Reden ist silber, Schreiben ist gold

12.01.2022 Einigkeit und Recht und Impfung

GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Die Anzahl der Proteste gegen Corona-Maßnahmen und Impfpflichtpläne nimmt bundesweit ständig zu, aber unsere Politiker wolle diese mit aller Gewalt durchsetzen, und die meisten Medien sind ihnen dabei behilflich. 

Ulf Poschardt, Chefredakteur von "WeltN24" schrieb: Die Rolle der Medien, sich selbst auf das Sprachrohr „DER Wissenschaft“ zu reduzieren, wird bald zu untersuchen sein. Sie gehört mit zu den traurigsten Kapiteln der Geschichte des Journalismus seit 1945.

188.000 Menschen protestierten am Montag den 10. Januar 2022 bei 1.000 Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen, und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die echte Anzahl der Protestanten dürfte weit höher liegen.

Impfen wird schon seit einigen Monate von auserwählten Personen und Medien als Freiheit kommuniziert : "Impfen befreit" ? Nein, die Impfpflicht lässt sich nicht als Freiheit verkaufen, darauf fallen nur Dumme rein. 

Doch steter Tropfen höhlt den Stein. Die sich häufenden Meldungen über schlecht wirkende Impfungen und Impfschäden, aber auch der Widerstand von Millionen Menschen lassen sich nicht länger ignorieren. 

„De facto ist eine gesamte Gesellschaft entmündigt worden“ sagt die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Impfen als einzige Lösung zu propagieren habe sich als „Sackgasse“ erwiesen. Und doch sind strenge Corona-Regeln gerade in linken Milieus en Vogue".

George Orwell, der Autor von 1984 meinte: "Wenn Freiheit überhaupt einen Sinn haben soll, dann ist es die, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen."

Schauen wir einmal zurück

Am 29. 6. hieß es „Immunität gegen Corona hält wahrscheinlich Jahrzehnte!“ Am  6. 8. dann: „Jahrelanger Schutz nach Impfung!“ Am 1. 12.: „Impfstatus soll nach sechs Monaten ablaufen“ und am 10.12.: „Biontech-Chef rät zu ‚Blitz-Booster‘ nach drei Monaten“. Innerhalb von weniger als einem halben Jahr sind aus Jahrzehnten drei Monate geworden

Die Wortbrüchigen

 „Söder (CSU) Frühjahr 2020: ‚Es wird aus meiner Sicht keine Impfpflicht geben.‘ Lauterbach (SPD) 16. Mai 2020: ‚Eine Impfpflicht macht bei Sars-CoV-2 so wenig Sinn wie bei Grippe.‘ Schäuble (CDU) Herbst 2020: ‚Aber eine Impfpflicht wird es nicht geben. Das will niemand, der Verantwortung trägt.‘ – Merkel Februar 2021: ‚Wir haben zugesagt, daß es keine Impfpflicht geben wird.‘“ Und nun schreien sie alle nach der Impfpflicht.

Politische Entwicklungen verlaufen oft schleichend. Epochengrenzen überlappen sich und sind Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Doch sollte in diesem Jahr tatsächlich eine allgemeine Impfpflicht eingeführt und damit der Körper zum Eigentum des Staates erklärt werden, dann dürfte 2022 als jenes Jahr in den Geschichtsbüchern stehen, in dem der Faschismus nach Deutschland zurückgekehrt ist.

Die grünen Faschisten

Es gab mal eine Zeit, da hatten viele in Deutschland Boris Palmer von den Grünen für einen anständigen Mann gehalten. Das ist nun wohl vorbei.

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) antwortete auf Facebook einer Userin, die ihm eine „totalitäre Gesinnung“ unterstellte und schrieb, sich nicht impfen lassen zu wollen: Für Leute wie Sie muss die Impfpflicht her. Gerne bis zur Beugehaft.“ Boris Palmer will die sofortige Impfpflicht, sowie Renten- und Pensionskürzungen für Ungeimpfte.

Und nun macht er auch noch auf Söder und Co. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte gefordert, für Impfverweigerer finanzielle Konsequenzen bei der Krankenkasse zu erwägen. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer schließt sich an.

In der Corona-Debatte um höhere Kassenbeiträge für Impfverweigerer hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sich klar für eine solche Maßnahme ausgesprochen. „Ich bin ausdrücklich dafür, die Kassenbeiträge anzuheben, wenn jemand, der sich impfen lassen könnte, die Injektion bewusst verweigert“, sagte der Grünen-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Zum 1. Februar müssten Bußgelder von 1.000 bis 5.000 Euro verhängt werden, berichtete die Zeitung. 

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Saskia Weishaupt animierte die Polizei vor Weihnachten gar, „im Zweifel“ gegen Corona-Demonstranten Schlagstöcke und Pfefferspray einzusetzen. Große Mehrheit in der Grünen-Bundestagsfraktion für allgemeine Impfpflicht.

Die Grünen-Abgeordneten haben sich eindeutig für eine Impfpflicht ausgesprochen. Annalena Baerbock verteidigte den Vorstoß für die Impfpflicht, und eine allgemeine Impfpflicht ohne Altersbeschränkung sei nötig, findet Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge.

Wolfang Kubicki hat viele Befürworter einer Corona-Impfpflicht scharf kritisiert und ihnen Rache an Ungeimpften als Motiv unterstellt. „Ich bin entsetzt über das jakobinerhafte Verhalten vieler in diesem Land, deren Freude an 2G und Impfpflicht ja nicht mehr rational ist“, sagte der Bundestagsvizepräsident „Zeit Online“.

„Vielen Impfpflicht-Befürwortern scheint es um Rache und Vergeltung zu gehen.“ Auf die Nachfrage „Rache an wem?“ erwiderte der stellvertretende FDP-Vorsitzende: „An den Ungeimpften, weil man glaubt, in ihnen die Verantwortlichen für unsere derzeitige Misere ausgemacht zu haben, was natürlich völliger Unsinn ist.“

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Widerstand innerhalb der FDP gegen eine allgemeine Impfpflicht scharf kritisiert. »Die Aussage von Wolfgang Kubicki, dass es vielen Impfpflichtbefürwortern um Rache und Vergeltung gehe, ist schlichtweg verantwortungslos und völlig ungeeignet, um die Debatte inhaltlich angemessen zu führen«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Nun hat er auf die deutlichen Worte des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) geantwortet. "Die Menschenwürdegarantie unserer Verfassung gilt auch für Ungeimpfte", sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Dass dieses unverrückbare Wesenselement unseres Gemeinwesens nun zum Teil infrage gestellt wird, halte ich für hochgradig besorgniserregend«, erklärte Kubicki. "Das sollte auch Ministerpräsident Kretschmann, der in der Vergangenheit selbst ja unverhältnismäßige Anti-Corona-Maßnahmen gefordert hat, zu denken geben."

Markus Söder soll zurücktreten

Wolfgang Kubicki, fordert wegen der umstrittenen Ausweisung von Corona-Zahlen in Bayern den Rücktritt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

„Entweder Markus Söder wollte ein schiefes Bild über die von Ungeimpften ausgehende Infektionsgefahr zeichnen und eine Gruppe von Menschen damit amtlich stigmatisieren – oder er hat seinen Laden nicht im Griff. Sowohl das Eine wie auch das Andere sind ausreichende Gründe für einen Rücktritt“, sagte Kubicki WELT AM SONNTAG.

„Kopflos und gefährlich“ – Sahra Wagenknecht kritisiert Scholz‘ Aussage über Impfpflicht - Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz für dessen Äußerung zur Impfpflicht kritisiert. „Der Wortbruch von Olaf Scholz und anderen Politikern in der Frage der Impfpflicht ist kopflos und gefährlich“, sagte Wagenknecht gegenüber WELT.

"Eine allgemeine Impfpflicht ist schlicht verfassungswidrig, meint der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily.  Eine allgemeine Impfpflicht wird die schon jetzt erkennbaren Spaltungstendenzen in der Gesellschaft auf hochgefährliche Weise verstärken bis hin zu Gewaltausbrüchen. Das ist nicht zu verantworten".

 "kleine Richterlein"

Frank Ulrich Montgomery hatte Richter für einige Urteile zu Corona-Regeln kritisiert. "Ich stoße mich daran, dass kleine Richterlein sich hinstellen und wie gerade in Niedersachsen 2G im Einzelhandel kippen, weil sie es nicht für verhältnismäßig halten", sagte er der "Welt". Die Entscheidung nach Prüfung der Sach- und Rechtslage ist für Montgomery eine Anmaßung des Gerichts.

Der Bund Deutscher Verwaltungsrichter und Verwaltungsrichterinnen (BDVR) verwahrt sich gegen Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery. Diese seien "in der Sache unqualifiziert und im Ton unangemessen". Im Ton ließen die Ausführungen Montgomerys den gebotenen Respekt vor gerichtlichen Entscheidungen und den Menschen vermissen, die sie zu treffen hätten.

Der selbst ernannte Corona-Kraftprotz Markus Söder will auch die Impfplicht lieber heute als morgen, und viele im Land fragen sich: Wann kommt die Bundesnotbremse für Auftritte von Markus Söder, der Zwangsgelder für Impfunwillige einführen will.

Fast 60 Prozent der Bürger misstrauen einer aktuellen Umfrage zufolge den Corona-Daten des Robert Koch-Instituts. Laut einer repräsentativen Insa-Umfrage der Zeitung „Bild“ verneinen 57 Prozent der Teilnehmer die Frage, ob sie den offiziellen Infektionszahlen noch vertrauen.

„Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“

ist ein 1849 erstmals abgedruckter Essay von Henry David Thoreau.

Konkreter Anlass für diesen Text war Thoreaus Verhaftung, die zustande kam, da er sich weigerte, seine seit vier Jahren fällige Wahlsteuer zu entrichten. Er hätte bezahlen können, weigerte sich aber und wurde eingesperrt. Am nächsten Tag hatte jemand aus der Verwandtschaft die Schuld beim Gefängniswärter für ihn beglichen und Thoreau wurde freigelassen

Verfasst in den Zeiten der amerikanischen Eroberungs- und Sklavenpolitik fordert Thoreaus Essay auf, sich dem positiven Recht des Staates nur zu beugen, wenn es mit der persönlichen moralischen Wertung übereinstimmt. Er propagiert ein Gewissensrecht der Moral gegen Ungerechtigkeiten in der Demokratie mit Aussagen wie:

Dann brecht das Gesetz

„Wenn aber das Gesetz so beschaffen ist, dass es notwendigerweise aus dir den Arm des Unrechts an einem anderen macht, dann, sage ich, brich das Gesetz. Mach’ dein Leben zu einem Gegengewicht, um die Maschine aufzuhalten. Jedenfalls muss ich zusehen, dass ich mich nicht zu dem Unrecht hergebe, das ich verdamme.“ Auch klagt er die Beamtenschaft an, die sich dem Staat treu hingebe, ohne auf das eigene Herz zu hören.

Willy Brandt; "Wer einmal mit dem Notstand spielen sollte, um die Freiheit einzuschränken, wird meine Freunde und mich auf den Barrikaden zur Verteidigung der Demokratie finden, und dies ist ganz wörtlich gemeint. “

Zum guten Schluß: Ludwig Börne hat feststellte: "Drückender als die Zensur der Regierung ist die Diktatur der öffentlichen Meinung."

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21.12.2021 Porträt über die Stadt New Bern

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Zwischen 2006 und 2021 zeichnete der Schweizer Fotograf Michael von Graffenried das Porträt der kleinen Stadt New Bern in North Carolina in den USA, die 1710 von seinem Vorfahren Christoph von Graffenried gegründet wurde.

Sein Buch „Our Town“ - benannt nach dem Theaterstück von Thornton Wilder - zeigt ein Amerika im Zeitalter von Black Lives Matter, so sind von New Berns 30.000 Einwohner 55 Prozent weiß und 33 Prozent schwarz.

Die entstandenen Fotografien sind keine flüchtigen Momentaufnahmen, sondern geduldige Alltagsbilder, die Verständnis und kein Urteil zeigen: eine schwarze Kirchengemeinde, junge weiße Mädchen beim Schießen; schwarze Männer, die auf der Straße Bargeld tauschen, ein weißes Paar, das seine Waffensammlung vorzeigt, und die Trophäe der Jagd - ein großer Stoffbär - schaut zu; eine schwarze Stripperin, die für einen weißen Mann auftritt.

Im Juni 2020, nach der Ermordung von George Floyd, fand die größte Demonstration, die New Bern je gesehen hatte, statt.

„Our Town" ist sowohl das Dokument einer stolzen Gemeinschaft als auch ein einfühlsamer Aufruf zu mehr Integration und Verständnis in einem entscheidenden Moment der amerikanischen Geschichte.

Michael von Graffenried wurde 1957 in Bern geboren. Aus dem Fotojournalismus kommend, arbeitet er heute an Langzeitprojekten und wurde international ausgezeichnet. „Our Town“ ist bei Steidl (www.steidl.de) erschienen, hat 240 Seiten und kostet 45 Euro. 

Sönke C. Weiss

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19.12.2021 Daten werden nach 55 Jahren freigegeben

GFDK - Reden ist Silber

Eine Gruppe von Wissenschaftlern wollte von der Regierung wissen, auf was für Daten sich die Lizenzierung des COVID-19-Impfstoffs von Pfizer stützte. Darauf antwortete die FDA - Food and Drug Administration, sie werde die Daten dazu in 55 Jahren bereitstellen, also erst im Jahr 2076, heißt es auf der zentralen FOIA-Website der Regierung. Das ist eine offizielle Mitteilung von Reuters

So wie es aussieht, haben die etwas zu verbergen, anders läßt sich es nicht erklären, warum man diese Daten erst in 55 Jahren freigeben will. Einen vergleichbaren Fall hat es in der US-Geschichte nur einmal gegeben. Die Akten zu der Ermordung von John F. Kennedy waren auch für 50 Jahre für die Öffentlichkeit gesperrt worden.

Konkreter wird aber die britische Gesundheitsbehörde „U.K. Health Security Agency“

Die  britische Gesundheitsbehörde „U.K. Health Security Agency“ hat einen Corona-Bericht in der Kalenderwoche 42 mit Zahlen und Daten veröffentlicht.

In diesem Bericht stellt sie fest:
Die mRNA-Impfung gegen das Coronavirus bewirkt eine „Umprogrammierung“ und damit langfristig eine massive Beeinträchtigung des menschlichen Immunsystems

Geimpfte produzieren immer weniger Antikörper

In dem Bericht der Englische Gesundheitsbehörde steht ganz offiziell auf Seite 23 zu lesen:

… recent observations from UK Health Security Agency surveillance data that N antibody levels appear to be lower in individuals who acquire infection following 2 doses of vaccination.

Übersetzung ins Deutsche:

Neue Beobachtungen  und Auswertungen von Prüfdaten der Gesundheitsargentur des Vereinigten Königreiches zeigen, dass Personen die nach einer doppelten Impfung an Corona erkrankten, krank wurden, weil die Menge der N-Antikörper abgesunken ist.

Das heißt nichts anderes, als dass die natürlich produzierten Antikörper unseres Immunsystems gegen ein Virus (vor allem eine Mutation) unter doppelt Geimpften spürbar weniger werden, was offensichtlich im Zusammenhang mit der Impfung  gesehen wird und zwar von der englischen Gesundheitsbehörde selbst.
Der Bericht erklärt, dass höhere Antikörperlevel (naturgemäß) besser vor einer Infektion schützen:

„Current thinking is that there is no threshold antibody level that offers complete protection against infection, but instead that higher antibody levels are likely to be associated with lower probability of infection.“

Exakte Übersetzung aus dem Englischen

Derzeit geht man davon aus, dass es keinen Antikörper-Schwellenwert gibt, der vollständigen Schutz vor einer Infektion bietet, aber (man kann) stattdessen (wohl behaupten),  dass höhere Antikörperspiegel mit einer geringeren Infektionswahrscheinlichkeit verbunden sind.

Doppelt oder dreifach Geimpfte sind also nach der offiziellen Begutachtung der Englischen Gesundheitsbehörde in größerer Gefahr, infiziert zu werden.

Man muss kein Raketenphysiker sein, um zu wissen, was das heißt

„Der Impfstoff beeinträchtigt ganz offensichtlich die angeborene Fähigkeit des Körpers, nach einer Infektion Antikörper zu produzieren.“

Das auch noch: TAUSENDE KÜNDIGUNGEN - Amerikas Kliniken droht der Ärzte-Exodus – Impfpflicht aufgehoben. Viele amerikanische Krankenhäuser haben ihr Personal zur Impfung verpflichtet. Doch tausende Ärzte und Pfleger weigern sich nicht nur – sie kündigen sogar, berichtete "Welt-Online".

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17.12.2021 "Jetzt" Die Kraft der Gegenwart

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Eckhart Tolle, 1948 in Lünen geboren, wohnhaft Vancouver, Kanada, ist ein Autor spiritueller Bücher, obwohl er selbst keiner speziellen Religion oder Tradition angehört.

Eines seiner bekanntesten Werke ist „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart. Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachen“ aus dem Jahr 1997, der in seiner deutschen Fassung bereits in der 14. Auflage bei Kamphausen Media (www.kamphausen.media) erschienen ist.

Da ich von Tolle über die Jahre schon oft gehört hatte, wollte ich jetzt wissen, was hinter diesem Phänomen steckt und ob er, Tolle, etwas in mir weckt.

Nun, die Sprache ist verständlich, die Übungen sind es auch, ein How to-Buch für jeden Mann und jede Frau. Aber 'How to' was?

Es geht darum, die eigentlichen persönlichen Wahrheiten zu erkennen, zu deuten und zu gebrauchen, also Kraft daraus zu schöpfen, also mehr auf seine Instinkte zu hören, denn immer den Verstand zu nutzen, der uns nur bedingt weiterbringt.

So meine ich das Buch verstanden zu haben. Funktioniert’s? 

Ich denke schon, wenn man/frau sich darauf einläßt. Auf keinen Fall ist „Jetzt!“ ein Wundermittel, sondern wie bei jeder „Therapie“, sag ich mal salopp, bedarf es einer gewissen Nachhaltigkeit oder eines Mantra, was uns beständig über Wasser hält.

Empfehle ich das Buch? Auf jeden Fall. Es tut nicht weh und ist auch nicht gefährlich für die Seele, weil sich der Autor nie anmaßt, diese manipulieren zu wollen. Ein friedliches Buch für unruhige Zeiten. 270 Seiten, 14,80 Euro.

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15.12.2021 Der Fotograf und Filmemacher Alberto Venzago

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„Taking Pictures - Making Pictures“: Virtuos pendelt der Zürcher Fotograf Alberto Venzago mit seiner Kamera zwischen Reportage und Werbung, zwischen Dokumentation und Inszenierung.

Mit packenden Fotoessays und Filmen dokumentiert er kritisch das Weltgeschehen und erzählt bewegende Geschichten: vom Zürcher Platzspitz über den Voodoo-Kult Benins bis zur Kinderprostitution in Manila.

Als concerned photographer scheut Venzago keinen Schauplatz – weder das organisierte Verbrechen der Yakuza in Japan, noch die langjährige Revolution im Iran.

Gegenpol zu den Reportagen bilden seine durchkomponierten und konstruierten Bildwelten, die internationalen Brands als Werbekampagnen dienen oder weltbekannte Stars schillernd in Szene setzen.

Venzagos erste Museumsausstellung überhaupt ist eine opulente Retrospektive seines Werks als Fotograf und Filmemacher im Museum für Gestaltung (www.museum-gestaltung.ch) in Zürich, die noch bis zum 2. Januar 2022 zu sehen ist.

Komplimentiert wird sie durch einen faszinierenden Katalog, den das Haus Steidl (www.steidl.de) in Zusammenarbeit mit Diogenes (www.diogenes.ch) herausgebracht hat.

Von Porträts von Andy Warhol, Jean-Luc Godard und Penélope Cruz bis zu einer Voodoo-Zeremonie in Benin, von Szenen im Pentagon bis zu Ureinwohnern in den Regenwäldern von Sarawak, von Geishas in Tokio bis zu einem einsamen Eisberg in der Antarktis – Alberto Venzago hat scheinbar die halbe Welt vor seiner Leica.

Dieser autodidaktische Fotograf (ganz zu schweigen vom Filmemacher) hat den Globus öfter bereist, als er sich erinnern kann, immer auf der Suche nach dem nächsten unvergesslichen Moment.

„Taking Pictures - Making Pictures“ präsentiert fast 200 Bilder – viele davon bisher unveröffentlicht – ausgewählt aus den Tausenden, die Venzago in den letzten Jahrzehnten angefertigt hat, und zeigt seine kluge Fähigkeit, die Menschen, die er fotografiert, in Schauspieler zu verwandeln, die vor seinem Objektiv auftreten.

Das vielleicht beste Beispiel für Venzagos seltenes Talent sind seine Bilder der Yakuza-Bande in Tokio, eines der mächtigsten Verbrechersyndikate der Welt.

Das Ergebnis von fünf Jahren Beharrlichkeit seinerseits, nicht geringer Ausstrahlung und (in Wim Wenders Worten) seinem „optimistisch funkelnden Lachen“,

Venzagos Bilder dieser geheimen Welt sind private Silvesterfeiern, das Büro von Yakuza-Chef Masahiro Furushio und sogar der Hand eines Gangmitglieds fehlt eine Fingerspitze (eine übliche Geste, um um Verzeihung oder ausdrückliche Unterwerfung zu bitten).

Unabhängig von seinen Themen, von den Unterdrückten und Ausgebeuteten bis hin zu den Reichen und Schönen, beweist dieses umfassende Buch Venzagos Anspruch „Mein Atelier ist die Welt“. 45 Euro. 

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09.12.2021 Ganz großes Kino

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Bernhard Schlinks neuer Roman „Die Enkelin“ ist eine Geschichte über die deutsch-deutsche Vergangenheit und die deutsche Gegenwart eines vermeintlich vereinigten Landes, voller Trauer und Hoffnung:

Im Sommer 1964 verlieben sich eine Studentin aus dem Osten und ein Student aus dem Westen ineinander. Er verhilft ihr zur Flucht, aber erst nach ihrem Tod entdeckt der heute Siebzigjährige, was sie ihm ein Leben lang verschwiegen hat, die gemeinsame Tochter nämlich.

Die Suche nach ihr wird zu einer narbenvollen Reise, bis er sie und auch seine Enkelin in einer völkischen Gemeinschaft in der Provinz findet. Ihre Welt ist ihm fremd.

Für die beiden Frauen wirkt der Vater und Großvater wie von einem anderen Stern. Was können sie sich voneinander erhoffen? „Der Vorleser“ hat Schlink 1995 weltberühmt gemacht, auch sein jüngstes Werk ruft förmlich nach einer Verfilmung.

Ganz großes Kino. Diogenes (www.diogenes.ch), 367 Seiten, 25 Euro.

Wie ein kleiner Art-House-Film hingegen wirkt Èdouard Louis’ Buch „Die Freiheit einer Frau“, in dem er auf knapp 100 Seiten schonungslos wie liebevoll von seiner Mutter berichtet, für die er sich als Kind und Jugendlicher schämte.

Sie hatte keine Bildung, einen Mann, der soff, zu viel Gewalt beherrschte den Alltag.

Nach Jahren ohne Kontakt treffen sich Sohn und Mutter irgendwann in einem Pariser Café, Louis erkennt seine Mutter fast nicht wieder, wie durch eine Metamorphose scheint aus ihr eine ganz andere Frau geworden zu sein, befreit und glücklich.

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel ins Deutsche übersetzt, ist „Die Freiheit einer Frau“ voller Zärtlichkeit und Hingabe geschrieben und vielleicht sogar eine Hommage an alle Mütter, deren Kinder irgendwie in der Realität verloren gegangen sind.

S. Fischer (www.fischerverlage.de), 17 Euro. 

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07.12.2021 Mit mediale Dauerpräsenz zum Gesundheitsminister

GFDK - Reden ist Silber

Minister dank Anne Will,  Maybrit Illner, Markus Lanz und Hart aber fair. In Deutschland ist alles möglich. Mit mediale Dauerpräsenz zum  Gesundheitsminister. Jetzt ist zu unserem Unglück das passiert, vor dem uns seine Ex-Ehefrau immer gewarnt hat. 

So forderte sie 2013 in "BUNTE": "Hoffentlich wird er nicht Minister!" Die Wissenschaftlerin und Ärztin Angela Spelsberg wußte immer schon genau, dass er ein Schaumschläger ist. Wer kennt einen Mann besser als seine Ehefrau, wohl niemand.

"Ich würde es für besser erachten, wenn Herr Lauterbach das Amt nicht bekäme. Er würde der großen Verantwortung nicht gerecht werden", sagte seine Ex-Ehefrau über ihn, und nun haben wir den Salat, dank der Medien.

In der Tat, es gibt nicht wenige Medien und Medienmacher, die sich zum Team Lauterbach zählen, schreibt Welt-Online.

Kann man sich ein Ministeramt durch häufige Teilnahme an Talkshows erarbeiten? Das Beispiel Karl Lauterbach legt zumindest nahe, dass man kann. Zwischen Januar 2020 und Juli 2021 war der designierte Gesundheitsminister in 22 Sendungen von „Anne Will“, „Maybrit Illner“ und „Hart aber fair“. Da noch gar nicht mitgezählt sind die Einladungen, die der SPD-Politiker von der ZDF-Show „Markus Lanz“ angenommen hat – allein 2020 waren das stattliche 17, in diesem Jahr muss noch ausgezählt werden.

Und wir sagen, gute Nacht Deutschland

Tötet Lauterbach und Corona? und wie

Wohin Lauterbach und Konsorten die Menschen hintreibt kann man im Fall der fünf Toten in Brandenburg sehen. Der Familienvater hatte laut Abschiedsbrief Angst vor seiner Verhaftung, und das man ihm und seiner Frau die Kinder wegnimmt.

Der 40-Jährige hatte dem Brief zufolge ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Den Medien war das nicht mehr als eine Randnotiz wert. Diese Geschichte, wie eine ganze Familie aus Angst vor den Corona-Schergen in den Tod getrieben wird, will man nicht an die große Glocke hängen.

Man muß sich das einmal vorstellen, da geht ein Familievater vor lauter Panik hin, und tötet aus Angst vor den Corona-Schergen seine ganze Familie. Fragt euch einmal, in was für einem Land ihr lebt.

Karl Lauterbach bei „ANNE WILL“ am 5. Dezember 2021
Das sind Menschen, die diese Achtung nicht verdienen, definitiv nicht“, lautete sein unmissverständliches Urteil, über die Impfgegner.

Auch Söder wünschte sich den Gesundheitsminister Lauterbach.

Der Nürnberger Kodex! besagt, dass bei medizinischen Versuchen an Menschen „die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson unbedingt erforderlich (ist). Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können“. Auch darauf legt Karl Lauterbach wohl wenig wert.

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07.12.2021 Stefan Heyms Kriegsroman von 1944

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Zwei ganz außergewöhnliche Afrika-Romane stelle ich heute mit großer Freude vor. Zum einen Stefan Heyms Kriegsroman von 1944 mit dem Titel „Flammender Frieden“, der jetzt zum ersten Mal überhaupt in deutscher Sprache zum 20. Todestag des Autoren erschienen ist.

(Heym, geboren 1913 in Chemnitz, emigrierte als Hitler an die Macht kam und kehrte erst in den 50er Jahren aus den USA in seine Heimat zurück.) „Flammender Frieden“ ist ein mitreißender wie politisch tiefgründiger Roman voller Intrigen und Verrat, der 1942 in Algerien spielt, als die Amerikaner in Algier landen und die deutschen Wehrmacht anfängt zu zerfallen.

Amerikaner, Franzosen und Deutsche kämpfen fortan um Macht, Geld und jeden Quadratmeter.

Aber was ist mit den Algeriern selbst? Wie weit darf man überhaupt gehen, wenn es um Demokratie geht? Heym, der selbst als GI im Krieg war, hat einen moralisierenden Kriegsroman geschrieben, bei dem selbst ein Hemingway kapitulieren würde.

C. Bertelsmann (www.cbertelsmann.de), knapp 500 Seiten, 24 Euro.

Ebenso feinsinnig und lebendig ist der Roman „Das verlorene Paradies“ des auf Sansibar geborenen Abdulrazak Gurnah, der 2021 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Es geht um den zwölfjährigen Yusuf in einer Welt des Übergangs.

Die Kolonialisierung der Europäer hinterläßt in seiner ostafrikanischen Heimat immer mehr Spuren, das alte Leben verschwindet und somit auch Yusufs Traum von einer heilen Welt.

Gurnahs Geschichte zeigt, was der Verlust der Unschuld nicht nur für jeden einzelnen Menschen bedeutet, sondern auch für eine ganze Generation von Menschen und deren Nachfahren.

Ein grandioses Werk, erschienen bei Penguin (www.penguin-verlag.de), um die 330 Seiten, 25 Euro. 

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01.12.2021 Ein Experiment, das funktioniert

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Eines vorweg, ich bin kein Musikkritiker und erhebe auch nicht den Anspruch, einer zu werden. Entweder berührt mich ein Künstler mit seiner Musik oder eben nicht.

Richard Melville Hall, eher bekannt als Moby, ja, einer seiner Vorfahren hat das Meisterwerk Moby Dick geschrieben, sein Opa, glaube ich mich zu erinnern, tut dies seit seinem Durchbruch mit dem Hit „Go“ aus dem Jahre 1991.

30 Jahre ist das her und Moby scheint nicht mehr so en vogue zu sein. (Er ist ja auch schon 55.) Das ist wirklich schade. Denn seine Musik ist in der Tat zeitlos.

Mit dem Label Deutsche Grammophon (www.deutschegrammophon.com), das Label schlechthin für klassische Musik seit 1898, hat er jüngst das Album „Reprise“ veröffentlicht, das einerseits ein Rückblick auf seine klassische Ausbildung ist, gleichzeitig seine Dance-Club-Karriere in elektronischer Musik spiegelt, nur dass er dieses Mal durch das Budapest Art Orchestra sowie vielen Gästen unterstützt wird und nicht vom Computer.

Ein Experiment, das funktioniert.

Die 14 Stücke, „Why Does My Heart Feel So Bad“ und „Extreme Ways“, durch die Jason-Bourne-Filme weltbekannt geworden, gehören wie ein wohl komponiertes Drama zusammen, obwohl sie zeitlich voneinander entstanden sind.

Aber schreibt ein wirklicher Künstler eigentlich nicht immer das gleiche Lied, schreibt das gleiche Gedicht, malt das gleiche Bild, nur eben immer wieder anders?

„Reprise“ ist für mich persönlich das Album des Jahres und ich hoffe, dass die Deutsche Grammophon weitere Projekte dieser Art macht.

Ein persönliches Essay des Künstlers Moby rundet die Scheibe sozusagen ab und macht sie darüber hinaus literarisch wertvoll.

Der Preis fängt bei 12,99 Euro für die einfache CD an, die Limited Deluxe Edition kostet 27,99 Euro.

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29.11.2021 Grundlagen, Diagnosen und Therapievorschläge

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Ist „Alzheimer“ eigentlich eine Krankheit? Oder doch nur eine Alterserscheinung, von der jeder irgendwann betroffen wäre, würde er nur alt genug?

Demenz, der Verlust vorher vorhandener geistiger Fähigkeiten mit der Folge, dass die Bewältigung des Alltags nicht mehr wie gewohnt gelingt, ist jedenfalls keineswegs gleichbedeutend mit einer irreversiblen Alzheimer-Erkrankung.

In seinem neuen Buch „Alzheimer und Demenz“ zeigt Prof. Dr. Hans Förstl - Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie an der TU München - Grundlagen, Diagnosen und Therapievorschläge auf, weil er die Verantwortung für Alzheimer und/oder Demenz weder dem Staat noch der Medizin oder gar der Pharmaindustrie abgeben will:

„Auch wenn die Voraussetzungen nicht gleich und gerecht verteilt sind, kann jeder Einzelne die Chancen und Risiken für ein langes und gesundes Leben beeinflussen.“

„Alzheimer und Demenz“, erschienen bei C.H. Beck (www.chbeck.de), ist leicht verständlich und geht darüber hinaus auch auf neue Versuche ein, nicht allein Symptome zu kurieren, sondern die Probleme von der Wurzel her ursächlich zu behandeln.

Ein ganz neuer Ansatz eben. 128 Seiten. 9,95 Euro. 

Sönke C. Weiss

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