21.11.2012 10:46 49 Projekte mit insgesamt 805.750 Euro

Wiesbaden - Die Hessische Filmförderung vergibt 800.000 Euro Fördermittel - Außergewöhnliche Filme an außergewöhnlichen Orten

Außergewöhnliche Filme an außergewöhnlichen Orten

Filmstill aus dem Dokumentarfilm „dis|connected“ von Dirk Manthey Foto: hr/strandfilm Produktions GmbH

Von: GFDK - Tobias Häuser

Die Hessische Filmförderung (HFF) wird 49 Projekte mit insgesamt 805.750 Euro unterstützen. Das haben die Jurys der Filmförderung des Landes Hessen (HFF-Land) und der Filmförderung des Hessischen Rundfunks (HFF-hr) bei ihren Herbstsitzungen beschlossen.

Die höchste Fördersumme ging mit insgesamt 80.000 Euro von HFF-hr und HFF-Land an das Dokumentarfilmprojekt „Praunheim Memoires“, das eine sehr persönliche Zeitreise von Rosa von Praunheim in das Frankfurt seiner Kindheit und Jugend werden soll. Zusammen mit Freunden, Zeitzeugen und Wegbegleitern erinnert sich der Filmemacher an den Stadtteil, der ihm seinen Namen gab.

Drei Projekte werden von HFF-Land und HFF-hr mit insgesamt 220.000 Euro gefördert. Neben dem Dokumentarfilmprojekt „Praunheim Memoires“ auch „dis|connected“ von Dirk Manthey, ein Dokumentarfilm über Orte der Isolation im Zeitalter der Globalisierung. Er wurde mit insgesamt 75.000 Euro gefördert. Im Mittelpunkt stehen fünf außergewöhnliche Orte, die von ihrer Umwelt abgeschnitten sind und eines gemeinsam haben:

Sie liegen alle in Europa. Insgesamt 65.000 gingen an den Dokumentarfilm „Gespräch mit Herrn V.“. Filmemacher Marc Bauder lässt einen ehemaligen führenden Banker in Deutschland über den Irrsinn der Finanzwelt, die ihren eigenen Gesetzen folgt, reden und fügt so Stück für Stück das Psychogramm einer Branche und ihrer Akteure zusammen.

Die Jury für die HFF-hr entschied sich für weitere 14 Projekte, denen sie 209.250 Euro zusprach. Die Jury für die HFF-Land wählte weitere fünf Projekte aus, die vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit 83.000 Euro unterstützt werden sollen.

Die „Abspiel-Jury“ (HFF-Land) schlug 27 hessische Filmfestivals und Veranstaltungen/Reihen zur Förderung im Jahr 2013 mit insgesamt 293.500 Euro vor.

Die Kooperation mit dem DrehbuchCamp ermöglicht außerdem die Vergabe von vier Stipendien an Autoren, die im DrehbuchCamp ihren Projekten den letzten dramaturgischen Schliff verleihen oder sich im Rahmen verschiedener Kurse fortbilden.

Alle Förderergebnisse sind unter www.hessische-filmfoerderung.de ausführlich beschrieben.

Die Jury-Entscheidungen trafen für die HFF-Land: Mariola Brillowska (freie Künstlerin und Professorin für Trickfilm und Animation), Annette Pisacane (Produzentin) und Rainer Komers (Produzent, Regisseur) sowie für die HFF-hr: Dr. Lili Kobbe (Redakteurin FS Spiel und Spielfilm, hr), Cyril Tuschi (Regisseur und Produzent) und Andreas Ulmke-Smeaton (Produzent).


In der Jury für Abspiel entschieden Ute Mader (Kinobetreiberin), Christine Runge (Kinobetreiberin), Christin Schubert (AG Kino) und Holger Tepe (Filmfest Osnabrück).