13.02.2013 13:36 zum Kreuzworträtselmord

Massive Drohungen - Wer schreibt der bleibt? Darauf sollte man sich nicht verlassen

Bild aus "Die großen Kriminalfälle: Der Kreuzworträtsel-Mord" (2000): Berühmte Spur Foto: (c) MDR

Bild aus "Die großen Kriminalfälle: Der Kreuzworträtsel-Mord" (2000): Berühmte Spur Foto: (c) MDR

Von: GFDK - Andreas Ströbel

[Erfurt] Aufgrund massiver Drohungen hat sich der Sutton Verlag entschieden, die geplanten Lesungen aus „Der Kreuzworträtselmord" in Berlin, Halle-Neustadt und auf dem Leipziger Messegelände abzusagen. In den vergangenen Tagen waren zahlreiche Drohungen gegen die Autorin und die Veranstaltungen eingegangen.

„Wir sehen uns derzeit leider nicht in der Lage, die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unserer Autorin und der Mitarbeiter von Verlag und Veranstaltungsort zu gewährleisten", erklärt Marketing- und Vertriebsleiter Andreas Ströbel. Sowohl bei den Mitveranstaltern als auch beim Verlag seien in den vergangenen Tagen telefonisch und schriftlich offene und unterschwellige Drohungen eingegangen.

„Wir bedauern diese Absagen außerordentlich, aber die Sicherheit aller Beteiligten geht eindeutig vor", betont Ströbel. Ob in Zukunft Lesungen aus dem Roman stattfinden würden, hänge davon ab, ob Veranstalter und Verlag sich sicher sein könnten, dass eine zwar kontroverse, aber gewaltfreie Diskussion zu dem Thema möglich sei.

In einem der spektakulärsten Kriminalfälle der DDR-Geschichte wird nach 32 Jahren neu ermittelt. Im sogenannten Kreuzworträtselmord von Halle-Neustadt aus dem Jahr 1981 hat die Staatsanwaltschaft von Amts wegen ein Mordermittlungsverfahren gegen die damalige Freundin des Täters eingeleitet, sagte Sprecher Klaus Wiechmann am Freitag. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" darüber berichtet.

www.spiegel.de/panorama/justiz/kreuzwortraetselmord-kriminalfall-wird-nach-32-jahren-neu-aufgerollt-a-882142.html

Unter dem Titel "Der Kreuzworträtselmord: Die wahre Geschichte" ist im Sutton-Verlag am 1. Februar das Buch der damaligen Freundin erschienen. Es enthülle, so der Verlag, was nie bekanntgeworden sei: dass die junge Frau den Mord entdeckt habe.

Der Geschäftsführer des Thüringer Sutton Verlags, Sebastian Thiem, sagt, bezugnehmend auf den Mordfall: "Das, was sie schreibt, ist wahr. Es ist so geschehen."

Anmerkung der Redaktion:

Dieses Buch empfehlen wir nicht zum Kauf