13.09.2012 07:47 am Freitag, 14. September, ab 19.30 Uhr

Religionsfreiheit für alle - hr2-Diskussion mit Udo di Fabio im Literaturhaus Frankfurt

Der Jurist und Buchautor Udo Di Fabio

Von: Hanni Warnke

In seinem Buch „Gewissen, Glaube, Religion: Wandelt sich die Religionsfreiheit?“ befasst sich der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio mit der Frage, wie es demokratische Gesellschaften gewährleisten können, dass Minderheiten mit ihrem Glauben respektiert werden. Über seine Thesen spricht er am Freitag, 14. September, ab 19.30 Uhr in der Sachbuch-Diskussion „Streitfall – Autoren in der Kontroverse“ im Literaturhaus Frankfurt.

Zur Expertenrunde gehören außerdem die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Ackermann, der Literatur- und Medienwissenschaftler Jochen Hörisch und der Journalist Martin Lüdke. Peter Kemper, Redakteur von hr2-kultur, moderiert das Gespräch.

In einer Gesellschaft, die in Parallelwelten zerfällt, sieht Udo di Fabio die größte Herausforderung darin, das Grundrecht der individuellen Religionsfreiheit vernünftig einzuüben. Wer nur auf die Verfassung als alleinige Bezugsquelle für das Zusammenleben setzt, riskiert es nach der Meinung des Staatsrechtlers, in Bürokratie zu erstarren.

Im „Streitfall“ von hr2-kultur wird außerdem über Richard Sennetts neues Buch „Zusammenarbeit“ diskutiert. Für den amerikanischen Soziologen bedarf unser von Ungleichheit und Wettbewerb geprägtes Leben mehr denn je verlässlicher, ritualisierter Formen des Miteinanders.

Zum Schluss befasst sich die Runde mit der jüngsten Publikation des Berliner Philosophen Volker Gerhardt. In seinem Band „Öffentlichkeit – Die politische Form des Bewusstseins“ erläutert er, warum der Mensch für ihn zuallererst ein „öffentliches Wesen“ ist.

Termin: Freitag, 14. September, 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Sendung in hr2-kultur: Sonntag, 4. November, um 12.05 Uhr