24.04.2012 07:34 geschätzte 80 Millionen Dollar zielpreis lt Sotheby's

News aus der Kunstszene: Norwegischer Kunsterbe versteigert seine Pastellversion von Edvard Munchs "Der Schrei" von 1895

Von: Maike Pelikan

Hamburg (ots) - Bislang war Petter Olsens zwar ein reicher, aber in der internationalen Kunstszene eher unbekannter Norweger. Doch dann entschied er sich, seine Pastellversion von Edvard Munchs "Der Schrei" von 1895 in New York von Sotheby's versteigern zu lassen. "Es liegt nahe, dass ein Preis von mehr als 80 Millionen Dollar erzielt werden könnte", sagt Sotheby's-Experte Simon Shaw.

Wie in der aktuellen Ausgabe des Kunstmagazins art zu lesen ist, soll Petter Olsen mit seinem Bruder Fred das Schifffahrtsimperium seines Vaters und dessen Munch-Bilder geerbt haben. Jahrzehntelang hatten sich die Brüder um das Kunsterbe gestritten. Schließlich sprach ein Gericht den Großteil der Munch-Bilder - darunter auch die einzige Version eines Unikats von "Der Schrei" in Privatbesitz - Petter zu.

Grund für die Versteigerung sei nicht, das ohnehin schon ansehnliche Geldvermögen zu mehren, sondern viel mehr, dass er ein privates Munch-Museum finanzieren möchte. Entstehen soll das Haus in Ramme Gaard, einem südlich von Oslo am Fjord gelegenen Gutshof, den Olsen besitzt. "Hier fertigte Munch einige seiner bekanntesten Gemälde. Und diese Gebäude möchte Petter Olsen zum 150. Geburtstag des Künstlers 2013 der Öffentlichkeit zugänglich machen", sagt Stefan Docksjö, Geschäftsführer des Hofes.

Selbst wenn nicht, wie vielfach schon prophezeit, die 100-Millionen-Euro Grenze übertroffen wird, dürfte Olsen durch den Verkauf des "Schreis" aber viel mehr Geld einnehmen, als er für sein Museumsprojekt benötigt. Und es ist ihm gelungen, auf sein kleines, noch nicht eröffnetes Museum so viel Aufmerksamkeit zu lenken, als handele es sich um die neueste Guggenheim-Filiale.

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