18.09.2013 09:51 Alina Levshin hat auch gute Chancen

Paulus Manker für seine Rolle im „Tatort - Im Namen des Vaters“ nominiert

Tatort: Im Namen des Vaters - Paulus Manker

Tatort: Im Namen des Vaters - Paulus Manker ist nominiert. Foto: HR/Johannes Krieg

Alina Levshin ist auch Nominiert

Alina Levshin hat gute Chancen. Foto: Michael Mayer, Wikipedia

Von: GFDK - Tobias Häuser

Am Dienstag, 17. September, sind in Frankfurt die Nominierungen für den Hessischen Film- und Kinopreis 2013 bekannt gegeben worden. Die Preisgala zum Hessischen Film- und Kinopreis findet am Freitag, 11. Oktober, in der Alten Oper Frankfurt statt.

Zwei Schauspieler aus hr-Produktionen sind unter den ausgewählten Kandidaten für den Hessischen Fernsehpreis. In der Kategorie Bester Schauspieler ist Paulus Manker für seine Rolle im „Tatort - Im Namen des Vaters“ nominiert. Chancen auf den Preis als beste Schauspielerin hat Alina Levshin für ihre Darstellung im Mittwochsfilm „Alaska Johansson“, den das Erste am 16. Oktober um 20.15 Uhr zeigt.

Im Namen des Vaters

Die Nominierungen in den beiden Kategorien Spielfilm und Dokumentarfilm sind mit je 5.000 Euro dotiert. Mit dem Hessischen Filmpreis werden jährlich Regisseurinnen und Regisseure ausgezeichnet, die inhaltlich Mut beweisen oder ästhetisch neue Wege gehen. Der Hessische Film- und Kinopreis des Landes Hessen ist mit insgesamt 185.000 Euro dotiert.

In der Kategorie Hessischer Filmpreis - Spielfilm sind nominiert:

Am Himmel der Tag (Regie: Pola Beck / Deutschland 2012, 89 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Pola Beck wagt viel in ihrem Debütfilm - sehr viel, und es gelingt ihr auf Anhieb. Mit großer inszenatorischer Sicherheit setzt sie ein gutes Drehbuch um und erzählt in bestechenden Kinobildern vom Reifeprozess einer jungen Frau.

Ostwind (Regie: Katja von Garnier / Deutschland 2013, 101 Minuten)
Aus der Jurybegründung: In ihrem ersten Jugendfilm erzählt die Regisseurin Katja von Garnier von einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Mädchen Mika und dem Pferd Ostwind. Der Film ist intensiv und emotionsstark mit einer wichtigen Botschaft für Toleranz und gegenseitiges Verständnis.

Vielen Dank für Nichts (Regie: Oliver Paulus, Stefan Hillebrand / Deutschland 2013, 90 Minuten)
Aus der Jurybegründung: „Vielen Dank für Nichts“ erzählt auf berührende Weise vom Weg eines Jungen, der – nach einem Snowboard-Unfall an den Rollstuhl gefesselt – an einem Behinderten-Theaterprojekt teilnehmen soll. Leicht hätte daraus ein „Problemfilm“ werden können. Aber so unkonventionell und schön wie der Titel ist der ganze Film von Oliver Paulus und Stefan Hillebrand.

In der Kategorie Hessischer Filmpreis - Dokumentarfilm sind nominiert:

Das radikal Böse (Regie: Stefan Ruzowitzky / Deutschland 2013, 92 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Genau und unnachgiebig seziert Regisseur Stefan Ruzowitzky die Mechanismen, die normale Menschen monströse Verbrechen begehen lassen. Filmisch konsequent bringt er dabei Archivmaterial aus dem Zweiten Weltkrieg mit Zeugenaussagen deutscher Täter, Interviews mit Wissenschaftlern, Psychologen und Juristen, sowie nachgestellte Versuchsanordnungen soziologischer Experimente in einen zwingenden Einklang.

Am Freitag, 11. Oktober, in der Alten Oper Frankfurt

Drachenmädchen (Regie: Inigo Westmeier / Deutschland 2011/2012, 90 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Klug ausgewählte Protagonistinnen, wie die neunjährige Xin Chenxi, ergeben erschreckend abgeklärte und reflektierte Einblicke in das Leben einer Kung-Fu-Schule und im heutigen China. Der Film gewährt optisch überaus eindrucksvolle Einblicke und lädt ein zu einer bewegenden Reise in eine fremde Welt.

In the Darkroom (Regie: Nadav Schirman / Deutschland 2012, 88 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Magdalena Kopp wuchs in einem kleinen bayerischen Dorf auf, entfloh diesem im Zuge der 68er-Protestbewegung nach Frankfurt, wo sie mit anderen die linksradikalen „Revolutionären Zellen“ gründete. Ratlos und verzweifelt erzählt sie, wie das Schicksal sie in die Hände des damals meist gesuchten Terroristen der Welt „Carlos, der Schakal“ trieb.

Auch die Nominierungen für den Hessischen Fernsehpreis stehen fest. Die Nominierungen in den Kategorien Beste Schauspielerin/b] und [b]Bester Schauspieler sind undotiert.

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin sind nominiert:

Alina Levshin in „Alaska Johansson“ (Regie: Achim von Borries / Deutschland 2012, 89 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Als erfolgreiche Headhunterin, die in einer völlig durchgestylten und perfekten Welt lebt, wirkt Alina Levshin zunächst ebenmäßig und kühl wie ihre Umgebung. Doch mit kleinen und kleinsten Regungen, Störungen und Irritationen nimmt uns Alina Levshin mit auf eine immer rätselhafter werdende Reise, während der sich alles ändert - vor allem aber die von ihr gespielte Figur.

Aylin Tezel in „Am Himmel der Tag“ (Regie: Pola Beck / Deutschland 2012, 89 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Aylin Tezel liefert sich dem Publikum scheinbar völlig aus und schafft es, auf eine Weise zu berühren, die uns unsere Rolle als Zuschauer immer wieder vergessen lässt und mit emotionaler Wucht mitten hineinzieht ins Geschehen.

Lisa Wagner in „Kommissarin Heller - Tod am Weiher“ (Regie: Christiane Balthasar / Deutschland 2012/2013, 89 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Lisa Wagners Kommissarin Heller ist der seltene Fall eines Filmcharakters, der einem immer dann, wenn man glaubt, ihn verstanden zu haben, eine neue, unerwartete Seite zeigt – ganz so, als wäre sie ein echter Mensch.

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Bester Schauspieler sind nominiert:

Jan Fedder in „Stille“ (Regie: Xaver Schwarzenberger / Deutschland 2013, 90 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Jan Fedder lässt seinen Harry unentwegt Selbstgespräche führen und sein eigenes Schicksal moderieren und balanciert dabei stets auf der feinen Linie zwischen Tragik und Komik. Durch Fedders intensives Spiel kriecht die fröstelnde Kälte zu uns durch, und sein Schluck vom Selbstgebrannten wärmt auch uns.

Paulus Manker in „Tatort - Im Namen des Vaters“ (Regie: Lars Kraume / Deutschland 2012, 90 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Paul Mankers Spiel ist ein ständiger Ritt auf dem schmalen Grat zwischen Ekel und Mitleid, Gewalt und Zärtlichkeit. Er schafft es innerhalb einer einzigen Szene die unterschiedlichsten Emotionen zu wecken, bis man selber nicht mehr weiß, was man von dieser Figur halten soll.

Thomas Thieme in „Das letzte Wort“ (Regie: Didi Danquart / Deutschland 2012, 88 Minuten)
Aus der Jurybegründung: Die Figuren von Thomas Thieme haben alle etwas gemeinsam: Sie sind unumstößlich wie eine Naturgewalt, stark und kraftvoll. Auch als Bischof Lorenz in „Das letzte Wort“ lässt er sich so schnell das Heft nicht aus der Hand nehmen. Thomas Thieme taucht so tief in seine Figuren ein, dass wir als Zuschauer den Atem anhalten.

Auch zwei Preisträger wurden schon bekannt gegeben: Hannelore Hoger erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. „Mit ihren Darstellungen, insbesondere in der Krimireihe ‚Bella Block‘, hat sie Generationen (und auch mich!) beeindruckt, in Atem gehalten, erheitert, mitgerissen und unterhalten“, so der Ministerpräsident zu seiner Entscheidung.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Frankfurter Buchmesse für die „Beste internationale Literaturverfilmung“ geht an Ziad Doueiri und seine Frau Joelle Touma für „The Attack“.

Alle Preisträger des Hessischen Film- und Kinopreises in den Kategorien Spielfilm / Dokumentarfilm / Kurzfilm / Hochschulabschlussfilm / Drehbuch / Kinokulturpreis für gewerbliche Kinos / Kinokulturpreis für kommunale Kinos werden im Rahmen der Preisverleihung bekannt gegeben, ebenso die Preisträger des Hessischen Fernsehpreises.

Die Preisgala zum Hessischen Film- und Kinopreis findet am Freitag, 11. Oktober 2013, in der Alten Oper Frankfurt statt. Präsentiert wird sie von dem Moderator und Schriftsteller Jörg Thadeusz. Gastgeber sind der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Eva Kühne-Hörmann, Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Ko-Gastgeber ist der Direktor der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos.

Für das Auswahlverfahren in den einzelnen Kategorien sind die Hessische Filmförderung (Filmförderung des Landes Hessen und des Hessischen Rundfunks) und die Jurys verantwortlich.

Die Entscheidungen trafen die Filmpreisjury (Jakob Claussen / Produzent, Jenny Schily / Schauspielerin, Reiner Schöler / Referatsleiter Film HMWK, Ellen Wietstock / Filmjournalistin und Jury-Vorsitzende Maria Wismeth / Geschäftsführerin Hessische Filmförderung – Filmförderung des Landes Hessen und des Hessischen Rundfunks) sowie die Fernsehpreisjury (Liane Jessen / Fernsehspielchefin, Hessischer Rundfunk, Herbert Knaup / Schauspieler, David Ungureit / Drehbuchautor, Tanja Ziegler / Produzentin und die Jury-Vorsitzende Christel Schmidt / Co-Geschäftsführerin Hessische Filmförderung – Hessischer Rundfunk Filmförderung).

Die Entscheidungen für die Kinokulturpreise traf die Abspieljury (Christopher Bausch / Kinobetreiber Casino Aschaffenburg, Bernd Brehmer / Festivalleiter UNDERDOX Filmfestival für Dokument und Experiment München, Volker Kufahl / Festivalleiter Int. Filmfest Braunschweig, Manja Malz / Programmkuratorin, Jutta Wille / Geschäftsführerin AG Kurzfilm unter der Jury-Leitung von Maria Wismeth / Geschäftsführerin Hessische Filmförderung – Filmförderung des Landes Hessen und des Hessischen Rundfunks).

Aktuelle Informationen zum Hessischen Filmpreis sowie alle vollständigen Jurybegründungen finden Sie unter www.hessischer-filmpreis.de.