Reden ist silber, Schreiben ist gold

15.07.2018 Speichellecker und Archkrischer

GFDK - Reden ist Silber

Gabor Steingart bringt es wie immer, in seinem Morning Briefing, auf den Punkt. Den Oscar für Opportunismus hat sich Nato-Generalsekretär Stoltenberg aus Norwegen verdient.

Er gab beim Nato-Gipfel den eifrigen Trump-Assistenten und dankte dem Zuchtmeister aus Washington ausdrücklich dafür, dass er die Europäer in den Senkel gestellt hatte: „The clear message from President Trump is having an impact.“

Kaum ein 68er ist beim langen Marsch durch die Institutionen so weit marschiert wie Jens Stoltenberg. Er hat sich vom Vietnamkriegsgegner über den Posten als Vize-Chef der Sozialistischen Jugendinternationalen bis in die Gesäßtasche von Donald Trump vorgearbeitet.

Speichellecker und Arschkrischer?

In Amerika würde man sagen: Ein klarer Fall von brown-nosing, was aus Gründen der Appetitlichkeit hier nicht übersetzt werden.

Man kann Donald Trump vieles nachsagen, aber nicht mangelnde Klarheit, meint Steingart. In Trumps Kopf steckt das Sternenbanner; in seinem Portemonnaie ein Igel. Klaus-Dieter Frankenberger, der große Amerika-Kenner der „FAZ“, stellte ernüchtert fest: „Transatlantische Feldgottesdienste werden nicht mehr gefeiert.“

Zu Kreuze gekrochen ohne Rückrad

Das Motto von Trump: Nicht Deutschland First. Nicht Nato First. Und auch nicht Diplomatie First, sondern wie er es seinen Wählern versprochen hat, American First. Die Europäer sind Trump zu Kreuze gekrochen.

40 Milliarden Dollar wollen sie zusätzlich in die Nato-Rüstungskasse einzahlen, der Steuerzahler, der Wähler wurde wie immer nicht gefragt".

Zum Schluß wurde Gabor Steingart dann noch mal zynisch: "Wer heute in die Morgendämmerung hinaushorcht, kann es hören:

"Auf den Vorstandsetagen von Lockheed Martin, General Dynamics und Northrop Grumman knallen die Champagnerkorken. Donald Trump ist für die amerikanische Rüstungsindustrie der Mitarbeiter des Jahrhunderts. Die Finanzierung seines Präsidentschaftswahlkampfes 2020 darf als gesichert gelten".

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14.07.2018 empörte Moralisten

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Seehofer hatte am Dienstag, dem 11. Juli verkündet, dass am 4. Juli - dem Tag seines 69. Geburtstages 69 Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben wurden. "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sagte er, 69 - das war von mir nicht so bestellt. "Das liegt weit über dem, was bisher üblich war," meinte der CSU Chef.

Nun schlagen die empörten Moralisten zurück

Was Seehofer nicht umgehend wusste, einer der Afgahnen, ein 23 jähriger mehrfach wegen Diebstahls, Drogenbesitz und Körperverletzung rechtskräftig verurteilt nahm sich in Kabul das Leben. Darüber hinaus liegen auch Strafanzeigen wegen Raubs vor.

Diese Nachricht wurde sogleich genutzt, um Seehofer anzugreifen. Das Bundesinnenministerium von Seehofer teilte mit: „Das ist ein zutiefst bedauerlicher Vorfall.“

Seehofer ist Schuld an allen Toten?

Der ist nun auch für alle Toten im Mittelmeer, nach Darstellung der SPD, der Linken, und erst recht der Grünen, verantwortlich. Seehofer trage die Mitschuld am Tod von Migranten im Mittelmeer, und die 1400 Toten wären nun seine Toten. Dümmer geht es nicht mehr.

Ich hatte ja schon geschrieben: "Uns erwarten, Eskalationen, Entgleisungen, Kulturbrüche am laufenden Band, auf beiden Seiten, mit Schaum vor dem Mund".

Erbärmlicher Zyniker, meint die Rotznase

Nach dem Suizid eines aus Deutschland abgeschobenen Afghanen werden Forderungen nach einem Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer laut. Juso-Chef Kevin Kühnert schrieb bei Twitter, Seehofer sei ein "erbärmlicher Zyniker und dem Amt charakterlich nicht gewachsen". Sein Rücktritt sei überfällig.

Auch SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel übte Kritik und erklärte via Twitter, Zynismus verbiete sich, das hätten die letzten Stunden wieder einmal bewiesen.

Opposition mit Schaum vor dem Mund

Rücktrittsforderungen kamen auch von der Opposition: "Ein Innenminister, der sich öffentlich darüber freut, dass Menschen in ein Kriegsland zurückgeschickt werden, hat offensichtlich nicht nur ein eklatantes Defizit an Mitmenschlichkeit, sondern auch an Qualifikation für sein Amt", sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, in Berlin.

"Aus meiner Sicht gehört Seehofer entlassen." Linken-Fraktionsvize Jan Korte sagte, das Lachen bleibe Seehofer hoffentlich im Halse stecken. "Es ist höchste Zeit, dass Seehofer geht."

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth erklärte, Seehofer sei sichtlich vergnügt gewesen, als er verkündete, dass ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag 69 Asylbewerber in ein Land abgeschoben worden seien, in dem weiter Krieg und Terror wüteten, Zivilisten stürben und in dem derartige Perspektivlosigkeit herrsche, dass sich einer der Abgeschobenen nun erhängt habe. Genau sagen wir: Ein Krimineller ohne Perspektiven.

Seehofer müsse endlich klar werden, "dass angesichts der weiterhin desaströsen Sicherheitslage Abschiebungen nach Afghanistan nicht zu verantworten sind".

Die frühere Bundesministerin und Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) schrieb in einem Brief an Seehofer, bei ihm sei offenbar "jeder Anflug von Humanität auf der Strecke geblieben".

Das Unglück anderer Menschen könne niemals ein Geschenk oder Glück sein. Sie gab ihm eine Mitschuld am Tod von Migranten im Mittelmeer: "Ab sofort sind die bisher 1400 Toten im Mittelmeer auch ihre Toten", schrieb sie.

Die hat einen an der Klatsche.

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11.07.2018 Gönn dir was

GFDK - Reden ist Silber - Mathias Lösel

Es heißt ja immer, der kleine Mann müßte seinen Kopf für alles mögliche herhalten. Aber stimmt das? Benutzt er überhaupt seinen Kopf? Dieser Frage geht unser Autor in einer neuen Artikel-Serie nach, die Online exklusiv auf GFDK erscheint. Desweiteren erscheinen die Artikel in der Print-Ausgabe der "The Heritage Post".

Auch wir stellen uns die Frage, ob der "kleine Mann" nicht der Hauptverantwortliche für das Übel auf der Welt ist.

Der kleine Mann geht auf Kreuzfahrt zum Schnäppchenpreis

Sieben Tage Mittelmeer zum Schnäppchenpreis, das muss manchmal einfach sein. Gestern noch Joghurtbecher-Ausspüler mit Grüner-Punkt-Gewissen, heute Deckchair-Imperialist im Ed Hardy-Shirt. Geiz ist zwar immer noch geil, aber beim kleinen Mann gilt heute die „Gönn‘ Dir“-Mentalität.

Das hat er sich verdient, das lässt er sich nicht nehmen, da sollten die da oben mal große Augen machen, denn was die können, das kann der kleine Mann jetzt auch.

Gönn dir was, egal welcher Rücken dafür herhalten muß

Da steht er nun auf einem dieser schwimmenden Einkaufszentren im Design eines quergelegten Hochhauses einer verfehlten Architektur-Initiative für soziales Wohnen in den 70er Jahren und hält ergriffen vom eigenen Savoir vivre die Nase in den Wind.

Nun atmet er endlich den Duft der großen weiten Welt ein, der bei ausreichendem Konsum, billigen Duty free-Alkohols irgendwann nicht mehr wie das hochgiftige Schweröl riecht, von dem so ein Touristentanker an einem einzigen Tag so viel verfeuert und als Feinstaub in die Atmosphäre bläst wie alle Dieselautos einer Millionenmetropole zusammen in einem Jahr.

( Aber kaum Zuhause beschwert er sich über die Luftverschmutzung und schaltet das Bundesumweltamt ein.)


Und so freuen er und die anderen 6.000 mitreisenden Passagiere sich ganz dolle über die gefühlte Freiheit auf der gebuchten Dreckschleuder, deren Betreiber ihr wie zur finalen Bestätigung der Inexistenz jeglichen moralischen Gewissens einen schamlos zynischen Namen wie „Harmony of the Seas“ gegeben haben.

Wie eine biblische Plage

Im vom Reiseveranstalter minutiös geplanten Drill einer militärischen Invasion fallen sie wenig später dann wie eine biblische Plage über die nächste vormals malerische Hafenstadt her, knipsen ein paar Fotos, saufen in den Bars und scheißen deren Toiletten voll, kaufen sich in China hergestellte Billig-Andenken und ramponieren beim Ablegen noch ein paar historische Gebäude.

Kopf mit hochtourigen Leerlauf

Ja, das ist Freiheit, das hat Stil, so geht Weltgewandtheit, so muss Urlaub sein. Das lässt sich der kleine Mann ohne lästiges Hinterfragen verkaufen, da hat er seinen ganz eigenen Kopf und den lässt er im hochtourigen Leerlauf drehen, wie es ihm gefällt.

Und deshalb kann man ihm immer neue Trends und Hypes diktieren, deshalb gibt er sich bereitwillig dem geradezu neurotischen Zwang hin, auch noch den allergrößten Mist begeistert und unreflektiert zu konsumieren.

Der kleine Mann macht immer das Gegenteil des Richtigen

Denn ulkigerweise macht der kleine Mann immer gerne das exakte Gegenteil des Richtigen und dies mit atemberaubender Konsequenz, getreu dem Motto: „Bloß weil ich mich auf’s Unverschämteste von einer skrupellosen Industrie bescheißen lassen, heißt das noch lange nicht, dass ich denen nicht weiterhin ihren Blödsinn abkaufe.“

Was auch immer es gibt, der kleine Mann muss es machen, weil es möglich ist, weil er es kann, weil es sonst ein anderer macht.


Eines Tages wird ihm vielleicht irgendjemand zuflüstern, dass in Wirklichkeit er selbst die Macht hat, und nicht die da oben, und dass er mit seinem Portemonnaie täglich die Welt verändern kann, wenn er denn nur endlich einmal anfängt, über sein Konsumverhalten nachzudenken.

Aber diese Erkenntnis kann noch ein wenig dauern, denn auf dem Sonnendeck wird gerade der nächste Sangria-Eimer serviert.


Der kleine Mann steckt in uns allen. Aber der kleine Mann muss weg. Und zwar dringend.


Fortsetzung folgt.


Mathias Lösel

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11.07.2018 VIER PFOTEN — Stiftung für Tierschutz

GFDk - Reden ist Silber

Hamburg / Myanmar, 10. Juli 2018 - Nach der Rückkehr von einer Recherchereise nach Myanmar mit einem Team der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN zeigt sich der bekannte Künstler Ai Weiwei beunruhigt über die unsichere Zukunft der burmesischen ehemaligen Arbeitselefanten.

Der in Berlin lebende chinesische Künstler hatte vergangene Woche mit seinem Team und den Tierschützern mehrere Elefantencamps besucht, um sich ein Bild von den Lebensbedingungen der Tiere zu machen.

Dabei bot sich ihm ein trauriges Bild: Viele Elefanten sind angekettet; sie können nicht unter natürlichen Bedingungen leben oder sich frei bewegen.

„Es macht mich so traurig, das zu sehen”, so Ai Weiwei. „Elefanten sind Kreaturen, die uns Menschen ähnlich sind. Sie sind intelligente, sensible Tiere. Leider wurden sie von Menschen in diese Lebensbedingungen hineingezwängt.

Das ist nicht richtig und nicht fair. Elefanten verdienen es, in Freiheit zu leben. Aber sie wurden von jeher misshandelt. Ich würde sie sofort freilassen. Sie wurden geboren, um in Freiheit zu leben, und nicht in Gefangenschaft. Lasst die Elefanten frei!”

Knapp 5.000 Arbeitselefanten in Myanmar

Rund 2.900 der knapp 5.000 Arbeitselefanten in Myanmar sind im Besitz der staatlichen Forstbetriebe; der Rest ist in privaten Händen. Seit Jahrzehnten arbeiten die misshandelten Tiere für die staatliche Myanmar Timber Enterprise.

Doch ein Exportverbot für Teakholz machte über 1.000 Elefanten arbeitslos. Für ihre Besitzer sind die Tiere seither nutzlos und eine finanzielle Belastung. Die Tiere werden vernachlässigt, getötet oder in Nachbarländer geschmuggelt, wo sie in der Tourismusindustrie missbraucht werden.

Arbeitselefanten leben unter furchtbaren Bedingungen,” berichtet VIER PFOTEN-Tierarzt Dr. Amir Khalil, der Ai Weiwei bei seiner Reise begleitete. „Man hat ihnen ihren natürlichen Lebensraum weggenommen und zwingt sie dazu, angekettet in Elefantencamps ihr Leben zu fristen.

Wir teilen dieselben Werte, nämlich dass Elefanten auch Rechte haben, wenn Menschen Rechte haben. Die meisten dieser Elefanten könnten rehabilitiert und wieder ausgewildert werden.”

VIER PFOTEN baut Elefantenschutzzentrum ELEPHANTS LAKE

VIER PFOTEN bereitet derzeit den Bau einer der größten Elefantenstationen Südostasiens vor, um arbeitslosen Elefanten eine Zukunft zu ermöglichen. Im 17.000 Hektar großen ELEPHANTS LAKE in der Bago Region werden Tierärzte und Experten ehemalige Arbeitselefanten sowie verletzte oder verwaiste wildlebende Elefanten rehabilitieren und auf ein Leben in Freiheit vorbereiten. In den kommenden Monaten sollen bereits die ersten Tiere in das Elefantenschutzzentrum einziehen.

Ai Weiwei unterstützt VIER PFOTEN bei der Rettung notleidender Elefanten

Ai Weiwei will VIER PFOTEN bei der Rettung, Rehabilitation und Freilassung von verwaisten Elefanten und ehemaligen Arbeitselefanten unterstützen.

Dabei betont er die Wichtigkeit dieses Pionierprojekts für Myanmar als einer Nation mit einem reichen ökologischen Erbe, die den langfristigen und nachhaltigen Schutz von Elefanten international voranbringen könnte. Für den Künstler ist das ein Akt der Menschlichkeit.

Ai Weiwei: „Wir müssen diesen wundervollen Tieren ihren Lebensraum zurückgeben. Das ist nicht nur ein Thema für VIER PFOTEN, sondern für die gesamte Menschheit. Ich freue mich darauf, bald die ersten Elefanten in ELEPHANTS LAKE zusammen mit dem Vertreter für Tiere, Dr. Amir Khalil von VIER PFOTEN, freizulassen.”

 

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11.07.2018 Keine parlamentarische Mehrheit

GFDK - Reden ist Silber

Gabor Steingar ist und bleibt der Beste. Warum? Er bringt es immer auf den Punkt, und man kann sogar dabei Lachen. Das Lachen vergangen ist aber der Großen Koalition. Hier heißt es für CDU, CSU und SPD Land unter, und das ruft den Bundespräsidenten auf den Plan. Das Morning Briefing von Gabor Steingart ist ein MUSS für alle Leser.

Ein Feuerwerk der Allgemeinplätze

Gabor Steingart "Das politische System der Bundesrepublik weist Züge der Autoaggressivität auf. Unter dem Druck sinkender Mitgliederzahlen, schrumpfender Stammwählerdepots und einer anhaltenden Respektverweigerung durch die ökonomische und geistige Elite gehen die Parteikader aufeinander los.

Land unter bei CDU, CSU und SPD

Das rief gestern im ZDF unseren Bundespräsidenten auf den Plan, der ein Feuerwerk der Allgemeinplätze zündete. „Wir müssen zurück zur Vernunft“, sagte Steinmeier. Donnerwetter. - Das war weniger ein Debattenbeitrag als ein Lebenszeichen. Steinmeier hält das Stimmen des Instruments schon für die Musik.

Offizieller Anlass der Wortmeldung waren die jüngsten Meinungsumfragen. Nach wochenlanger Selbstverletzung von CDU und CSU fehlt der Großen Koalition laut den Umfragen von Forsa eine parlamentarische Mehrheit."

Anlaß für Steinmeiers Wortmeldung war die AfD. Deutschlands jüngste Partei, die liegt erstmals gleichauf mit Deutschlands ältester Partei, der SPD.

Gottfried Böhmer hat ja schon geschrieben. "Am 14. Oktober in Bayern, und am 28. Oktober in Hessen, werden die Würfel für Angela Merkel und Horst Seehofer fallen, aber noch viel mehr, fallen die Würfel für die gesamte CDU. Uns erwarten, Eskalationen, Entgleisungen, Kulturbrüche am laufenden Band, auf beiden Seiten, mit Schaum vor dem Mund".

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11.07.2018 Merkels Zeit ist abgelaufen

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Wie sieht die Zukunft für Angela Merkel, Horst Seehofer, Deutschland und der CDU aus? Das wollen bestimmt viele wissen. Hier einige Betrachtungen der GFDK Redakion von Gottfried Böhmer.

Wenn, was eher wahrscheinlich ist, die CSU keine 47,5% bei der Landtagswahl in Bayern bekommt, dann wird man Seehofer den schwarzen Peter zuschieben, und Söder kann dann schnell komplett das Ruder in der CSU übernehmen.

Feuer frei

Nach der kurzen Karenz bis zur Hessenwahl 2 Wochen später heißt es dann: Feuer frei - Die Zeit von Angela Merkel ist unwiderbringlich vorbei, alle wissen das, nur Merkel nicht. Goethe: „Es irrt der Mensch, solang er strebt.“

Angesichts der multiplen Sackgassen, in die sich Angela Merkel selbstverschuldet, innen wie außenpolitisch, manövriert hat, gibt es dann zahlreiche Ansatzpunkte, wo und wie die Sau, dann aktuell durchs Medien-Dorf getrieben wird, und am besten geschossen werden kann.

Geschossen wird in jedem Fall. Die Frage ist nur, wen trifft es zuerst. Merkel oder Seehofer? Die Messer sind schon lange gewetzt.

Spahn macht das klug und steht schon in den Startlöchern. Er hat genug „Duftmarken“ gesetzt, um sich für den Wechsel zu präsentieren. Der CDU wird keine große Wahl bleiben, denn Schäuble ist zu alt für das Amt, auch wenn die meisten ihm das Amt wünschen und auch sehr zutrauen.

Spahn kann sich nun, entgegen, bzw. besser gesagt, für den kommenden Job im Kanzleramt richtig positionieren. Ein Merkel-Wechsel erst nach 2019 wäre für die CDU das Todesurteil als Volkspartei.

Merkels Zeit ist abgelaufen

Seit der Bundestagswahl kommt die Politik in Deutschland nicht zur Ruhe. Der Asylstreit ist nur der vorläufige Höhepunkt der Entwicklung. Kanzlerin Merkel entgleitet allmählich die Kontrolle über ihr Regierungsbündnis, schriebt Eric Gujer in der NZZ.

Und weiter: "Seit der Bundestagswahl 2017 ist die deutsche Politik nicht zur Ruhe gekommen...Alle Einzelereignisse haben je eigene Gründe und zugleich einen gemeinsamen Nenner: Die Kanzlerschaft hat sich erschöpft, Merkel besitzt nicht mehr die Kraft, die vielen losen Enden zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzubinden."

Ein Vorgeschmack des Medienfeuers das auf Merkel zukommt:

Das Morning Briefing am 4. Juli, vom Handelsblatt - Deutschland im Verweil-Modus
Deutschland im Verweil-Modus: Seehofer bleibt, Merkel bleibt, Löw bleibt. Doch was Stabilität signalisieren soll, steigert die Unsicherheit, weil jeder weiß: Die Leistung stimmt nicht mehr… Die Pattex-Allianz der deutschen Postenverteidiger ist ein Pakt gegen die Wirklichkeit…
Es grüßt Sie herzlich,
Hans-Jürgen Jakobs

Und "Welt-Online" Seehofer-und-Merkel-reiten-in-den-Sonnenuntergang

Sogar die "New York Times" fordert den Rücktritt von Merkel:

Merkel würde drohen – trotz großer Leistungen – als ungewollte Zerstörerin der EU in die Geschichte einzugehen. “Sind 13 Jahre an der Macht nicht genug?”, fragen die Amerikaner deshalb. Das Fazit der “NYT”: “Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass ein Wirrkopf wie Merkel weiter im Amt bleibt.”

Nur noch drei Monate bis die Würfel fallen

Am 14. Oktober in Bayern, und am 28. Oktober in Hessen, werden die Würfel für Angela Merkel und Horst Seehofer fallen, aber noch viel mehr, fallen die Würfel für die gesamte CDU. Uns erwarten, Eskalationen, Entgleisungen, Kulturbrüche am laufenden Band, auf beiden Seiten, mit Schaum vor dem Mund:

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08.07.2018 Befreiung für Deutschland?

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Am besten hat es für uns Gabor Steingart auf den Punkt gebracht: Über die SPD schreibt Steingart: "Andrea Nahles will sich noch nicht für oder gegen Merkel festlegen. Sie spricht von „ungedeckten Schecks“ und „offenen Fragen“.

Wunschdenken von Funktionären und Medien

Sie weiß ja: Ihre Funktionäre sind bei den Flüchtlingen, ihre Wähler bei Horst Seehofer. Der liebste Aufenthaltsort der SPD-Chefin ist daher die Hintertür."

Aber schauen wir uns doch mal genau um. Hier das Wunschdenken der ARD und vieler Medien. Der erste Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke, kommentierte die Nachricht über den Rücktritt von Seehofer, nicht nur falsch, nee er jubelte fast. „Endlich, der Rücktritt von Horst Seehofer wäre eine Befreiung für Deutschland“, sagte er. Na ja, für die ARD vielleicht.

Befreiung für Deutschland?

Das sehen die Wähler ganz anders. Dass die CSU-Wähler hinter Seehofer stehen, versteht sich von selbst. Auch die Fans von Sahra Wagenknecht dürften der gleichen Meinung sein wie Seehofer. Ein Großteil der CDU-Wähler ebenso, und die AfD-Wähler brauchen wir nicht zu fragen.

Bliebe noch die FDP, dass die keine Merkel-Fans sind, ist auch kein Geheimnis. Über die SPD-Wähler hat Gabor Steingart schon alles gesagt. Auch wenn "WELT-Online" einen hohen SPD-Politiker zitiert, der gesagt haben soll „Wir überlegen noch, wie wir dem Seehofer am besten eins in die Fresse geben können.“ Aber OK, in die Fresse gibt es was für die SPD, von ihren Wählern

Ach ja, da sind ja noch die Grünen, OK für die, aber nur für die, wäre der Rücktritt von Seehofer tatsächlich eine Befreiung. Oh ja, wie gerne würden die mit Merkel regieren, keine Frage.

Die Stimmungsmacher der SPD

SPD-Vize Ralf Stegner teilte schon im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF mit, Seehofer sei "vollständig gescheitert mit seiner Krawallpolitik". Der SPD-Linke Matthias Miersch höhnte, "der greise bayerische Löwe brüllte ein letztes Mal und verkroch sich dann in seiner Höhle".

Und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil schrieb mit Blick auf Seehofers Äußerungen im "Spiegel" auf Twitter: "Kleiner Tipp: Wenn du im Loch sitzt, hör auf zu buddeln."

Christian Weilmeier schreibt dazu: Du meine Güte, wie man jetzt gegen Seehofer tobt und wettert, als hätte er eine Majestätsbeleidigung begangen. Ein Machtkampf, na und, ganz normal für eine Demokratie. Und dann das mit der Bayernwahl, so als hätte noch niemand im Bund rumgetobt, um seine Heimatwahl zu retten.

Nichts als leeres Bayern-Bashing. Bayern hat noch ein intaktes und ungebrochenes Staatsbewusstsein, das stört den herrschenden Mainstream. Damit wird er leben müssen, aus Bayern heraus ist stets mit Aktionen zu rechnen. Der Bayer lässt sich nicht rumkommandieren. Dafür liegt uns zu sehr der Anarchismus im Blut.

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08.07.2018 Die Springer Presse rastet aus

GFDK - Gottfried Böhmer

Gabor Steingart schrieb in seinem Morning Briefing: "Am 17. Juli wollen sich Putin und Trump zum Zweier-Gipfel in Helsinki treffen. Der Vorgang zeigt: Das Jahrhundert der Weltmächte ist keineswegs vorbei.

Spätestens jetzt fällt auf, dass es ein deutscher Kardinalfehler war, Putin nach der Krimbesetzung aus dem G8-Format zu werfen.

Die Krim ist noch immer besetzt und nicht Moskau, sondern das westliche Europa steht isoliert da. Dass der US-Präsident beim vergangenen G7-Gipfel später kam und früher ging, fand man im Kanzleramt unhöflich. Dabei war es nur ehrlich".

Die Springer Presse rastet aus

Peter Huth schreibt auf "WELT-Online" - "Die Art und Weise wie Donald Trump Putins Geschäfte verrichtet, ist atemberaubend. Der US-Präsident ist der beste Helfer des Autokraten von Moskau, dessen Ziel die Zerstörung der europäischen Friedensordnung ist, um den Einflussbereich Russlands auf die ehemaligen unterjochten Staaten im Osten wieder zu stärken.

Der gescheiterte Ex-KGB-Agent?

Wie Putin in der Ukraine vorgegangen ist und weiter vorgeht, zeigt mit welcher kriminellen Energie der innen- und wirtschaftspolitisch gescheiterte Ex-KGB-Agent dieses Geschäft betreibt.

Russen und Assads-Schergen in Syrien?

Während also das dröhnende Schweigen der Weltgemeinschaft zu den neuen Attacken der Russen und Assads-Schergen in Syrien – ausgerechnet oder ganz bewusst während der Fußball-Weltmeisterschaft – ohnehin unerträglich ist, setzt Donald Trump noch einen drauf.

Geprüft wird vom Pentagon der Abzug der US-Truppen aus Deutschland. Das alles, so heißt es beschwichtigend, sei ja nur ein Szenario".

Ein Affront gegen die gesamte "freie Springer-Welt" ist, dass Trump auf die Frage nach einer Anerkennung der Krim-Annexion nicht mehr zu sagen hat als: „Wir werden sehen.“

Hier noch ein weiteres Beispiel wie Springer Fakten verdreht

Im Vorfeld der Fußball Weltmeisterschaft hat die Springer-Spinner-Presse in unzähligen Artikeln behauptet, Putin würde die WM für sich intrumentalisieren.

Nur zu dumm, Putin läßt sich kaum oder besser gesagt, nicht einmal blicken. Und was macht nun die Springer-Spinner-Presse daraus?

"Wer mit Wladimir Putins Dauerpräsenz bei der WM gerechnet hatten, lag falsch. Öffentlich inszeniert sich Russlands Präsident kaum. Eine bewusste Entscheidung, hinter der eine klare Strategie steckt". So so, eine Strategie.

Und nun wird es so richtig dumm bei Springer. Weil der Präsident sich bei der WM sehr zurückhält, unterstellen die Springer-Dummköpfe ihm nun, Putin spiele den bescheidenen Diener des Volkes, der auch am Wochenende schuften muss, und das sei seine Botschaft an das Volk.

Kriminelle Anmaßungen des Kreml?

Der Wunsch der Russenhasser bei Springer ist in Erfüllung gegangen.

Richard Herzinger der größte Putin und Russlandfresser der Springer Presse wünschte sich "Ein frühzeitiges Aus für die Deutschen wäre wünschenswert" Er schreibt: "Wenn westliche Politiker zum Fußballspektakel nach Russland fahren, legitimieren sie den Vorherrschaftsanspruch des Kreml-Chefs.

Denn eine WM bei Putin kann niemals unpolitisch sein." Der Fußball Weltmeisterschaft sei ein "politisch höchst bedenklichen Spektakel" so der Russlandfresser, und Putin wolle die Welt über seinen wahren Charakter zu täuschen. Putins infame Selbstdarstellung". Herzinger schreibt von "kriminellen Anmaßungen des Kreml".

Alles ohne Worte, mehr kann ich dazu nicht mehr sagen.

Gottfried Böhmer

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06.07.2018 Merkel oder Seehofer

GFDK - Reden ist Silber

"Ich lasse mich nicht von einer Kanzlerin entlassen, die nur wegen mir Kanzlerin ist"

Frage an Radio Eriwan:

- Wer hat sich durchgesetzt, Merkel oder Seehofer?

Antwort:

- Das kommt darauf an.

(Pythische Ausfertigung des delphischen Raunens, shortly:)
- Rein formal ist die Unions-Erklärung vom 2.7.18 ein Manifest des (nicht kompletten, aber markanten Teil-)Kurswechsels, einer „Asylwende“, und damit (tendenziell) das (partielle) Ende eines deutschen Sonderwegs der letzten 3 Jahre in der EU.


- Faktisch wird sich erst später erweisen, wer der Sieger ist: Seehofer, wenn das verbal Proklamierte tatsächlich leidlich und in rel. kurzer Zeit umgesetzt wird, Merkel, wenn es praktisch „weiter so“ geht. We shall see…Inschallah.

Seehofer: bleibt. Merkel: bleibt. Löw: bleibt. Krise: bleibt

Nur die Angst der Parteikader vor Neuwahlen halten Seehofer und Merkel zusammen. Gabor Steingart schreibt in seinem Morning Briefing: "ein wochenlanger Machtkampf endet nicht mit Sieg, sondern mit Ermattung. Keiner der Kontrahenten hatte die Kraft, den anderen niederzuringen".

Der SPD bleibt nur die Hintertür

Und über die SPD schreibt Steingart: "Andrea Nahles will sich noch nicht für oder gegen Merkel festlegen. Sie spricht von „ungedeckten Schecks“ und „offenen Fragen“. Sie weiß ja: Ihre Funktionäre sind bei den Flüchtlingen, ihre Wähler bei Horst Seehofer. Der liebste Aufenthaltsort der SPD-Chefin ist daher die Hintertür."

Christian Weilmeier meint dazu:

Der Asyl-Kompromiss zwischen Merkel und Seehofer bringt Bewegung. Merkel musste endlich nachgeben, der Druck Seehofers war richtig, auch wenn der Mehrheit der konsenssüchtigen Deutschen der Streit nach Umfragen unangenehm war.

Was allerdings die Wirksamkeit des Kompromisses angeht, so habe ich starke Zweifel. Österreich z.B. will Flüchtlinge gerade nicht zurücknehmen, Italien auch nicht. Wo sollen die hin aus den Transitzentren? Jeder schaut in Europa auf sich selber.

Aber immerhin sehen andere Staaten, dass in Deutschland was passiert, das könnte die Kooperationsbereitschaft verbessern. Am Ende wirksam ist nur eine gesicherte europäische Außengrenze mit einer starken Frontex. Wer illegal nach Europa will, käme dann gar nicht mehr herein. Das könnte die richtigen Folge-Effekte auslösen.

Nun regen sich etliche Kommentatoren in den Medien auf, dass Europa seine Grenzen ernst nimmt, sie schützen und sichern will. Das ist wieder die Ideologie, dass Grenzen per se schlecht sind. Die Grenzenlosigkeit als Ideal.

Das ist falsch. Jeder Mensch braucht Grenzen, seinem Dasein sind natürliche Grenzen gesetzt. Jede Ordnung braucht Grenzen, jeder Staat, ansonsten verfällt die Ordnung. Der Einzige der keine Grenzen hat und braucht ist Gott.

Menschliche Grenzenlosigkeit ist Wahn und Anmaßung. Ja, Europa braucht Grenzen und muss sich dazu bekennen, wenn es weiterexistieren will. Europa braucht Grenzen, wenn es sich selbst definieren und erhalten will. Europäische Einigung ist nicht Globalisierung und Weltstaat.

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03.07.2018 Schattenboxereien der Politiker

GFDK - Reden ist Silber - Heiko Ostendorf

Heiko Ostendorf hat für uns einmal aufgezeigt wie es um die Verantwortung unserer Parteien und Politiker steht. Und ja, der Bürger steht im Regen.

Aktuell zeigt sich wieder die Verlogenheit der Politik. Es gibt die Grünen, die sich freuen, dass sie nicht in der Verantwortung stehen, denn da kann man als Opposition natürlich das volle Programm frei von Konsequenzen fordern. Da kann man "auf der richtigen Seite" stehen und all das "Nette" raushauen, es kostet ja nichts.

Anmerkung der Redaktion:

Grünen-Chef Robert Habeck:
„Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen.
Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“

Staatsmännische Verantwortung sieht anders aus

Dann gibt es da die SPD. Die mutete uns ein Jahr lang den jämmerlichen Schulz zu, brachte von Woche zu Woche "Erfolgsmeldungen", um dann am Wahlabend krachend zu scheitern. Ohne Not floh man damals aus der Verantwortung, musste vom Bundespräsidenten ermahnt werden.

Heute reden die SPD-Politiker, als wären sie die Garanten von politischer Noblesse und staatsmännischer Verantwortung, ärmlich und lächerlich. Die FDP nutzt das Sommerspektakel nur noch zur Eigen-PR. Den anderen wird der schwarze Peter zugeschoben, man selbst habe ja schon vor Jahren das "Richtige" gefordert.

AfD der heimliche Gewinner

Die AfD steht lächelnd in der Ecke und reibt sich die Hände, ihren aktiven Wahlkampf machen alle anderen. Und die Unionsschwestern? Da steht Merkels einsam entschiedenes "Wir schaffen das", innerhalb der letzten drei Jahre deutlich erodiert, gegen Seehofers angeblichen Alleingang gegen Europa.

Dabei hat in der Union niemand grundlegendes Interesse eine Lösung abseits Europas zu finden. Jedoch, Merkel gewinnt in Europa keine Partnerschaften, die substantiell wirken würden. Vielen unter großem Druck in letzter Minute ausgehandelten Optionen stehen handfeste Absagen und Zweifel entgegen.

Merkels Verhandlungsspielraum ist begrenzt, sie ist europäisch schwach und ihre Haltung, insbesondere in der Flüchtlingsfrage, ist nicht mehrheitsfähig.

Wie will man dem Wähler klar machen, dass man Knöllchen für Parkvergehen bis ins Letzte ahndet, an der deutschen Grenze aber Straftäter einreisen lässt, die anderswo in Europa bereits registriert sind oder rechtkräftig abgelehnt?

Welcher Steuerzahler, der den Verfall von Schulen und Bildung erlebt, den Mangel im Gesundheits- und Pflegewesen (um nur wenige Stichworte zu nennen), will solche Individuen Mal um Mal durchfüttern, nur weil sie "Asyl" sagen können.

So betreiben alle ihre Schattenboxereien, auf dem Rücken der Bevölkerung Deutschlands und, was besonders perfide ist, auf dem Rücken derer, die tatsächlich auf den Asylgedanken angewiesen sind. Um diese Menschen müsste es gehen, aber scheinbar sind die fast allen egal.

Von links bis rechts, alle köcheln ihr Süppchen, keiner verhält sich verantwortlich. Verantwortung dafür trägt die politische Spitze dieses Landes. Vielleicht verhält Seehofer sich unklug nun das Rückgrat durchzudrücken und nicht nochmals vertrauen zu wollen.

Aber die Verantwortung für dieses unsägliche Geschachere trägt die Bundeskanzlerin. Ihr Abtritt wäre eine Erleichterung für Deutschland und würde die Spaltung Europas zumindest verlangsamen.

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