22.10.2012 10:27 Ein Stein kommt ins Rollen

Musik, Theater, Wort und interdisziplinärer Kunst - Einstein Kultur - Einzigartige Location im Münchner Untergrund

Der Förderkreis Jazz und Malerei München e.V. („FJMM“) betreibt seit insgesamt 34 Jahren den Jazzclub Unterfahrt  in Haidhausen und davon seit 12 Jahren in den Räumen des Kulturzentrums Einstein.

(c) EINSTEIN KULTUR

Von: GFDK - Jazzclub Unterfahrt

Ein Stein kommt ins Rollen

Seit Jahresbeginn hat das Einstein Kultur mit großer Unterstützung des Münchner Kulturreferats und des Jazzclub Unterfahrt kräftig angeschoben und sein Programm in den Sparten Musik, Theater, Wort  und interdisziplinärer Kunst aufgebaut. Der alte Name „Kulturzentrum-Einstein“ wurde in „Einstein Kultur“ geändert, um auch hier einen Neustart zu signalisieren.

Am 13. und 14. Oktober fand das offizielle Opening statt. Vier hervorragend renovierte atmosphärische Gewölbekeller mit einer Größe von je 180 qm, ein großes Foyer und eine gemütliche Lounge mit Möglichkeiten zur kleinen Verköstigung werden im Herzen Münchens, direkt am Max-Weber-Platz (Einsteinstrasse 42, Untergeschoss), den Betrieb aufnehmen und die einzigartige Anlage mit Leben füllen.

Wie alles begann

Der Förderkreis Jazz und Malerei München e.V. („FJMM“) betreibt seit insgesamt 34 Jahren den Jazzclub Unterfahrt  in Haidhausen und davon seit 12 Jahren in den Räumen des Kulturzentrums Einstein. Um das Einstein aus einer Hand mit kulturellem Leben zu erfüllen und die damit verbundenen organisatorischen Aufgaben zu bündeln, hatten die Vorstände des FJMM beschlossen, beim Kulturreferat der Stadt München eine Anmietung der gesamten Räumlichkeiten des Kulturzentrums Einstein ab 2012 zu beantragen. Dieses Vorhaben basierte aufseiner erfolgreichen, kulturell-bezogenen Arbeit mit der „Unterfahrt“ und der langjährigen Kenntnis der Räumlichkeiten und Betriebssituation des „Einstein“.

Der Stein rollt schon

Inzwischen hat das neue Einstein seit Jahresbeginn und noch vor seiner offiziellen Eröffnung, schon ungefähr einhundert Aufführungstage absolviert.

Neben den beiden großen Festivals, die das Kulturreferat in den Gewölbehallen veranstaltet, das „Frameworks“-Festival (Frühjahr 2012 und wieder Frühjahr 2013) und das „Lautwechsel“-Festival für Neue Musik (lief vor kurzem im September 2012), wird Einstein Kultur als Standort für Neue Musik insbesondere auch für die jungen Künstler dieses Genres zu einem Markenzeichen in Sachen musikalischer Avantgarde. Die Gruppierungen Signalraum und Offene Ohren setzen hier mit insgesamt jährlich etwa 40 Konzerten neue Akzente und erschaffen im Einstein einen weiteren musikalischen Treffpunkt einer nationalen und  internationalen Szene in München.

Die beiden hervorragend besuchten Festivals Lautwechsel und Frameworks zeigen deutlich, wie groß das Potential für Neue Musik in den Einsteinhallen ist. Die Berührungen mit visueller, digitaler/elektronischer Kunst machen diese Sparte außerdem nicht nur fürMusikfans sondern auch für Medienkünstler zum reizvollen Muss.

Hinzu kommt ab Herbst ein zweiter musikalischer Akzent: Weltmusik. Den Beginn macht der international bekannte Ahmed El-Salamouny mit virtuoser brasilianischer Gitarrenmusik und Percussionsbegleitung, gefolgt von Catchatune, einem 15-köpfigen internationalen Chor, im Januar 2013 dann das Indian Air – WorldJazzTrio im Frühjahr 2013. Somit dürfte ab Herbst das Haus Einstein neben dem Jazzhimmel der berühmten Unterfahrt auch für andere Musikliebhaber ein interessanter Treffpunkt werden.

Die Sparte Wort wird ab Herbst mit „speak&spin“, der bekannten Münchner Prosa-Lesereihe junger Autoren, Einzug in die Gewölbekeller halten. Von da an gibt es monatliche Live-Lesungen der jungen Autorengeneration. Aber auch die Lyrik findet hier das optimale Ambiente. Die beiden in Berlin, Leipzig und München gut vernetzten Lyriker W.F. Schmid und T. Marquard und ihre Community sorgen im Gewölbe 4 für eine verdichtete Atmosphäre und präsentieren dort spannende neue deutschen Lyrik.

Obwohl das Genre Talk weder dem Theater, noch der Literatur zuzurechnen ist, sei der Talk hier als Gattung genannt, den wir im Einstein einführen werden. Hochrangige Moderatoren und Gäste aus dem lokalen, nationalen und internationalen Kulturbetrieb werden zu ihrer Kunst Stellungbeziehen und hautnahe Einblicke in ihr Schaffen gewähren. Der Anfang der Reihe „Let´s talk about ...“ wurde am Samstag, 13.10.12, beim Einstein-Opening der Musikjournalist der Süddeutschen Zeitung Oliver Hochkeppel im Gespräch mit dem Pianisten Simon Nabakov gemacht, der an diesem Abend in der Unterfahrt zu Gast war. In Folge werden wir aber nicht nur über Jazz sprechen. Die Reihe „Let´s talk about ...“ wird sich mit allen Genres live und vor Publikum auseinandersetzen.

Wir freuen uns auch, dass Theater in vielfältiger Form zu Gast sein wird - als klassisches Sprechtheater, als Impro-Theater-Show, Comedy, Kabarett oder Szenische Lesung und auch für das Amateurtheater, das ja eine große Fangemeinde hat.

Wir freuen uns jetzt schon auf das englischsprachige, erstklassige Be Me Theater, das kurz vor dem Opening Premier hat. Das Stück „Boom“ des in Deutschland völlig unbekannten, aber in der USA in 2010 meist gespielten Autors Peter Sinn Nachtrieb war im April/Mai 2012 sensationell besucht und über zwei Wochen praktisch ausverkauft. Jetzt startet die rein muttersprachlich besetzte Profi-Kompanie mit Schauspielern aus Kanada, England und USA, gegründet von Elisa Moolecherry und Felix Leicher, mit einer Europapremiere eines kanadischen Stückes im Einstein. Von 9. bis 27.Oktober läuft das Stück „A Beautiful View“ von Daniel Mac Ivor in Halle 2.

Neben den Aufführungen zeichnet sich ab, dass das Einstein sich als Probenraum für lokale Kompanien wie etwa das Teamtheater oder die Vorleserinnen, aber auch für internationale Theaterlehrer wie Robert Castle vom International New York Theatre attraktiv sein wird. Castle zeigte sich von der konzentrierten Atmosphäre der Gewölbekeller während seines zehntägigen Method-Acting-Theaterworkshops sehr begeistert. Im Frühjahr 2013 werden Opernklänge die Probenräume füllen, denn dann gastiert das Ensemble für Alte und Neue Musik in Halle 3 und bereitet sich auf die Neuproduktion von „Cosi Facciamo“ vor, die anschließend im Cuvillié-Theater aufgeführt wird.

Isar 148 betreiben seit über zehn Jahren das Fach der Impro-Theater-Shows und bekamen vor zwei Jahren den großen Impro-Theater-Preis „Münchner Föhn“. Mit ihrer derzeitigen Show Linner&Trescher werden sie die Zuschauer im Einstein ab Oktober zweimal monatlich überraschen. Isar148 bestreitet zum Opening auch seinen eigenen saisonalen Neustart und bietet für alle Improanhänger vor der eigenen Show am Samstag Nachmittag kostenlos einen Impro-Theater-Workshop an.

Wir freuen uns auch, ein Urgestein der Kleinkunst, Heppel & Ettlich, mit dem Programmarbeitstitel „Heppel & Ettlich go Haidhausen“ zu begrüßen. Endlich wird eine Lücke im kulturellen Leben des Viertels geschlossen und Kabarettfans müssen nicht mehr nach Schwabing tingeln, sondern sehen die Kabarett- und Kleinkunstszene bald ganz bequem am Max-Weber-Platz. Den Anfang der Reihe, die alle zwei Wochen stattfinden wird, machte am 13. Oktober Andre Hartmann, dann folgt der berühmte Venedig-Abend aus dem Hause Heppel&Ettlich, im November der „Talk in der Taverne“ und das erfolgreiche Programm „Frauen die Brunchen“ im Januar.

 

Da in Haidhausen glücklicherweise noch viele Familien mit Kindern leben, gibt es in Kooperation mit dem bekannten KiM Kino, das schon viele Jahre im Kulturzentrum Einstein ansässig und für sein sozio-kulturelles Engagement bekannt ist, ab dem Opening mindestens einmal im Monat einen großen Sonntagsbrunch. Außerdem betreiben Lydia Jackson und Hermann Wilhelm durchgehend während des ganzenJahres ein vielseitiges Programm, das neben interessanten Filmveranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen vor allem auch die kreative Beschäftigung von Kindern als Ziel hat.

Der geplante Einstein-Brunch über die Herbst/Winterzeit bringt den Eltern entspannten Genuss bei  einem Frühstücksratsch, während die Kinder den Schulstress hinter sich lassen und in den Gewölbekellern Märchenerzählern lauschen, gemeinsam Filme gucken, sich kreativ betätigen oder ihre überschüssige Energie beim Body Percussion abbauen.

Einstein für Unternehmen und Vereine

Neben dem laufenden Kulturbetrieb will das Einstein auch Unternehmen, Kooperativen und Vereinen die Möglichkeit geben, die Räume als ganz besondere Location für Events,Workshops, Konferenzen oder Feiern zu nutzen. Die Gewölbekeller direkt neben dem renommierten und vielfach ausgezeichneten Jazzclub Unterfahrt können für Unternehmensveranstaltungen genutzt werden und gleichzeitig damit auch die vielfältigen Verbindungen zur Kulturszene.

Ob eine arbeitsreiche Sitzung mit einer entspannten erstklassigen Jazzcombo bei gutem Wein ausklingen soll, eine Impro-Theatergruppe für den Betriebsausflug dazu zu buchen wäre, die vorhandene Audio- und Video-Technik für die Präsentation der Betriebsergebnisse oder die Vereinshauptversammlung einzusetzen ist oder ein Teamworkshop mit Percussionprofis zum Highlight wird – im Einstein sind sowohl die Räume, die technischen Voraussetzungen und auch die kreativen Synergien zu finden, um konzentriertes Arbeiten mit intensivem Erleben zu kombinieren.

Das leibliche Wohl

Neben der ganzen kreativen Arbeit darf das leibliche Wohl natürlich nicht zu kurz kommen. Walter Prijaks und Herbert Mandls Clubgastronomie, vielen Besuchern des Jazzclub Unterfahrt bereits bestens bekannt, sorgen sich mit vollem Einsatz um das Wohlfühlen aller - vom mobilen Ausschank in den Gewölbekellern bis zum Catering nach Wahl, vom Bayerischen Brotzeitteller, Fingerfood oder den leckeren Speisen, die zum täglichen Unterfahrtprogramm gehören – aus der Clubgastronomie gibt es nur frische Küche.

Kontakt: info@einsteinkultur.de, Tel 089-416173795

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