05.04.2012 07:09 Der Prix Italia 2012 findet vom 16. bis 21. September

„Kuno Kohns Capriccio“ für Prix Italia nominiert - hr2-Produktion in der Kategorie „Musik“ ausgewählt

Der Schauspieler Lars Rudolph spricht die Rolle des Kuno Kohn im hr2-kultur-Hörspiel "Kuno Kohns Capriccio" von Hermann Kretzschmar nach Texten von Alfred Lichtenstein, Regie: Leonhard Koppelmann und Hermann Kretzschmar - Foto: HR/Benjamin Knabe

Von: Hanni Warnke

Das von hr2-kultur im November 2011 urgesendete Hörstück „Kuno Kohns Capriccio“ von Hermann Kretzschmar ist von der ARD für den Prix Italia nominiert worden. Die Jury wählte das Werk für Stimmen, Gesang und Musikensemble nach Texten von Alfred Lichtenstein als einen von vier Hörfunkbeiträgen aus 38 Einreichungen aus.

Die gemeinsam mit SWR2 realisierte Produktion mit Lars Rudolph in der Hauptrolle wurde in der Kategorie „Musik“ ausgewählt. Der Prix Italia 2012 findet vom 16. bis 21. September in Turin statt.

Neben Lars Rudolph als „Kuno Kohn“ singen und sprechen Sandra Bayrhammer als „Ilka Leipke“, Bernd Michael Lade als „Max Mechenmal“ und Christian Redl als Erzähler. Außerdem musizieren Sabine Akiko Ahrendt (Violine), Jan-Filip Ťupa (Violoncello), Lluïsa Espigolé (Klavier), Klaus Burger (Tuba) und Frank Gratkowski (Bassklarinette).

Regie führten Leonhard Koppelmann und Hermann Kretzschmar, der die Musik komponierte und auch das Libretto verfasste. Verantwortlicher Dramaturg bei hr2-kultur ist Ruthard Stäblein.

Die Stimmung der Großstadt war ein zentrales Thema im Werk des expressionistischen Dichters Alfred Lichtenstein. 1889 in Berlin geboren, veröffentlichte er 1910 seine ersten Gedichte und Prosatexte. Sie spiegeln ein Bild der Berliner Bohème, die er grotesk überzeichnet – so in der Figur des buckligen Dichters Kuno Kohn, seinem Alter Ego.

75 öffentlich-rechtliche und private Radio- und Fernsehstationen sind Partner und ständige Mitglieder des 1948 von der Radiotelevisione Italiana (RAI) initiierten Prix Italia. Die älteste und bedeutendste internationale Auszeichnung für Radio, Fernsehen und Internet wird in diesem Jahr zum 64. Mal vergeben.

Hanni Warnke

hwarnke@hr-online.de