25.04.2012 07:46 Das filmkunstfest M-V auf 124 Seiten

Willkommen zum 22. filmkunstfest M-V - Ring frei! auf dem 22. filmkunstfest M-V - Henry Maske kommt

Ring frei! auf dem 22. filmkunstfest M-V - Henry Maske kommt - Synopsis

Von: Michaela Skott und Juliane Voigt

In der kommenden Woche (vom 1. bis zum 6. Mai) findet in Schwerin das 22. filmkunstfest M-V statt.

Es gehört zu den größten Publikumsfilmfestivals in den neuen Bundesländern und wartet in diesem Jahr mit 15 Premieren (Ur- und Erstaufführungen), über 100 gezeigten Filmen und mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, bestehend aus Konzert (Puhdys Akustik Tour), Lesungen (Michail Schischkin, Winfried Glatzeder) sowie Ausstellungen (Matthias Siggelkow - Caspar David Friedrich Projekt/ Made in Russia- Performance Oleg Soulimenko und Andrei Andrianov)u.v.m. auf.

Als Gäste erwarten wir unter anderem:Otto Sander, Ulrich Matthes, Maria Schrader, André Hennicke, Jule Böwe, Sven Taddicken, Anna-Maria Mühe, Andreas Dresen, Henry Maske und viele mehr.

Schweriner Boxfreunde sollten sich einen ganz besonderen Termin während des 22. filmkunstfestes M-V (1. bis 6. Mai in Schwerin) vormerken. Am 4. Mai kommt der Dokumentarfilm "Henry Maske - Der Gentlemen-Boxer " von Regisseurin Sabine Michel zur Uraufführung.

Mit dabei ist selbstverständlich Henry "The Gentlemen" Maske persönlich! Preisgekrönt ist allerdings nicht nur der Star des Films, der im Dokumentarfilmwettbewerb läuft, sondern auch die Regisseurin. Sabine Michel erhielt am vergangenen Freitag den begehrten Grimme-Preis für ihren Dokumentarfilm über die Fotografin Sibylle Bergemann.

Im Ring, sagt Henry Maske, bist Du ganz alleine. Egal, ob da nur Einer zusieht, oder Fünf oder 120 Millionen. Eine der letzten Orte sei es, wo es um diese alte Sache geht: Mann gegen Mann.

Das sagt ein Mann, der wissen muss, welcher Mumm wirklich dahinter steckt. In Sabine Michels Film betritt Henry Maske noch einmal den Ring. Zögerlich steigt er über die Seile. Die Halle ist leer, er ist alleine. Ein zufriedenes Lächeln. Ja, das fühlt sich gut an. Maske ist zu Hause.

Er hat Anfang der 90er Jahre den Boxsport salonfähig gemacht. Boxen, das roch bis dahin nach Männerschweiß, Brutalität und sozialem Bodensatz. Zehn Mal hat der junge Profiboxer aus dem Osten von 1993 an seinen World-Champion-Titel verteidigt. Er war ein Weltmeister mit guten Manieren und höflicher Wortwahl.

Der auf verbale Entgleisungen seiner Kontrahenten zu entgegnen pflegte, die Antwort im Ring zu erteilen. Der Öffentlichkeit präsentierte er sich wie ein gut trainierter Geschäftsmann, gab sich hölzern und rational und hielt sein aufgeräumtes Privatleben aus dem Rummel heraus.

Aber plötzlich konnte sich jeder in Ost und West generationsübergreifend mit einem Boxer identifizieren. Der gleichzeitig nichts anderes war, als ein ganz normaler Mann.

Einen Schlag, sagt er, bekommt man nur ab, wenn man sich nicht richtig davor schützt. Auch im Leben sei das so. Das von Maske hatte schon vor seinem unglaublichen Comeback das Zeug für einen Film. Zehn Jahre aber nach seiner schlimmsten Niederlage hat er sich den World-Cup-Titel im Jahr 2006 noch ein Mal zurückgeholt.

Und wer nicht zu Tränen gerührt ist, wenn er in der letzten Szene des Films nach diesem an ein Wunder grenzenden Sieg vor den Augen der ganzen Welt aus dem Ring steigt und seiner Frau in die Arme fällt, der muss so schmerzarm sein - wie ein Boxsack eben.

Text: Juliane Voigt/ it works medien gmbh

Alles Wissenswerte rund um das Festival finden Sie in unserem Katalog. (http://www.filmkunstfest-mv.de/downloads/Katalog_22.filmkunstfest_M-V.pdf) Ein Klick lohnt sich!

Michaela Skott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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