30.11.2018 07:55 Black Friday-Analyse

Konsumwahn - Stimmung am Black Friday im Netz eher negativ

Von dem Konsumwahn am Black Friday profitieren  Amazon und die Elektronik-Produkte, Samsung und Apple

Von dem Konsumwahn am Black Friday profitieren Amazon und die Elektronik-Produkte, Samsung und Apple. Foto GFDK

Von: GFDK - Medien - Nils Leidloff

Der Black Friday ist mittlerweile fest in Deutschland angekommen und fast jeder Shop bietet anlässlich dessen besondere Rabattaktionen an. Doch welche Produkte, Marken und Shops wurden in diesem Jahr eigentlich am meisten nachgefragt?

Um diese Frage zu beantworten, hat das führende deutsche Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), über 98.000 deutschsprachige Social-Web-Beiträge untersucht.

Die Ergebnisse: Hierzulande waren Samsung und Apple die gefragtesten Marken. Microsofts Xbox One löst zudem Sonys PlayStation 4 als beliebtestes Produkt ab.

Insgesamt wurde die Kommunikation rund um den Black Friday von Beiträgen über Elektronik-Produkte und deren Hersteller dominiert. Besonders gefragt waren unter anderem Samsung und Apple. In je 1.363 Beiträgen befassten sich die Nutzer mit den beiden Unternehmen.

Damit ist Samsung zum zweiten Mal in Folge die am meisten nachgefragteste Marke im deutschsprachigen Social Web am Black Friday, während Apple zu dem südkoreanischen Konzern aufschließen konnte. Den dritten Platz in diesem Ranking belegt Microsoft, das am Black Friday 1.086 Mal im deutschsprachigen Web erwähnt wurde.

Microsofts Xbox war in diesem Jahr am meisten nachgefragt

Verantwortlich für das erfolgreiche Abschneiden von Microsoft ist die Spielekonsole des US-Unternehmens, die Xbox One. Diese löst in diesem Jahr Sonys PlayStation 4 ab, die im Vorjahr noch mit Abstand am meisten nachgefragt wurde.

In diesem Jahr reichten 604 Erwähnungen der PlayStation jedoch nur noch für den vierten Platz des Rankings. Platz zwei sichert sich Nintendos Hybrid-Konsole, Switch (894 Beiträge), die sowohl stationär am Fernseher als auch unterwegs genutzt werden kann. Die dritthöchste Nachfrage im Netz erzielte Samsungs Galaxy-Smartphone-Reihe (614 Beiträge).

Amazon dominiert Shop-Ranking

Im Ranking der Online-Shops hat Amazon die Konkurrenz klar hinter sich gelassen. Der börsennotierte Online-Versandhändler wurde hierzulande in rund 6.237 Beiträgen erwähnt und somit etwa doppelt so häufig wie die restliche Shops aus den Top Fünf dieses Rankings.

Saturn landet mit 1.376 Beiträgen auf dem zweiten, Media Markt mit 822 Beiträgen auf dem dritten und eBay (667 Beiträge) und Otto (330 Beiträge) auf dem vierten bzw. fünften Rang. 

Kommunikation überwiegend neutral

Trotz der vielen veröffentlichten Beiträge war die Stimmung zum Black Friday im Netz insgesamt eher negativ. So wurden die Ereignisse rund um den umsatzstärksten Tag in der westlichen Welt nur in knapp einem Drittel aller Beiträge positiv bewertet.

Während sich einige Nutzer über ihre Schnäppchen austauschten, kritisierten andere nämlich unter anderem, dass der Black Friday nichts anderes sei als Konsumwahn.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, kommentiert die Analyse

“Der Black Friday ist für viele Online-Händler auch hierzulande zum umsatzstärksten Tag des Jahres geworden und jedes Jahr ziehen mehr Shops in die Schlacht um die höchsten Rabatte.

Unsere Analyse zeigt, dass am Black Friday in diesem Jahr vor allem Elektronik-Artikel gefragt waren. Spannend ist jedoch auch, dass sich unter den meistdiskutierten Marken und Produkten kein deutscher Hersteller und auch kein deutsches Produkt wiederfindet.

Ausländische Unternehmen haben hier möglicherweise einen Wettbewerbsvorteil, da sie den Tag in anderen Ländern schon deutlich länger für ihre Marketingzwecke nutzen.”

Um die Netz-Stimmen zu der Wahrnehmung deutscher Marken im In- und Ausland zu analysieren, hat VICO Research & Consulting am 23. November 2018 98.792 öffentliche Beiträge erfasst und ausgewertet. Die Beiträge stammen aus dem Mikroblog Twitter, sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+, Blogs, Foren, sowie News-, Q&A-, Video- und Bild-Portalen.