05.01.2013 08:28 Neue OZ: Kommentar zu Museen - Von Facebook ins Museum

Keine Zukunftsgarantie aber fromme Wünsche - Museen allein holen die Menschen nicht aus ihren Parallelgesellschaften

Wunder wirken können die zwar nicht: Museen allein holen die Menschen nicht aus ihren Parallelgesellschaften, heben kein Kind aus bildungsfernen Schichten über die ideelle Schwelle an der Museumspforte.
Von: GFDK - Neue Osnabrücker Zeitung

Auf die 109 Millionen Besucher dürfen die Museen in Deutschland stolz sein. Doch liegt in dieser Zahl keine Zukunftsgarantie: Zu Recht verweist der Präsident des Museumsbundes, Volker Rodekamp, auf die Teile der Gesellschaft jenseits des Bildungsbürgertums. Um die zu erreichen, müssen die Museen Angebote machen, und dafür braucht es fachkundige Mitarbeiter.

Wunder wirken können die zwar nicht: Museen allein holen die Menschen nicht aus ihren Parallelgesellschaften, heben kein Kind aus bildungsfernen Schichten über die ideelle Schwelle an der Museumspforte. Aber eine fundierte Museumspädagogik kann die Hand reichen.

Anders ist es mit der internetaffinen Jugend - da bieten Smartphone-Apps ganz neue Möglichkeiten der Auseinandersetzung. Zum Beispiel haben Veranstalter von Rock- und Pop-Konzerten längst Facebook als Werbeplattform entdeckt: Dort tummeln sich die Jugendlichen, von dort kann man sie abholen.

Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion