10.10.2016 06:55 Achterkerke-Musikpreises 2016

Usedomer Musikfestival - Musikwettbewerb „Die Besten von morgen“ kürt Nachwuchsmusiker

Achterkerke-Musikpreises 2016 - Preistraeger

V.l.n.r.: Intendant Thomas Hummel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vorpommern Ulrich Wolff, Gewinnerin Violoncello Svenja Schmidt-Rüdt, Gewinner Akkordeon Julius Schepansky, Förderpreisträgerin Akkordeon Anna Betker, Zweitplatzierter Akkordeon Sönke Wieck, Zweitplatzierter Violoncello Constantin Siepermann, Drittplatzierter Violoncello Luca Giehl, Vorstandsvorsitzender der Achterkerke-Stiftung für Kinder Heinz-Egon Achterkerke. Foto (c) Geert Maciejewski

Gewiner Julius Schepansky

Julius Schepansky. Foto (c) Geert Maciejewski

Gewinner Svenja Schmidt-Ruedt

Svenja Schmidt-Rüdt. Foto (c) Geert Maciejewski

Von: GFDK - Alexander Datz

 Großes Einvernehmen beim dritten Musikwettbewerb „Die Besten von morgen“ des Jungen Usedomer Musikfestivals: Die hochkarätig besetzte Jury um Olaf Kerkau (Vorsitzender der Jury und ehemaliger Präsident das Landesmusikrates MV), die international renommierten Akkordeonisten Mirjana Petercol und Gudrun Lehmann-Skripnik sowie die Violoncellisten Ramon Jaffé und Ekkehard Hessenbruch kürten die Gewinner nach der Finalrunde gestern Abend im Hotel Steigenberger and Spa in Seebad Heringsdorf:

Der 3. Achterkerke-Musikpreis und damit die ersten Plätze der Preise des Jungen Usedomer Musikfestivals gingen an die Marburgerin Svenja Schmidt-Rüdt (17) in der Kategorie „Violoncello“ und an den Lünener Julius Schepansky (18) in der Kategorie „Akkordeon“. Der Achterkerke-Musikpreis ist insgesamt mit 3000 Euro dotiert und wird von der Achterkerke-Stiftung für Kinder gesponsert. Die mit insgesamt 2000 Euro von der Sparkassen-Stiftung Vorpommern dotierten zweiten Preise gingen an den Akkordeonisten Sönke Wieck (18) und an den Violoncellisten Constantin Siepermann (17).

Die Veranstalter vergaben einen dritten Preis an die Akkordeonistin Anna Betker (15) und einen Förderpreis an den Violoncellisten Luca Giehl (18).

Musikpreis des Usedom Musikfestivals 

Olaf Kerkau, Vorsitzender der Jury: „Beide Gewinner – Svenja und Julius – haben uns außerordentlich beeindruckt. Sie sind Ausnahmetalente. Begeistert haben uns nicht nur ihre instrumentalen Fertigkeiten, sondern auch ihre Ausstrahlung und ihre Reife auf der Bühne. Für die Jury ist es immer wieder eine Freude zu sehen, wenn junge Leute schon in diesem Alter das Publikum so fesseln können. Die jungen Musiker wussten, was sie erzählen wollten und haben das mit hoher Professionalität vermittelt – wir haben unsere Entscheidung einvernehmlich getroffen.“

Wettbewerb: Die Besten von morgen

Die Preise des Wettbewerbs „Die Besten von morgen“ des Jungen Usedomer Musikfestivals richten sich an Gewinner des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ aus ganz Deutschland, die am Anfang einer aussichtsreichen Musikerkarriere stehen. Die Förderung musikalischer Exzellenz steht seit 2013 im Mittelpunkt.
 
Svenja Schmidt-Rüdt – „Außergewöhnliche Atmosphäre“
„Es war ganz anders als bei anderen Wettbewerben. Die Atmosphäre war sehr schön und man konnte sich gegenseitig kennenlernen“, sagt die Siegerin in der Kategorie „Violoncello“. Die 1998 geborene Svenja Schmidt-Rüdt erhielt bereits mit sechs Jahren Cellostunden bei Christian Keller in Marburg. 2007 wechselte sie zu Giga Khelaia (Stuttgart). Seit 2016 wird Svenja von Prof. Danjulo Ishizaka (Berlin) unterrichtet. Um ihre Technik und ihren musikalischen Ausdruck zu verbessern, nahm Svenja an internationalen Meisterkursen bei Prof. Steven Isserlis, Prof. Peter Buck, Prof. Stephan Forck, Prof. Rudolf Gleissner, Prof. Alexandra Müller, Prof. Hans-Christian Schweiker, Marie-Elisabeth Hecker und Prof. Danjulo Ishizaka teil.

Sie erhielt mehrere erste Preise bei „Jugend Musiziert“ und dem Wettbewerb des deutschen Tonkünstlerverbandes. Sie erwarb den Sonderpreis beim „WESPE“-Wettbewerb und einen zweiten Preis beim internationalen Cello-Wettbewerb 2014 in Liezen, Österreich. Svenja konzertierte u. a. mit den „Heidelberger Symphonikern“ beim Eröffnungskonzert des Mozart Festivals und mit der „Waiblinger Sinfonietta“ im Raum Stuttgart. Als Stipendiatin der „Jürgen-Ponto-Stiftung“ und der „Deutschen Stiftung Musikleben“ (DSM) spielt Svenja ein Cello von C.-F. Gand (Paris 1842), eine Leihgabe des „Deutschen Musikinstrumentenfonds“ der DSM.
 
Julius Schepansky – „Ungewöhnlicher Wettbewerb“
„Es war ungewöhnlich, dass die zweite Runde öffentlich war und dass das Spiel dann auch gewertet wurde. Überrascht hat mich der festliche Rahmen mit Urkunden. Das war sehr schön“, freut sich Julius Schepansky, Gewinner der Kategorie „Akkordeon“. 1998 in Lünen geboren, erhielt er von 2006 bis 2014 Akkordeonunterricht an der Musikschule Lünen. Seit dem Wintersemester 2014/2015 ist er Jungstudent im Rahmen der Jugendakademie Münster, dem Begabtenförderungsprojekt der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule Münster, in dessen Rahmen er Akkordeonunterricht bei Prof. Claudia Buder erhält.

Julius nimmt seit 2008 als Solist und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ teil und erreichte dort erste und zweite Preise. 2012 wurde er mit dem „Wolfgang-Jacobi-Sonderpreis“ ausgezeichnet, 2013 erhielt er beim „Internationalen Akkordeon-Wettbewerb Klingenthal“ einen Sonderpreis des Deutschen Akkordeonlehrer-Verbands. Es folgte eine Vielzahl von weiteren Sonderpreisen: Beim Wochenende der Sonderpreise (WESPE) 2013 in Rostock bekam er den höchst dotierten Sonderpreis des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die beste Interpretation eines Werkes einer Komponistin.

Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2014 wurde er mit einem Sonderpreis der Feldtmann Kulturell GmbH Stiftung ausgezeichnet, 2014 und 2015 mit dem Sonderpreis der Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur. Zudem ist er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben.
 
Die Förderer: Achterkerke-Stiftung für Kinder und Stiftung der Sparkasse Vorpommern
Seit 2010 unterstützen die Achterkerke-Stiftung für Kinder und das Usedomer Musikfestival in seinem „jungen“ Format den Zugang zur Musik und die Möglichkeit zur Talentenfaltung in allen Altersklassen. Die Schönheit und Vielfalt gemeinsamen Musizierens steht im Mittelpunkt. Das eigene Talent zu entdecken, seine musikalische Persönlichkeit zu erkunden und miteinander durch Musik zu kommunizieren.

Die Achterkerke-Stiftung widmet sich unter dem Motto »Kinder weg von der Straße« Kindern und Jugendlichen, indem sie sich für deren Chancengleichheit und soziale Kompetenz einsetzt – unabhängig von ihrer Herkunft und Bildung. Das Engagement für Schulen, Sportvereine und Musik als Prävention bietet die Möglichkeit, eigene Talente zu entdecken und sie dafür zu begeistern. Die Stiftung der Sparkasse Vorpommern macht sich in der Region stark für die Förderung von Wissenschaft, Kultur, Kunst, Sport, Heimat- und Brauchtumspflege, Umweltschutz, Gesundheitspflege und insbesondere der Jugendförderung.

Dies ermöglicht beispielsweise die Realisierung von Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche sowie die Sanierung wichtiger Gebäude. Mit der Unterstützung des Jungen Usedomer Musikfestival widmen sich beide Stiftungen der musikalischen Breitenförderung, die das Fundament für Spitzenbegabungen bilden soll, wie sie der Wettbewerb „Die Besten von morgen“ kürt.

Informationen und Karten sind unter 038378-34647 oder www.usedomer-musikfestival.de erhältlich.