Reden ist silber, Schreiben ist gold

14.01.2021 Diese Bücher sind ein Muß

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Dass George Orwell (1903 - 1950) Weltliteratur geschrieben hat, ist wohl bekannt. Jetzt sind zwei seiner bedeutendsten Werke in wirklich ganz famosen Neuübersetzungen im Manesse Verlag (www.randomhouse.de) erschienen.

Gisbert Haefs hat den Klassiker „1984“ in unsere Zeit passend ins Deutsche übertragen. Auf 448 Seiten erzählt Orwell die Geschichte des Winston Smith, Mitarbeiter im Ministerium der Wahrheit und für die Berichtigung der Vergangenheit zuständig.

Als kleines Rädchen im System wirkt er an Tatsachenverdrehungen mit und spürt am eigenen Leibe, was passiert, wenn man von der Parteilinie abweicht.

Ob Fake News, digitales Profiling oder Hate Speech, Parallelen zu unserer heutigen Welt drängen sich in diesem Werk zweifelsohne auf. „1984“ kostet 22 Euro.

Ein Märchen nannte Orwell sein Buch „Farm der Tiere“, das uns Ulrich Blumenbach frisch präsentiert. „Alle Tiere sind gleich,“ skandiert Old Major, der preisgekrönte Middle-White-Eber.

Aller guten Absichten zum Trotz stellen die Tiere indes bald fest, dass „manche gleicher als andere“ sind. „Farm der Tiere“, 192 Seiten, 18 Euro, war einst auf Stalin gemünzt, hat aber seine Zeitlosigkeit längst bewährt, egal in welche Ecke der Welt man schaut.

Ob Russland, die USA oder in europäischen Ländern, die Pervertierung der Idee von Gleichheit und Brüderlichkeit kennt keine Grenzen, skrupellose Demagogen mit Namen, die wir alle kennen, verbreiten sie wie ein Virus.

„1984“ und „Farm der Tiere“ neu zu lesen heißt, die Gegenwart zu konfrontieren und sich grundlegenden Fragen unserer Vorstellung von Freiheit zu stellen. Beide Bücher sind ein absolutes Muß.

Sönke C. Weiss

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13.01.2021 Virus-Overkill in den Medien

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Neues Jahr. Neues Bücherglück. Und hinsichtlich Corona eine gute Ablenkung vom Virus-Overkill in den Medien. „Alle sind so ernst geworden“ heißt zeitgemäß das erste gemeinsame Völkerfreundschaftsbuch der Autoren Martin Suter aus der Schweiz und Benjamin von Stuckrad-Barre aus Deutschland.

Kurzer Hintergrund: Suter ist für seine Romane, darunter die Allmen-Serie, international bekannt; von Stuckrad-Barre hat sein Publikum mit Büchern wie „Soloalbum“ und „Panikherz“ erobert.

Worum es auf den 272 Seiten geht: Die beiden Männer plaudern über Dinge wie grelle Badehosen, Glitzer, Hochzeiten, Drogen, die Verliebtheit als solches, verschiedenste Wiedersehen im Besonderen, etc.

Alles sehr unterhaltsam und kurzweilig, wie ein gutes Abendessen unter Freunden. Will sagen, es wird nie langweilig und man ist in der Tat ein wenig traurig, wenn die Lektüre ausgelesen ist.

Ein zweiter Band wäre schön, denn was das Buch vor allem transportiert, ist der Anfang einer wunderbaren Freundschaft zwischen diesen beiden doch sehr unterschiedlichen Autoren.

„Alle sind so ernst geworden“ kostet 22 Euro und ist bei Diogenes (www.diogenes.ch) erschienen. Eine ganz andere Anleitung zum Zeitvertreib während der Pandemie und darüber hinaus liefert die Influencerin und aktive Feministin Jüne Plã in „Kommt gut - 1001 Sex-Tipps und Illustrationen für mehr Oohs und Aahs“, das ebenfalls jüngst zeitgerecht für 15 Euro bei echtEMF (www.emf-verlag.de) erschienen ist.

Das Buch ist in erster Linie eine Anleitung, Komplexe abzulegen und richtet sich an alle: hetero, lesbisch oder schwul. Ob allein oder als Paar, die 251 Seiten bieten für jeden etwas. Dabei geht es der Autorin um Kreativität, Fantasie und Leidenschaft.

Unverkrampft und humorvoll beschreibt sie anhand von einfachen Illustrationen und mit klaren Worten, wie man/frau/divers mehr Spaß im Bett oder an anderen x-beliebigen Orten hat.

Dabei geht es ihr nie um Leistungsdruck, sondern vielmehr um Erfüllung. „Kommt gut“ ist ein befreiendes Buch. Jüne Plã schreibt:

„Wie schön ist es doch, jemandem Vergnügen zu bereiten und zu sehen, dass man es richtig anstellt.“ Weitere Infos gibt es auf ihrem Instagram-Kanal unter www.instagram.com/jouissance.club. Das ist doch schon mal ein guter literarischer Anfang für 2021.

Sönke C. Weiss

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12.01.2021 Markus Söder der Maulheld

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Markus Söder spielt wieder den starken Mann - FDP-Vize Wolfgang Kubicki wirft CSU-Chef Markus Söder Versagen im Umgang mit der Corona-Krise und darüber hinaus „moralische Erhebung“ über gewöhnliche Bürger vor.

„Für all diejenigen, die vor den Scherben ihrer Existenz stehen, die durch gleichzeitiges Homeschooling und Homeoffice zerrissen werden, die seit Monaten auf Hilfe vom Staat warten, muss diese Art der söder-moralischen Erhebung ein Schlag ins Gesicht sein.“ Seinen Post schloss Kubicki mit den Worten: „Gott schütze Bayern – und uns vor Söder.“

Die aggressive Rhetorik von Corona-Söder

Markus Söder betrachtet Gegner der Corona-Maßnahmen als potenzielle Terroristen – und unterstellt Bürgern, die unter dem Lockdown leiden, sich zu Opfern zu „stilisieren“. Im Gespräch mit "WELT AM SONNTAG" hatte Söder im Blick auf die Proteste der „Querdenker“-Szene von einem "Corona-Mob oder eine Art Corona-RAF" gesprochen, die er sogar für gewalttätig halte.

Über die Rolle des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und seine Ambitionen für dieses Jahr sagt Heribert Prantl im Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart:
    
Es schmeichelt ihm ungeheuer, dass ganz Deutschland davon spricht, dass er der geeignete Kandidat wäre. Ob er es wirklich ist, bezweifle ich sehr stark. “
    
Wenn jetzt Markus Söder davon spricht, dass Corona so schlimm sei wie die Pest – solche Worte sollte man ihm wieder in den Mund zurückstopfen. Die machen den Leuten noch mehr Angst, als sie ohnehin schon haben."

Wer trotz der lauernden Fürsorglichkeit, mit der seit Inkrafttreten des „harten Lockdowns“ Mieter die Gastfreundlichkeit ihrer Nachbarn beobachten, Hobbyvirologen schlittenfahrende Familien in den sozialen Medien zur Fahndung ausschreiben und ehrenamtliche Maskendeutsche jeden zur Rede stellen, der in der menschenleeren Bahn den Mundschutz lockert, noch nicht verblödet ist, der müsste allmählich merken, wie viel Lust den Regierenden die Maßnahmen bereiten, die sie unausweichlich nennen, schreibt Magnus Klaue in einem Artikel für "Welt-Online" am 12.01.2021.

Hat nicht vor kurzem jemand gesagt "immer wenn sie Söder sieht, riecht sie Schwefel"?

Festungshaft für die Bürger

Das Infektionsschutzgesetz wird zu einer Notstandsverordnung mißbraucht

Wenn der Staat bei Lockdown und Impfung versagt, braucht er einen Sündenbock: Gerade linke Aktivisten, die auf ihre Freiheiten bestehen, springen der Regierung bei der Hetze gegen harmlose Schlittenfahrer bei, meint der Autor Don Alphonso von "Welt-Online".

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11.01.2021 bemerkenswert, bedeutsam und erleuchtend

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Essays sind gewiß nicht jedermanns Sache. Aber die folgenden beiden Bände empfinde ich nicht nur als bemerkenswert, sondern auch als sehr bedeutsam und erleuchtend.

Da ist zum einen das neue Buch von Michel Houellebecq, der unsere Literatur mit Werken wie „Elementarteilchen“, „Unterwerfung“ oder „Karte und Gebiet“, um nur einige zu nennen, reicher gemacht hat.

In „Ein bisschen schlechter“ schreibt der Autor wieder Dinge, die sich viele andere Schriftsteller nicht trauen würden, aus Furcht, in irgendeine Schublade gesteckt zu werden, wofür insbesondere der deutsche Literaturzirkus berüchtigt ist. Kurzum, es geht um Religion, Glaube, Meinungsfreiheit und selbstverständlich Liebe, Themen, mit denen sich Houellebecq grundsätzlich beschäftigt, meist provokant, aber immer mit einer authentischen Haltung,

weswegen er für mich auch eine der wichtigsten - vielleicht sogar die wichtigste - Stimme unserer Zeit ist, vermutlich, weil Monsieur H. seiner Zeit schon immer voraus war. Erschienen bei Dumont (www.dumont-buchverlag.de), kostet „Ein bisschen schlechter“ 23 Euro und hat 205 Seiten.

Auf lediglich 60 Seiten kommt das neue Buch des US-amerikanischen Autoren Jonathan Frantzen, der seit seinem 2002 erschienenen Buch „Die Korrekturen“ auch in Deutschland so was wie ein Literaturstar ist, zumal der Mann noch fließend Deutsch spricht.

„Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?“ heißt sein jüngster Band, der aus einem Aufsatz und aus einem Interview mit der „Literarischen Welt“ besteht.

Beide Teile sind kämpferische Plädoyers dafür, dass wir die Welt doch noch retten können, trotz aller Hiobsbotschaften hinsichtlich der immer größer werdenden Klimakatastrophe.

Vor allem aber geht es Frantzen darum, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um unsere Demokratien zu festigen. „Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?“ ist bei Rowohlt (www.rowohlt.de) erschienen und kostet acht Euro.

Übrigens: Was diese beiden Bände verbindet, ist ihre Scharfsichtigkeit und die Abwesenheit politischer Ideologien, was in der Tat sehr erfrischend ist.

Sönke C. Weiss

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11.01.2021 Und wo kommst du eigentlich her?

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Der Begriff „afropäisch“ stammt ursprünglich von der belgisch-kongolesischen Musikerin Marie Daulne. Er steht für afrikanische Menschen, die in Europa leben.

Schätzungsweise 30 Millionen. In seinem gleichnamigen Buch reist der britische Autor Johnny Pitts, Sohn eines schwarzen Musikers und der Tochter eines weißen Stahlarbeiters, in einem Zeitraum von fünf Monaten nach Paris, Brüssel, Berlin, Amsterdam, Stockholm, Moskau, Marseille und Lissabon, um zu erfahren:

Wie ist es schwarz und gleichzeitig Europäer zu sein? Folgende Frage motivierte ihn zu diesem Buch: „Und wo kommst du eigentlich her?“

Auf 461 Seiten gelingt es ihm auf ganz außergewöhnliche Weise, Reportage und literarisches Essay so zeitgemäß zu verknüpfen, dass er die postkoloniale Realität lebendig werden läßt, die es in der Tat gibt, über die die wenigsten aber reden oder wahrhaben wollen. Insbesondere der Berlin-Teil hat mir sehr gut gefallen.

Insbesondere seine vielsagenden Beschreibungen der angeblich „offenen“ Kultur dort, die letztendlich aber verschlossen bleibt, so man/frau nicht der zumeist linken Gesellschaftsgruppe angehört, politisch, modisch, verbal.

„Afropäisch - eine Reise durch das schwarze Europa“ ist ein leidenschaftliches Buch, das eine Welt sichtbar macht, die vielen von uns verschlossen bleibt, schlußendlich ist Europa zum größten Teil ein weißer Kontinent, den aber auch und insbesondere Schwarze mit geprägt haben, ob es der Schriftsteller James Baldwin war, ghanaische Rastafarians oder die ehemalige Patrice-Lumumba-Universität in Moskau.

Aber auch der alltägliche Rassismus spielt in Pitts’ Buch eine tragende Rolle. 2021 erhält er dafür den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Absolut wohl verdient. Erschienen bei Suhrkamp (www.suhrkamp.de), kostet „Afropäisch“ 26 Euro.

Sönke C. Weiss

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03.01.2021 Der COVID-19-Impfstoff

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Am 27. Dezember 2020 haben wir hier zum ersten Mal vor dem Corona-Impfstoff gewarnt - Neue Corona-Perlen - Alle sterben an Corona oder an der Impfung? Nun ist in der Schweiz der erste Geimpfte gestorben, und als Erklärung wurde von den Behörden mitgeteilt, der Verstorbene hätte Vorerkrankungen gehabt. Aha, bisher hieß es doch immer, die an COVID-19-Vverstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt. Jetzt werden wir, nachdem uns diese Studie bekannt gemacht wurde, erst recht misstrauisch.

Das "flüssige Gold" wie es unsere Politiker nennen, könnte zum baldigen Tod führen

Von Dr. Joseph Mercola

Die Studie Informed Consent Disclosure to Vaccine Trial Subjects of Risk of COVID-19 Vaccine Worstering Clinical Disease, veröffentlicht im International Journal of Clinical Practice am 28. Oktober 2020, weist darauf hin, dass »COVID-19-Impfstoffe, die neutralisierende Antikörper auslösen sollen, die Impfstoffempfänger für eine schwerere Krankheit sensibilisieren können, als wenn sie nicht geimpft wären«.


»Impfstoffe gegen SARS, MERS und RSV wurden nie zugelassen, und die bei der Entwicklung und Erprobung dieser Impfstoffe gewonnenen Daten deuten auf eine ernsthafte Besorgnis hin:

Dass Impfstoffe, die empirisch mit dem traditionellen Ansatz (bestehend aus dem unmodifizierten oder minimal modifizierten Coronavirus-Virus-Spike, der neutralisierende Antikörper hervorruft) entwickelt wurden, unabhängig davon, ob sie aus Protein, viralem Vektor, DNA oder RNA bestehen und unabhängig von der Verabreichungsmethode, die COVID-19-Krankheit durch antikörperabhängige Verstärkung (ADE) verschlimmern können«, heißt es in dem Papier.

»Dieses Risiko wird in den Protokollen klinischer Studien und in den Einwilligungsformularen für laufende COVID-19-Impfstoffversuche so weit verschleiert, dass ein adäquates Verständnis der Patienten für dieses Risiko unwahrscheinlich ist, so dass eine wirklich informierte Einwilligung der Versuchspersonen in diesen Studien nicht möglich ist.

Das spezifische und signifikante COVID-19-Risiko einer ADE hätte den Forschungsteilnehmern, die sich derzeit in Impfstoffstudien befinden, sowie denjenigen, die für die Studien rekrutiert werden, und den künftigen Patienten nach der Impfstoffgenehmigung an prominenter Stelle und unabhängig offengelegt werden müssen, um den medizinisch-ethischen Standard des Patientenverständnisses für eine informierte Einwilligung zu erfüllen.«

Was ist eine antikörperabhängige Verstärkung?

Wie die Autoren dieses Artikels im International Journal of Clinical Practice bemerkten, haben frühere Coronavirus-Impfstoffbemühungen – gegen das Coronavirus des schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS-CoV), das Coronavirus des respiratorischen Syndroms des Nahen Ostens (MERS-CoV) und das Respiratory Syncytial Virus (RSV) – ernste Bedenken an den Tag gebracht. Die Impfstoffe haben die Tendenz, eine antikörperabhängige Verstärkung auszulösen.

Was genau bedeutet das?

Kurz gesagt bedeutet es, dass der Impfstoff nicht ihre Immunität gegen die Infektion stärkt, sondern die Fähigkeit des Virus, in ihre Zellen einzudringen und diese zu infizieren, was zu einer schwereren Erkrankung führt, als wenn sie nicht geimpft worden wären.

Dies ist genau das Gegenteil von dem, was ein Impfstoff bewirken soll, und ein bedeutendes Problem, auf das von Anfang an bei der Forderung nach einem COVID-19-Impfstoff hingewiesen wurde.

Es wurde ein Impfstoff genehmigt, von dem wir nicht wissen

ob er die Geimpften vor schweren Verläufen schützt oder
ob er die Geimpften davon abhält, andere zu infizieren oder
ob der Effekt überhaupt mehr als 2 Monate hält (tatsächlich zeigen Studien, dass die Antikörper nach natürlicher Infektion nach 2–3 Monaten bereits wieder abfallen) und somit auch
ob der Effekt mehr als 1 % der Infizierten überhaupt „schützt“.

Das auch noch für die Corona-Lemminge

Professor Thomas Aigner von der Uni Tübingen, bisher Mitglieder der Nationalen Akademie Leopoldina (des wichtigsten Beraterinstituts der Bundeskanzlerin in der Corona-Krise), trat jetzt aus der Mainzer Akademie der Wissenschaften aus – und greift die Leopoldina an, weil er die verhängnisvolle, unseriöse Fehleinschätzung der dort tonangebenden Wissenschaftler, die indirekt zum ‚harten Lockdown‘ seit Mitte Dezember führte, nicht mittragen wollte.“

Wissenschaftler attackiert Leopoldina – wegen „Befeuerung der Panikmache von Politik und Medien“ › Jouwatch (journalistenwatch.com)

Dazu der offene Brief von Prof. Aigner:

„Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, ein Teil dieser Art von Wissenschaft zu sein. Ich möchte einer Wissenschaft dienen, die einer Fakten-basierten Aufrichtigkeit, einer ausgewogenen Transparenz, und einer umfassenden Menschlichkeit verpflichtet ist.“

Die ganze Corona-Krise ist keine medizinische, sondern eine politische Krise. Wenn lebensferne Dilettanten ohne jede nachweisbare Problemlösungskompetenz ein Land regieren sind wir alle verloren

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31.12.2020 Ein kleiner Rückblick auf 2020

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Wir fragen uns, was richten die Politiker in Deutschland mit ihren Corona-Maßnahmen an? Wir zeigen hier auf, was diese Maßnahmen für Folgen haben. Rechtlich, kulturell und für die Gesundheit. Ein kleiner Rückblick auf 2020.

Aus rechtlicher Sicht, Ferdinand Kirchhof

Am 24.11.2020 bezog der Tübinger Juraprofessor Ferdinand Kirchhof, bis 2018 Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts,  auf "Welt-Online" zu den Corona-Maßnahmen der Regierung Stellung und fragte sich, was einige Eingriffen überhaupt mit Corona zu tun haben.

  • Lokale zu schließen mit der Begründung, damit lasse sich dann ein schönes Weihnachtsfest sichern, ist nicht zulässig.

  • Der Schutz eines fröhlichen Weihnachtsfests unter dem Tannenbaum ist kein legitimes Ziel zur Grundrechtseinschränkung und nicht Aufgabe des Staates.

  • Ein anderes Beispiel bietet die Silvesterknallerei. Gegen Böller kann man mit Blick auf Feinstaub etwas einwenden. Aber jetzt „Corona“ zu rufen und die Silvesterknallerei in die Verbotsliste zu schreiben, halte er für problematisch.

  • Kirchhof zu dem Infektionsschutzgesetz: Es bleibt weiterhin ein unvollkommenes Gesetz, das zumindest der verfassungskonformen Auslegung bedarf. Manche Formulierungen sind immer noch in epischer Breite angelegt.

Insgesamt schreibt Kirchof, dass er sich mehr Klarheit und Entschiedenheit von Seiten der Politik gewünscht hätte.

Wie sehen Sie das? Wie bewerten Sie die gesetzlich erlaubten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im privaten und öffentlichen Bereich? Wie weit sollen sie gehen dürfen? Das Gesetz klärt es nicht. Derart tiefe, weitreichende Grundrechtseingriffe für jeden Bürger habe ich noch nicht erlebt.

Aus kultureller Sicht

Im Morning Briefing Podcast sprach Gabor Steingart am 26.11.2020 über Kultur in Zeiten der Pandemie mit Peter Maffay. Der deutsche Ausnahme-Künstler, der in diesem Jahr sein 50. Bühnenjubiläum feiert, hat zusammen mit einem Jugendchor aus Südafrika einen neuen Song veröffentlicht: „Hoffnung“.

Über seine Motive sagt er:

Ohne Hoffnung würde eine Triebkraft verloren gehen, die wir jetzt dringend brauchen. “

Das neue Infektionsschutzgesetz beurteilt er folgendermaßen:

Die Maske, die zum Maulkorb wird

Ich verstehe, dass man angesichts steigender Infektionszahlen etwas tun muss. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Maßnahmen in der Härte und dieser Gewichtung relevant sind. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass die Maske zu einem Maulkorb wird, was in unserer Gesellschaft tödlich wäre, denn wir würden Prinzipien, die uns viel bedeuten und die sehr wertvoll sind, erodieren sehen. “

Peter Maffay ist ernsthaft besorgt über die Laufrichtung der Politik, die sich gegen ihn und die gesamte Kulturbranche gestellt hat:

Ich frage mich, wohin diese Entwicklung führt: Werden wir ein liberaler Staat bleiben oder verkommen wir zu einem totalitären Prinzip? Ich glaube nicht, dass es so weit ist.

Aber wir müssen höllisch aufpassen, dass wir die Türen in diese Richtung nicht aufmachen. Ich hoffe, dass sich die Politik nicht in diesen Umstand verliebt: Gesetze durchzupeitschen und sich verliebt in die Macht, die damit verbunden ist. “

Über die Rolle, die Kunst und Kultur gerade in diesen Zeiten spielen könnten, sagt der Sänger, Komponist und Stifter:


Wir dürfen nicht übersehen, dass diese Lage psychische Auswirkungen hat. Die Kunst mit ihren vielen Genres besitzt eine korrektive Funktion. Darüber artikulieren sich Menschen, sie spiegeln wider, was um sie herum passiert. Auf diese Qualität zu verzichten, ist dumm. “

Mit Blick auf die Gesundheit

Coronabedingt haben nach Beobachtungen des leitenden Psychiaters Andreas Romberg schwere Depressionen und Angstzustände bei Kindern und Jugendlichen zugenommen.

„Wir spüren schon jetzt, dass die psychischen Belastungen der Kinder und Jugendlichen besonders hoch sind“, sagte am Mittwoch der Ärztliche Direktor der Clemens-August-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Neuenkirchen-Vörden bei Vechta. Der Chefarzt sieht auch steigende Zahlen betroffener Eltern, sagte er der "Welt" am 30.12.2020.

Umfrage: Fast jeder vierte Arbeitnehmer in Corona-Krise kurz vor dem Burnout

Die Corona-Pandemie sorgt bei Arbeitnehmern in Deutschland laut einer Umfrage für massive psychische Belastungen. 22 Prozent sehen sich an der Schwelle zum Burnout, also einem Zustand völliger Erschöpfung, wie aus einer internationalen Untersuchung des auf Mitarbeiterbefragungen spezialisierten Unternehmens Peakon hervorgeht. Im weltweiten Durchschnitt trifft dies demnach auf fast jeden Dritten zu.

Zugleich schlägt sich die Krise hierzulande psychisch noch stärker bei Frauen nieder: 27 Prozent von ihnen stehen laut Umfrage vor dem Burnout; bei den Männern sind es 19 Prozent. Weltweit stehen 34 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer am Rande eines Burnouts.

Jagd auf Ärzte hat begonnen  

Ermittlungen gegen Ärzte in mehreren Bundesländern - Das Landeskriminalamt in Berlin ermittelt in Dutzenden Fällen gegen Ärzte wegen falscher Corona-Atteste. Derzeit werden knapp 100 Ermittlungsverfahren wegen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse geführt, teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Einige der Verfahren seien an Staatsanwaltschaften in anderen Bundesländern abgegeben worden, da die Mediziner, die die Bescheinigungen ausstellten, nicht in Berlin praktizierten.

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27.12.2020 Corona-Tote für die Statistik

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Österreich - Auf Facebook wurde die Fotografie eines Schreibens der österreichischen Gemeinde Frantschach verbreitet, datiert vom 14. 12. und unterzeichnet im Namen des Oberbürgermeisters von einer Katrin Buchsbaum, diese leitet wohl die Abteilung Standesamt und Staatsbürgerschaft.

Es scheint echt zu sein; Gemeinde und Unterzeichnerin lassen sich leicht recherchieren. Unkenntlich gemacht war nur der Adressat. Darin wird folgende Anweisung erteilt:

„Jede verstorbene Person, die max. 28 Tage zuvor COVID-positiv getestet wurde, wird in der Statistik als ‚COVID-Tote/r‘ aufgeführt, unabhängig davon, ob sie direkt an den Folgen der Viruserkrankung selbst oder ‚mit dem Virus‘ (an einer potentiell anderen Todesursache) verstorben ist. kann man tatsächlich auf der Webseite des Bundesministeriums Lesen.

Auch die FPÖ bezog sich auf dieses Schreiben und meinte, dass es sich um eine neue Vorgabe der WHO handle. Gewiss müssen wir davon ausgehen, dass das in den meisten Ländern so gehandhabt wird. Wer kann da noch leugnen, dass es in Wahrheit nicht um ein Virus geht?

Die Inkubationszeit des Coronavirus soll durchschnittlich etwa fünf Tage betragen. Den „Lockdown“ haben wir seit etwa 25 Tagen, aber die Infektionszahlen sinken nicht. Was bedeutet das logischerweise?

Wenn die Tests auch nur einigermaßen aussagekräftig sind, dann bedeutet es, dass der „Lockdown“ keinen Effekt hat, und dass dies schon seit mindestens zwei Wochen feststeht. Warum also wird er aufrechterhalten, ja sogar eine Verlängerung in Aussicht gestellt? Gleiche Antwort wie oben: Weil es in Wahrheit nicht um ein Virus geht.

Ein Gedankenexperiment

Coronagläubige sollten ein Gedankenexperiment machen und sich vorstellen, die Fronten wären vertauscht: Die Regierung versichert, dass das Coronavirus nicht gefährlicher ist als ein Grippevirus und dass außer der üblichen Vorsicht in der kalten Jahreszeit keine Maßnahmen erforderlich sind.

Demgegenüber behauptet eine oppositionelle Gruppe, darunter auch die AfD, dass eine große Gefahr bestehe, derentwegen man Teile des öffentlichen Lebens lahmlegen und die Grundrechte einschränken muss; auch wenn das zu einem Anstieg von Arbeitslosigkeit und Konkursen führt und eine Neuverschuldung in Höhe von 180 Milliarden Euro erforderlich macht. Wem würden sie glauben?

Klaus Miehling

Weltweit häufen sich die Informationen von "besorgniserregenden Reaktionen" nach Corona-Impfungen.

Wie die »New York Times« berichtete, zeigten wenige Minuten nach der Impfung zwei Krankenhaus-Mitarbeiter in Alaska nach nur wenigen Minuten "besorgniserregende Reaktionen". Trotz Notfallbehandlung musste eine bis dato gesundheitlich nicht auffällige Frau die Nacht auf der Intensivstation verbringen.

Ein anderer aktueller Fall: An der CHI Memphis in Tennessee/USA brach eine hochrangige Krankenhausmitarbeiterin, die gerade geimpft wurde, vor laufenden Kameras zusammen. Zuvor wollte sie gerade erzählen, wie dankbar und glücklich sie für die Impfung sei. Dann verlor sie das Bewusstsein und fiel um.

2 Alaska Health Workers Got Emergency Treatment After Receiving Pfizer’s Vaccine

One of the workers, who did not have a history of allergies, remained in the hospital on Wednesday night. Some reactions to the vaccine were also reported last week in Britain.

Es wurde ein Impfstoff genehmigt, von dem wir nicht wissen

ob er die Geimpften vor schweren Verläufen schützt oder
ob er die Geimpften davon abhält, andere zu infizieren oder
ob der Effekt überhaupt mehr als 2 Monate hält (tatsächlich zeigen Studien, dass die Antikörper nach natürlicher Infektion nach 2–3 Monaten bereits wieder abfallen) und somit auch
ob der Effekt mehr als 1 % der Infizierten überhaupt „schützt“.

Zum guten Schluß

Karl Lauterbach am 27.12.2020 in einem Beitrag für "Welt-Online" Zur Bewältigung des Klimawandels seien Schritte nötig, die „analog“ zu Einschränkungen der persönlichen Freiheit wegen der Pandemie sind. Nun sollte man sich Fragen, was der SPD-Esel damit gemeint hat.

„Im Zuge der Corona-Pandemie dienen Werbeflächen immer häufiger der Verbreitung politischer Botschaften im öffentlichen Raum. Manche Kampagne erinnert an die einstigen Kampagnen in der DDR.

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14.12.2020 Angela Merkels Kungelrunde

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In der Pandemie greifen Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zum erneuten Mal in die Grundrechte aller Bürger ein. Sie spielen Gott und halten sich für Selbstermächtiger über das Deutsche Volk.

Merkel und ihre Gesellen rechtfertigen ihre Maßnahmen und den harten Lockdown mit der Berufung auf das Leopoldina Gutachten, also um angebliches unumstößliches Faktenwissen.

Und deshalb, so formulierte Angela Merkel flehentlich, sollten wir auch auf die Wissenschaft hören. Und nun kommt der Witz. Dieses Gutachten besteht aus sage und schreibe viereinhab Seiten, in dem nichts drinsteht, das sollte man dringend lesen.

Dabei war das schon im September abzusehen: Die Kanzlerin sagt:
"Man muss die Zügel anziehen, um bei Corona nicht in ein Desaster reinzulaufen."

Der Virologe Christian Drosten soufflierte ihr:
"Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns."

Fangen wir mal mit der Lüge der Woche an: " Das wird nicht noch mal passieren".

„Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren.“ (Jens Spahn am am 1. September auf einer Bühne in Bottrop (NRW)).

Merkel und Markus Söder greifen noch tiefer in die Trickkiste autoritärer Herrschaft, meint Alice Weidel. Merkels Lockdown-Politik ist „verlogen“, so der christdemokratische Verfassungsjurist Rupert Scholz.

FDP-Chef Christian Lindner dazu: „Die Halbwertzeit der Ankündigungen, Erklärungen und Verhaltensregeln wird immer kürzer. Und damit wird auch die wichtigste Ressource in dieser Krise immer knapper, nämlich die Berechenbarkeit staatlichen Handelns.“

Der Chef der Bundesärztekammer mahnte noch Ende Oktober, man könne den Menschen "nicht in einer Tour Angst machen" - sonst sei die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen gefährdet. Weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit seien unangebracht, sagte er im "Deutschlandfunk". Genau das machen aber unsere Selbstermächtiger von Deutschland.

Die Folgen der Corona-Politik auf den Punkt

International haben die Lockdowns 130 Millionen Menschen an den Rand des Verhungerns gebracht, 80 Millionen Kinder dem Risiko für Diphtherie, Masern und Polio ausgesetzt und 1,8 Millionen Patienten dem Risiko, an Tuberkulose zu sterben.

Die Lockdowns in den Industrieländern haben die Armen in den armen Ländern schwer getroffen. Das Weltwirtschaftsforum schätzt, dass die Lockdowns weitere 150 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen werden, 125-mal so viele Menschen, wie an COVID gestorben sind.“ Dr. Jayanta Bhattacharya

So berichtet beispielsweise CNN, dass „in Japan allein im Monat November mehr Menschen dem Selbstmord zum Opfer gefallen sind als es dort im gesamten Jahr Covid-19-Tote gegeben hat. Frauen waren hier am stärksten betroffen.“

An der Coronaimpfung verstorben?

Bald heißt es in den Medien statt „in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben“: „in Zusammenhang mit der Coronaimpfung verstorben“. Wir werden sehen was passiert. Ein ehemaliger Forschungsleiter des amerikanischen Pharma-Konzerns Pfizer hat bei der zuständigen EU-Behörde EMA die sofortige Aussetzung der laufenden Corona-Impfstoffstudien am Menschen beantragt. Die Gesundheit der Probanden sei in Gefahr, berichteten die "deutschen-wirtschafts-nachrichten.".

Meinungsfreiheit ade

"Wer heute Zweifel äußert, gilt als Verschwörungstheoretiker“ meint Pete Townshend von "The Who".

Wolfgang Kubicki hat die Zeit des Lockdowns genutzt und ein Buch geschrieben. Es heißt „Meinungsunfreiheit. Das gefährliche Spiel mit der Demokratie“ und handelt von der Frage, ob und inwieweit diese gegenwärtig in Deutschland noch garantiert ist. „Rechtlich schon“, sagt der Rechtsanwalt im Gespräch, das ThePioneer-Chefredakteur Michael Bröcker mit ihm für den Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart am 1. Oktober 2020 geführt hat.

Auf die Frage, ob die Meinungsfreiheit in diesem Land nicht mehr uneingeschränkt gegeben sei, antwortet der Bundestagsvizepräsident:

"Ich habe festgestellt, dass gesellschaftliche Sanktionsmechanismen greifen, wenn Menschen unkontrolliert ihre Meinung frei äußern. Das kann bis zur Existenzvernichtung gehen."

"70 Prozent der Deutschen glauben, sie können ihre Meinung nicht mehr frei äußern."

40 Prozent glauben sogar, dass sie berufliche Nachteile erleiden, wenn sie sich gegen das Gendersternchen aussprechen. Das ist ein besorgniserregendes Zeichen für eine Demokratie."

Auch die Performance-Künstlerin Mia Florentine Weiss kennt die gezielte Verengung der Diskursräume. "Ich kenne mittlerweile viele Menschen, die Angst haben, ihre Meinung zu äußern, die Angst haben vor Diffamierung."

"Das wäre der Tod der Demokratie, wenn wir uns nicht mehr unsere gegenteilige Meinung sagen." "Diese Vernichtungskultur muss aufhören."

Wo ist eigentlich die Opposition? Gibt es nur noch die AfD?

Die Co-Fraktionsvorsitzende der AfD Alice Weidel am 9. Dezember im Deutschen Bundestag. Eine General-Abrechnung mit Angela Merkel. Weidel griff Merkel direkt an:

„Statt das Gebotene zu tun und gezielt die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu schützen, sperren Sie die Bürger ein, vernichten Existenzen, treiben ganze Branchen in den Ruin und versuchen bis an den Wohnzimmer-Tisch in das Privatleben der Bürger hineinzuregieren.“

„Alle paar Wochen maßt sich Ihre von der Verfassung nicht vorgesehene Kungelrunde mit den Ministerpräsidenten an, neue widersprüchliche und übergriffige Maßnahmen zu verhängen. Obendrauf haben Sie noch mit einem fragwürdigen – euphemistisch als Bevölkerungsschutzgesetz ausgegebenen Konstrukt einen Blankoscheck ausstellen lassen, um das Parlament zu umgehen.“

„Schauen Sie ich an, wie es wirklich aussieht in diesem Land. Hören Sie damit auf, sich in Ihrer Filterblase aus politischen Ja-Sagern und medialen Schmeichlern das eigene Versagen schönzureden und sich für Ihre Irrtümer auch noch feiern zu lassen. ‚Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar‘ hat Ingeborg Bachmann einmal treffend gesagt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dieses Land kann Sie und Ihre Politik nicht mehr lange aushalten.“

„Das Deutschland, dass Sie hinterlassen, ist tief gespalten, in seinen Grundlagen erschüttert und weit nach links abgedriftet.“

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06.12.2020 wie ein Requiem für unsere Welt

GFDK - Reden ist Silber - Sönke C. Weiss

Eva-Maria Horstick ist ein unwahrscheinlicher Mensch. Als Frau wird sie nicht ewig leben, doch als Künstlern wird ihr das gelingen.

Ihre unerschöpfliche Energie, ihre unstillbare Neugier und das selbstverständliche Vorrecht, sich ungefragt zu allem und jedem zu äußern, macht sie zu einer außergewöhnlichen Vertreterin der internationalen Fotokunstszene.

In ihrer Kunst liegen die Geister verborgen, die das 20. und 21. Jahrhundert heimgesucht haben.

Bis heute. Und in unserer Zeit, die so sehr auf Verdrängung setzt, hält Eva-Maria Horstick uns den Spiegel vor und konfrontiert uns mit ihren Botschaften, manchmal verschlüsselt, manchmal offensichtlich, doch immer auch mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Selbstironie, unfassbar für all jene, die es bequem finden, Künstler mit Etiketten zu versehen.

Trotzdem hat Eva-Maria Horsticks Arbeit Methode, auch wenn sie keine Propagandistin ist. Die hier präsentierten Fotos geben ein klares Verständnis davon, was Kunst ausmacht, dass Eva-Maria Horstick die Kamera auf eine so denkwürdige Weise benutzt, dass ihr nichts davor entgeht, weder das Sichtbare noch das Unsichtbare und sie, die Frau hinter dem Sucher, unserer zügellosen Zivilisation in ihrer eigenen Übersetzung eine Offenbarung ausspricht.

Das nun weiter in Worte zu fassen, würde diesen Rahmen hier sprengen.

Begeben wir uns statt dessen auf die Suche nach ihren kodierten Zeichen, die in der Summe Ordnung aus dem Chaos machen, das wir gemeinhin Leben nennen und in dessen Matrix die Künstlerin überlebt.

Eva-Maria Horsticks Kunst gibt der traurigen Fragilität des Daseins einen Sinn, sie ist wie ein Requiem für unsere Welt, die dem Ende entgegenwankt und sich noch ein letztes Mal der Wahrheit stellt. Bis zum nächsten Foto.

Das Buchprojekt/Werk von Eva-Maria Horstick, mit dem Titel „Time Passengers“ soll 2021 erscheinen.

Förderung : Künstlerstipendium des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW   2020/21

Sönke C. Weiss, Paris, 2020.

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