07.06.2017 07:15 Es erfordert Freude am Basteln und kostet viel Zeit

Porträt des Monats - Die Sopranistin Christiane Karg über ihre Debüt-CD "Verwandlung - Lieder eines Jahres"

Sopranistin Christiane Karg

Christiane Karg entführt ihr Publikum gerne in andere Welten Fotos:© Steven Haberland- Edel:Kultur- Hasko Witte

Christiane Karg verfuehrt in andere Welten

Sopranistin Christiane Karg

Christiane Karg startet schon frueh ihre Gesangskarriere

Christiane Karg startet schon frueh ihre Gesangskarriere

Von: Berlin Classics - Hasko Witte

Christiane Karg im Booklet-Interview "Mir gefällt diese Möglichkeit, einen roten Faden innerhalb einer Thematik zu spannen, fernab von Komponist, Musikstil oder eines geschlossenen Opus.

Es erfordert Freude am Basteln und kostet viel Zeit. Der Gedanke, das Publikum für eine Stunde in eine andere Welt zu entführen, ist jedoch sehr spannend und ich hoffe, dass es Burkhard Kehring und mir auch mit dieser Aufnahme gelingen wird."

Die in Feuchtwangen/Bayern geborene Sopranistin Christiane Karg begann ihre musikalische Laufbahn bereits in ihrer Kindheit mit Klavier-, Blockflöten- und Tanzunterricht.

Nach dem Abitur studierte sie am Mozarteum Salzburg Gesang bei Prof. Heiner Hopfner und schloss ihr Magisterstudium »Oper/Musiktheater« mit Auszeichnung ab. Hierfür wurde ihr die Lilli-Lehmann-Medaille der Stiftung Mozarteum verliehen.

Im Konzertfach konnte sich Christiane Karg früh mit den bekannten Partien in den kirchenoratorischen Werken von Johann Sebastian Bach, Händel, Pergolesi, Mozart, Haydn, Schubert und Mendelssohn profilieren.

Zu den wichtigen Engagements der jüngeren Vergangenheit gehören ihre Konzerte mit Händels »Messias« beim Schleswig-Holstein Musik Festival, die Eröffnung des Bachfestes in Salzburg, ihr Auftritt bei den Festspielen Herrenchiemsee mit Mendelssohns »Elias« unter Enoch zu Guttenberg sowie die konzertanten Aufführungen von Haydns Oper »L’isola disabitata« unter Nikolaus Harnoncourt im Musikverein Wien.

Engagements der aktuellen Saison führten Christiane Karg u. a. zum Frankfurter Museumsorchester mit Haydns »Schöpfung«, zum Mozarteum Orchester Salzburg mit Mendelssohns Lobgesang, in die Philharmonie Essen mit Mahlers Achter Symphonie (3. Sopran) und auf eine Weihnachtstournee mit dem Windsbacher Knabenchor.

Ein besonderes Anliegen ist für Christiane Karg die Gestaltung von Liederabenden. Nach Erfolgen beim Heidelberger Frühling, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Festival RheinVokal und einem Liederabend mit Liveaufnahme beim NDR in Hamburg (Messiaen/Carter) begeisterte Christiane Karg beim Schleswig-Holstein Musik Festival mit ihrem Rezital »Tausendundeine Nacht«: »Ein Feuerwerk aus Liebe und Leidenschaft mit perfekter Stimme interpretiert.

Christiane Karg in absoluter Bestform bewies mit diesem Abend erneut ihr Ausnahmetalent.« (Hamburger Abendblatt). Mit diesem Programm war sie inzwischen auch in der Kölner Philharmonie und dem Musikverein Wien zu erleben.

An der Seite von Wolfram Rieger gastierte sie zu Beginn der aktuellen Saison mit dem Liederabend »Ein Blumenliederstrauß« bei der Schubertiade in Vilabertrán/Spanien. Für Mai 2010 ist das Duo zur Schubertiade nach Hohenems eingeladen.

Die »Nachwuchskünstlerin des Jahres 2009« (Opernwelt) profiliert sich durch ihre darstellerische Intensität auf der Opernbühne: Sie trat 2006 bei den Salzburger Festspielen mit den Mozart-Partien der Melia und des Weltgeistes auf und war dort 2007 als Madame Silberklang in »Der Schauspieldirektor« zu erleben.

Nach einem Engagement im Hamburger Opernstudio wechselte Christiane Karg zu Beginn der Spielzeit 2008/2009 als Ensemblemitglied an die Oper Frankfurt, wo sie unter anderem Susanna und Musetta sang und in der aktuellen Saison als Pamina und Servilia debütierte.

In der vergangenen Saison stand die Sopranistin außerdem als Ismene in Mozarts Oper »Mitridate« am Theater an der Wien auf der Bühne und war mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott am ETA Hoffmann Theater mit Haydns »L’isola disabitata« zu erleben.

Für ihre Darstellung des Ighino in Pfitzners »Palestrina« an der Bayerischen Staatsoper München unter Simone Young im Sommer 2009 erhielt sie ausgezeichnete Kritiken.

Nach ihrem Erfolg als Musetta in der Neuinszenierung von Andreas Homoki an der Komischen Oper Berlin kehrt sie in dieser Saison als Norina für eine neue Produktion des »Don Pasquale« an dieses Haus zurück. Für den Sommer 2010 ist sie von den Salzburger Festspielen eingeladen, den Amor in Dieter Dorns Gluck-Inszenierung von »Orfeo ed Euridice« unter Riccardo Muti zu singen.

Christiane Karg war Preisträgerin beim internationalen Gesangswettbewerb »Neue Stimmen 2007« und wurde 2008 mit einem Sonderpreis in der Kategorie Lied-Oratorium beim Internationalen Gesangswettbewerb Francisco-Vinas in Barcelona ausgezeichnet.

 

PRESSESTIMMEN:

Die Zeit
"...das vokale Ereignis des Abends, Christiane Karg als Palestrinas Sohn Ighino."

Süddeutsche Zeitung
"Diese mit Verständnis untermauerte Unfähigkeit produziert die Trauer des “Palestrina“ , die besonders schön bei Christiane Kargs Ighino, dem Sohnes Komponisten, herauskommt.

Karg singt einen phantasiebegabten Jungen, dem Um- und Zusammenbruch der Welt des Vaters größte Angst bereiten. Was ist da für ein Ahnen und Stocken in Kargs Stimme, die so ganz ohne histrionische Mätzchen eine ins Leben pubertierende Kinderseele portraitiert."

Stuttgarter Zeitung
"Herausragend: die von der Frankfurter Oper ausgeliehene Christiane Karg als Ighino."

Münchner Merkur
" Denn im Heer der Kardinäle, Bischöfe, Legaten, Patres gab es keine Schwachstelle. Eher einzelne Höhepunkte. Den ersten setzte gleich zu Beginn Christiane Karg als Palestrinas Sohn Ighino. Sie entzückte mit innigem Silbersopran und bannte das Publikum mit ihrer eindringlichen Darstellung eines alten, zerquälten Kindes. "

Crescendo
"Herausstechend, weil mit einer rein-silbrigen Sopranstimme voller Liebe und Zartgefühl beschenkt ist Christiane Karg als Ighino. Den Namen wird man sich merken müssen - etwa als Strauss‘ Sophie oder Zdenka! "

Kölner Stadtanzeiger - Gerhard Bauer
"Christiane Karg mit einem großartigen Debüt
Die stillen Sensationen sind die schönsten, und das Kölner Debüt von Christiane Karg im philharmonischen Zyklus „Die Kunst des Liedes“ fällt unbedingt in diese Kategorie.

Ein in allen Lagen ebenmäßiger, frischer, klarer Sopran - leicht klingend, noch leichter anspringend, emotional bezwingend. Die Höhe blüht und weitet sich, das Forte strahlt, das Pianissimo trägt, technische Probleme in Ton-, Farb- und Phrasenbildung scheinen nicht zu existieren.

Die großartige stimmliche Befindlichkeit entspricht dem jugendlichen Alter der Künstlerin, die differenzierte Gestaltungskunst aber verrät schon jetzt Wissen, Reife und Intuition. … führte Christiane Karg in Köln vor. Mustergültig artikuliert, in der Stimmung erfasst, im Ausdruck reich differenziert – man kam aus dem Staunen kaum heraus. …Hier mag man sich in Kolorit, Harmonik und fantastisch freier Form durchaus wie in „1001 Nacht“ fühlen – und Christiane Karg schwebte, lockte, zauberte in und aus dieser Welt. "

Generalanzeiger Köln - Christoph Zimmermann
"Eine echte Entdeckung
Karg, Ensemblemitglied in Frankfurt, darf nach dem Kölner Eindruck zu den herausragendsten Talenten im Lied-Genre gezählt werden. …in den Suleika- Gesängen vermochte Christiane Karg mit Pianofinessen und zarten Höhen zu begeistern. …der Sopran Christiane Kargs schwebte nur so durch Raum und Zeit."

Lübecker Nachrichten
"Dann geschieht es. Gleich nach der Pause. Wie Prinzessin Scheherazade zieht die Sopranistin ihre Zuhörer in den Bann... Wie flüssiges Glas zerfließt nun ihr Sopran in hell lodernden Flammenwogen... Mit Christiane Karg ist am Dienstag Abend ein wahrer Stern über der Lübecker Bucht in den Himmel geschossen."

Hamburger Abendblatt
"Christiane Karg in absoluter Bestform bewies mit diesem Abend erneut ihr Ausnahmetalent. Der Reichtum an Klangfarben, makellos in Höhe und Tiefe, aus dem ihre Stimme scheinbar mühelos schöpft, ließ sämtliche Schattierungen von Liebeslust und -leid vor den inneren Augen ihrer Zuhörer entstehen."

Die Welt
"Die junge Regisseurin vertraut der Magie des Gesangs, die uns am Premierenabend die Sinne benebelt: Mit Christiane Karg als Calisto-Primadonna geht ein jugendlich dramatischer wie koloratursahniger Opernstern am Sopranhimmel auf."

Kieler Nachrichten
"Die Sopranistin Christiane Karg, die jetzt aus dem Opernstudio an die Oper Frankfurt und damit an eines der derzeit interessantesten Häuser Deutschlands wechselt, glänzt in der Titelpartie mit einem Feuerwerk an Stimm(ungs)nuancen, gibt die sanft säuselnde, die aufmüpfige, lüsterne, tonlos enttäuschte und ins Schicksal ergebene Calisto."

Financial Times Deutschland
"Aus dem hervorragenden Ensemble beeindruckt besonders Christiane Karg mit ihrer klaren, weichen Stimme als von Jupiter getäuschte Nymphe Calisto."

Bild
"Im neuen „La Calisto“ an der „Opera stabile“ (der kleinen Bühne der Staatsoper) spielt sie die Hauptrolle: Christiane Karg, gebürtige Bayerin, ausgebildet in Salzburg, seit 2007 im Ensemble der Hamburgischen Staatsoper. Ihre Stimme ist großartig, ihre Präsenz unglaublich. Der kleinen Bühne gab sie eine gewisse Größe. Das Publikum dankte es ihr mit Riesenapplaus, mit Jubeln und Trampeln."

Welt online
"Die beste Show und die beste Stimme liefert auch hier Musette: Christiane Karg beginnt als blöd-arrogant durch die Gegend stöckelnde Paris Hilton und verleiht der Rolle im letzten Akt eine tiefe menschliche Dimension."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
"Der „Star“ des Abends kam aus Frankfurt, wo die junge Sängerin ab sofort am dortigen Opernhaus engagiert ist – Christiane Karg gestaltete mit gefühlvollem, in der Mittellage wohlig und wärmend geführtem Sopran eine miniaturhafte Traumreise.

Die Britten-Lieder stellen höchste Anforderungen, Karg stand sie mühelos, immer kantilenenhaft und lyrisch durch. Da wächst eine Ausnahme-Stimme heran. Ihre Purcell-Zugabe vereinte noch einmal Anmut und Adel: bei ihr und dem Orchester."

Edel:Kultur
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