21.10.2013 09:30 KRIEG.STELL DIR VOR, ER WÄRE HIER

Tiroler Landestheater holt sich den STELLA 2013 - Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum

Regisseurin Claudia Holzknecht mit dem STELLA 2013 Preis den sie in Graz entgegen nahm.

Regisseurin Claudia Holzknecht mit dem STELLA 2013 Preis den sie in Graz entgegen nahm. Foto: Tiroler Landestheater

Von: GFDK - Dagmar Grohmann

Unmittelbar nach der Preisverleihung in Graz  freuen wir uns, Ihnen berichten zu können, dass der einzige landesweite Preis für herausragende Leistungen im Theater für junges Publikum 2013 an das Tiroler Landestheater ging. Janne Tellers Stück in der Regie von  Claudia Holzknecht hatte am 18. April 2013 im [K2] in den Kammerspielen Premiere.

Sergej Gößner ist der Darsteller in dem Theatermonolog. Als 14-jähriger Junge muss er miterleben, wie die demokratische Politik in Österreich scheitert, faschistische Diktaturen die Macht übernehmen und er selbst mit seiner Familie die Flucht ergreifen muss. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er, ein neues Leben zu beginnen. Doch das ist gar nicht so einfach, ohne Aufenthaltsgenehmigung, ohne Arbeit, ohne Arabischkenntnisse.

Österreich vergibt Preis für junges Publikum

Das brisante und berührende Stück wurde von einer internationalen Jury für den STELLA in der Kategorie Herausragende Produktion für Jugendliche nominiert. Der STELLA Darstellender. Kunst. Preis für junges Publikum ist der einzige landesweite Preis für herausragende Leistungen im Theater für junges Publikum in Österreich.

Am 18. Oktober konnte Regisseurin Claudia Holzknecht den Preis in Graz entgegen nehmen.

Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: 

Der Stellapreis in der Kategorie “Herausragende Produktion für Jugendliche” geht an eine Inszenierung, die ausserordentlich präzise mit den Mitteln des Theaters arbeitet und insbesondere durch deren Reduktion eine erstaunlich grosse Wirkung erzielt. Dem diszipliniert und bescheiden agierenden Schauspieler gelingt es, sein Publikum zu verführen: es folgt seinem Gedankenspiel lustvoll und ist eingeladen, dieses auf die eigene Lebensrealität zu übertragen.

In der Folge entsteht ein Bewusstsein dafür, dass Themen von globaler Bedeutung jeden einzelnen Menschen betreffen. Basis für das Gelingen dieses theatralen Gedankenexperimentes ist die verantwortungsvolle Zusammenarbeit eines ganzen Teams: Denn hinter der bemerkenswerten Leistung des Schauspielers ist eine gewissenhafte Recherchearbeit und das grosse Engagement aller Produktionsbeteiligten spürbar.

Intendant Johannes Reitmeier zum Preis: „Wir freuen uns über diese Auszeichnung und darüber, dass die kontinuierliche und qualitätsvolle Arbeit des Tiroler Landestheaters im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters damit Anerkennung über die Landesgrenze hinaus erfahren hat.“

Bis dato wurde das Stück vor ca. 2.000 Jugendlichen gespielt. Im Rahmen des Symposiums THEATER & MIGRATION IM AKTUELLEN THEATER FÜR KINDER UND JUGENDLICHE, das am 29. November im Tiroler Landestheater stattfindet, wird das Stück ebenfalls gespielt.  Das Symposium richtet sich sowohl an ein Fachpublikum aus dem Bereich des Theaters als auch an alle interessierten ZuschauerInnen. Veranstaltet wird das Symposium von der ASSITEJ (Junges Theater Österreich), dem TLT und dem Theater StromBomBoli.

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