16.08.2013 09:50 für Tischrede zu seinem Buch "Unterm Strich"

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kassierte 15.000 Euro von Geldspielautomaten-Betreibern

Peter Jamin schreibt, Peer Steinbrueck kassierte von Geldspielautomaten-Betreibern 15.000 Euro für simple Tischrede zu seinem Buch Unterm Strich

Peter Jamin schreibt, Peer Steinbrück kassierte von Geldspielautomaten-Betreibern 15.000 Euro für simple Tischrede zu seinem Buch "Unterm Strich"

Von: GFDK - Peter Jamin

Kolumnist Peter Jamin wirft dem Kanzlerkandidaten und der SDP-Bundestagsfraktion im Umgang mit der Spielsucht von 250.000 Glücksspielern Scheinheiligkeit vor

Für eine Tischrede über sein neues Buch "Unterm Strich" hat der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete und gegenwärtige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am 24. November 2010 von den im Berliner "Forum für Automatenunternehmer in Europa e.V." organisierten Geldspielautomaten-Betreibern 15.000 Euro Honorar erhalten.

Das schreibt der Düsseldorfer Schriftsteller Peter Jamin  in seiner Kolumne "Auf einen Cappuccino" auf dem Internet-Wirtschaftsportal "business-on.de/duesseldorf" unter dem Titel "Peer Steinbrück, ein Vortrag und 250.000 Spielsüchtige".


Die Geldspielautomaten-Betreiber stehen seit Jahren in der Kritik, weil u.a. nach Meinung von Suchtexperten wie der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, das Risiko für Pathologisches Glückspiel – im Volksmund Spielsucht genannt – "am höchsten an Geldspielautomaten ist. Gerade der Markt der Geldspielautomaten verzeichnete in den letzten Jahren ein deutliches Umsatzplus. Die Anzahl der aufgestellten Automaten in Gaststätten und Spielhallen ist im Jahr 2010 auf 235.000 Geräte (2009: 227.000 Geräte) angewachsen" (Drogenbericht 2013).

Erst einen Monat vor Steinbrücks Vortragstermin, am 22. Oktober 2010, hatte die SPD-Bundestagsfraktion, der Steinbrück schon damals angehörte, über die zuständige Berichterstatterin, der Bundestagsabgeordneten Angela Graf, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, in einer Pressemitteilung als "Marionette der Wirtschaft" bezeichnet und ihr "fragwürdiges Engagement in der Suchtprävention" vorgeworfen.

Peter Jamin kritisiert in seiner Kolumne die Scheinheiligkeit der SPD-Politik: "Da nimmt ein SPD-Bundestagsabgeordneter in alle Stille unverschämt viel Geld für eine simple Buchvorstellung von den Geldspielautomaten-Betreibern und zur gleichen Zeit schießen seine SPD-Bundestagskollegen wegen dieser Berufsgruppe lauthals gegen die Bundesregierung und deren Drogenbeauftragte."

Rund sechs Wochen nach Steinbrücks Vortrag warf die SPD-Bundestagsfraktion der Bundesregierung in einer Pressemitteilung vom 12. Januar 2011 vor, die Bekämpfung von Glückspielsucht sei für sie "von geringem Interesse", die wachsende Spielsucht im Bereich der Geldspielautomaten "nehme sie offensichtlich gerne in Kauf": "Die Lobbys haben Schwarz-Gelb weiterhin fest im Griff."

Für Kolumnist Jamin "stellt sich angesichts eines 15.000-Euro-Honorars für eine einfache Tischrede natürlich die Frage, wer denn wohl eher eine Marionette ist und wen die Lobbyisten besser im Griff haben?!"

Der Journalist und Schriftsteller Peter Jamin hat sich in Büchern und Fernsehfilmen immer wieder mit den Opfern in der Gesellschaft befasst, u.a. in seinem, vom "Weißen Ring" unterstützten Sachbuch "Opfer – das Leben nach dem Überleben" und zuletzt in dem Sachbuch "Abgeknallt – Gewalt gegen Polizisten", für das er von der Gewerkschaft der Polizei erst vor wenigen Monaten für "herausragende journalistische Leistung" mit dem "GdP-Stern" ausgezeichnet wurde.

Als Experte für Vermisstenfälle und Autor des Buches "Vermisst – und manchmal Mord" weiß Jamin, dass immer wieder auch Spielsüchtige, die mit ihren Problemen nicht mehr fertig werden, letztlich ein Vermisstenschicksal erleiden.

Heute zu lesen auf Welt.de

Steinbrück machte alles schlimmer

Als der Druck immer größer wurde, brachte 2006 der damalige Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) dann doch ein Gesetz auf den Weg. Doch das machte alles nur noch schlimmer: Er übernahm mehrere Passagen des Gesetzesvorschlags der Bankenlobby.

www.welt.de/wirtschaft/article117112833/Staat-schaute-bei-dreister-Milliarden-Trickserei-zu.html

 


Die komplette Jamin-Kolumne "Auf einen Cappuccino" finden Sie unter:

http://www.business-on.de/duesseldorf/die-jamin-kolumne-auf-einen-cappuccino-peer-steinbrueck-ein-vortrag-und-250-000-spielsuechtige-_id29114.html



Weitere Informationen: Peter Jamin, www.jamin.de, Telefon 0211-4920566
peterjamin@mac.com