19.05.2014 09:14 WAS WIR SUCHEN, IST ALLES

Romantikfestival im Literaturhaus Frankfurt mit Stars aus der Literaturszene wie Wim Wenders und Saša Stanišić

Romantikfestival  Literaturhaus Frankfurt

Das Literaturhaus Frankfurt freut sich auf über 50 Gäste aus den unterschiedlichsten Disziplinen, die alle eines verbindet – eine Leidenschaft für das Dichten und Denken der Romantik. Unter ihnen Wim Wenders, Ursula Krechel, Saša Stanišić und Edgar Reitz (c) Literaturhaus Frankfurt

Leipziger Buchmesse: Gewinner Sasa Stanisic

Mit Herz und Seele erzählt Saša Stanišić aus einem Dorf in der Uckermark und wird dafür mit dem Preis der Leipziger Buchmessenbelohnt © Katja Sämann/

Von: Literaturhaus Frankfurt

Die erste Juniwoche steht im Literaturhaus Frankfurt ganz im Zeichen der Romantik – mit einem Festival, das diese ganz besondere Epoche in all ihren Facetten zum Sprechen bringt.

Das Literaturhaus Frankfurt freut sich auf über 50 Gäste aus den unterschiedlichsten Disziplinen, die alle eines verbindet – eine Leidenschaft für das Dichten und Denken der Romantik. Unter ihnen Wim Wenders, Ursula Krechel, Saša Stanišić und Edgar Reitz.

Festivaltitel WAS WIR SUCHEN, IST ALLES wird zum Programm

Denn wir forschen nach den Impulsen dieser tollkühnen Bewegung in Lesungen, Gesprächen, Diskussionen, Konzerten und auf Streifzügen durch die Stadt. Von der streitfreudigen Debatte zur Aktualität der Romantik bis zur romantischen Dampferfahrt auf dem Main. Was so erlebbar wird, ist die Wucht einer Epoche, die den Mut bewies, mit sämtlichen Konventionen zu brechen, das Neue zu fordern im Dichten wie im Denken, im Handeln wie im Fühlen.

Sieben Tage Romantik im Literaturhaus Frankfurt

mit Wim Wenders, Ursula Krechel, Saša Stanišić, Marie Bäumer, Wolfgang Büscher, Thomas Oberender, Albert Ostermaier, Hanns Zischler, Karen Duve, Edgar Reitz, Ulrike Draesner, Georg Klein, Anna Maria Sturm u. v. m.

 

Sa 31.05., 18.30 h - Eröffnung: Das Gespenst der Wahrheit - Ein Abend mit Wim Wenders

Sa 31.05., 20.00 h - Eröffnung: Brauchen wir ein neues romantisches Denken?

So 01.06., 15.00 h - Der begehbare Roman - Romantik in allen Räumen und auf allen Fluren!

So 01.06., 20.00 h - Plädoyers für ein Erzählen der Zukunft

Mo 02.06., 20.30 h - Lob der Offenheit, Feier des Unendlichen

Di 03.06., 19.00 h - Gedichte sind Balsam auf Unerfüllbares im Leben

Di 03.06., - 22.00 h - 0.00 h - geheimpoesie. rätselsprache. nachtbus.

Mi 04.06., 19.00 h - Was die Schrift erzählt

Mi 04.06., 20.30 h - Wohin gehen wir? Immer nach Hause

Do 05.06., 17.00 h - 19.00 h - Romantik: Die wilden Jahre

Do 05.06., 20.30 h - Vom Schauen und Lauschen auf Land und Leute

Fr 06.06., 20.00 h - Die Luft ist kühl und es dunkelt


FESTIVALTICKETS

Sa 31.05., 18.30 h - Eröffnung: Das Gespenst der Wahrheit - Ein Abend mit Wim Wenders

Wim Wenders entdeckt seine Romantik
Begegnung

Was bedeutet Wahrnehmen, was bedeutet Sehen? Zur Eröffnung des Festivals nimmt der große Filmemacher, Essayist und Fotograf die Einladung der Romantik an und geht den Spuren nach, die von ihr aus in die Richtung seiner Arbeit weisen. Er spricht über Bildvorstellungen und Erzählstrategien, die Figur des Wanderers, die existenzielle Bewegung des Suchens und über die Faszination der Verbindung von Musik und Film. Er spürt dem nach, was die Romantiker das „innere Bild“ genannt haben, fragt nach der „Wahrheit der Bilder“, diesem Gespenst, dem er in seinem ganzen Werk mit der Kamera aufgelauert hat. Und er erzählt vom Zauber der nie gemachten Aufnahmen, dem verstrichenen Moment, aus dem sich dennoch auf gewisse Weise alle anderen Bilder speisen. Eine Begegnung mit der Romantik als Resonanzraum. Und mit einem Ausnahmeregisseur, den es auch als Autor zu entdecken gilt.

Tagesticket 32 / 20 Euro (VVK)

 

Sa 31.05., 20.00 h - Eröffnung: Brauchen wir ein neues romantisches Denken?

Utopien – Positionen – Reibungen.
Mit Eva Illouz, Thomas Oberender und Joseph Vogl
Moderation: Felicitas von Lovenberg
Debatte

Was soll im Zentrum stehen von Politik, Historie, Kritik, Physik, Religion, Mathematik, Philosophie? Für die Romantiker war die Antwort klar: die Poesie. Sie besitzt die Kraft, all diese Disziplinen zu verbinden. Und darüber hinaus: die Wunde zu heilen, die zwischen dem Denken und dem Fühlen klafft. Was können wir heute aus dieser Zuversicht lernen? Eröffnet die Romantik noch immer kritische Perspektiven, oder sind ihre Rezepte nutzlos geworden in einer Zeit, in der die kühle, ökonomische Vernunft regiert? Um diese Fragen geht es am Eröffnungsabend. Mit drei Gästen, die die Romantik aus dem Heute heraus zum Sprechen bringen. Thomas Oberender, Leiter der Berliner Festspiele, begreift Kulturinstitutionen – durchaus romantisch – als „Reflexionsmaschinen“ zur Gestaltung von Gesellschaft. Die Soziologin Eva Illouz („Warum Liebe weh tut“, Suhrkamp, 2011) hat den Aneignungen der romantischen Liebe durch die Marktwirtschaft eindrucksvoll nachgespürt. Und der Literaturwissenschaftler und Philosoph Joseph Vogl ist Spezialist für das „Wissen der Literatur“ – als Laboratorium von Gegenwart. Viel Zündstoff für ein positionsreiches Gespräch!

Tagesticket 32 / 20 Euro (VVK) // Ggf. Restkarten für diese Einzelveranstaltung kurz vor Beginn an der Abendkasse: 16 / 10 Euro

 

So 01.06., 15.00 h - Der begehbare Roman - Romantik in allen Räumen und auf allen Fluren!

Mit Anna Maria Sturm, Anna Böger, Verena Roßbacher, Albert Ostermaier, Christian Filips, Franz Tröger, Wolfgang Bunzel, Elena Graf (Violine), Daniel Robert Graf (Violoncello), Klaus Albert Bauer (Klavier),
Moderation „Eine Sprache der Liebe“: Christoph Schröder

Der romantische Roman ist eine Hexenküche. Er schert sich nicht um klassische Erzählmuster und mobilisiert die unterschiedlichsten Formen. Er will Roman sein und Theorie des Romans zugleich: ein ästhetisches Ungeheuer, das Gift und Feuer speit – aber auch bezaubert und becirct. Am Sonntag verwandelt sich das ganze Literaturhaus in einen „begehbaren Roman“, wobei Schlegels Skandalbuch „Lucinde“ Thema und Grundriss bereitstellt. Die Schauspielerin Anna Maria Sturm, bekannt als Ermittlerin in Polizeiruf 110, leiht ihm ihre Stimme. Die Autoren Verena Roßbacher und Albert Ostermaier entdecken Schlegels Roman als kühnes Experiment – und machtvollen Text über die Liebe (Moderation: Christoph Schröder). Der Dichter und Sänger Christian Filips lässt die Gläser klirren und singt gemeinsam mit dem Musiker Franz Tröger „Lieder für die letzte Runde“ (Texte u. a. von Monika Rinck). Autographen-Spezialist Wolfgang Bunzel bringt Originalhandschriften aus dem Freien Deutschen Hochstift zum Sprechen, und das letzte Wort hat wieder die Musik: mit Clara Schumann – gespielt von Elena Graf (Violine), Daniel Robert Graf (Violoncello) und Klaus Albert Bauer (Klavier).

Eintritt 16 / 10 Euro (VVK) // Tagesticket 01.06.: 24 / 14 Euro

 

So 01.06., 20.00 h - Plädoyers für ein Erzählen der Zukunft

Eine Zeitreise mit Kathrin Röggla, Friedrich von Borries, Linda Breitlauch, Stephan Porombka und Dietrich Brüggemann
Moderation: Eckhard Schumacher
Debatte

Die Romantiker bewiesen den Mut, die Denk- und Sprechweisen ihrer Zeit radikal zu hinterfragen und ein vollkommen neues Erzählen zu fordern: eine Universalpoesie, die sämtliche Literaturformen „bald mischen, bald verschmelzen“ sollte und zugleich „das Leben und die Gesellschaft poetisch machen“ (F. Schlegel). Ein Traum von einer zukünftigen Literatur, der in seiner Epoche uneingelöst blieb und doch weit über sie hinausweist. Wir nehmen diesen Staffelstab an und bitten Vertreter der unterschiedlichsten Disziplinen auf die Bühne, um ein Plädoyer für ein Erzählen der Zukunft zu halten. Mit Blick auf die Möglichkeiten, die ihr jeweiliges Medium bereitstellt. Es treten an: die Schriftstellerin Kathrin Röggla, der Autor, Architekt und Ausstellungsmacher Friedrich von Borries, Linda Breitlauch, Spezialistin für Game Design, Stephan Porombka, Fachmann für Literatur im Digitalen – und Regisseur Dietrich Brüggemann, Gewinner des Silbernen Berlinale-Bären 2014.

Eintritt 12 / 8 Euro (VVK) // Tagesticket 01.06.: 24 / 14 Euro

 

Mo 02.06., 20.30 h - Lob der Offenheit, Feier des Unendlichen

Michaela Melián, Monika Rinck und Hanns Zischler verfallen dem Fragment
Moderation: Ina Hartwig
Lesung & Gespräch

Die Klassiker träumten von Vollendung. Die Romantiker schlugen sie in Scherben, dass die Funken flogen. Für Schlegel und seine Mitstreiter war das Fragment die angemessene Form einer Dichtung, die „ewig nur werden, nie vollendet sein kann“. Die Gäste des Abends versammeln sich zur Feier des Unvollendeten, zu einem Austausch über seine Leistungsfähigkeit und Kraft. Es sind Spezialisten, die ein Leben führen im Zeichen des Fragments: Michaela Melián als Mitglied der legendären Band F.S.K., Künstlerin und Hörspielautorin. Monika Rinck als eine der zentralen Figuren der aktuellen Lyrik-Szene und virtuose Essayistin. Und Hanns Zischler, Filmschauspieler, Regisseur, Übersetzer, Herausgeber und Essayist, als Meister vieler Disziplinen. Ein Gespräch über die Verlockung, vieles gleichzeitig zu beginnen, die Lust an der Ausuferung – und die Kunst, all das zusammenzuhalten.

Im Anschluss an die Veranstaltung können Sie um 22.00 h im Romantik-Kino den Film „Requiem für eine romantische Frau“ (Dagmar Knöpfel, 1998) ansehen. Der Eintritt ist frei.

Eintritt 12 / 8 Euro (VVK) // Tagesticket 02.06.: 16 / 10 Euro

 

Di 03.06., 19.00 h - Gedichte sind Balsam auf Unerfüllbares im Leben

Gedichte sind Balsam auf Unerfüllbares im Leben
Ursula Krechel trifft Karoline von Günderrode
Begegnung

Karoline von Günderrode litt an ihrer Zeit wie ein Hund, auch an der Unlebbarkeit des Weiblichen. Wo sie in Frankfurt wohnte und arbeitete, stand bis vor Kurzem ein Kaufhaus mit dem bezeichnenden Namen MANN. Und doch greift eine Reduzierung auf ihr tragisches Schicksal viel zu kurz, verdeckt das Funkeln dieser außergewöhnlichen Gestalt. Ursula Krechel entdeckt eine vielschichtige, große Dichterin, die sich in ihrer Literatur und in ihrem Leben weit vorwagte.

Eintritt 7 / 4 Euro (VVK) // Tagesticket 03.06.: 16 / 10 Euro

 

Di 03.06., - 22.00 h - 0.00 h - geheimpoesie. rätselsprache. nachtbus.

Ein Nachtspaziergang mit dem Lyriker Marcus Roloff
Nachtspaziergang – Rahmenprogramm

Die Nacht ist der Sehnsuchtsraum aller Romantiker. Ein Möglichkeitsraum. Und in den Frankfurter Nächten kennt Marcus Roloff sich aus. Er ist der Fährtenleser auf diesem Streifzug durch die Stadt, durch alte und neue Nachtgedichte. Wer sich ihm anschließt, erlebt, wie Sprache den Raum verändert, ihn verrätselt und verschiebt. Denn überall flackert Bedeutung: „bei klarster stille, die womöglich ein rauschen ist, ein wogendes geräusch zwischen den ohren“. (Marcus Roloff)

Eintritt 12 / 8 Euro (VVK) / Begrenzte Teilnehmerzahl! // Nicht im Tagesticket 03.06. enthalten

 

Mi 04.06., 19.00 h - Was die Schrift erzählt

Wolfgang Büscher trifft Joseph von Eichendorff in der Reihe „Handschriften der Romantik, neu gelesen“
Lesung der Originaltexte: Nico Holonics
Moderation: Ruth Fühner
Begegnung

Die Reihe „Handschriften der Romantik, neu gelesen“ (hr2-kultur) gastiert im Literaturhaus und stiftet eine Begegnung zwischen zwei großen Spaziergängern: Joseph von Eichendorff und Wolfgang Büscher. Büscher, der mit „Berlin–Moskau“ oder „Hartland“ Meisterstücke der modernen Reiseliteratur vorgelegt hat, begegnet dem Romantiker „zwischen den Zeilen“: über die Lektüre einer frühen Handschrift aus dem Bestand des Freien Deutschen Hochstifts.

In Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des Literaturlands Hessen, Freies Deutsches Hochstift (Frankfurter Goethe-Haus) und hr2-kultur

Eintritt 7 / 4 Euro (VVK) // Tagesticket 04.06.: 16 / 10 Euro

 

Mi 04.06., 20.30 h - Wohin gehen wir? Immer nach Hause

Hans Christoph Buch und Wolfgang Büscher schnüren die literarischen Wanderstiefel
Lesung der Originaltexte: Barnaby Metschurat
Lesung & Gespräch

Wie keine künstlerische Bewegung zuvor entdeckte die Romantik ihre Umwelt. Die Herumtreiberei wurde salonfähig, der Spaziergang als Kulturtechnik etabliert. Aber die Begeisterung für das  Naturerleben beschränkte sich nicht auf die Hingabe an idyllische Landschaften. Sie war Ausdruck eines poetischen Impulses, der nach außen drängt – hinein in die Welt. An diesem Abend begegnen sich zwei große Reisende der Gegenwartsliteratur: Hans Christoph Buch und Wolfgang Büscher. Beide haben sich dem unmittelbaren Erleben verschrieben: Büscher, indem er die langsamste, aber auch intensivste Art der Fortbewegung wählt – das Gehen zu Fuß. Von Berlin bis Moskau und quer durch die USA. Buch, indem er bereits in den Sechzigern das Unterwegssein als Existenzform wählte. Seine Reisen führten ihn immer wieder auch in Krisengegenden, als diese von der Welt vergessen schienen. Ein Abend über die Begegnung mit der Fremde und ihrer Verwandlung in Text. Und ein Streifzug durch die Reiseliteratur der Romantik – gelesen von Barnaby Metschurat.

Eintritt 12 / 8 Euro (VVK) // Tagesticket 04.06.: 16 / 10 Euro

 

Do 05.06., 17.00 h - 19.00 h - Romantik: Die wilden Jahre

Die romantischen 68er in Frankfurt
Stadtführung – Rahmenprogramm

Das Projekt einer Poetisierung der Gesellschaft endete nicht mit den Romantikern. Es flackerte immer wieder auf, auch in Frankfurt. Am verwegensten vielleicht im Jahr 68, als die alten Gewissheiten in sich zusammenfielen und es erneut darum ging, die Welt mit allen Mitteln zu verändern. Der Kulturanthropologe Lothar Voigt hat diese Zeit hautnah erlebt und nimmt uns mit auf eine Zeitreise. Entlang der romantischen Erinnerungsorte der Stadt – aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Treffpunkt: Parkhaus Hauptwache, Sandgasse (Ende: Westend, Dantestraße).

Eintritt 12 / 8 Euro (VVK) / Begrenzte Teilnehmerzahl! // Nicht im Tagesticket 05.06. enthalten

 

Do 05.06., 20.30 h - Vom Schauen und Lauschen auf Land und Leute

Heimatforschung mit Edgar Reitz und Saša Stanišić
Moderation: Barbara Wahlster
Lesung & Gespräch

Die Romantiker entdeckten die Heimat in einer Zeit, in der sie unverfügbar war. Und sie wählten sie als Inspirationsquelle, um einen festen Boden zu erdichten, auf dem sie sich – auch künstlerisch – bewegen konnten. Heimat war für sie etwas, das ebenso gefunden wie erfunden werden musste. Durch die Rekonstruktion von Tradition, durch das Lauschen auf Märchen, Mythen und Gerüchte. In diesem Sinne sind auch die beiden Gäste des Abends Heimaterzähler, Heimatarchäologen. Der Filmemacher Edgar Reitz hat den Großteil seines Werks der Sichtbarmachung von Heimat gewidmet und dabei gezeigt, wie der Mythos mit der Realität kollidiert: der ländlichen Existenz, wo eher geschwiegen wird als geschwärmt. Gerade wurde sein Film „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ beim Deutschen Filmpreis als bester Film des Jahres 2014 ausgezeichnet. Saša Stanišić, Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2014, bringt in seinen Romanen Landstriche und Regionen zum Sprechen. Die Sprache ist dabei sein Pflug, mit dem er Geschichten hervorholt und Gespenster weckt, die unter der Oberfläche schlummern: der Gegenden und der Menschen.

Eintritt 12 / 8 Euro (VVK) // Tagesticket 05.06.: 16 / 10 Euro

 

Fr 06.06., 20.00 h - Die Luft ist kühl und es dunkelt

Marie Bäumer und Robert Stadlober entdecken die Rheinromantik
Lesung & Flussfahrt

Zum Abschluss des Festivals wird die Romantik noch einmal in ihrer ganzen, schwärmerischen Wucht und sprachlichen Pracht erlebbar. Mit einem Schiff der PRIMUS-Linie geht es hinaus auf den Main, der sich für ein paar Stunden in den Rhein verwandelt: bei einem großen Themenabend zur Rheinromantik. Zwei bedeutende Schauspieler und Sprecher – Marie Bäumer und Robert Stadlober – lassen die Herzenslandschaft der Romantiker lebendig werden. Angefangen mit den frühen Reisenden Goethe, Hölderlin und Kleist, die den Strom und seine Landschaften für sich entdeckten, bis hin zu den schillernden Texten der Durch-und-durch-Romantiker. Mit Gedichten, Märchen und Reiseberichten von Brentano, Arnim, Heine und anderen. Ein Abend, der Meisterstücke und spielerischen Verirrungen, der Verwandlung von Poesie in Kitsch, Reisen in Pauschaltourismus, Heimaterleben in Mythenbildung.

Lesen wird nicht, wie zunächst angekündigt, Axel Prahl.

Konzept: Jan Valk / Benjamin Dittmann

Abfahrt: Eiserner Steg
In Kooperation mit der Primus-Linie

Eintritt 14 Euro (VVK)

FESTIVALTICKETS

Karten gibt es online unter www.literaturhaus-frankfurt.de, auch als print@home, und telefonisch unter 069 - 407 66 25 80.

Direktkauf an 2.000 VVK-Stellen bundesweit, z. B. Zeilgalerie, Best Tickets, Zeil 112 oder an der  Einlasskasse 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn (zzgl. 1 Euro).

Zusätzlich zu den Einzel- und Tagestickets können Sie folgende Karten erwerben:

Festivalpass: 150 / 100 Euro ermäßigt (gültig vom 31.05. bis zum 06.06. für alle  Veranstaltungen; buchbar bis 31.05. nur im VVK)
Ihr Ticket tauschen Sie an der Einlasskasse des Literaturhauses gegen einen Pass.

Romantik kompakt: 50 / 38 Euro ermäßigt: gültig am 31.05., 02.06. und 06.06. für alle Veranstaltungen.

Abendticket: 42 / 32 Euro ermäßigt: gilt für alle Abendveranstaltungen der Formate „Debatte“ sowie „Lesung & Gespräch“ (Eröffnungstag – 31.05. – ausgenommen)

Ermäßigte Preise gelten für Mitglieder des Literaturhaus Frankfurt am Main e. V., Schüler, Azubis,  Studierende, Frankfurt-Pass-Inhaber und Schwerbehinderte (ab 50 MdE).

 

Jan Falk (Künstlerische Leitung)
& Kristina Koehler (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Literaturhaus Frankfurt // Schöne Aussicht 2 // 60311 Frankfurt am Main
069 – 75 61 84 10 // info@literaturhaus-frankfurt.de