27.04.2014 09:16 musiker sollen nicht auf der strecke bleiben

Union Deutscher Jazzmusiker fordert bessere Bedingungen für Jazz-Musiker anläßlich der jazzahead!

Saxophonist Gebhard Ullmann

Der Berliner Saxophonist Gebhard Ullmann ist Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker (c) Johannes Barthelmes

Von: GFDK - Jonas Pirzer

Bremen. Anlässlich der Musikmesse jazzahead! in Bremen fordert die Union Deutscher Jazzmusiker bessere Bedingungen bei den Showcases im Rahmen der German Jazz Expo.

„Es ist nicht vertretbar, dass Musikerinnen und Musikern weder Hotel- und Reisekosten erstattet werden, noch eine Vergütung für den Rundfunkmitschnitt der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gezahlt wird; von einer Gage ganz abgesehen“, so Gebhard Ullmann, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker. „Eine Veranstaltung, die sich dem Jazz verschreibt, kann nicht in finanzieller Hinsicht völlig unangemessen mit seinen wichtigsten Protagonisten umgehen“.

Die Musikmesse jazzhead! ist einer der wichtigsten Treffpunkte der Jazz-Szene

Seit vielen Jahren unterstützt die Union Deutscher Jazzmusiker als Kooperationspartner sowohl die jazzahead! selbst, als auch die Idee des Showcase-Formats German Jazz Expo sowie bereits dessen Vorgänger German Jazz Meeting. Die Messe ist in Deutschland mittlerweile eine der wichtigsten Veranstaltungen rund um den Jazz. Dabei sind auch die Module der Exportförderung essentiell für das Vorankommen des Jazz aus Deutschland in Europa und der Welt. Gerade deshalb dürfen die Musikerinnen und Musiker dabei nicht auf der Strecke bleiben.

„Die Messe Bremen kann das nicht alleine stemmen. Stattdessen sind alle Beteiligten in der Verantwortung: die Messe als Ausrichter, die Initiative Musik als Förderinstitution sowie die Vertreter der Bundeskulturpolitik“, so Ullmann weiter. Zahlreiche Bands aus Deutschland spielen auf internationalem Top-Niveau. Diese können jedoch nur durch noch stärkere kulturelle Exportförderung sichtbar werden. Doch wenn innerhalb solcher Fördermodule die prekäre Einkommenssituation für Musikerinnen und Musiker weiter verstärkt wird, verkehrt sich die beste Förderung ins Gegenteil.

Bei der German Jazz Expo entstehen aktuell für einen verantwortlichen Bandleader selbst für eine kleine Trio-Besetzung schnell Kosten von über 1.000 Euro. Gleichzeitig bleibt völlig unklar, ob daraus tatsächlich Auftrittsengagements entstehen oder mögliche Anfragen beispielsweise an fehlender Tourförderung scheitern. „Gern setzen wir uns mit den Beteiligten zusammen und liefern Vorschläge für eine sinnvolle Weiterentwicklung der Konzeption der Exportförderung“, so Ullmann.

Auf der diesjährigen jazzahead! wird die Union Deutscher Jazzmusiker unter anderem eine Willenserklärung vorstellen, die sie gemeinsam mit zahlreichen Veranstaltern formuliert hat und in der bessere Bedingungen im Jazz gefordert werden.

Über die Union Deutscher Jazzmusiker

Seit rund 40 Jahren versteht sich die Union Deutscher Jazzmusiker e.V. (UDJ) als Sprachrohr der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker in Deutschland. Im Jahre 1973 wurde sie von renommierten Persönlichkeiten der Jazzszene ins Leben gerufen. Seitdem tritt sie für die Belange von Jazzmusikern in Deutschland ein und hat sich nicht zuletzt kulturpolitisch als Ansprechpartner etabliert.

Seit 1994 verleiht die UDJ den von der GEMA-Stiftung mit 15.000 Euro dotierten Albert-Mangelsdorff-Preis. Dieser gilt als die wichtigste Auszeichnung für Jazz aus Deutschland.

Jonas Pirzer

Geschäftsführer

Union Deutscher Jazzmusiker

Rodenstraße 18 | 30451 Hannover

Mail: post@u-d-j.de

Weiterführende Links:
Die Union Deutscher Jazzmusiker im Internet auf http://www.u-d-j.de/
http://www.jazzahead.de/