinneswandel oder der Auftrag?

Oder gibt es da einen anderen Zusammenhang? Am Montag, den 11.06.2018, also vor einer Woche, besuchte Daimlerchef Dieter Zetsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin, um die verdächtig hohen Abgaswerte etlicher Mercedes-Modelle zu erklären.

Scheuer habe Zetsche eingeladen, heißt es in der offiziellen Verlautbarung. Man könnte auch sagen: Zetsche wurde einbestellt - und durch Scheuers anschließend angeordneten Rückruf Hunderttausender Fahrzeuge öffentlich abgewatscht, schrieb der "Spiegel". Ist Rupert Stadler nur ein Bauernopfer?, frage ich mich.

Michael Kröger schrieb: Der Verkehrsminister täte gut daran, diplomatischer vorzugehen, sonst spielt er Donald Trump in die Hände.

Bekannt, gefürchtet und berüchtigt, die Jäger aus München

Die Staatsanwaltschaft München hat schon auf viele Top-Manager von Deutschland die Jagd eröffnet. Darunter auf Siemens, MAN, Ferrostaal und die BayernLB. 2006 eröffneten die Münchner Jäger die Jagd auf Siemens Top Manager. Der Vorwurf lautete, Siemens habe mit einem System der schwarzen Kassen Aufträge erkauft.

Wer schützt unsere Konzerne?

Dass die US-Konzerne, wie General Electrics und die Franzosen, also die direkten Konkurrenten von Siemens, Bestechungsgelder zur weltweiten Aufragsbeschaffung einsetzen, hat für die bemitleidenswerte Staatsanwaltschaft in München keine Rolle gespielt und auch nicht für den Bundesgerichtshof. Schwarze Kassen zur Auftragsbeschaffung steht eben nur den ausländischen Konzernen zu.

Der Deutsche Saubermann

Hauptsache man kann den deutschen Saubermann spielen und dabei auch noch nachhaltig der deutschen Wirtschaft schaden. Glaubt irgendein Depp, dass es ein US-Staatsanwalt wagen würde, sich mit den US-Konzernen-Managern anzulegen, um ein US-Unternehmen zu schädigen? Das machen nur die Deutschen.

Niemals würde das geschehen. Für die Amerikaner gilt der Grundsatz, jeder Dollar der in einer US-Kasse landet, ist ein guter Dollar, und die US-Manager verrichten einen gute Job. Ein Us-Staatsanwalt würde wegen Landes und Hochverrat wohl selber im Knast landen.

Ralf-Dieter Brunowsky stellt die richtige Frage: "Will man jetzt alle Vorstände von Daimler, VW, Audi, Porsche und BMW in Untersuchungshaft bringen? Will Deutschland sich den neben der Telekommunikation wichtigsten industriellen Ast absägen, auf dem es sitzt?"

Ganz am Rande bemerkt:

Siemens hat in den vergangenen Jahren sich von einer ganzen Reihe an Industriebeteiligungen und Sparten getrennt, für die man nicht mehr genug Aufträge bekommen hatte. Das wird die Ausländer gefreut haben, auf die deutsche Staatsanwaltschaft ist eben Verlaß.

Die Deutschen Manager machen nach Lesart der deutschen Justiz aber keinen guten Job, wenn sie Geld verdienen und Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Wenn die deutsche Schlüsselindustrie in die Knie geht und die ersten Massenentlassungen anstehen, können sich die Arbeitnehmer in München bedanken.

Das Recht des Stärkeren

Mal eine Frage, was soll das dumme Gerede vom "Dieselbetrug"? Die Franzosen und Amerikaner produzieren und verkaufen die größten Dreckschleudern der Welt. Bei Ford und Fiat-Chrysler in Amerika kommt man aus dem Lachen nicht mehr raus und trinkt darauf ein gutes Gläschen mit einem besondern Dank an die Münchener Staatsanwaltschaft.

Michael Kröger: "Ist es also sinnvoll, Industriekonzerne öffentlich zu desavouieren, und damit Leuten wie Donald Trump weitere Argumente für sein nationalistisches Heimatschutzprogramm zu liefern? Denn der US-Präsident wird, wie seine Vorgänger in der Vergangenheit auch, diese Steilvorlage nutzen.

Gegen Volkswagen zum Beispiel trieb das US-Justizministerium noch unter Barack Obama die Ermittlungen mit Hochdruck voran". Na ja, so weit können die in München nicht denken.

Und weiter: Im Wettbewerb von Nationalstaaten finden die Grundprinzipien unserer gesetzlichen Regelwerke allerdings nur eingeschränkt Anwendung. Hier gilt das Eigeninteresse als oberste Triebfeder des Handelns. Und nicht erst seit Donald Trump das Recht des Stärkeren. Das kann man beklagen, doch an der Tatsache führt kein Weg vorbei.

Was hat Seehofer noch Ende letzen Jahres gesagt: Ein Verbot von Verbrennungsmotoren zerstört unseren Wohlstand. Genau, nur die Deutsche Justiz weiß das nicht.

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24.09.2019 Pommesgabelaktion aus Plastik

GFDK - Reden ist Silber - Eva Maria Horstick

Eva Maria Horstick hat für die GFDK ja schon so einige Ausstellungen besucht und besprochen, nur dieses mal war sie ein wenig überrascht, oder besser gesagt irritiert.

Ich habe mich wahrlich erschrocken, dass ein Künstler sich es erlaubt im "HEUTE" eine Pommesgabel Installation aus Plastik zu machen, aber nicht aus Naturgesichtspunkten, sondern aus seiner künstlerischen Sicht. Das hat sich mir nicht erschlossen.

Pommesgabelaktion aus Plastik im Dortmunder U

Aber ohne sich dabei Gedanken zum Thema Plastik zu machen. Offensichtlich, denn das war nicht sein Ansinnen. Gerade war noch in Dortmund eine DEMO für die Natur und dann das U mit der Plastik-Installation? Das fand ich ziemlich ausserirdisch.

„Mythos Grill“

Auch wenn die Idee gut erscheint, ich fand es trotzdem sehr befremdlich. Das Thema „Mythos Grill“ von Matthias Schamp – hat es in sich. An den Fotos kann man  erkennen, dass dort Menschen davor sitzen und Pommesgabeln in Farben zu sortieren haben.

Das machen sie auch und lassen sich dabei filmen. Auf die Frage an den Künstler, was das soll, sagte er daraus entsteht ein Video, welches dann bei Ausstellungen gezeigt wird.

Er hat es nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit oder sonstwie verbunden, es geht um Pommesgabeln, die so oder so schon verboten sind in den meissten Ländern ,aber in Dortmund. im U noch Verwendung finden in einer  Präsentation, wo es  darum geht, die Gabeln nach Farben zu sortieren.

Das ist für mich eher Kindergartenniveau, eine Idee, aber sicher nicht mit Plastikgabeln. Auf der Rückseite des U war eine Mega Videoinstallation, die wirklich wunderbar ausschaute. Die Idee zur Installation kam offenbar von Studenten. Ebenso befanden sich andere Aktionen im U, die sicher auch sehr spannend waren. Dass Kunst in Dortmund angekommen ist, mag ich nicht mehr bezweifeln.

Schöne Projekte in Dortmund , die sich durchaus mit der grossen Welt da draussen messen können. Allerdings die Pommesgabelaktion in der Jetztzeit , gerade wo wir im Plastik ersticken,  ist für mich nicht nachvollziehbar.

So nett es auch ausschaut und Kinder  und Erwachsene zum Mitmachen anregen soll bleibt doch die Frage nach dem Sinn einer solchen Aktion im Jahr 2019.

Museumsdirektoren und Verantwortliche sollten sich einfach mal Gedanken machen wie derartiges wirken könnte im öffentlichen RAUM.

Da wird eine Pommesgabel aus Plastik zum Pinsel erkoren. Hier erhält Dortmund , das U , sicher den Nachhaltigkeitspreis. Ironie aus .

Ansonsten war das Programm beeindruckend und auch gut besucht.

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20.09.2019 einmal im leben Afrika besuchen

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Wenn ich bereits als Kind irgendetwas wußte, so wußte ich, dass ich am falschen Ort in die falsche Familie geboren wurde. Mit meinem Traum nach Afrika zu reisen, konnten meine Eltern ebenso wenig etwas anfangen, wie mit meinem Wunsch, mein Leben der Kunst zu widmen.

Eine Liebeserklärung an Afrika

Aber ich habe es gemacht, bin nach Afrika gereist, zum ersten Mal 1998 auf Einladung der Welthungerhilfe, habe später dort viele Jahre gelebt, knapp 40 afrikanische Länder bereist, Bücher über den Kontinent geschrieben, Filme und Fotoausstellungen gemacht, die wunderbarsten Menschen kennengelernt und bin momentan mal wieder in Uganda, wo ich vor einigen Jahren mein Theaterstück „Butterflies of Uganda“ am Nationaltheater in Kampala, der Hauptstadt, inszeniert habe.

Mein Freund Henning Mankell, den ich aus Mosambik kannte, und ich wollten das Stück, es behandelt das Trauma und die Gegenwart von Kindersoldaten, auf Afrikatour bringen, doch daraus wurde leider nichts mehr, nachdem Henning 2015 viel zu früh verstarb.

Kein Blick für die Schönheiten des afrikanischen Kontinents

„Afrika ist voller Schmetterlinge, leider sehen das die Menschen in Europa nicht“, sagte er zu mir, als wir zuletzt über Skype telefonierten. Wir sprachen über den Verrat der Massenmedien, die uns Halbwahrheiten erzählen, die uns den Vorwand geben, auf Afrika zu pfeifen; wie die Kunst, die vermutlich letzte Domäne, in der künstliche Grenzen wie Rasse und Herkunft keine Bedeutung haben.

Nun kann man nicht von allen Menschen erwarten, dass sie Afrika so intensiv bereisen, wie es Mankell und ich tun, beziehungsweise getan haben.

Nichtsdestotrotz kann ich es jedem empfehlen, mindestens einmal in seinem Leben Afrika zu besuchen, sei es zu einer Safari, einem Badeurlaub oder einfach nur um am Viktoriasee die atemberaubende Schönheit dieses Kontinents zu bewundern.

Denn was einem hier begegnet ist zu groß, um es sich durch die Medien klein-klein in Stückchen vorlegen zu lassen. Der europäische Winter wird sicher wieder lang. Vielleicht Zeit, ihn in Afrika zu verkürzen?

Einige Tipps:

Über www.booking.com buche ich seit Jahren sorgenfrei Unterkünfte in Afrika, die meist bis wenige Tage vor Anreise kostenlos stornierbar sind. In Kampala empfehle ich das Speke Hotel, am Viktoriasee das Victoria Royal Hotel. Beide helfen auch gerne bei der weiteren Reiseplanung. Apropos:

Dumont (www.dumontreise.de) hat eine Reise-Handbuch-Serie (24,99 Euro in Deutschland, 26,99 Euro in Österreich) zu Afrika: „Namibia“ von Dieter Losskarn ist eine wahre Entdeckungsreise ins Land der Herero, „Kenia/Tansania“ von Daniela Eiletz-Kaube, Steffi Kordy und Diana Schreiber führt von den Tierparadiesen Masai Mara und Serengeti auf den Kilimanjaro und zu den Traumstränden von Lamu und Sansibar;

„Das Südafrika Buch“ präsentiert die ganze Welt in einem Land: zwischen Atlantik und Indischem Ozean, Naturlandschaften, die ihresgleichen suchen - 39,95 Euro in Deutschland, 41,10 Euro in Österreich, erschienen im Kunth Verlag.

Und besonders empfehlen möchte ich „kapstadt & kapprovinz“, ebenfalls von Dieter Losskarn und bei Dumont erschienen. Ein überraschend anderer Reiseführer, mal mitten im Leben, mal im Nirgendwo, individuell, stylish und sehr umweltbewußt mit lesenswerten Geschichten und Porträts:

18,90 Euro in Deutschland, 20,40 Euro in Österreich. Ganz famos. Und wer über jedes Land Afrikas, immerhin 50, etwas lernen möchte, der sollte sich „Die Welt“ kaufen. Ein Reiseführer für wirklich alle Länder dieser Erde, erschienen bei Lonely Planet für 29,99 Euro (Deutschland) und 31,99 Euro (Österreich).

Mit diesem Buch hält man in der Tat die Welt in seinen Händen. 40 Jahre Reiseerfahrung sind hier eingeflossen. Ein ultimatives Nachschlagewerk. Hammer

Sönke C. Weiss

Sönke C. Weiss, ist ein international ausgezeichneter Journalist (u.a. Nominierung für den Pulitzer-Preis) und Buchautor, er hat mehrere Jahre lang in Afrika gelebt und bereist den Kontinent seit 1998.

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