23.10.2011 07:13 einstimmig gewählt

Personalnews: Udo Michallik wird neuer Generalsekretär der Kultusministerkonferenz

Udo Michallik, Foto: Christian Lietzmann

Von: Sylvia Schill

Am 01. Oktober 2011 hat Udo Michallik sein Amt als neuer   
Generalsekretär der Kultusministerkonferenz angetreten. Der   
ehemalige Staatssekretär für Bildung, Wissenschaft und Kultur   
(Mecklenburg-Vorpommern), wurde von der Kultusministerkonferenz auf   
ihrer Plenarsitzung am 10. März 2011 einstimmig gewählt. Er folgt   
auf Prof. Dr. Erich Thies, der sich nach zwölfjähriger Amtszeit in   
den Ruhestand verabschiedete.

Der gelernte Maschinen- und Anlagemonteur Udo Michallik studierte   
nach der Wende Geschichte, Politikwissenschaften, Soziologie, bevor   
er 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU-Landtagsfraktion   
Mecklenburg-Vorpommern für Bildung, Wissenschaft und Kultur wurde.   
Ab 2003 leitete Michallik zudem den wissenschaftlichen Dienst der   
CDU-Landtagsfraktion. 2006 wurde er zum Staatssekretär berufen und   
übte das Amt bis Ende September diesen Jahres aus.

Des Weiteren war  er Aufsichtsratsvorsitzender des   
Universitätsklinikums Greifswald und des Universitätsklinikums   
Rostock, sowie Vorsitzender des Aufsichtsrates der Historisch-   
Technischen Museum Peenemünde GmbH und Verwaltungsratsvorsitzender   
der Stiftung Deutsches Meeresmuseum Stralsund. Außerdem war   
Michallik Mitglied des Kuratoriums der Ostdeutschen   
Sparkassenstiftung Mecklenburg-Vorpommern und
Vorsitzender des Beirats für das Dokumentationszentrum der Opfer der 
  Diktaturen in Deutschland. Michallik ist verheiratet und hat zwei   
Kinder.

„Auf die Zusammenarbeit mit Udo Michallik freue ich mich sehr. Für   
seine neue Aufgabe kann er nicht nur durch seine Tätigkeit in   
Mecklenburg-Vorpommern auf vielfältige Erfahrungen im Bildungs-,   
Wissenschafts- und Kulturbereich zurückgreifen: 2009 war Udo   
Michallik Vorsitzender der KMK-Amtschefskonferenz und kennt darum   
die Herausforderungen, die auf ihn als Generalsekretär zukommen. In   
seiner neuen Funktion wünsche ich ihm stets viel Erfolg, den Blick   
für das große Ganze ebenso wie für die wichtigen Details und die   
nötige Gelassenheit“, sagt Dr. Bernd Althusmann, Präsident der   
Kultusministerkonferenz.

Prof. Dr. Erich Thies war seit 1998 Generalsekretär der   
Kultusministerkonferenz. In seiner Amtszeit wurden die ersten   
PISA-Ergebnisse veröffentlicht, die in der deutschen Bildungspolitik 
  eine Kehrtwende auslösten. Thies studierte Philosophie,   
Kunstgeschichte, Germanistik und Pädagogik an den Universitäten   
Tübingen, Berlin und Heidelberg, bevor er 1970 das erste   
Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen in den Fächern   
Germanistik und Philosophie ablegte. Anschließend war er   
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Dieter Henrich an   
der Universität Heidelberg, wo Thies 1973 auch im Fach Philosophie   
promovierte.

1976 wurde er an die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf eine   
Professur für Philosophie berufen. Von 1978 bis 1986 war er Rektor   
der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, und von 1978 bis 1982 auch   
Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen   
Hochschulen Baden-Württembergs. Thies war in verschiedenen   
wissenschaftspolitischen Gremien engagiert, so war er etwa zwischen   
1987 und 1998 Mitglied mehrerer Arbeitsgruppen des   
Wissenschaftsrates. Seit 1991 war er an der Humboldt-Universität zu   
Berlin „Planungsbeauftragter für den Fachbereich   
Erziehungswissenschaften“. 1992 wurde er vom damaligen Berliner   
Wissenschaftssenator Manfred Erhardt zum Staatssekretär in der   
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur berufen, ein 
  Amt, das er bis 1998 inne hatte.

1994 nahm er eine Professur für Philosophie und Pädagogik an die   
Humboldt-Universität Berlin an, ein Amt, das er bis zum Februar 2009 
  inne hatte.

Althusmann: „Prof. Dr. Erich Thies danke ich für seine langjährige   
erfolgreiche Arbeit im Sekretariat der Kultusministerkonferenz sehr   
herzlich. Ob PISA oder Rechtschreibreform - in den vergangenen zwölf 
  Jahren hat er es meisterhaft verstanden, das Sekretariat in nicht   
immer ruhigen Zeiten zu lenken, die jeweiligen Präsidentinnen und   
Präsidenten zu unterstützen und hinter den Kulissen zu wirken.   
Insbesondere war Prof. Dr. Erich Thies wesentlich an der   
Qualitätssicherung im Bildungsbereich beteiligt, die nach der   
Veröffentlichung der ersten PISA-Ergebnisse entwickelt und   
vorangetrieben wurde. Sein Rat und seine Erfahrung waren über alle   
Parteigrenzen hinweg in der KMK geschätzt und gefragt.“


Sylvia Schill
Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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