Reden ist silber, Schreiben ist gold

04.08.2022 Widersprüche und Hoffnungen

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Die Ausstellung - wie das gleichnamige Buch - „Stepping Out! Female Identities in Chinese Contemporary Art“ präsentiert erstmals eine breite und repräsentative Auswahl 26 zeitgenössischer Künstlerinnen Chinas, die im Spannungsfeld zwischen machtvoller Tradition, parteipolitischer Ideologie und wirtschaftlichem Umbruch persönliche und gesellschaftliche Ängste,

Widersprüche und Hoffnungen dokumentieren, untersuchen und nicht zuletzt schonungslos offenlegen, wobei die eigenen Körper der Künstlerinnen meist im Vordergrund stehen.

Mit mehr als 100 Werken aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Film, Performance, Fotografie und Installation bietet die Schau einen grandiosen Überblick von den 1980er-Jahren bis heute.

Die Werke liefern allesamt den Beweis, dass Ai Weiwei schon längst nicht mehr das Kunstmonopol Chinas innehat. Im Gegenteil.

Die Künstlerinnen fordern Gleichberechtigung, stellen ihre Rollen wie Repräsentationsformen infrage und brechen immer wieder Tabus, um aktuelle Gesellschafts- und Genderfragen selbstbewußt in die Öffentlichkeit zu tragen.

Soviel Mut hat es selten in der zeitgenössischen Kunstszene geben. Ein Muß für jeden.

Das Buch „Stepping Out!“ ist bei Hatje Cantz (www.hatjecantz.com) erschienen, hat 208 Seiten und kostet 44 Euro.

Die Ausstellung ist zu sehen im Lillehammer Kunstmuseum (14. Mai bis 16. Oktober 2022), im Kunstforeningen GL STRAND in Kopenhagen (1. Dezember 2022 bis 12. März 2023) und schließlich im Museum der Moderne in Salzburg (1. April - 2. Juli 2023). 

Sönke C. Weiss

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01.08.2022 Helena Janeczek, Marianna Kurtto

GFDK - Reden ist Silber

Auf einer Insel mitten im Atlantik träumen zwei Menschen von einem anderen Leben. Lars will nicht nur Fischer sein und verläßt seine Familie für eine neue Liebe.

Martha kann mit ihrem Mann kein Kind bekommen und hält nach Schiffen Ausschau, die vielleicht eine Lösung gegen ihre Traurigkeit bringen.

So auch der Titel des neuen Romans der Finnin Marianna Kurtto: „Tristania.“ 304 Seiten über die menschliche Natur, geheime Wünsche, Wunden, die heilen können und einen Vulkanausbruch, der all dies in einem neuen Licht erscheinen läßt.

„Tristania“ ist ein wahrhaft vollendetes Werk, das tief berührt. Mareverlag (www.mare.de). 24 Euro. Ebenso gnadenlos offen sind „Die Schwalben von Montecassino“ der Autorin Helena Janeczek, die der Berlin Verlag (www.berlinverlag.de) jetzt in deutscher Übersetzung aus dem Italienischen für ebenfalls 24 Euro herausgebracht hat:

1944 geht der 2. Weltkrieg in Italien viel zu langsam zu Ende.

So dauert es vier blutige Monate lang, die von Deutschen besetzte Abtei Montecassino zu erobern. Dabei opfern sich Menschen aus aller Welt, deren Geschichten Janeczek kunstvoll verbindet und somit ein allumfassendes Epos schafft, ähnlich eines italienischen Stalingrad.

Ein beeindruckender historischer Roman. Unvergesslich. 

Sönke C. Weiss

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24.07.2022 Und was macht die "Freie Presse"

GFDK - Reden ist Silber - Klaus Miehling

Die „Eliten“ haben zahlreiche Organisationen und Programme gegründet, um ihre Ziele durchzusetzen: Die Bilderberg-Konferenzen, das Weltwirtschaftsforum, die WHO, den Council on Foreign Relations, die Atlantikbrücke, die Young Global Leaders, bestimmte Freimaurerlogen und viele andere.

Auch die EU gehört dazu. In diesem Artikel wird eine weitere dieser Organisationen vorgestellt: der Council of Integrative Capitalism (Rat für integrativen Kapitalismus). Hinter dieser Wortneuschöpfung verbirgt sich freilich nichts anderes als der Kommunismus:

„Das Versprechen ist, dass Sie sich keine Sorgen mehr um Ihre wirtschaftliche Zukunft machen müssen, aber der Preis dafür ist Ihre Freiheit.“ – Lesen Sie selbst!

Lesen sollten Sie auch diesen Artikel von Vera Lengsfeld. Sie macht deutlich, dass wir uns schon mitten in der „Großen Transformation“ befinden, also – siehe oben – auf dem Weg zum Kommunismus. Ein weiterer Schritt dazu war gestern die Ankündigung, den Gasversorger UNIPER teilweise zu verstaatlichen.

Seit der Industriellen Revolution schien es ausgemacht zu sein, dass der Wohlstand immer mehr zunimmt. Seit der Einführung der Demokratie schien es ausgemacht zu sein, dass die Menschen zunehmend selbstbestimmt leben und frei ihre Meinung äußern können.

Und nun? Können Sie sich mehr leisten als vor zehn oder zwanzig Jahren? Haben Sie mehr Freiheiten? Können Sie Ihre Meinung äußern, ohne in Schwierigkeiten zu geraten?

Falls Sie nicht Vorstandsvorsitzender eines Pharmakonzerns oder Unternehmer im Bereich der Erneuerbaren Energien sind, und falls Sie nicht ohnehin die herrschenden Meinungsdirektiven teilen, werden Sie die Frage vermutlich mit „nein“ beantworten.

Beispielweise sollten Sie besser nicht darauf hinweisen, dass man die derzeitige Hitze schlicht „Sommer“ nennt, und dass die Zahl der Waldbrände langfristig nicht gestiegen ist – oder dass weltweit mehr Menschen an Kälte als an Hitze sterben, so dass eine Erwärmung der Erde vermutlich mehr Menschenleben rettet als kostet.

Der Klimawandel ist jedenfalls nicht menschengemacht, wohl aber jede „Krise“. Aus dem Klimawandel wurde erst eine „Klimakrise“, seit uns die Politiker eine „Energiewende“ aufgedrückt haben, die nur mit Schuldenbergen finanzierbar ist und nun zu Energieknappheit führt. Würden unsere Kernkraftwerke nämlich noch alle laufen, könnte uns russisches Gas egal sein.

Die Ursache der meisten Krisen ist das Eingreifen der Politik in die Freiheit der Bürger. Ohne dieses Eingreifen gäbe es statt einer Coronakrise nur die üblichen Grippewellen, gäbe es – siehe oben – keine Energiekrise, und eine Schuldenkrise gäbe es sowieso nicht, denn der Staat würde nicht mehr ausgeben als er einnimmt, d.h. der Steuerzahler ihm (gezwungenermaßen) zur Verfügung stellt.

Auch eine Flüchtlingskrise gibt es nur deshalb, weil Politiker Kriege führen (lassen) und dadurch (oder durch Planwirtschaft) Armut und Hunger erzeugen – und weil die Politiker der Aufnahmeländer Migration so attraktiv machen.

Haben die Regierenden jemals Probleme gelöst, die sie nicht selbst zuvor geschaffen haben? Und haben sie durch diese Lösungen nicht immer wieder neue Probleme erzeugt? – für die sie dann wieder scheinbare Lösungen anbieten können, damit das verängstigte und gepeinigte Volk sie erneut wählt.

Politik und Herrschaft sind nicht die Lösung, sondern das Problem.

Der Council on Foreign Relations (CFR; deutsch Rat für auswärtige Beziehungen) ist eine private US-amerikanische Denkfabrik mit Fokus auf außenpolitische Themen mit Sitzen in New York City und Washington.

Die Gesellschaft wurde 1921 in New York von Edward M. House in Zusammenarbeit mit den deutschstämmigen Bankiers Paul M. Warburg und Otto Hermann Kahn, Amerikas einflussreichstem Journalisten, Walter Lippmann, sowie New Yorker Unternehmern, Bankiers und hochrangigen Politikern gegründet.

Dem Council wird seit seiner Entstehung eine herausragende Funktion im Formulierungsprozess außenpolitischer Strategien zugesprochen und er gehört mit den mit dem CFR eng verwobenen Chatham House und Carnegie Endowment for International Peace zu den vier weltweit einflussreichsten privaten Think Tanks. (Wikipedia)

Und was macht die "Freie Presse" - Die hat es nie gegeben

Und wer jetzt noch immer glaubt, es gäbe eine unabhängege Presse, die uns über die Dinge, die auf der Welt passieren aufklären, und unabhängig berichten, der soll weiter mit dem Kopf an der Wand schlafen.

“Ihr seid alle Sklaven.

Ihr wisst es und ich weiß es.

Nicht ein einziger von euch wagt es, eine ehrliche Meinung auszudrücken. Wenn ihr sie zum Ausdruck brächtet, würdet ihr schon im Voraus wissen, dass sie niemals im Druck erscheinen würde.

Ich bekomme 150 Dollar dafür bezahlt, dass ich ehrliche Meinungen aus der Zeitung heraushalte, mit der ich verbunden bin. Andere von euch bekommen ähnliche Gehälter um ähnliche Dinge zu tun. Wenn ich erlauben würde, dass in einer Ausgabe meiner Zeitung ehrliche Meinungen abgedruckt würden, wäre ich vor Ablauf von 24 Stunden wie Othello: Meine Anstellung wäre weg.

Derjenige, der so verrückt wäre, ehrliche Meinungen zu schreiben, wäre auf der Straße um einen neuen Job zu suchen. Das Geschäft des Journalisten in New York ist es, die Wahrheit zu verdrehen, unverblümt zu lügen, sie zu pervertieren, zu schmähen, zu Füßen des Mammon zu katzbuckeln und das eigene Land und Volk für sein tägliches Brot zu verkaufen, oder, was dasselbe ist, für sein Gehalt.

Ihr wisst es und ich weiß es; Was für ein Unsinn, einen Toast auf die ‚Unabhängigkeit der Presse‘ auszubringen!

Wir sind Werkzeuge und Dienstleute reicher Männer hinter der Bühne. Wir sind Hampelmänner. Sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Fähigkeiten, unser Leben, unsere Möglichkeiten sind alle das Eigentum anderer Menschen.

Wir sind intellektuelle Prostituierte."

John Swinton ehemaliger Hauptleitartikler der New York Times und
 ehemaliger Leitartikelschreiber der New York Sun.
Rede 1883 zu Journalistenkollegen,
anläßlich seiner Entlassung als Ruheständler.

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23.07.2022 GUAYAkills ist ein klassischer Racheroman

GFDK - Reden ist Silber - Eva-Maria Horstick

Nach seinem Pulitzer-Preis nominierten Theaterstück Butterflies of Uganda und seinem internationalen Beststeller Das Mädchen und der Krieg überrascht uns Sönke C. Weiss erneut mit einer außergewöhnlich überraschenden Story:

In der ecuadorianischen Stadt Guayaquil ist es immer heiß und schwül, und in dieser verbrecherischen wie rohen Mega-Metropole voller Korruption und Vetternwirtschaft geschehen ein halbes Dutzend barbarischer Morde kurz nacheinander.

Sie alle sind mit einer mysteriösen Femme Fatale verbunden, unserer atemberaubenden Heldin. Nur was ist der Zweck hinter diesen Morden?

Wie sind die Opfer miteinander verknüpft? Warum kann unsere Heldin die Vergangenheit nicht loslassen? Und welche Rechnung hat der deutschstämmige Shoa-Überlebende Rabbi Nepomuk Glass noch offen, den unsere Heldin zufällig befreundet?

Die Fragen werden nur zunehmen, und die Handlung wird sich verdichten, bis am Ende alles erklärt ist, nach zahlreichen dramatischen Wendungen, die wie eine Achterbahnfahrt anmuten. 

GUAYAkills ist zwar ein klassischer Racheroman, hat jedoch einen frischen Twist, ist ein Opus des Ungewöhnlichen, hochemotional und mitreißend, eine großartige Mystery-Novelle, die den Leser auf eine unvergessliche Reise mitnimmt in eine der gefährlichsten Städte Südamerikas und versucht, das tiefe Motiv unserer namenlosen wie verzückenden Heldin zu verstehen.

Sönke C. Weiss, der übrigens auch hier eine geschätzte Buchkolumne führt, hat sein siebtes und vielleicht sogar bestes Buch GUAYAkills wie einen supercoolen Jazz-Age-Roman komponiert, eine flammende Mischung aus Pulp und Detektivliteratur,

154 hinreißend spannende Seiten auf Englisch mit einem Hauch Spanisch der Authentizität wegen. So wie in einen makellosen Martini eine Idee von Wermut gehört.

Brandneu erschienen bei Europa Buch (www.europabuch.com) und unter anderem auch über Amazon für 14,90 Euro erhältlich.

Eine brillante Lektüre in der zeitlosen Tradition von Raymond Chandler (Tote schlafen fest) und James Ellroy (L.A. Confidential). Gänsehaut bis zum vielversprechenden Ende, das auf eine baldige Fortsetzung hoffen läßt. 

Eva-Maria Horstick

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21.07.2022 Oma hat immer gesagt:

GFDK - Reden ist Silber

Oma hat immer gesagt: „Iss doch noch Junge, bist so'n dünner Hering.“ Dann hat sie mir zum dritten Mal den Teller vollgepackt mit Austern (Sylter Royal) und Kaviar (Almas) und nochmal ordentlich Schampus (Krug) nachgeschenkt.

Heizen nur für Millionäte?

Machen wir uns nichts vor: Diese Zeiten sind erstmal passé. Wir alle müssen den Gürtel jetzt enger schnallen, die ein oder andere Mahlzeit verschieben und das Heizen den 1,8 Millionen Millionären im Land in Ihren teuren Schlitten überlassen.

Das muss aber nicht schlecht sein! Wir verbrennen stattdessen Milliarden Kalorien im Kampf gegen Übergewicht, verspeisen statt Wagyu-Beef invasive Käfer, Krebse und Insekten und leisten dafür noch einen wertvollen Beitrag für Klima, Flora und Fauna.

So erschließen sich auch ganz neue Geschäftsfelder. Mit unserem Start Up MY KÄFER zum Beispiel sind wir gerade in der zweiten Finanzierungsrunde. Ka-Ching! Die Zukunft muss also nicht nur Entbehrung bedeuten. Jedenfalls nicht, so lange man Ideen hat! 

Und Du so?

Jürgen & Jan

DAS WAR'S FÜR HEUTE!

Wir hoffen, der kleine Ausblick in die Welt von GUDBERG NERGER hat Dir gefallen. Wenn Du von People, Projekten, Produkten, Künstlern, Designern, Macherinnen oder Machern gehört hast, die wir unbedingt kennenlernen sollten, Anregungen, Kritik (ungern) oder tolle Jobs für uns hast, dann schreib uns an post@gudbergnerger.com

Bei Gudberg Nerger dreht sich alles um Stil: Der Shop bietet eine große Auswahl an Magazinen zum Thema "Art & Design".

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21.07.2022 Gegen Stereotype

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Als „Odo“, so auch der gleichnamige Titel dieses wunderbaren Bilderbuches, eines Tages auf der Geburtstagsfeier ihrer Freundin eine schwarze Puppe sieht, ist sie völlig begeistert.

Für ihren sehnlichsten Wunsch ist Odo bereit, einen beschwerlichen, aber auch lehrreichen Weg einzuschlagen. In Ghana, wo auch die zweite Bilderbuch-Geschichte spielt, wird ein kleiner Junge geboren.

Zwei strahlende Augen blinzeln im Licht, zwei kleine Füße öffnen und schließen sich, aber nur ein starkes Bein strampelt.

„Emmanuels Traum“ ist die inspirierende wie wahre Geschichte des Emmanuel Ofosu Yeboah, der - mit nur einem starken Bein- unglaubliche 645 Kilometer durch Ghana in Westafrika radelte, um seine eindringliche Botschaft zu verbreiten:

Behinderung bedeutet nicht Unfähigkeit.

Die Heldin Odo und der Held Emmanuel sind keine schablonenhaften Darstellungen schwarzer Kinder in Afrika. Sie sind keine „Problemkinder“, sondern Heldinnen und Helden mit ganz besonderen Fähigkeiten.

Und beiden Kinderbüchern gelingt es gerade über diese Diversität, stereotypische Sichtweisen zu reduzieren, entgegen einer oftmals eingeschränkten Weltsicht.

„Odo“ von Dayan Kodua hat 40 Seiten und kostet 14,95 Euro, „Emmanuels Traum“ von Laurie Ann Thompson und Sean Qualls ebenfalls 40 Seiten für 16,95 Euro.

Beide Bücher kommen aus dem Gratitude Verlag (www.gratitudeverlag.de) in Hamburg und sind uneingeschränkt für Kinder wie Erwachsene empfehlenswert. 

Sönke C. Weiss

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19.07.2022 Henry Kissingers neues Buch „Staatskunst“

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Henry Kissingers neues Buch „Staatskunst“, jetzt in deutscher Übersetzung bei C. Bertelsmann (www.cbertelsmann.de) für 38 Euro erschienen, beinhaltet sechs politische Lektionen für das 21. Jahrhundert. Beeindruckend. Zeitlos.

Und vor allem hochaktuell. Am Beispiel von sechs Staatenlenkern, denen der Friedensnobelpreisträger persönlich verbunden war - Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, Richard Nixon, Anwar el-Sadat, Lee Khan Yew und Margaret Thatcher -, führt uns Kissinger vor, wie aus einer Symbiose von Strategie, Mut und Charakter politische Führung wächst.

Selbst wenn wir diese Persönlichkeiten aus heutiger Sicht oftmals auch kritisieren können. Nichtsdestotrotz, angesichts wiederaufflammender Großmachtkonflikte können wir als Leser sehr viel von diesen absolut fesselnden 600 Seiten geopolitischer Analyse lernen.

Vor allem, was es im politischen Dialog zu vermeiden gilt und was auf keinen Fall toleriert werden darf. Nicht umsonst ist Herr Kissinger mit seinen 99 Jahren noch immer ein wegweisender Jahrhundertpolitiker und Meister der Diplomatie, wovon sich viele eine ordentliche Scheibe abschneiden können, so sie denn überhaupt noch das unbezahlbare Talent des Zuhörens besitzen. Grandios!

Henry Kissinger scheut sich nicht, das politisch Unkorrekte auszusprechen. Er deutete in seiner Videobotschaft für das Davos-Forum an, die Ukraine solle auf die russisch besetzten Gebiete auf der Krim und auf Teile des Donbass im Zuge einer Beilegung des Krieges verzichten. Er sagte wörtlich:


"Verhandlungen sollten innerhalb der nächsten zwei Monate beginnen, bevor die Situation zu Aufständen und Spannungen führt, die nicht mehr leicht zu überwinden sein werden." Kissinger warnte den Westen davor, sich immer tiefer in das militärische Abenteuer des Ukraine-Krieges zu verstricken. Man solle die Machtposition Russlands innerhalb Europas nicht unterschätzen. Der Westen möge im eigenen Interesse besser nicht zur Niederlage Russlands beitragen.

Sönke C. Weiss

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17.07.2022 Die Tugendwächter in Deutschland

GFDK - Reden ist Silber

Die Tugendwächter in Deutschland glauben kraft ihrer vermeintlich moralischen Überlegenheit vorschreiben zu können, wie wir zu reden, zu schreiben, zu denken, zu singen und zu fühlen haben, wie man nun auch an einem Party-Song erleben kann.  Anscheinend wollen die sozialfürsorgerischen Gouvernanten Herr der Hirne sein. 

Es geht dem Staat auch absolut nichts an, zu welchen hirnverbrannten Gassenhauern Menschen bei Bumsfallera-Festen mit dem Hintern wackeln, bis der Sangria-Eimer umkippt, schreibt Matthias Heine auf "Welt-Online". 

So war zunächst in Würzburg und dann auch in Düsseldorf, München und Münster ein Festzeltverbot für den Song "Layla" ausgesprochen worden, was wiederum für Protest und Kopfschütteln gesorgt hatte. 

Zwei Wirte des Münchner Oktoberfests haben erklärt, den Party-Schlager „Layla“ im Herbst in ihren Festzelten nicht spielen zu wollen. Das sagten die Wirtesprecher Christian Schottenhamel (Festhalle „Schottenhamel“) und Peter Inselkammer („Armbrustschützenzelt“) gegenüber der „BILD“-Zeitung.

„Layla war nicht zu verhindern“

Der Veranstalter der Düsseldorfer Kirmes hatte das Abspielen des umstrittenen Ballermann-Hits „Layla“ im eigenen Zelt untersagt. Ein DJ spielte es am ersten Abend der Kirmes  trotzdem, lud danach selbst ein Video davon im Internet hoch und kommentierte es mit den Worten: „Layla war nicht zu verhindern.“

Das "Layla"-Verbot auf der Düsseldorfer Kirmes wurde zum Schuss in den Ofen. Auf den Internet-Videos war am Freitagabend zu sehen, wie die Menge - darunter zahlreiche Schützen - auf der Freifläche am Festzelt zu dem Lied tanzte und laut mitsang.

Platz eins der Single-Charts

Der Song von DJ Robin & Schürze ist auf Platz 1 der Single-Charts und handelt von einer "Puffmama" namens Layla. Im Text heißt es unter anderem: "Ich hab' 'nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (...) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (...)."

Nun ist diese Entwicklung, gegen die Kunstfreiheit in Deutschland ja nichts neues, wie ein kleiner Rückblick zeigt

Im Zeichen der hysterischen #MeToo-Debatte, wo man hinter jedem Baum sexuelle Übergriffe und Missbrauch vermutet, ist auch die künstlerische Freiheit in Gefahr. Dabei wird weit über das Ziel hinausgeschossen, in Berlin wurde ein angeblich sexistisches Gedicht übermalt, und man fragt sich wo die Zensur beginnt.

Der freien Kunst droht von allen Seiten Gefahr

„Es ist ein Zeichen der Verblödung von Studenten,“ meinte dazu der CDU Politiker Michael Braun. Es zeigt absurde Züge einer vermeintlichen Sexismus-Kritik“, empörte sich auch der FDP-Kulturexperte Florian Kluckert.

Akt-Bilder wurden aus Ausstellungen entfernt und jüngst, man kann es kaum glauben, hat ein Museum in Manchester das Gemälde „Hylas and the Nymphs“ (1896) von John William Waterhouse abgehängt, weil es angeblich sexistisch ist.

Damit ist ein erstes Gemälde Opfer der gegenwärtigen Sexismus-Debatte geworden. Die Begründung der Kuratorin Clare Gannaway ist abenteuerlich oder einfach nur dumm: „Das Gemälde stellt den weiblichen Körper als passive, dekorative Form dar," meinte sie.

Gefahr für die Kunst droht aber auch von anderer Seite. In der Volkshochschule Hellersdorf in Berlin wurden unlängst Akt-Bilder der Künstlerin Susanne Schüffel abgehängt, weil diese nach Aussage der Schulleitung die Gefühle von Muslimen verletzen würden. Leider ist das kein Einzelfall mehr, schon vor drei Jahren wurden erotische Fotos von Wolfgang Hiob im Rathaus Köpenick abgehängt.

Skandal im Sperrbezirk von der Spider Murphy Gang von1981 wäre heute von den Tugendwächern auch wohl untersagt worden.

Text zum Mitsingen für alle
In München steht ein Hofbräuhaus
Doch Freudenhäuser müssen raus
Damit in dieser schönen Stadt
Das Laster keine Chance hat
Doch jeder ist gut informiert
Weil Rosi täglich inseriert
Und wenn dich deine Frau nicht liebt
Wie gut, dass es die Rosi gibt
Und draußen vor der großen Stadt
Steh'n die Nutten sich die Füße platt
Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal
Skandal um Rosi
Ja, Rosi hat ein Telefon
Auch ich hab ihre Nummer schon
Unter zwo und dreißig, sechzehn, acht
Herrscht Konjunktur die ganze Nacht
Und draußen im Hotel L'Amour
Langweilen sich die Damen nur
Weil jeder, den die Sehnsucht quält
Ganz einfach Rosis Nummer wählt
Und draußen vor der großen Stadt
Steh'n die Nutten sich die Füße platt
Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal
Skandal um Rosi
Ja, Rosi hat ein Telefon
Auch ich hab ihre Nummer schon
Unter zwo und dreißig, sechzehn, acht
Herrscht Konjunktur die ganze Nacht
Und draußen im Hotel L'Amour
Langweilen sich die Damen nur
Weil jeder, den die Sehnsucht quält
Ganz einfach Rosis Nummer wählt
Und draußen vor der großen Stadt
Steh'n die Nutten sich die Füße platt
Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal
Skandal um Rosi
Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
(Moral) Skandal
Moral
Skandal um Rosi


Quelle: Musixmatch
Songwriter: Guenther Sigl

Der Stuttgarter Radiosender Die Neue 107.7 hat eine an Rammstein angelehnte Version des Ballermann-Hits Layla ins Netz gestellt, denn auch kleine Kinder gefahrlos mitgrölen können. Über eine viertel Million Aufrufe verzeichnet die mitreißende Variante inzwischen bereits – Tendenz stark steigend. Zu hören ist der genial umgetextete und daher nun absolut jugendfreie Ohrwurm, in dem es jetzt statt um die Puffmutter Layla um einen Busfahrer namens Rainer geht, unter anderem bei TikTokInstagramFacebook und Youtube.

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13.07.2022 Inspiriert von der Landschaft

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Nicholas Pollack ist ein in Brooklyn lebender Fotograf. Sein Interesse für die Fotografie entstand aus der aktiven Beobachtung der Welt um ihn herum und dem daraus resultierenden Wunsch, festzuhalten, was er sah.

So einfach, so ehrlich. Wie sein neues Buch mit dem Titel „MEADOW“, das jetzt bei Hirmer (www.hirmerpublishers.com) erschienen ist. Meadow heißt Wiese auf Deutsch und eine bestimmte Wiese scheint für Pollack ein ganz besonderer Ort zu sein.

Ein Ort, der aus dem Blickfeld der Gesellschaft geraten ist. Seine Fotografien zeigen, nein, erzählen von Truckern, die sich ein Stück Salzwiese zu eigen gemacht haben.

So, in der Tradition der US-Dokumentarfotografie, macht Nicholas Pollack die physischen ebenso wie die sozialen, ja, inneren Landschaften Amerikas sichtbar.

Der Band ist eine Ode an ein Fleckchen der riesigen New Jersey Meadowlands – an seine Menschen, seine Natur und vor allem an ein Stück Menschlichkeit in einer postindustriellen Landschaft.

Die Fotografien in Nicholas Pollacks neuem Buch entstanden zwischen 2015 und 2020 in und um Secaucus, New Jersey, USA.

Inspiriert von der Landschaft der New Jersey Meadowlands, konzentriert er sich ganz auf einen kleinen Landstrich und den freundschaftlichen Umgang innerhalb einer ebenso kleinen Gruppe von Menschen, die eine besondere Beziehung zu dieser Gegend entwickelt haben.

Was zunächst wie wohl gekonnter Fotojournalismus aussieht, ist bei zweiter Betrachtung große Kunst. Stimmung und Atmosphäre in jedem Bild. Grandios. 120 Seiten. 35 Euro. 

Sönke C. Weis

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11.07.2022 die ARD-Weltspiegel-Moderatorin

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Mit ihrem Buch „Afghanistan“ hatte die ARD-Weltspiegel-Moderatorin Natalie Amiri die fast schon einmalige Gelegenheit, die jüngste Geschichte Afghanistans neu zu schreiben; doch leider verlieren sich die gut 250 Seiten auf wohl gemeinte Erklärungen und einige Gespräche, die die Autorin auch über Skype hätte führen können, anstatt vor Ort zu fahren, was sie 2021 gemacht hat und wohl 20 Jahre früher schon mehrfach.

Ihr Buch indes läßt sich auf folgende simple Formel bringen: `Der Westen hat versagt, die Zivilbevölkerung leidet mal wieder, vor allem die Frauen.`Richtig.

Aber es fehlen die Zusammenhänge, die beispielsweise Ahmed Rashid in seinem grandiosen Buch „Sturz in Chaos“ analysiert.

Auch schafft es Frau Amiri nicht, den Leser durch ihren Schreibstil zu fesseln, so wie es eine Annemarie Schwarzenbach bei ihren Reiseberichten aus Afghanistan gelungen ist.

Der Leser merkt einfach, dass die Autorin vom Fernsehen kommt, ihr die Kamera fehlt und sie mit Worten wenig umzugehen weiß, sie gar nur eine Moderation ist, aber keine Journalistin.

Frau Amiri spricht mir ihren Lesern, als seien sie leicht limitiert im Kopf.

Fernsehsprache eben. Bedauerlich. Ich war übrigens auch mehrfach in Afghanistan, habe dort sogar geholfen, ein Kind zu entbinden. 

So lernt man ein Land und seine Menschen kennen. Nicht durch Sätze wie: „In Afghanistan leben viele Völker.“ Aufbau Verlage (www.aufbau-verlage.de). 22 Euro. 

Sönke C. Weiss

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