25.11.2018 07:29 Nach Smartphones und Tablets

Virus-Angriff aus dem Kühlschrank - Rette sich wer kann

Die Viren lauern im gesamten Haushalt, nach den Smartphones und Tablets sind nun auch Heizungen und Kuehlschraenke betroffen

Die Viren lauern im gesamten Haushalt, nach den Smartphones und Tablets sind nun auch Heizungen und Kühlschränke betroffen. Foto: GFDK

Von: GFDK - Medien

Viele der internetfähigen Geräte könnten durch Schadsoftware infiziert sein, warnt das BSI. Auch Kühlschränke und Heizungen sind unter den Opfern. Die Viren lauern im gesamten Haushalt, jeder kann betroffen sein.

Killer im Kühlschrank?

Da wir ja alle einen Kühlschrank besitzen, habe ich große Sorge, und habe sicherheitshalber schon mal meinen Alkohol in Sicherheit gebracht. Nähern sie sich ihrem Kühlschrank nur noch im Kampfanzug, rät die GFDK Redaktion.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor einer Belastung internetfähiger Geräte wie Heizungen und Kühlschränke mit Schadsoftware gewarnt.

"Wir haben unter Umständen eine Vielzahl von Viren auf unseren Geräten, ohne dass wir es wahrnehmen", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das betreffe nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch andere smarte Geräte.

"Teilweise sind die Sicherheitsvorrichtungen dort rudimentär, von daher gehe ich davon aus, dass die Mehrzahl internetfähiger Geräte durch Viren, Trojaner oder sonstige Schadsoftwarevarianten infiziert ist", sagte der BSI-Präsident. Für den Nutzer sei dabei die Frage entscheidend, ob die Schadsoftware eine Steuerung des Gerätes von außen zulasse.

Schönbohm kritisierte fehlende Sicherheitsstandards. "Wir haben extrem viele Geräte im Bereich des Internets der Dinge, die nicht sicher auf den Markt kommen", sagte er der "NOZ". Er rechnet damit, dass eine Haftung der Hersteller für die Sicherheit ihrer Geräte kommt.

"Es ist nicht vermittelbar, dass Hersteller, Dienstanbieter oder Provider in der digitalen Welt immer auf die Komplexität des Sachverhalts verweisen und der Kunde hilflos bleibt." Jedoch müssten die Kunden IT-Sicherheit einfordern, sagte Schönbohm. Dabei könnten auch Verbandsklagen hilfreich sein.