20.10.2012 07:48 eue OZ: Kommentar zu Kultur / Verlage / Duden

Lexikon-Klassiker - Digital-Verlierer? - Firmenteile zusammenlegen, verkaufen - und Personalkosten einsparen

Noch ein Lexikon-Klassiker, der sich im Internet-Zeitalter nicht zurechtfindet? Die Kündigungen bei Duden verlocken zum vorschnellen Urteil. Tatsächlich liegt die Ursache aber wohl weniger in der Digitalisierung als in der Globalisierung.
Von: GFDK - Neue Osnabrücker Zeitung

Noch ein Lexikon-Klassiker, der sich im Internet-Zeitalter nicht zurechtfindet? Die Kündigungen bei Duden verlocken zum vorschnellen Urteil. Tatsächlich liegt die Ursache aber wohl weniger in der Digitalisierung als in der Globalisierung.

Seit 2009 gehört das Bibliographische Institut und mit ihm die Marke Duden zu Cornelsen - und damit laut "Buchreport"-Ranking zum drittgrößten der deutschsprachigen Verlage. Als Bildungsanbieter mit einem breiten Sortiment und riesiger Abnehmerschaft zählt das Haus gewiss nicht zu den Verlierern der Digitalisierung.

Im Gegenteil:

Man braucht kein Hellseher zu sein, um die Wachstumsmöglichkeiten von Multimedia im Lernmittel-Bereich zu erkennen. Genau hier will Cornelsen investieren. Um das Geld dafür einzusammeln, geht der Verlag nicht anders vor als andere Unternehmen: Firmenteile zusammenlegen oder verkaufen - und Personalkosten einsparen.

Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion